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Verkleidungen und Masken im Mittelalter

Titel: Verkleidungen und Masken im Mittelalter

Seminararbeit , 2010 , 47 Seiten , Note: 2

Autor:in: Jenny Dunst (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminarbeit behandelt das Thema Verkleidung im Mittelalter. Hierbei wird näher auf die verschiedenen Verkleidungsarten, Verkleidungen und Masken im klerikalen Bereich (Knabenbischof, Passionsspiele, Eselsfest und Fest der Unschuldigen Kinder) der Fastnacht im städtischen Bereich (dem Narren und seinen Attributen), dem Nürnberger Schembart Lauf sowie der Mummerei, eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Karnevaleske Phänomene in den antiken Saturnalien

2. Kleiderverordnungen und Masken als Überblick

3. Verkleidungen und Masken im klerikalen Bereich

3.1. Der Knabenbischof

3.2. Das Eselsfest

3.3. Das Fest der Unschuldigen Kinder

3.4. Passionsspiele

4. Die Fastnacht im städtischen Bereich

4.1. Der Narr in der Fastnacht und seine Attribute

4.1.1. Marotte und Spiegel

4.1.2. Schellen

4.1.3. Der kahlgeschorene Narr und seine Gugel

4.1.4. Die Kleidung des Narren

4.1.5. Der Hofnarr

4.2.1. Der Hofnarr

4.3.1. Weitere Verkleidungsvarianten der Fastnacht

4.4.1. Tiermotive als Sinnbilder

5. Das Beispiel der Fastnacht anhand des römischen Karnevals

6. Der Nürnberger Schembartlauf

7. Die Mummerei und deren Ursprung

7.1. Höfische Mummerei

7.2. Städtische Mummerei

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die kulturelle und symbolische Bedeutung von Verkleidungen und Masken im Mittelalter, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der sozialen Umkehrfunktion bei religiösen sowie städtischen Festen liegt. Es wird analysiert, wie diese Phänomene als Ausdruck einer "verkehrten Welt" zur Aufhebung gesellschaftlicher Hierarchien und Normen beitrugen.

  • Historische Kontinuität von den antiken Saturnalien bis zum mittelalterlichen Karneval
  • Soziale Funktion und Symbolik von Narren und Narrenattributen
  • Kirchliche Perspektiven auf Maskerade und rituellen Rollentausch
  • Regionale Ausprägungen wie der Nürnberger Schembartlauf
  • Bedeutung der höfischen und städtischen Mummerei

Auszug aus dem Buch

4.1.3. Der kahlgeschorene Narr und seine Gugel

Zweck der Narrentonsur war zum einen der Ausdruck des Lasters des Narren, zum anderen eine Parodie betreffend der Kleriker welche einen Haarring besaßen. Die bereits erwähnten Laster des Narren wie etwa der fehlende Glaube an Gott wurde mit dem kahlscheren des Kopfes, welches die Bedeutung der Unehrenhaftigkeit und des gesellschaftlichen Ausschlusses inne hatte, erweitert. Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts erschienen die Narren in den Psalterien mit kahlgeschorenem Kopf.

Neben der ältesten und einfachsten Variante des kahlscheren des gesamten Kopfes gestaltete sich das Scheren eines etwa zwei Finger breiten Haarkranzes, wobei dies bis zu drei Kränzen ausgedehnt werden konnte, rund um den Kopf als aufwändiger. Überlieferung über das Narrenscheren sind vom Narrenfest in Sens aus dem Jahr 1494 festgehalten. Der Präzeptor schor demzufolge einem Narren auf einer kleinen Bühne vor der Kirche den Kopf kahl.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Karnevaleske Phänomene in den antiken Saturnalien: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln mittelalterlicher Festbräuche in den antiken Saturnalien, bei denen soziale Hierarchien zeitweise aufgehoben wurden.

2. Kleiderverordnungen und Masken als Überblick: Es wird dargelegt, wie strikte Kleiderordnungen im Mittelalter zur Kennzeichnung des sozialen Standes dienten und warum das Fastnachtsfest einen bewussten Bruch mit diesen Normen ermöglichte.

3. Verkleidungen und Masken im klerikalen Bereich: Hier wird der rituelle Rollentausch innerhalb der Kirche (z.B. Knabenbischof, Eselsfest) analysiert, der trotz kirchlicher Verbote in den Dezember-Januar-Festtagen praktiziert wurde.

4. Die Fastnacht im städtischen Bereich: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Figur des Narren, seine Attribute wie Marotte, Schellen und Gugel sowie die Vielfalt der Verkleidungsvarianten in der Stadtgesellschaft.

5. Das Beispiel der Fastnacht anhand des römischen Karnevals: Das Kapitel bietet eine Fallstudie zum römischen Karneval und zeigt dessen Entwicklung zu einem populären Volksfest mit komplexen organisierten Wettspielen.

6. Der Nürnberger Schembartlauf: Es wird die historische Bedeutung und die visuelle Ausgestaltung des Nürnberger Schembartlaufs als eines der bedeutendsten Fastnachtsereignisse des späten Mittelalters untersucht.

7. Die Mummerei und deren Ursprung: Abschließend werden höfische und städtische Mummereien betrachtet, die primär als kostümierte Unterhaltungsveranstaltungen an Höfen und in patrizischen Kreisen fungierten.

Schlüsselwörter

Fastnacht, Karneval, Mittelalter, Narrentum, Maskerade, Mummerei, Saturnalien, Schembartlauf, Rollentausch, Symbole, Ikonographie, Soziale Hierarchie, Klerikerfest, Brauchtum, Narrenfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die soziale Funktion und die symbolische Aufladung von Verkleidungen und Masken im mittelalterlichen Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Umkehr von sozialen Rollen, die christliche Ikonographie der Laster sowie die Unterschiede zwischen klerikalen, städtischen und höfischen Festtraditionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Verkleidung dazu diente, gesellschaftliche Normen zeitweise auszusetzen und durch eine "verkehrte Welt" zu ersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen, ikonographischer Darstellungen, zeitgenössischer Sittenpredigten und Konzilsbeschlüsse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der klerikalen Narrenfeste, die spezifischen Narrenattribute, städtische Umzüge wie den Schembartlauf und die höfische Mummerei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Karnevaleske Phänomene, soziale Umkehr, Narrenattribute, Klerus-Parodie und die symbolische Diabolisierung der Maskerade.

Warum galten Teufelsmasken als besonders problematisch für die Kirche?

Da Kleriker sich durch ihre Weihe für ein gottgefälliges Leben entschieden hatten, galt das Tragen dämonischer Masken als direkter Verrat an ihrem geistlichen Stand.

Welche Bedeutung hatte der "Knabenbischof" für die mittelalterliche Kirche?

Der Knabenbischof war Teil eines rituellen Rollentauschs, bei dem Kinder kurzzeitig administrative Aufgaben und die Herrschaft über den Chor übernahmen, was eine Parodie auf die kirchliche Hierarchie darstellte.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verkleidungen und Masken im Mittelalter
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Geschichte)
Note
2
Autor
Jenny Dunst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
47
Katalognummer
V165795
ISBN (eBook)
9783640816415
ISBN (Buch)
9783640815760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verkleidung Mittelalter Mummerei Masken Knabenbischof Schembart Passionsspiele Narr Fastnacht Schembartlauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Dunst (Autor:in), 2010, Verkleidungen und Masken im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165795
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Leseprobe aus  47  Seiten
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