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Friedrich Hölderlins "Hyperion oder Der Eremit in Griechenland" und Möglichkeiten, ihn in der Romantik zu verorten

Eine romantische Analyse

Titel: Friedrich Hölderlins "Hyperion oder Der Eremit in Griechenland" und Möglichkeiten, ihn in der Romantik zu verorten

Rezension / Literaturbericht , 2011 , 4 Seiten

Autor:in: Ulrike Löbel (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufsatz zeigt auf, welche inhaltlichen und formalen Kriterien des "Hyperion" eine Verortung in der literarischen Romantik ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Friedrich Hölderlins Hyperion oder Der Eremit in Griechenland und Möglichkeiten ihn in der Romantik zu verorten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Friedrich Hölderlins Roman Hyperion im Hinblick auf seine literarische Einordnung zwischen Weimarer Klassik und Romantik sowie seine thematische Auseinandersetzung mit Identität, Politik und Zeitkritik.

  • Analyse der Gattungszuordnung des Hyperion als Bildungs- bzw. Entwicklungsroman.
  • Untersuchung der zentralen Einflüsse von Philosophie und griechischer Mythologie.
  • Reflektion der politischen Zeitkritik und des Scheiterns revolutionärer Ideale.
  • Betrachtung der Bedeutung von Naturerfahrung und Diotima als Idealfigur.
  • Einordnung des Werks als Hybrid zwischen Klassik und romantischer Universalpoesie.

Auszug aus dem Buch

Friedrich Hölderlins Hyperion oder Der Eremit in Griechenland und Möglichkeiten ihn in der Romantik zu verorten

Der Eintrag zum Bildungsroman im Metzler Literatur Lexikon erklärt den Begriff Bildung, wie er in der Weimarer Klassik verstanden wird, als etwas, das eine zweckgerichtete „Ausbildung vollendeter Menschlichkeit“ (Burdorf 2007: 89) bewirkt. Friedrich Hölderlin, 1770 geboren und ein Kind seiner Zeit, das eifrig Schiller nachahmte und Schellings sowie Fichtes philosophische Gedankengänge reflektierte, befasst sich in seinem Hyperion auch mit der Ausbildung seines „tragischen Helden“, der auf Grund der Erfahrungen, die er zeit seines Lebens macht, schließlich in einen Zustand der Ruhe und Seligkeit verfällt, bereit das Schicksal zu akzeptieren.

Trotzdem ist Hyperion kein (klassischer) Bildungsroman, in dem der anfangs junge Protagonist zu einem dem gesellschaftlichen Ideal entsprechenden, zivilisierten Menschen herangebildet wird, von Borries bezeichnen ihn aber als Entwicklungsroman (von Borries: 1993: 115). Er beschreibt den Lebensweg des Hyperion, eines Griechen, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts auf einer kleinen Insel, Tina, geboren wurde und dort eine glückliche Kindheit verlebte, denn „ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz was es ist, und darum ist es so schön“ (Balmes 2008: 318).

Zusammenfassung der Kapitel

Friedrich Hölderlins Hyperion oder Der Eremit in Griechenland und Möglichkeiten ihn in der Romantik zu verorten: Das Kapitel beleuchtet Hölderlins literarische Einordnung und analysiert die Entwicklung des Protagonisten Hyperion unter dem Einfluss von Philosophie, Politik und Natur.

Schlüsselwörter

Friedrich Hölderlin, Hyperion, Romantik, Weimarer Klassik, Bildungsroman, Entwicklungsroman, Griechische Mythologie, Diotima, Universalpoesie, Zeitkritik, Politische Ideale, Identität, Briefroman, Naturerfahrung, Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Friedrich Hölderlins Roman Hyperion und untersucht, wie sich das Werk zwischen den Epochen der Weimarer Klassik und der Romantik verorten lässt.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Helden, die politische Kritik an der damaligen Zeit, die Bedeutung von Naturerfahrung sowie die ästhetische Form des Briefromans.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die kritische Einordnung von Hölderlins Roman in den literarhistorischen Kontext und die Herausarbeitung seiner hybriden Stellung zwischen den Strömungen der Zeit.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse, insbesondere durch den Vergleich des Romans mit gängigen Definitionen des Bildungsromans sowie durch die Einbeziehung zeitgenössischer philosophischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Lebensweg Hyperions, seine Begegnungen mit prägenden Figuren wie Adamas, Alabanda und Diotima sowie das Scheitern seiner politischen Ambitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Universalpoesie, Identität, griechische Mythologie und die Dialektik von Klassik und Romantik definieren.

Warum wird Hyperion nicht als klassischer Bildungsroman eingeordnet?

Der Autor argumentiert, dass der Protagonist nicht in ein gesellschaftliches Idealbild hineinwächst, sondern vielmehr an der Realität scheitert und sich in die Einsamkeit zurückzieht.

Welche Rolle spielt die Figur Diotima für den Protagonisten?

Diotima fungiert als Idealbild, das Hyperion zu einer inneren Mitte führt und eine Bewusstseinsveränderung einleitet, die ihn kurzzeitig von seinen politischen Umsturzgedanken abbringt.

Wie korrespondiert der Roman mit der Französischen Revolution?

Die Arbeit zieht Parallelen zwischen Hyperions Scheitern im Krieg und der Enttäuschung über die Eigendynamik der Französischen Revolution, bei der politische Ideale durch Gewaltanwendung entwertet werden.

Inwiefern ist der Hyperion als "hybrides Werk" zu verstehen?

Das Werk vereint klassische Bildungselemente mit romantischen Forderungen nach Universalpoesie und einer philosophischen Durchdringung, wodurch es eine Sonderstellung in der Literaturgeschichte einnimmt.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedrich Hölderlins "Hyperion oder Der Eremit in Griechenland" und Möglichkeiten, ihn in der Romantik zu verorten
Untertitel
Eine romantische Analyse
Hochschule
Universität Augsburg  (Philologisch Historische Fakultät)
Veranstaltung
Die Neue Mythologie der Blauen Blume
Autor
Ulrike Löbel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
4
Katalognummer
V165500
ISBN (eBook)
9783640816194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
friedrich hölderlins hyperion eremit griechenland möglichkeiten romantik eine analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulrike Löbel (Autor:in), 2011, Friedrich Hölderlins "Hyperion oder Der Eremit in Griechenland" und Möglichkeiten, ihn in der Romantik zu verorten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165500
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Leseprobe aus  4  Seiten
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