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Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen

Forschungsergebnisse, Erklärungsansätze und Konsequenzen des geschlechtsspezifischen Leseverhaltens

Titel: Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen

Hausarbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Theresa Hiepe (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Jahrzehntelang appellierten Experten aus verschiedenen Richtungen, dass Mädchen hinsichtlich ihrer naturwissenschaftlichen Fähigkeiten und Ausrichtungen gefördert werden müssten. Spätestens seit PISA besteht nun auch auf Seiten der männlichen Schüler dringender Handlungsbedarf, denn 80% der Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche sind männliche Jugendliche!
Im Verlauf meiner Hausarbeit gehe ich über die Klärung von Begrifflichkeiten zunächst auf das Allgemeine Leseverhalten ein, um im Anschluss mit Hilfe von verschiedenen Studien das unterschiedliche Leseverhalten von Jungen und Mädchen darzustellen. Darauf aufbauend werde ich Theorien bzw. Erklärungsansätze vorstellen, die diese Differenzen im Leseverhalten begründen. Inwiefern der Deutschunterricht auf diese Entwicklung reagieren und das Lesen gesamtgeschlechtlich fördern kann, thematisiere ich im letzten Punkt meiner Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Das Leseverhalten
    • Allgemeines Leseverhalten
    • Forschungsergebnisse zum Leseverhaltens von Jungen und Mädchen
    • Theoretische Erklärungsansätze für das geschlechtsspezifische Leseverhalten
  • Konsequenzen für den Deutschunterricht

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem unterschiedlichen Leseverhalten von Jungen und Mädchen. Zunächst werden Begrifflichkeiten geklärt und das allgemeine Leseverhalten beleuchtet. Anschließend werden verschiedene Studien betrachtet, die das Leseverhalten beider Geschlechter untersuchen und die wichtigsten Ergebnisse werden zusammengefasst. Darauf aufbauend werden verschiedene theoretische Erklärungsansätze für die Unterschiede im Leseverhalten von Jungen und Mädchen vorgestellt, insbesondere die soziologischen Ansätze, die Umweltbedingungen als den Hauptfaktor für geschlechtsspezifisches Verhalten sehen.

  • Unterschiede in der Lesequalität: Mädchen bevorzugen eher fiktive Genres und realistische Geschichten, während Jungen Spannung und Action bevorzugen.
  • Unterschiede in der Lesestrategie: Mädchen lesen eher empathisch und emotional involviert, während Jungen eher sachbezogen und distanziert lesen.
  • Unterschiede in der Lesequantität und -häufigkeit: Mädchen lesen länger und häufiger als Jungen.
  • Unterschiede in der Leseerfahrung und -motivation: Mädchen erleben das Lesen als emotionale und befriedigende Erfahrung, während Jungen eher durch Action und Spannung motiviert werden.
  • Sozialisationsperspektive: Mädchen werden in der Familie, im Kindergarten und in der Schule eher mit dem Lesen vertraut gemacht, während Jungen in dieser Phase eher mit männlichen Interessen konfrontiert werden und das Lesen als weiblich wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für das unterschiedliche Leseverhalten von Jungen und Mädchen. Das zweite Kapitel beleuchtet das allgemeine Leseverhalten und stellt verschiedene Studien vor, die empirische Daten zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten liefern. Die Kapitel analysieren verschiedene Dimensionen des Leseverhaltens: Lesequalität, Lesestrategie, Lesequantität, Lesehäufigkeit sowie Leseerfahrung und -motivation. Das zweite Kapitel schließt mit einer Betrachtung soziologischer Erklärungsansätze für das geschlechtsspezifische Leseverhalten, die die Rolle der Sozialisation und der Umweltbedingungen hervorheben.

Schlüsselwörter

Geschlechtsspezifisches Leseverhalten, Lesequalität, Lesestrategie, Lesequantität, Lesehäufigkeit, Leseerfahrung, Lesemotivation, Sozialisation, Umweltbedingungen, Feminisierung des Lesens, Leseunlust von Jungen, Leseförderung.

Häufig gestellte Fragen

Warum besteht laut PISA-Studie Handlungsbedarf beim Leseverhalten von Jungen?

Studien zeigen, dass 80% der Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche männlich sind, was einen dringenden Förderbedarf signalisiert.

Wie unterscheidet sich die Genrewahl zwischen Jungen und Mädchen?

Mädchen bevorzugen oft fiktive Genres und realistische Geschichten, während Jungen eher zu Texten mit viel Spannung, Action und Sachinformationen neigen.

Was sind die Unterschiede in der Lesestrategie?

Mädchen lesen tendenziell empathischer und emotional involvierter, während Jungen oft eine eher sachbezogene und distanzierte Lesestrategie verfolgen.

Welchen Einfluss hat die Sozialisation auf das Leseverhalten?

Soziologische Ansätze erklären Unterschiede durch Umweltbedingungen: Mädchen werden früher an das Lesen herangeführt, während Jungen Lesen oft als "weibliches" Interesse wahrnehmen.

Was wird unter der "Feminisierung des Lesens" verstanden?

Der Begriff beschreibt den Umstand, dass Lesen in Familie und Schule oft durch Frauen vermittelt wird, wodurch Jungen die Identifikation mit männlichen Lesevorbildern fehlt.

Wie kann der Deutschunterricht auf diese Unterschiede reagieren?

Durch eine gezielte Auswahl von Lektüren, die auch Jungen ansprechen (z. B. spannungsorientiert), und die Förderung geschlechtsspezifischer Lesemotivation.

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Details

Titel
Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen
Untertitel
Forschungsergebnisse, Erklärungsansätze und Konsequenzen des geschlechtsspezifischen Leseverhaltens
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Germanistik und Kunstwissenschaften)
Veranstaltung
Erzähltexte im Deutschunterricht
Note
1,2
Autor
Theresa Hiepe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V166155
ISBN (eBook)
9783640818945
ISBN (Buch)
9783656095439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leseverhalten jungen mädchen forschungsergebnisse erklärungsansätze konsequenzen leseverhaltens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Theresa Hiepe (Autor:in), 2010, Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166155
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Leseprobe aus  19  Seiten
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