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Tataufarbeitung im Allgemeinen und Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor im Besonderen

Titel: Tataufarbeitung im Allgemeinen und Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor im Besonderen

Essay , 2008 , 8 Seiten

Autor:in: Dr. phil. Kathrin Kiss-Elder (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Analyse der Methode der Tataufarbeitung im Allgemeinen und Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor im Besonderen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Gesellschaftlicher Kontext

2. Tataufarbeitung als Konstrukt im Allgemeinen

3. Kontext der Tataufarbeitung

4. Ziel der Tataufarbeitung

5. Verfahren der Tataufarbeitung

6. Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor für erneute Straffälligkeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Tataufarbeitung als präventives Instrument im Strafvollzug, mit dem Ziel, Rückfallquoten bei Intensivtätern, insbesondere Sexualstraftätern, durch eine kognitive Umstrukturierung und die Förderung von Opferempathie zu senken und die Resozialisierung zu fördern.

  • Grundlagen und Definition der Tataufarbeitung als kriminologisches Konstrukt
  • Stellenwert der Tataufarbeitung im Kontext des modernen Strafvollzugs
  • Psychologische Zielsetzungen wie Selbstkontrolle und Verantwortungsübernahme
  • Methodische Ansätze, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie
  • Bedeutung der Tataufarbeitung als prädiktiver Faktor zur Rückfallprävention

Auszug aus dem Buch

2. Tataufarbeitung als Konstrukt im Allgemeinen

Verbrechen sind multifaktoriell bedingt. Welche Faktoren kann man zugunsten der Verhinderung eines Rückfalls positiv beeinflussen? Hier ist – unter einer Vielzahl von Hilfen – Tataufarbeitung gefragt, da sie direkt mit dem Täter arbeitet. Tataufbereitung als Konstrukt hat etwa seit 1990 Eingang in die deutsche Kriminologie gefunden. In den Nachbarländern wie Österreich, den Niederlanden und Großbritannien sind diese Konzepte schon länger mit Erfolg etabliert. Heute beschäftigen sich vor allem Sozialarbeiter und Psychologen damit.

Grundlage ist, bestimmte Persönlichkeits- wie Wahrnehmungsstrukturen und –stile als Risikofaktoren für deviantes Verhalten zu identifizieren. Psychologisch psychotherapeutische Tataufbereitung dient der Prävention von erneutem devianten, strafrechtlich-relevanten Verhalten. Dabei ist es in den Kontext einer juristisch messbaren, ggf. auch verurteilbaren Größe gestellt. Dies dient auch dem Schutz der Bevölkerung. Denn in den wenigsten Fällen lässt sich ein Täter dauerhaft wegsperren, abgesehen von den ethischen Implikationen.

Voraussetzung ist ein Menschenbild, in der die Persönlichkeit und die psychische Struktur des Täters als wesentlich für das Entstehen der Tat gesehen werden. Man geht von „Täterpersönlichkeiten“ aus, die es zu verändern gilt, damit es nicht erneut zur Tat kommt: Es geht um „überdauernde Sensibilitäten und stets alltagsrelevante, handlungsleitende Weltinterpretationsbereitschaften als zeitstabile Persönlichkeitsmerkmale“ (Staud, 2007: 17). Man geht davon aus, dass eine spezifische Wahrnehmungsverzerrung des Täters sowohl hinsichtlich der eigenen Struktur wie auch der Gegebenheiten wesentlich zum Entstehen des Verbrechens bei trugen. Die Tat ist ihnen eben nicht, wie viele Täter meinen, „einfach so passiert“, sie hatte eine Vorgeschichte, und sie gehört zur Biografie des Täters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gesellschaftlicher Kontext: Beleuchtet die gesellschaftliche Erwartungshaltung an den Strafvollzug und das Spannungsfeld zwischen Sicherung vor Straftätern und dem Ziel ihrer sozialen Integration.

2. Tataufarbeitung als Konstrukt im Allgemeinen: Definiert Tataufarbeitung als psychotherapeutischen Ansatz, der darauf abzielt, die kognitiven und persönlichkeitsbedingten Ursachen straffälligen Verhaltens zu identifizieren und zu verändern.

3. Kontext der Tataufarbeitung: Beschreibt das professionelle Umfeld der therapeutischen Arbeit, das nicht als Disziplinierungsmaßnahme, sondern als Fürsorgeakt verstanden werden sollte.

4. Ziel der Tataufarbeitung: Fokussiert auf die kognitive Umstrukturierung des Täters, die Förderung von Opferempathie sowie die Klärung persönlicher Tatmotive zur langfristigen gesellschaftlichen Integration.

5. Verfahren der Tataufarbeitung: Erläutert den Einsatz kognitiver Verhaltenstherapie und die Einbindung spezialisierter therapeutischer Netzwerke in den Strafvollzug.

6. Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor für erneute Straffälligkeit: Diskutiert die Wirksamkeit der Tataufarbeitung als Instrument zur Rückfallprophylaxe und betont die Notwendigkeit, das gesamte Lebensumfeld des Täters einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Tataufarbeitung, Rückfallprävention, Strafvollzug, Sexualstraftäter, Intensivtäter, Kognitive Verhaltenstherapie, Kognitive Umstrukturierung, Resozialisierung, Opferempathie, Täterpersönlichkeit, Kriminologie, Psychotherapeutische Behandlung, Straffälligkeit, Wahrnehmungsverzerrung, Rechtsfrieden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die psychologisch-therapeutische Tataufarbeitung von inhaftierten Straftätern und deren Bedeutung für die Gesellschaft und den Strafvollzug.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Täterpersönlichkeiten, den therapeutischen Verfahren zur kognitiven Umstrukturierung und der Rolle dieser Interventionen bei der Senkung von Rückfallquoten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Tataufarbeitung als Instrument, um Täter zu einer stabilen Integration in die Gesellschaft zu befähigen und dadurch einen effizienten Opferschutz zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse kriminologischer und psychologischer Konzepte sowie der Auswertung aktueller Ansätze zur kognitiven Verhaltenstherapie im Justizvollzug.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Tataufarbeitung, deren institutionelle Einbettung im Vollzug, die konkreten therapeutischen Zielsetzungen und Verfahren sowie die Bewertung als Rückfallprädiktor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Tataufarbeitung, Rückfallprävention, kognitive Umstrukturierung, Intensivtäter, Opferempathie und Täterpersönlichkeit.

Warum wird die Tataufarbeitung nicht als bloße Bestrafung gesehen?

Die Tataufarbeitung zielt auf die Einsichtsfähigkeit und eine dauerhafte Verhaltensänderung ab, die über die reine Inhaftierung hinausgeht und das psychische Wohl des Täters sowie den Schutz der Gesellschaft gleichermaßen im Blick hat.

Wie unterscheidet sich die Zielgruppe von anderen Gefangenengruppen?

Die Zielgruppe umfasst insbesondere Sexualstraftäter und schwere Gewalttäter, bei denen psychische Störungen oder tiefgreifende Wahrnehmungsverzerrungen als mitverantwortlich für die Tat angesehen werden.

Welchen Stellenwert hat das Gruppenfeedback bei der Tataufarbeitung?

Gruppentherapeutische Maßnahmen werden als sehr effektiv beschrieben, da das Feedback der Gruppe die Veränderung der eigenen Wahrnehmung des Täters besonders nachhaltig unterstützt.

Ist Tataufarbeitung allein ausreichend zur Rückfallvermeidung?

Nein, die Arbeit betont, dass eine rein psychotherapeutische Orientierung zu kurz greift und die Einbeziehung der gesamten Lebenssituation des Betroffenen für eine erfolgreiche Rückfallprophylaxe essentiell ist.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tataufarbeitung im Allgemeinen und Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor im Besonderen
Autor
Dr. phil. Kathrin Kiss-Elder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
8
Katalognummer
V165633
ISBN (eBook)
9783640814343
ISBN (Buch)
9783656749615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tataufbereitung Täter Opfer Rückfälle Straffällige
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. phil. Kathrin Kiss-Elder (Autor:in), 2008, Tataufarbeitung im Allgemeinen und Tataufarbeitung als Rückfallprädiktor im Besonderen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165633
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