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Geomorphologisch-bodenkundliche Gliederung Skandinaviens

Geomorphologie und Pedologie

Titel: Geomorphologisch-bodenkundliche Gliederung Skandinaviens

Studienarbeit , 2010 , 21 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Christian Benner (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Die heutige Landschaft ist also zum überwiegenden Teil vom Eis geprägt und gemacht:
„Allgemeine Folgen der Vereisungen in Fennoskandien waren Akzentuierung und Verjüngung der Landformen [...] Über die Wirkung der Vereisung selbst hinaus verdient vor allem ein postglazialer Vorgang Beachtung: Seit dem Ende der Eiszeit wölbt sich [in Skandinavien] die Erdkruste kuppelförmig auf (Isachsen, 1974: 18).“ Dies ist entscheidend im Verständnis der heutigen Landformen, denn ohne die Hebung würden weite Teile Skandinaviens unterhalb des Meeresspiegels liegen und die zu beobachtenden geomorphologischen Strukturen und Böden hätten sich nie entwickeln können. Dass sich Skandinavien immer noch hebt, bezeugen nicht zuletzt junge marine Sedimente, welche nur wenige tausend Jahre alt, jedoch in weiter Entfernung der heutigen Strandlinie abgelagert sind (vgl. Isachsen, 1974: 18-19). [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geologie und Geomorphologie Skandinaviens

2.1 Geologische Gliederung

2.2 Geomorphologische Gliederung

2.2.1 Die Glazialablagerungen

2.2.2 Das Relief - Absolute und relative Höhen

2.2.3 Morphologische Typenlandschaften

2.2.4 Diskussion der Morphogenese

2.2.5 Der glaziale Formenschatz in Skandinavien

2.3 Geomorphologie ausgewählter Raumbeispiele

2.3.1 Frostmusterböden im Norden (Norwegen, Schweden, Finnland)

2.3.2 Meteoritenkrater in Fennoskandien

2.3.3 Strandwälle auf der Varanger-Halbinsel in Nord-Norwegen

3 Pedologische Gliederung

3.1 Die Böden Skandinaviens

3.2 Pedologie ausgewählter Raumbeispiele

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser die Geomorphologie und Pedologie Skandinaviens näher zu bringen, indem typische nordische Landformen und Böden anschaulich dargestellt und ausführlich erläutert werden. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der geologischen Genese sowie der prägenden glazialmorphologischen Prozesse, die das heutige Erscheinungsbild der nordischen Landschaft maßgeblich bestimmt haben.

  • Geologische Gliederung und archaische Gesteinsgrundlagen
  • Glazialmorphologische Prozesse und ihre Auswirkungen auf das Relief
  • Klassifizierung morphologischer Typenlandschaften
  • Spezielle geomorphologische Strukturen wie Frostmusterböden und Meteoritenkrater
  • Pedologische Charakterisierung und Verbreitung skandinavischer Bodentypen

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Strandwälle auf der Varanger-Halbinsel in Nord-Norwegen

Auf der Varanger-Halbinsel findet man ganz spezielle geomorphologische (Akkumulations-)Formen vor. Strandsedimente sind zum Teil kilometerweit zu (kleinen) Strandwällen aufgehäuft. In vor Brandung geschützten (Bucht-)Lagen konnten sich diese besonders gut entwickeln. Voraussetzung für die Bildung der Strandsedimente und -wälle ist eine hinreichend große Produktion von Lockermaterial, welches in situ erfolgen muß, da in diesem Teil Skandinaviens keine mächtige Grundmoräne existiert. Das Lockermaterial wird in den Buchten durch das Meer angespült bzw. als Flußfracht der Talflüsse hier abgelagert. Die Zerkleinerung und Rundung der größeren Gesteinsblöcke und Steine erfolgt durch die erosiven Eigenschaften sich bewegenden Wassers. Für die Strandwallbildung kommen jedoch nicht alle Gesteinssorten in Frage, so findet man z.B. keine Schiefer-Strandwälle, da der Schiefer zu schnell zermahlen wird (vgl. KELLETAT, 1985: 68) [6]. „Die Strandwälle der Varanger-Halbinsel bestehen gewöhnlich aus groben Komponenten von einigen Zentimetern bis zu einigen Dezimetern Durchmesser. Sandig sind sie nur in Gebieten mit geringem Gefälle, d.h. an der Mündung größerer Täler, welche durch die allgemeine Regression einen verlängerten Unterlauf mit immer flacheren Gefällsverhältnissen erhielten [...] (KELLETAT, 1985: 69) [6].“ Die Strandwälle stellen Zeitmarken dar, mit denen man eine Großzahl von Meeresspiegelständen genau rekonstruieren kann. Die Schotterbänke und Strandwälle werden häufig von Dünen begleitet (vgl. KELLETAT, 1985: 69) [6].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die naturräumliche Einzigartigkeit Skandinaviens ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Geomorphologie und Pedologie der Region umfassend darzustellen.

2 Geologie und Geomorphologie Skandinaviens: Dieses Hauptkapitel befasst sich mit dem geologischen Untergrund, der glazialen Formung durch das Inlandeis, der morphologischen Klassifizierung der Landschaften sowie speziellen Beispielen wie Frostmusterböden und Meteoritenkratern.

3 Pedologische Gliederung: Hier werden die in Skandinavien vorherrschenden Bodentypen, insbesondere der Podsol, sowie deren räumliche Verteilung und die Faktoren ihrer Bodenbildung erläutert.

4 Fazit: Das Fazit reflektiert die Zielerreichung der Hausarbeit und fasst die Komplexität sowie die wissenschaftliche Faszination der skandinavischen Geomorphologie und Pedologie zusammen.

Schlüsselwörter

Geomorphologie, Pedologie, Skandinavien, Glazialmorphologie, Inlandeis, Weichselglazial, Typenlandschaften, Frostmusterböden, Meteoritenkrater, Strandwälle, Podsol, Quartär, Gesteinsbildungen, Fennoskandien, Reliefentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geologischen, geomorphologischen und pedologischen Beschaffenheit des skandinavischen Raums unter besonderer Berücksichtigung der eiszeitlichen Prägung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gesteinsgrundlagen, die glazialen Formungsprozesse der letzten Eiszeiten, die Einteilung in morphologische Landschaftstypen sowie die Verteilung der Bodentypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, typische nordische Landformen und Böden anschaulich darzustellen und die geomorphologische sowie pedologische Vielfalt Skandinaviens systematisch zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte wissenschaftliche Übersichtsarbeit, die geomorphologische und bodenkundliche Modelle anhand von Fallbeispielen und Kartenmaterial analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine geologische und geomorphologische Analyse der Region (einschließlich glazialer Formen und spezieller Strukturen) sowie eine pedologische Untersuchung der Bodentypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Geomorphologie, Pedologie, Skandinavien, Glazialmorphologie, Inlandeis, Landschaftstypen, Frostmusterböden und Meteoritenkrater.

Warum spielt das Inlandeis eine so zentrale Rolle für das heutige Relief?

Das Inlandeis der letzten Eiszeiten war der maßgebliche formgebende Faktor, der durch Erosion und Akkumulation das heutige Erscheinungsbild der nordischen Landschaften schuf.

Was sind Frostmusterböden und wo treten sie auf?

Dies sind durch frostdynamische Prozesse entstehende Bodenmuster in periglazialen Gebieten, die vor allem im nördlichen borealen Teil Skandinaviens anzutreffen sind.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geomorphologisch-bodenkundliche Gliederung Skandinaviens
Untertitel
Geomorphologie und Pedologie
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Regionalseminar "Norden"
Note
sehr gut
Autor
Christian Benner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V165970
ISBN (eBook)
9783640817405
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geomorphologisch-bodenkundliche gliederung skandinaviens geomorphologie pedologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Benner (Autor:in), 2010, Geomorphologisch-bodenkundliche Gliederung Skandinaviens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165970
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Leseprobe aus  21  Seiten
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