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Intermedialität in Aldo Noves "Superwoobinda"

Title: Intermedialität in Aldo Noves "Superwoobinda"

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Stefanie Feller (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Aldo Noves Werk Superwoobinda, genauer gesagt mit den intermedialen Zügen, die das Buch aufweist. Dafür muss zunächst geklärt werden, welche Bezüge, d. h. welche Arten von Intermedialität Einzug
gehalten haben in Superwoobinda. Im Zuge der Arbeit wird die Frage beantwortet, wie das Medium Fernsehen und im speziellen Fall auch der Film Pulp Fiction Eingang in die Arbeit Noves fanden. Um dies erfolgreich bewerkstelligen zu können, wird zunächst geklärt welche Techniken aus Fernsehen und Film dafür infrage kamen, wie sie in ihrem Ursprungsmedium verarbeitet wurden und wie die Umsetzung in Noves Superwoobinda erfolgte. Da Pulp Fiction nicht nur auf Nove einen besonderen Einfluss hatte, sondern auch auf mehrere Autoren, die unter dem Namen ‚giovani scrittori‘ zusammengefasst wurden, wird zunächst diese Gruppe betrachtet werden. Im Anschluss daran soll kurz der Begriff ‚Intermedialität‘ beleuchtet werden, um anschließend dem eigentlichen Thema der Arbeit, der Intermedialität in Superwoobinda Rechnung zu tragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 WER SIND DIE ‚GIOVANI SCRITTORI‘?

3 INTERMEDIALITÄT

4 INTERMEDIALITÄT IN ALDO NOVES SUPERWOOBINDA

4.1 DIE ‚LETTERATURA PULP‘ UND DIE ÄSTHETIK DES ‚PULP‘

4.1.1 Nove und die ‚letteratura pulp‘

4.2 DIE PRÄSENZ DES FERNSEHENS

4.2.1 Zur medialen Verfasstheit der Figuren und dargestellten Realitäten

4.2.2 Das Phänomen ‚Zapping‘ im Text

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die intermedialen Züge in Aldo Noves Werk "Superwoobinda". Dabei liegt der Fokus darauf, wie Medienkonzepte, insbesondere das Medium Fernsehen und Einflüsse des Films "Pulp Fiction", in den Texten verarbeitet werden und welche literarischen Techniken dabei zur Anwendung kommen.

  • Die literarische Gruppe der ‚giovani scrittori‘
  • Grundlagen und Definitionen des Begriffs Intermedialität
  • Die Ästhetik der ‚letteratura pulp‘ bei Aldo Nove
  • Mediale Verfasstheit und TV-Präsenz in "Superwoobinda"
  • Übertragung technischer TV-Phänomene wie ‚Zapping‘ in das literarische Erzählen

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Das Phänomen ‚Zapping‘ im Text

Ein weiterer Verweis auf das Medium TV ist das Phänomen des ‚Zappings‘. Dabei handelt es sich um die bewusste Auswahl von TV-Inhalten durch den Zuschauer, wodurch es bei genauerer Betrachtung zu einer willkürlichen Aneinanderreihung von Inhalten kommt, die nicht miteinander in Beziehung stehen. Durch die freie Wahl des Programms mittels der Fernbedienung ist diese Anordnungsstruktur spezifisch für das Medium Fernsehen. Wollte man dieses Phänomen nun für einen literarischen Text nutzbar machen wollen, muss man sich im Klaren sein, dass bestimmte Voraussetzungen, die grundlegend für das ‚Zapping‘ sind im literarischen Text nicht geben sind, wie z. B. die freie Wahl von Inhalten durch den Zuschauer. Ein Text kann nicht so gestaltet werden, dass der Leser frei zwischen verschieden Angeboten auswählen kann. Was aber möglich ist, ist eine vorher, durch den Autor getroffene Selektion von Inhalten, die so aufgearbeitet werden, dass das Gefühl des ‚Zappings‘ beim Leser angesprochen wird.

‚Zapping‘ kann somit auch in den Mikrogeschichten Noves wiedergefunden werden. Sowohl deren Kürze als auch das abrupte Ende, teilweise mitten im Satz, entsprechen der Segmentierung, wie sie auch bei dieser Art der Mediennutzung üblich ist. Durch die Wiederholung von unvermitteltem Einstieg und abruptem Ende der Texte wird dem Leser suggeriert, dass die Geschichten bzw. die Personen, die soeben noch einen Satz gesprochen haben, fortlaufen bzw. weiter sprechen, es aber jetzt nicht mehr interessant genug für den Zuschauer ist diesem Geschehen zu folgen. Infolge der Beschränkung auf Figurenmonologe fehlt es dem Leser, den Figuren eine ‚histoire‘ zu geben. Vielmehr stellen sie sich dem Leser selbst vor, sprechen ihn scheinbar an, erzählen ihre Geschichten, bis es dem Leser scheinbar nicht mehr interessant genug ist, ihnen zuhören und auf ein anderes Programm ‚umschalten‘.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Werk "Superwoobinda" ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der intermedialen Bezüge zu Film und Fernsehen.

2 WER SIND DIE ‚GIOVANI SCRITTORI‘?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen und literarischen Kontext der Autorengeneration der 1990er Jahre in Italien.

3 INTERMEDIALITÄT: Hier wird der theoretische Rahmen der Intermedialität erläutert und für die weitere Analyse des Werkes eingegrenzt.

4 INTERMEDIALITÄT IN ALDO NOVES SUPERWOOBINDA: Das Kernkapitel analysiert die konkrete Umsetzung von Pulp-Ästhetik, TV-Strukturen und ‚Zapping‘-Techniken in Noves Mikrogeschichten.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die erfolgreiche Integration intermedialer Techniken durch den Autor.

Schlüsselwörter

Aldo Nove, Superwoobinda, Intermedialität, Giovani scrittori, Letteratura pulp, Pulp Fiction, Fernsehen, Zapping, Mikrogeschichten, Postmoderne, Medialität, Italienische Literatur, Populärkultur, Erzähltechnik, Massenmedien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den intermedialen Zügen im Werk "Superwoobinda" von Aldo Nove und untersucht, wie mediale Einflüsse in seinen literarischen Texten wirksam werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der "Pulp"-Ästhetik, der Rolle des Fernsehens als Inspirationsquelle sowie der literarischen Nachahmung audiovisueller Medienstrukturen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Medium Fernsehen und der Film "Pulp Fiction" in die Texte Noves Eingang fanden und mit welchen Techniken dies literarisch umgesetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine komparatistische Herangehensweise und setzt sich mit literaturtheoretischen Definitionen der Intermedialität auseinander, um diese auf Noves Texte anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der ästhetischen Einordnung der "letteratura pulp", der TV-Präsenz in den Geschichten und der technischen Übertragung des "Zappings" auf literarische Mikrogeschichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Intermedialität, "giovani scrittori", "Superwoobinda", "Pulp Fiction", "Zapping" und "Postmoderne".

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Medieneinflüssen?

Die Arbeit unterscheidet zwischen der direkten thematischen Bezugnahme auf TV-Formate und der strukturellen Imitation von Medientechniken, wie etwa der schnellen Schnittfolge beim Zappen.

Welche Bedeutung hat das "Zapping" für Aldo Noves Erzählweise?

Das "Zapping" dient als Modell für die Segmentierung der Texte, wobei abrupte Anfänge und Enden der Mikrogeschichten das Gefühl des Kanalwechsels bei der Fernsehnutzung evozieren.

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Details

Title
Intermedialität in Aldo Noves "Superwoobinda"
College
Martin Luther University
Grade
2,7
Author
Stefanie Feller (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V166019
ISBN (eBook)
9783640817818
ISBN (Book)
9783640821204
Language
German
Tags
Intermedialität Aldo Nove Superwoobinda giovani scrittori letteratura pulp i cannibali
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Feller (Author), 2010, Intermedialität in Aldo Noves "Superwoobinda", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166019
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