Werbung: Fallbeispiel Bosch


Seminararbeit, 2003
18 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Gründerjahre

3. Werbekampagnen und Zeitgeist der 50er Jahre
3.1. Anzeigen dieser Zeit
3.2. Werbegedichte – ein neues Lebensgefühl
3.3. Werbeplakate
3.4. TV-Werbung

4. Aktuelle Werbeplakate

5. Fazit

6. Anhang
6.1. Literaturverzeichnis
6.2. Internet
6.3. Abbildungsverzeichnis
6.4. Videoquellen

1. Einleitung

Meine Hausarbeit beschäftigt sich mit der Werbegeschichte der Firma Bosch. Ich möchte die Entstehung des Unternehmens und die Strategien untersuchen, welche zu einer erfolgreichen Firmengeschichte beitrugen. Dabei möchte ich besonders die Entwicklung der 50er Jahre berücksichtigen, denn sie trugen wesentlich, zu einem ungeahnten Aufstieg des Unternehmens bei.

Welche bedeutenden Werbeslogans gab es bei Bosch und inwiefern trugen sie zu einem erfolgreichen Verkauf des Produktes bei?

Ausgehend vom Ausspruch des Gründervaters Robert Bosch „Wie leicht wird aus einem Vergaser, ein Versager“[1], wird deutlich wie ernst er sein Lebenswerk nahm und dabei auf höchste Qualität achtete.

Die Lebensphilosophie von Gründer Robert Bosch wird in dem Slogan: "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle"[2] deutlich. Das Wohl der Arbeiter und die daraus resultierende gleich bleibende Qualität lagen ihm sehr am Herzen.

Aus einer kleinen Werkstatt entwickelte sich ein weltweit führendes Unternehmen, welches heute als wichtigster Zulieferer für die Automobilindustrie dient.

2. Überblick über die Gründerjahre

Robert Bosch wurde am 23. September 1861 in Albeck bei Ulm geboren. Nachdem er eine Mechanikerlehre abgeschlossen hatte, gründete er am 15. November 1886 eine Werkstatt mit zwei Mitarbeitern. Bereits im ersten Jahr erzielte man einen Umsatz von 5000 DM. Einhundert Jahre nach der Gründung der Werkstatt, kann die Firma Bosch 147000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 22 Milliarden DM nachweisen.[3]

Die Firma Bosch wurde dafür bekannt, dass sie als erste den Magnetzünder entwickelte. Es gibt weltweite soziale Einrichtungen, welche durch Stiftungen eingerichtet wurden. Als Beispiel könnte man die Bosch-Hilfe nennen, welche noch vom Gründervater Robert Bosch initiiert worden ist. Diese Hilfe umfasst Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenen Unterstützung.

Durch diese, für damaligen Verhältnisse einmaligen Sozialleistungen, verschuldete sich Robert Bosch enorm.

1901 wurde die erste Fabrik in Stuttgart eröffnet. Bosch expandierte nach Groß Britannien, Frankreich und Amerika. 1914 war Bosch in 25 Ländern vertreten, heute sind es mehr als 130 Länder.[4]

Qualität spielte im Hause Bosch eine entscheidende Rolle. Nicht umsonst warb man im firmeninternen „Bosch Zünder“ aus dem Jahre 1919 mit dem Slogan: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“[5]. An diesem Slogan wird deutlich, das man versucht Kunden an sich zu binden, denn wer einmal Vertrauen in die Ware investiert hat, der kauft sie wieder.

Robert Bosch wandte sich entschieden gegen politische Strömungen, egal ob linksgerichtet oder von rechter Seite. Das Unternehmen fertigte zwar im zweiten Weltkrieg für die deutsche Wehrmacht, aber Bosch misstraute Hitler.

Bosch stellte sich hinter politisch Verfolgte, stellte Juden und Theologiestudenten in seinen Unternehmen ein.

1933 war der erste Bosch Kühlschrank serienreif. Dieser Kühlschrank sollte in der Werbegeschichte von Bosch noch eine entscheidende Rolle spielen.

Am 12. März 1942 stirbt Robert Bosch.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren über die Hälfte der Werkanlagen in Stuttgart zerstört. Eine Wiedereröffnung erfolgte mit 800 Mitarbeitern.[6]

Mit dem Slogan "Jederzeit erntefrisch griffbereit"[7], war Bosch 1956 für die erste Tiefkühltruhe im Programm. Im gleichen Jahr warb das Unternehmen auch für Zündkerzen im Kino. Viele weitere Produkte folgten: 1958 Waschmaschine, 1964 erster Geschirrspülautomat.

Die erste Küchenmaschine von Bosch die 1952 zum Verkauf angeboten wurde hieß „Nomen est Omen“. Sie war ein typisches Produkt für das Wirtschaftswunder-Deutschland der 50er Jahre.[8]

1978 brachte Bosch das erste weltweit erhältliche Antiblockiersystem für Autos auf den Markt.[9] Interessant ist die Entwicklung des Unternehmens vom Fahrzeugzulieferer zum so genannten Alleskönner. Diese Entwicklung möchte ich im zweiten Teil der Arbeit beleuchten und habe mir dazu die wirtschaftliche Entwicklung, der 50er Jahre, in Deutschland, herausgesucht.

[...]


[1] THG-Mühlacker / Theodor Heuss als Schriftsteller von Wilhelm Busch zu Robert Bosch

[2] Kulturrevolution auf schwäbische Art/ (c) DIE ZEIT 36/2001

[3] vgl. Robert Bosch GmbH (Hrsg.) (1986). Bosch 1886-1986 Katalog. Stuttgart. Zentralabteilung Presse, Information. S. 5

[4] Ebenda; S. 27

[5] Zitate und Sprüche: Stichwort Robert Bosch

[6] vgl. Herdt, Konradin Hans.(1986). Bosch 1886-1986 Porträt eines Unternehmens. Stuttgart. Deutsche Verlags-Anstalt. S. 87-90

[7] Bosch Hausgeräte: Zeitreise: Die 50er Jahre

[8] vgl.: Bosch Hausgeräte: Zeitreise: Die 50er Jahre

[9] vgl. Herdt, Konradin Hans.(1986). Bosch 1886-1986 Porträt eines Unternehmens. Stuttgart. Deutsche Verlags-Anstalt. S. 158

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Werbung: Fallbeispiel Bosch
Hochschule
Universität Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar: Geschichte der persuasiven Kommunikation
Note
2,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V16629
ISBN (eBook)
9783638214193
Dateigröße
668 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es gehören noch 3 Videoclips (Werbeclips der 50iger Jahre) dazu, die auf der offiziellen Website von Bosch zu finden sind. Mail an den Autoren über info@grin.info - die Mail wird weitergeleitet.
Schlagworte
Werbung, Fallbeispiel, Bosch, Seminar, Geschichte, Kommunikation
Arbeit zitieren
Tino Winges (Autor), 2003, Werbung: Fallbeispiel Bosch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16629

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