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Prädikat "Kinderfreundlich"

Title: Prädikat "Kinderfreundlich"

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 34 Pages

Autor:in: Diana Sieben (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

„Kinderfreundlich ist alles, was die Besonderheiten des Lebens im Kindesalter berücksichtigt:
Alter, Größe, Erfahrung, Kraft, Wissen und die natürliche Freude am Spiel. ..., denn zwar ist
Spielen zwecklos, aber doch sinnvoll.“ 1 So hat es der Architekt und ehemalige Vorstand des
Essener Vereins „Mehr Platz für Kinder“ Günter Koschany einmal treffend auf den Punkt
gebracht. Leider erfordert eine Definition dieses Begriffs für die Umsetzung in die Praxis wesentlich
genauere Vorgaben und Erläuterungen, die zu finden keine leichte Aufgabe darstellt.
Den Versuch einer Begriffsbestimmung hat unter anderem die Infostelle Kinderpolitik des
Deutschen Kinderhilfswerkes unternommen. Dort wird deutlich, daß Kinderfreundlichkeit
zuallererst aus Sicht der Kinder betrachtet werden muß, allerdings darf die Erwachsenenwelt,
wozu Politiker ebenso wie Organisationen oder Privatpersonen gehören, nicht außen vor bleiben.
Letztere sollten zuvor abwägen, ob kinder-freundliches Verhalten, also Kindern gegenüber
freundlich gesinnt sein, ausreichend ist, oder ob nicht besser (auch) von kind-gerecht, die
Rechte des Kindes achtend, gesprochen werden sollte. Das Augenmerk sozial- und kinderpolitischer
Fragestellungen und Maßnahmen fällt zwar stärker als noch vor einigen Jahren auf
die Interessen der Kinder, jedoch ist nach wie vor zu beobachten, daß sie noch häufig genug
hinter anderen, als wichtiger erachteten Anliegen zurückgestellt werden. Daraus folgt, daß
sowohl auf politischer wie auf gesellschaftlicher Ebene noch einiges für Kinderfreundlichkeit
bzw. Kindgerechtigkeit getan werden muß. Es bleibt anzumerken, daß kaum Lexika oder andere
Nachschlagewerke existieren, die diese Bezeichnung(en) beinhalten, was wohl auch von
der Schwierigkeit herrührt, einen Ausdruck zu definieren, dessen Inhalt je nach Situation immer
wieder aus einer anderen Perspektive betrachtet werden sollte und zudem in verschiedenen
Epochen unterschiedliche Bedeutung erlangt, d. h. der einer gewissen Dynamik nicht entbehrt.2
Eine übersichtliche und praktische Antwort auf die Frage „Was heißt Kinderfreundlichkeit?“
hat die Konferenz der Kinderbeauftragten in Nordrhein-Westfalen erarbeitet. Dort wird das
Thema anhand von sieben Leitfragen konkretisiert, deren Ziel keine vollständige Definition
ist, sondern die allen Interessierten und Beteiligten einen Anstoß geben wollen zu etwaigen
Handlungen im Sinne der Kinder. [...]
1 SPIELRAUM 6/1992, S.228
2 URL: http://www.Kinderpolitik.de/biblio/lexikon/k.htm[Stand:6.7.9

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Zum Begriff „kinderfreundlich“

1.2. Gesetzliche Grundlagen zu den Belangen von Kindern

1.3. Veränderte Kindheit – gesellschaftliche Entwicklungen

2. Auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Stadt

2.1. Aktionsräume der Kinder in der Stadt

2.2. Handlungsbedarf

2.3. Zuständige Institutionen

3. Beispiel: Aktionsgemeinschaft „Essen – Großstadt für Kinder“

3.1. Die Teilnehmer und ihre Ziele

3.2. Spiel- und Bewegungsraum

3.3. Freizeitgestaltung

3.4. Verkehrsplanung

3.5. Weitere kinderfreundliche Projekte

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die städtebaulichen und sozialen Voraussetzungen für eine kinderfreundliche Stadtentwicklung. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Lebenswelt von Kindern in urbanen Räumen unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Bedürfnisse und Rechte nachhaltig gestaltet und gesichert werden kann.

  • Analyse der Begriffsbestimmung von Kinderfreundlichkeit im städtischen Kontext.
  • Darstellung gesetzlicher Grundlagen und völkerrechtlicher Vereinbarungen zum Schutz der Kinderrechte.
  • Untersuchung der Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen auf die kindliche Mobilität und Freiraumnutzung.
  • Evaluation praktischer Umsetzungsstrategien am Beispiel der Aktionsgemeinschaft „Essen – Großstadt für Kinder“.
  • Identifikation von Handlungsbedarfen in der Verkehrsplanung und Spielflächengestaltung.

Auszug aus dem Buch

1.1. Zum Begriff „kinderfreundlich“

„Kinderfreundlich ist alles, was die Besonderheiten des Lebens im Kindesalter berücksichtigt: Alter, Größe, Erfahrung, Kraft, Wissen und die natürliche Freude am Spiel. ..., denn zwar ist Spielen zwecklos, aber doch sinnvoll.“ So hat es der Architekt und ehemalige Vorstand des Essener Vereins „Mehr Platz für Kinder“ Günter Koschany einmal treffend auf den Punkt gebracht. Leider erfordert eine Definition dieses Begriffs für die Umsetzung in die Praxis wesentlich genauere Vorgaben und Erläuterungen, die zu finden keine leichte Aufgabe darstellt.

Den Versuch einer Begriffsbestimmung hat unter anderem die Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfswerkes unternommen. Dort wird deutlich, daß Kinderfreundlichkeit zuallererst aus Sicht der Kinder betrachtet werden muß, allerdings darf die Erwachsenenwelt, wozu Politiker ebenso wie Organisationen oder Privatpersonen gehören, nicht außen vor bleiben. Letztere sollten zuvor abwägen, ob kinder-freundliches Verhalten, also Kindern gegenüber freundlich gesinnt sein, ausreichend ist, oder ob nicht besser (auch) von kind-gerecht, die Rechte des Kindes achtend, gesprochen werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Kinderfreundlichkeit, beleuchtet gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Grundgesetz und die UN-Kinderrechtskonvention und thematisiert den gesellschaftlichen Wandel der Kindheit.

2. Auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Stadt: Der Abschnitt analysiert Aktionsräume von Kindern im urbanen Raum, identifiziert akuten Handlungsbedarf bei der Verkehrs- und Stadtplanung und benennt die beteiligten Institutionen.

3. Beispiel: Aktionsgemeinschaft „Essen – Großstadt für Kinder“: Anhand dieses konkreten Praxisbeispiels werden Ziele, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Spielplatzentwicklung und kulturelle Angebote für Kinder in einer deutschen Großstadt detailliert dargestellt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens zusammen und betont, dass Kinderfreundlichkeit eine ressortübergreifende Aufgabe darstellt, die nur durch den Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern erfolgreich gelingen kann.

Schlüsselwörter

Kinderfreundlichkeit, Stadtentwicklung, Kinderrechte, Urbaner Raum, Spielplatzgestaltung, Verkehrsplanung, Kinderbüro, Partizipation, Sozialraum, Kindgerechte Lebenswelt, Kommunalpolitik, Jugendarbeit, Lebensqualität, Infrastruktur, UN-Kinderrechtskonvention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Umsetzung von Kinderfreundlichkeit in der städtischen Planung und Lebensumwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kinderrechten, die Analyse veränderter Lebensbedingungen von Kindern, die Gestaltung von Spielflächen und die verkehrsplanerische Optimierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kommunen kindgerechte Rahmenbedingungen schaffen können, um die Entfaltung von Kindern im städtischen Raum zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturbasierte Analyse sowie die Fallstudie der Aktionsgemeinschaft „Essen – Großstadt für Kinder“ zur Veranschaulichung der Prozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung, die gesetzlichen Grundlagen, die Analyse von Aktionsräumen sowie konkrete Projekte der Stadt Essen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinderfreundlichkeit, Stadtentwicklung, Partizipation und kinder- und jugendgerechte Infrastruktur charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Verkehrsplanung in der Stadt Essen?

Die Verkehrsplanung ist essenziell, da sie durch Projekte wie das „Essener Spielstraßen-Modell“ und Schulwegesicherungsprogramme versucht, Gefahrenquellen zu reduzieren und Mobilität für Kinder sicherer zu machen.

Was ist der Kern der "Aktionsgemeinschaft Essen"?

Der Kern ist ein ressortübergreifendes, duales Modell der Kinderinteressenvertretung, das Politik, Verwaltung und Bürger zur gemeinsamen Schaffung kindgerechter Lebensbedingungen zusammenführt.

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Details

Title
Prädikat "Kinderfreundlich"
College
RWTH Aachen University  (Geografisches Institut)
Course
Soziale Aspekte der Stadtentwicklung
Author
Diana Sieben (Author)
Publication Year
1999
Pages
34
Catalog Number
V16555
ISBN (eBook)
9783638213783
Language
German
Tags
Prädikat Kinderfreundlich Soziale Aspekte Stadtentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Sieben (Author), 1999, Prädikat "Kinderfreundlich", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16555
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