Der geborene Athlet - genetische Voraussetzungen für Ausdauer und Schnelligkeit


Hausarbeit, 2007

17 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Athleten
1.2 Ausdauer und Schnelligkeit
1.3 Gene

2 Blick auf die Besten

3 Schwarz und weiß

4 Nord, Ost oder West?
4.1 Afrika

5 Die Muskelfasern

6 Andere Sportarten

7 Fazit

8 Literatur

1 Einleitung

Ich werde mich in dieser Hausarbeit mit genetischen Vorraussetzungen für Schnelligkeit und Ausdauer im Spitzensport befassen. Grundlage meiner Hausarbeit ist mein gleichnamiges Referat dieses Seminars.

Ich habe mich dazu entschieden, mein Hauptaugenmerk auf die männlichen Sportler zu richten. Der Männersport bringt, zumindest in den meisten Fällen, zum Einen, höhere Leistungen hervor, und zum Anderen, oder gerade wegen dieser besseren Leistungen, ist dieser auch populärer. Da es im Leistungssport nun mal um Höchstleistungen geht, habe ich mich dazu entschlossen, mich der leistungsstärkeren Gruppe anzunehmen.

1.1 Athleten

Wenn man von Athleten, Schnelligkeit und Ausdauer hört, neigt man sehr schnell dazu, an die Leichtathletik zu denken, und sich dabei auf die Laufdisziplinen zu beschränken. Wenn man jedoch weiß, dass athlos (=griech) Wettbewerb bedeutet1 und Athleten somit auch nur Wettkämpfer sind, muss man berücksichtigen, dass es in einem Großteil der bekannten wettbewerbsfähigen Sportarten hauptsächlich um Schnelligkeit bzw. Ausdauer geht. Da wären zum Beispiel Sportarten wie Rudern, Schwimmen oder Skilanglauf. Doch werde ich zunächst tatsächlich auf die Leichtathletik eingehen.

1.2 Ausdauer und Schnelligkeit

Ausdauer allgemein ist die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung während einer Belastung, sowie die Fähigkeit zur raschen Wiederherstellung der Energiereserven nach einer Belastung.2 Ausdauer ist eine sehr vielschichtige und komplexe Fähigkeit, sozusagen ein Zusammenwirken verschiedenster Eigenschaften.1

Schnelligkeit kann man in Aktionsschnelligkeit und Reaktionsschnelligkeit unterteilen. Aktionsschnelligkeit ist die Fähigkeit, eine Bewegung mit einer gewissen Geschwindigkeit ausführen zu können. Reaktionsschnelligkeit ist die Fähigkeit, auf einen bestimmten Reiz schnellstmöglich mit einer entsprechenden Reaktion zu antworten2, zum Beispiel auf den Startschuss beim Schwimmen.

1.3 Gene

Unser Körper besteht aus einer unendlichen Vielzahl individueller Ausprägungen. Manche von ihnen sind sichtbar, wie zum Beispiel die Farbe unserer Augen, andere wiederum liegen verborgen im Inneren unseres Körpers und sind nur mit wissenschaftlichen Methoden erkundbar. Diese Ausprägungen werden durch Informationen hervorgerufen, welche sich in der Erbsubstanz befindet, unseren Genen.

2 Blick auf die Besten

Es gibt unzählige Sportarten, die beim Sportler eine gewisse Konstitution voraussetzen, um mit ihnen Erfolg zu haben. Es gibt jedoch genauso viele, bei denen es mehr um die geistigen Fähigkeiten der Sportler ankommt als auf Muskeln und Beweglichkeit. Bekannterweise kann es von großem Vorteil sein, groß zu sein, wenn man Basketball spielt, genauso wie es von Vorteil sein kann, klein und leicht zu sein, wenn man zum Beispiel beim Pferderennen als Jockey antritt. Somit kann man sagen, dass die Körpergröße ein genetischer Faktor ist, welche die sportliche Leistung in einigen Sportarten erheblich beeinflusst. Genauso könnte man natürlich behaupten, das Körpergewicht sei ein entscheidender Faktor für sportlichen Erfolg. Ich bin mir in der Hinsicht jedoch nicht sicher, ob das Körpergewicht nun als genetische Voraussetzung betrachtet werden kann, da es einerseits im Gegensatz zur Körpergröße unmittelbar beeinflussbar ist, andererseits jedoch von angeborenen Stoffwechselerkrankungen stark beeinflusst werden kann. Man könnte nun eine Weile so fortfahren und eine Reihe konstitutioneller Vorteile für gewisse Sportarten finden, wie zum Beispiel die großen Hände für den Schwimmsport. All diese Körpereigenschaften sind natürlich schon weitaus bekannt. Doch mit einer besonderen, in Zusammenhang mit sportlicher Leistung etwas weniger bekannten Körpereigenschaft, möchte ich mich nun etwas näher befassen. Jene Körpereigenschaft ist die Hautfarbe.

3 Schwarz und weiß

Warum ich mich bei dem Thema Ausdauer und Schnelligkeit speziell mit verschiedenen Hautfarben beschäftige, soll folgende Tabelle verdeutlichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 zeigt die aktuellen internationalen Bestzeiten der Laufdisziplinen von der 100m-Marke bis zur Marathonstrecke. Alle Rekorde werden erstaunlicherweise ausnahmslos von Sportlern schwarzer Hautfarbe gehalten. Diese Tatsache finde ich sehr interessant, und sie wirft unweigerlich einige Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Die naheliegendste Frage lautet natürlich, was der Grund für dieses Phänomen sein könnte. Wenn man eine Antwort auf diese Frage sucht, könnte man schnell zu dem Schluss kommen, dass zahlenmäßig einfach viel mehr schwarze Sportler in diesem Sport vertreten sind, als Sportler anderer Hautfarbe. Und da man in den Massenmedien, die über diesen Sport berichten, überwiegend Sportler von schwarzer Hautfarbe zu Gesicht bekommt, wäre dieser Gedanke auch einigermaßen nachvollziehbar. Doch weit gefehlt. Erstaunlicherweise besteht die Erdbevölkerung nur zu 12% aus Menschen, deren Hautfarbe schwarz ist. Und ich denke nicht, dass Menschen anderer ethnischer Gruppen in diesem Sport verhältnismäßig so extrem geringer vertreten sind, als Menschen mit schwarzer Hautfarbe.

Bevor die Frage nun tatsächlich beantwortet werden kann, möchte ich noch ein paar mehr Zahlen und Daten nennen, um zu verdeutlichen, wie erheblich die Dominanz der Sportler schwarzer Hautfarbe im professionellen Laufsport ist.

Die zehn Sekunden Marke, eine Hürde, die von einigen Männern in der 100m Disziplin heutzutage nahezu regelmäßig unterschritten wird, wurde zum ersten mal 1968 mit einer Zeit von 9,95 Sekunden geknackt. Der aktuelle 100m Weltrekord liegt bei unglaublichen 9,74 Sekunden und wurde dieses Jahr von Asafa Powell aufgestellt. Das Erstaunliche ist jedoch, bis heute wurden Zeiten unter zehn Sekunden bei offiziellen Wettkämpfen ausnahmslos von Sportlern schwarzer Hautfarbe gelaufen. In der gesamten Geschichte dieses Sports hat es noch nie ein Sportler mit weißer Hautfarbe geschafft, diese Hürde zu überwinden. Weiterhin wurden die 200 besten Zeiten allesamt von schwarzen geliefert, ausnahmslos.1

Dass die schwarzen Sportler schneller sind als andere, ist schon lange bekannt. Wissenschaftler auf der ganzen Welt beschäftigen sich schon seit den Zwanziger Jahren mit diesem Phänomen. Die Ergebnisse versuche ich nun zu erläutern.

[...]


1 www.duden.de (23.08.07 - 15:48h)

2 www.duerrholz.de/sport-welt/trainingslehre/ausdauer.html (23.08.07 - 18:32h)

1 www.conergy-marathon.de/DesktopDefault.aspx/tabid-3/5_read-15 (23.08.07 - 18:41h)

2 www.sportunterricht.de/lksport/schnell1.html (23.08.07 - 18:49)

1 www.jonentine.com/reviews/facts_2000.htm (23.09.07 - 22:49h)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der geborene Athlet - genetische Voraussetzungen für Ausdauer und Schnelligkeit
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Sportwissenschaft/Sportmedizin)
Note
2
Autor
Jahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V165820
ISBN (eBook)
9783640816484
ISBN (Buch)
9783640815852
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausauer, schnelligkeit, gene, gen, genetische, vorraussetzung, biologisch, biologie, natur, muskeln, muskelfasern, kapillaren, kapillarisierung, afrika, afrikaner
Arbeit zitieren
Sebastian Schopp (Autor), 2007, Der geborene Athlet - genetische Voraussetzungen für Ausdauer und Schnelligkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165820

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