Bis vor kurzem war der viel zitierte „König Kunde“ ein Mensch im Alter von 14-49 Jahren. Das Marketing befasste sich daher schwerpunktmäßig mit dieser „werberelevanten“ Zielgruppe. In den letzten Jahren ist jedoch ein Umdenken erkennbar. Die demographische Entwicklung rückt ältere Konsumenten zunehmend in den Fokus von Marketingstrategen. In einem Artikel der „Die Welt“, wird der Berliner Feinkosthändler, Dietmar Rogacki zitiert: „Die (Best Ager) leisten sich auch was und zahlen ein paar Euro mehr für gute Qualität.“ Anhand dieser Aussage lässt sich erkennen, wie wertvoll diese „neuen“ Senioren, die so genannten Best-Ager, zukünftig für die Unternehmen sein werden. Es handelt sich um Konsumenten, die durchaus bereit sind, höhere Preise bei entsprechender Qualität zu bezahlen. Außerdem ist festzustellen, dass diese Zielgruppe aufgrund der demographischen Entwicklung weiter stark wachsen wird – und zwar absolut und relativ. Die Thematik besitzt daher für die Praxis eine hohe Relevanz. Die Unternehmen werden Wege finden müssen, um die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu evaluieren und zu befriedigen. Das längere „Jungbleiben“ der Best-Ager wird erhebliche Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten haben, was frühzeitige Anpassungen der Unternehmens- und Marketingstrategie an die neue Situation nötig macht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Marketingforschung
2.2 Abgrenzung gegenüber verwandten Begriffen
3 Zielgruppe Best-Ager
3.1 Begriffsbestimmung Best-Ager
3.2 Selbstbild der Best-Ager
3.3 Entwicklung und Bedeutung der Zielgruppe
4 Charakterisierung durch Segmentierung der Zielgruppe
4.1 Grundlagen zur Segmentierung
4.2 Soziodemographische Kriterien
4.3 Verhaltensorientiere Kriterien
4.4 Psychografische Kriterien
5 Herausforderungen für die Marketingforschung
5.1 Heterogenität der Zielgruppe
5.2 Tabuisierung des Alters
5.3 Zielgruppengerechte Kommunikation
5.4 Zielgruppengerechte Produktgestaltung
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist die Charakterisierung der kaufkräftigen Zielgruppe der "Best-Ager" sowie die Analyse spezifischer Herausforderungen für die Marketingforschung, die sich aus deren Besonderheiten ergeben.
- Demographischer Wandel und Bedeutung der Best-Ager
- Psychografische Merkmale und Selbstbild der Altersgruppe
- Methoden der Zielgruppensegmentierung
- Herausforderungen in Kommunikation und Produktgestaltung
- Strategische Implikationen für modernes Marketing
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung
Bis vor kurzem war der viel zitierte „König Kunde“ ein Mensch im Alter von 14-49 Jahren. Das Marketing befasste sich daher schwerpunktmäßig mit dieser „werberelevanten“ Zielgruppe. In den letzten Jahren ist jedoch ein Umdenken erkennbar. Die demographische Entwicklung rückt ältere Konsumenten zunehmend in den Fokus von Marketingstrategen. In einem Artikel der „Die Welt“, wird der Berliner Feinkosthändler, Dietmar Rogacki zitiert: „Die (Best Ager) leisten sich auch was und zahlen ein paar Euro mehr für gute Qualität.“ Anhand dieser Aussage lässt sich erkennen, wie wertvoll diese „neuen“ Senioren, die so genannten Best-Ager, zukünftig für die Unternehmen sein werden. Es handelt sich um Konsumenten, die durchaus bereit sind, höhere Preise bei entsprechender Qualität zu bezahlen.
Außerdem ist festzustellen, dass diese Zielgruppe aufgrund der demographischen Entwicklung weiter stark wachsen wird – und zwar absolut und relativ. Die Thematik besitzt daher für die Praxis eine hohe Relevanz. Die Unternehmen werden Wege finden müssen, um die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu evaluieren und zu befriedigen. Das längere „Jungbleiben“ der Best-Ager wird erhebliche Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten haben, was frühzeitige Anpassungen der Unternehmens- und Marketingstrategie an die neue Situation nötig macht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der Best-Ager als neue, werberelevante Zielgruppe und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der Begriffe Marketingforschung und Abgrenzung zu verwandten Disziplinen wie Marktforschung und Meinungsforschung.
3 Zielgruppe Best-Ager: Untersuchung der Begriffsbestimmung, des Selbstbildes der Angehörigen dieser Gruppe sowie der sozioökonomischen Bedeutung der Generation 50+.
4 Charakterisierung durch Segmentierung der Zielgruppe: Darstellung der Notwendigkeit einer Segmentierung aufgrund der Heterogenität der Best-Ager unter Anwendung verschiedener Kriterien.
5 Herausforderungen für die Marketingforschung: Analyse der Probleme bei der direkten Ansprache, der Tabuisierung des Alters und Ableitung zielgruppengerechter Kommunikations- und Produktstrategien.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Appell an Unternehmen, Marketingstrategien demografisch auszurichten ("strategy follows demography").
Schlüsselwörter
Best-Ager, Marketingforschung, Zielgruppe, Demographischer Wandel, Segmentierung, Seniorenmarketing, Kaufkraft, Konsumverhalten, Altersbild, Kommunikation, Produktgestaltung, Generation 50+, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Herausforderungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Charakterisierung der Zielgruppe "Best-Ager" und analysiert, welche spezifischen Hürden und Möglichkeiten sich daraus für die Marketingforschung und die Unternehmenspraxis ergeben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind der demographische Wandel, die psychografische Segmentierung, das Konsumverhalten der Generation 50+ und die Anpassung von Marketinginstrumenten an diese Zielgruppe.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, das Verständnis für die Best-Ager zu schärfen und aufzuzeigen, warum eine Abkehr von klassischen "Senioren-Stereotypen" für den Markterfolg notwendig ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse aktueller Studien, Fachbeiträge und Marktanalysen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die detaillierte Charakterisierung der Best-Ager, die Möglichkeiten der Marktsegmentierung und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Marketingforschung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Best-Ager, demographischer Wandel, Konsumverhalten und strategisches Marketing bestimmt.
Warum wird der Begriff "Best-Ager" als Scheinanglizismus bezeichnet?
Der Begriff wurde eingeführt, um der negativen Konnotation des Begriffs "Alter" entgegenzuwirken und positive, dynamische Assoziationen im anglo-amerikanischen Sprachraum zu imitieren, wo dieser Ausdruck in dieser Form nicht gebräuchlich ist.
Was versteht man unter dem "Harry-Potter-Marketing"?
Dies beschreibt eine Strategie, bei der eine Marke nicht für eine breite Masse konzipiert ist, in die man hinein- oder herauswächst, sondern eine, die sich analog zur Alterung ihrer spezifischen Zielgruppe gemeinsam mit dieser weiterentwickelt.
- Citation du texte
- Alexander Rettig (Auteur), 2011, Charakterisierung der Zielgruppe Best Ager und Ableitung der Herausforderungen für die Marketingforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166220