Molare Reaktionsgrößen, Heizwert und der Satz von Hess (Chemie, 12. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2010
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Klassenanalyse

2. Darstellung des Lektionsentwurfes
2.1. Sachanalyse
2.2. Curriculare Einbindung der Stunde „Molare Reaktionsgrößen, Satz von Hess und Heizwert“
2.3. Didaktische Analyse
2.4. Lernziele
2.5. Didaktisch - methodische Überlegungen
2.6. Kritische Analyse und Auswertung

3. Literaturverzeichnis

1 Klassenanalyse

Die Klasse 12 habe ich in den vergangenen fünf Wochen im Rahmen meines Zweiten Blockpraktikums in mehreren Unterrichtsfächern beobachten können und zusätzlich auch selbst unterrichtet. In Gesprächen mit den jeweiligen Fachlehrern war es mir dabei möglich, einen Überblick über die schulischen Fähigkeiten und Eigenheiten der Lerngruppe zu bekommen.

Der Chemiekurs der 12. Klasse setzt sich aus 15 Schülerrinnen und 4 Schülern zusammen. Die Schüler sind ruhig und zurückhaltend. Das soziale Klima der Klasse ist aufgeschlossen. Das Leistungsvermögen ist gut, das Beteiligungsverhalten durchschnittlich. Trotz des theoretischen Themas der Unterrichtsreihe (Energetik chemischer Reaktionen) und der teilweise unglücklichen Lage der Kursstunden (Mittwoch, 7./8. Stunde) arbeiten und denken die Schüler zum Großteil gut mit und bringen immer wieder weiterführende Fragen in das Unterrichtsgespräch ein. Die bevorzugte Sozialform ist das Lehrer-Schüler-Gespräch. Durch die starre Sitzanordnung ist das Schüler-Schüler-Gespräch, insbesondere zwischen den vorderen und hinteren Reihen, nur erschwert möglich. Übungsphasen in Stillarbeit (in Partner- oder Einzelarbeit) werden gerne angenommen.

Für das Fach Chemie ergeben sich dabei folgende leistungsbezogene Abstufungen. Zu den Leistungsspitzen gehören Schülerin G, Schülerin C, Schülerin N und Schülerin D sowie Schüler F und Schüler L, wobei Schülerin G und Schülerin C in der mündlichen Be- teiligung eher zurückhaltend sind. Diese sechs Schüler verfügen über ein komplexes Denkvermögen, bringen weiterführende Fragen ein und lösen Transferaufgaben. Ebenfalls durch gute Leistungen überzeugen Schülerin O, Schülerin A, Schülerin Q, Schülerin H, Schülerin K, Schüler E und Schüler J. Sie beteiligen sich regelmäßig am Unterricht und weisen durch ihre Antworten ein gutes Verständnis für die Thermodynamik nach.

Zu den eher schwachen Schülern gehören Schülerin M, Schülerin B und Schülerin P, wobei die beiden letztgenannten sich verstärkt am Unterrichtsgespräch beteiligen. In Phasen der Wiederholung oder Hausaufgabenkontrolle werden diese Lernenden verstärkt herangezogen, um ihnen Erfolgserlebnisse zu verschaffen und ihre Motivation zu steigern. Die schwache Beteiligung von Schülerin M ist zum Teil auf ihre Außenseiterposition im Klassenverband zurückzuführen. Abschließend sind noch Schülerin P und Schülerin I zu nennen, die zwar schriftlich zu überzeugen wissen, im mündlichen Bereich aber fast nie aktiv werden.

Das besondere Interesse und die anzuerkennenden Fähigkeiten im Umgang mit Schülerexperimenten sind bei allen hervorzuheben. Generell sind auch alle in der Lage, eigenständig Versuche aufzubauen und durchzuführen. Das selbstorganisierte und selbstregulierende Lernen ist bei den Schülern sehr beliebt und fördert die Eigenständigkeit der Schüler.

2. Darstellung des Lektionsentwurfs

Im folgenden Kapitel soll ein ausführlicher Lektionsentwurf einer gehaltenen Unterrichtsstunde dargestellt werden. Das Kapitel wird mit der Sachanalyse molaren Reaktionsgrößen und zum Satz von Hess beginnen, auch der Heizwert soll in der Sachanalyse thematisiert werden. Anschließend wird sich die didaktische Analyse anschließen sowie die Darstellung der Lernziele, die der Stunde zu Grunde liegen. Im Anschluss werden die didaktisch-methodischen Überlegungen und die detaillierte Darstellung der Verlaufsplanung folgen. Den Abschluss wird die Auswertung der gehaltenen Stunde bilden.

2.1 Sachanalyse

Molare Reaktionsgrößen

Reaktionsenergie und Reaktionsenthalpie sind Zustandsgrößen und gleichzeitig extensive Reaktionsgrößen, d.h. je größer die in der Reaktion umgesetzten Stoffmengen der Ausgangsstoffe sind, umso größer wird auch die jeweilige Reaktionsenergie /\ru bzw. Reaktionsenthalpie /\rh.

Durch Division der einzelnen Reaktionsenthalpien durch die jeweils erhaltende Stoffmenge des Reaktionsproduktes ergibt sich die molare Reaktionsenthalpie. Sie ist eine intensive Größe, die durch einen Großbuchstaben symbolisiert wird: /\rH

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Molare Bildungsenthalpie:

Die Angabe von Reaktionsenthalpien ist nur eindeutig, wenn zugleich die Reaktionsgleichung angegeben wird. Je nach der formulierten Reaktionsgleichung reagieren bei 1 mol Formelumsatz ganz unterschiedliche an Ausgangsstoffen miteinander.

Um Reaktionsenthalpien beliebiger chemischer Reaktionen einfach berechnen zu können, ist es erforderlich, geeignete charakteristische Größen für die einzelnen, an den Reaktionen beteiligten Stoffe zur Verfügung zu haben. Solche charakteristischen Größen sind die molaren Bildungsenthalpien /\BH der Stoffe. Sie gelten für die Bildungsreaktion der Stoffe.

Für das Aufstellen der Reaktionsgleichung der Bildungsreaktion eines Stoffes wurde festgelegt:

- Auf der rechten Seite der Reaktionsgleichung steht nur der gebildete Stoff mit der Stöchiometriezahl 1.
- Auf der linken Seite der Reaktionsgleichung stehen nur die Elementsubstanzen in der unter den Reaktionsbedingungen stabilen Form, aus denen der gebildete Stoff besteht. Durch diese Festlegung ist es möglich, bei der Angabe der Reaktionsenthalpie eines Stoffes auf die zugehörige Reaktionsgleichung zu verzichten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die molare Bildungsenthalpie des Aluminiumoxids beträgt /\BH (Al2O3) = -1676 kJ/mol

Molare Verbrennungsenthalpie:

Eine weitere wichtige Reaktion ist die Verbrennungsreaktion eines Stoffes.

Für das Aufstellen der Reaktionsgleichung der Verbrennungsreaktion eines Stoffes wurde festgelegt:

- Auf der linken Seite der Reaktionsgleichung stehen der zu verbrennende Stoff mit der Stöchiometriezahl 1 und Sauerstoff.
- Auf der rechten Seite stehen die bei der Verbrennung des Stoffes mit einem Überschuss an Sauerstoff entstehenden Reaktionsprodukte.

Die molare Verbrennungsenthalpie des Aluminiums beträgt /\vH (Al) = -838 kJ/mol

Molare Standardbildungsenthalpie:

Molare Reaktionsenthalpien sind von Druck, Temperatur, Aggregatzustand und Modifikation der Reaktionsteilnehmer abhängig. Deshalb müssen die Bedingungen angegeben werden, für die die Tabellierung vorgenommen wird. Tabelliert werden meist die Werte bei

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Standardgrößen werden mit dem Index ° gekennzeichnet.

[...]

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Details

Titel
Molare Reaktionsgrößen, Heizwert und der Satz von Hess (Chemie, 12. Klasse)
Hochschule
Staatliches Studienseminar für Lehrerausbildung Erfurt
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V166050
ISBN (eBook)
9783668249844
ISBN (Buch)
9783668249851
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
molare, reaktionsgrößen, heizwert, satz, hess, unterrichtsentwurf, chemie, klasse
Arbeit zitieren
Angelina Schulz (Autor), 2010, Molare Reaktionsgrößen, Heizwert und der Satz von Hess (Chemie, 12. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166050

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