Die Schülerinnen und Schüler haben bereits in den vorangegangen Jahrgangstufen, insbesondere in Klasse 8, im Rahmen der Analyse eines Dramas (Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“) einige Strukturmerkmale dramatischer Texte kennen gelernt.
Sie kennen auch die Methode des Mind-Mapping und haben diese schon mehrfach zur Erarbeitung und zur Darstellung von Zusammenhängen eingesetzt. In der vorangegangen Unterrichtsstunde haben sie - als Vorbereitung für die heutige Stunde - die zu bearbeitenden Erzähltexte gelesen und im Hinblick auf die Charakterisierung der Figuren, die innere Situation der Hauptperson und die Konflikte zwischen den Personen untersucht.
In der geplanten Doppelstunde sollen die SuS schon vorhandenes Wissen über die Textsorte Drama auffrischen und durch produktive Anwendung festigen sowie vertiefen. Sie sollen die Funktionen dramatischer Strukturmerkmale (besonders Dialog, Monolog und Regieanweisung) erkennen, indem sie sie produktiv einsetzen.
In den folgenden Unterrichtsstunden werden weitere Passagen aus Erzählungen von Weiss umgeformt und zu einem Kurzdrama zusammengesetzt. Hieran werden weitere Merkmale der Textsorte erarbeitet: epische Elemente im Drama, Botenbericht, Mauerschau, Aufbau des Dramas und Gestaltung des Bühnenbildes.
Inhaltsverzeichnis
- Unterrichtszusammenhang
- Lerngruppe
- Entwicklungsaufgabe
- Didaktische Analyse
- Legitimation
- Sachanalyse
- Transformation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, die Lernenden mit den Merkmalen dramatischer Texte vertraut zu machen, indem sie Erzähltexte in dramatische Szenen umformen. Dabei sollen die Funktionen von Dialog, Monolog und Regieanweisung durch produktiven Einsatz erkannt werden.
- Produktive Anwendung dramatischer Strukturen
- Erarbeitung von Dialog, Monolog und Regieanweisungen
- Identifikation mit den Figuren und Konflikten in den Erzähltexten
- Entwicklung der sozialen Kompetenzen: Selbstständigkeit, Kreativität und Teamwork
- Festigung des Wissens über dramatische Textsorten
Zusammenfassung der Kapitel
Der Entwurf beschreibt zunächst den Kontext der Unterrichtseinheit, indem er auf die Vorerfahrungen der Lerngruppe und den Lehrplanbezug eingeht. Anschließend werden die Zielsetzung und die Lernziele der Stunde vorgestellt. Die didaktische Analyse befasst sich mit der Legitimation des Themas, der Sachanalyse der ausgewählten Texte und der Transformation des Stoffes in eine produktive Unterrichtsphase.
Schlüsselwörter
Dramatischer Text, Erzähltext, Umformung, Dialog, Monolog, Regieanweisung, Figurenzeichnung, Konflikt, produktives Arbeiten, kooperatives Lernen, Mind-Mapping, Peter Weiss, Abschied von den Eltern.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert die Umformung eines Erzähltextes in eine dramatische Szene?
Dabei werden erzählende Passagen in Dialoge oder Monologe umgewandelt. Beschreibungen der Umgebung oder Handlungen fließen in Regieanweisungen ein, um den Text bühnentauglich zu machen.
Was sind die zentralen Merkmale eines dramatischen Textes?
Wichtige Merkmale sind der Dialog (Gespräch zwischen Figuren), der Monolog (Selbstgespräch), Regieanweisungen zur Inszenierung sowie der Aufbau in Akte und Szenen.
Warum ist produktives Arbeiten im Deutschunterricht sinnvoll?
Durch das eigene Schreiben und Umgestalten (z. B. von Peter Weiss' Texten) entwickeln Schüler ein tieferes Verständnis für Textstrukturen, Charakterisierungen und literarische Konflikte.
Was ist ein Botenbericht im Drama?
Ein Botenbericht ist ein technisches Mittel, um Ereignisse auf die Bühne zu bringen, die dort nicht direkt dargestellt werden können (z. B. eine große Schlacht), indem eine Figur davon berichtet.
Welche Rolle spielt das Mind-Mapping in der Unterrichtsvorbereitung?
Mind-Mapping wird genutzt, um komplexe Zusammenhänge, Figurenkonstellationen oder Konflikte visuell darzustellen und so die Grundlage für die dramatische Bearbeitung zu schaffen.
- Quote paper
- Sarah Nadjafi (Author), 2009, Produktive Erarbeitung dramatischer Formen: Umformung von Erzähltexten in dramatische Szenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166032