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Problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen

Title: Problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen

Diploma Thesis , 2010 , 94 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jonathan Hillebrand (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Fragestellung lautet: „Werden problematische Geschäftspraktiken im Privat- kundengeschäft von Banken und Sparkassen angewandt und wie lässt sich dies gegebenenfalls verhindern?“.

Das Leitbild für die Untersuchung und die Zielsetzung ist die Entwicklung einer Unternehmensethik. Im wissenschaftlichen Diskurs wird dies mit Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet. CSR verlangt verantwortliches Handeln in allen Geschäftsbereichen, insbesondere im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. Banken sollten sich ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst werden und entsprechend agieren. Die Anforderungen der CSR gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Je nach Interessengruppe hat der Diskurs über dieses Thema eine differenzierte Fokussierung auf soziale oder ökologische Themen. Von Unternehmensseite wird eine solche Unternehmensethik klassisch zuerst als Kostenfaktor betrachtet. Diese Arbeit stellt die Hypothese auf, dass CSR nicht nur die Gesamtwohlfahrt positiv beeinflusst, sondern auch die ökonomische Effizienz erhöhen kann. Neben der theoretischen Betrachtung werden praktische Anwendungen diskutiert.

Problematische Geschäftspraktiken können zu Marktversagen aufgrund von Informationsasymmetrien und durch Ausnutzen der stärkeren Marktstellung führen. Die Banken sind in der Prinzipal-Agenten-Theorie der besser informierte Agent und steht dem schlechter informierten Prinzipal in Form des Kunden gegenüber. Sind die Marktkräfte in der Lage eigenständig Marktversagen zu verhindern und zu einem Pareto-Optimum zu gelangen, so spricht man von einer First-Best-Lösung. Wenn dazu Eingriffe durch die staatliche Regulierung nötig sind, so spricht man von einer Second-Best-Lösung, da durch diese Eingriffe Kosten und Ineffizienzen entstehen.
Zielsetzung dieser Arbeit ist nach einer eingehenden Untersuchung der Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen und einer eigenen empirischen Untersuchung Handlungsempfehlungen abzuleiten, um Marktversagen aufzulösen und Effizienzsteigerungen zu realisieren.

Excerpt


1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Banken und Sparkassen in Deutschland

2.1 Bankenmarkt

2.2 Anlagegeschäft

2.3 Kreditgeschäft

3 Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen

3.1 Vertriebsstrategien

3.2 Anlagegeschäft

3.2.1 Rolle des Kunden

3.2.2 Anlageberatung

3.2.3 Produktkonditionen

3.2.4 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse

3.3 Kreditgeschäft

3.3.1 Rolle des Kunden

3.3.2 Kreditberatung und -entscheidung

3.3.3 Kreditkonditionen

3.3.4 Umschuldungssituation

3.3.5 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse

3.4 Mitarbeiterführung

3.4.1 Geschäftspraktiken

3.4.2 Empirische Untersuchung zur Unterstützung der Ergebnisse

4 Kritische Bewertung der Geschäftspraktiken

4.1 Anlagegeschäft

4.2 Kreditgeschäft

4.3 Mitarbeiterführung

5 Handlungsempfehlungen

5.1 Staat

5.2 Konsument

5.3 Bank

6 Zusammenfassung und Ausblick

A Anhang: Befragung

A.1 Anlageberatung

A.2 Konsumentenkredite

A.3 Mitarbeiter einer Bank

B Anhang: Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen hinsichtlich potenziell problematischer Geschäftspraktiken. Ziel ist es, unter Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie und wohlfahrtstheoretischer Kriterien Marktversagen zu identifizieren und auf Basis einer eigenen empirischen Untersuchung Handlungsempfehlungen für Staat, Konsumenten und Banken abzuleiten, um Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.

  • Analyse der Vertriebsstrategien und deren Auswirkungen auf Kundenbeziehungen.
  • Untersuchung von Interessenkonflikten bei Anlageberatung und Kreditvergabe.
  • Einfluss der Mitarbeiterführung und Anreizsysteme auf das Kundenwohl.
  • Bewertung staatlicher Regulierungen und Ansätze für Unternehmensethik (CSR).

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Die Geschäftsfelder einer Bank lassen sich in ein Privatkunden- und ein Firmenkundengeschäft aufteilen. Das Firmenkundengeschäft ist den starken und schwachen Phasen des Konjunkturzyklus unterworfen. Ausgelöst durch spekulative Finanzgeschäfte befindet sich die Wirtschaft seit 2008 in einer starken Rezession. Durch die gesunkene gesamtwirtschaftliche Aktivität ist das Firmenkundengeschäft und vor allem das Anlagegeschäft im Investment Banking unter Druck. Die Risikobereitschaft ist gesunken, es bestehen Vertrauensdefizite zwischen den Banken und das Zinsniveau der Zentralbanken ist auf einem historischen Tief.

Das Privatkundengeschäft besteht aus dem Einlagen- und dem Kreditgeschäft. Es ist klassischerweise weniger volatil und kann helfen die Konjunkturzyklen zu glätten. Banken haben also zurzeit ein Interesse am Ausbau der Privatkundensparte. Gerade das Anlagegeschäft muss sich durch die jüngsten Verwerfungen der Kapitalmärkte allerdings der Kritik vieler Interessengruppen stellen. Privatanleger stehen vor der Frage, ob mangelnde Risikoaufklärung und der starke Vertriebsfokus der Banken zu vermeidbaren Risiken geführt haben könnten. Die Krise bietet die Chance, die Geschäftspraktiken der Banken genauer zu betrachten.

Das Kreditgeschäft kann in Krisenzeiten Einbrüche der privaten Haushaltseinkommen kompensieren und dient so dem Ausgleich konjunktureller Schwankungen des privaten Konsums. Der private Konsum hat den größten Anteil an der Verwendung des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Durch eine vermehrte Aufklärung verschiedener Interessengruppen und einer breiten Öffentlichkeit, nicht zuletzt durch Unterhaltungssendungen im privaten Rundfunk, bietet sich auch hier die Chance einer genaueren Betrachtung der Geschäftspraktiken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Bankgeschäftspraktiken sowie Definition der Forschungsfrage und des methodischen Vorgehens.

2 Banken und Sparkassen in Deutschland: Theoretische Grundlagen zum deutschen Bankenmarkt, zur Rolle der Banken als Finanzintermediäre und zum rechtlichen Rahmen.

3 Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen: Detaillierte Darstellung der Vertriebsstrategien, der Praktiken in Anlage- und Kreditgeschäft sowie der Führungsmethoden bei Bankmitarbeitern, ergänzt durch eine eigene empirische Untersuchung.

4 Kritische Bewertung der Geschäftspraktiken: Wohlfahrtstheoretische Analyse der zuvor dargestellten Geschäftspraktiken unter Berücksichtigung von Marktversagen und der Prinzipal-Agenten-Problematik.

5 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für den Staat, die Konsumenten und die Banken zur Steigerung der Markteffizienz und Stärkung der Unternehmensethik.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der zentralen Ergebnisse und Impulse für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Banken, Sparkassen, Privatkundengeschäft, Geschäftspraktiken, Anlageberatung, Kreditgeschäft, Mitarbeiterführung, Corporate Social Responsibility, Marktversagen, Prinzipal-Agenten-Theorie, Finanzdienstleistungen, Kundenzufriedenheit, Verbraucherschutz, Scoring-Modelle, Empirische Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen, insbesondere vor dem Hintergrund der durch die Finanzkrise verstärkten Kritik an der Anlageberatung und Kreditvergabe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Vertriebsstrategien, das Anlagegeschäft (insb. Anlageberatung), das Kreditgeschäft (insb. Ratenkredite und Umschuldungen) sowie die Auswirkungen von Mitarbeiterführung und Anreizsystemen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, nach einer theoretischen und empirischen Analyse problematische Praktiken aufzudecken, ökonomisch zu bewerten und Handlungsempfehlungen zu formulieren, um Marktversagen zu mindern und die Effizienz zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer ausführlichen Literaturrecherche und der theoretischen Einordnung (u.a. Prinzipal-Agenten-Theorie) führt der Autor eine eigene internetgestützte empirische Befragung durch, um die theoretischen Erkenntnisse mit Praxisdaten zu stützen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Banken ihre Vertriebsziele erreichen, wie Kunden beraten werden, welche Rolle das Scoring-System bei Krediten spielt und wie Mitarbeiter durch Leistungsboni gesteuert werden.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Anlageberatung, Konsumentenkredite, Provisionssteuerung, Marktversagen, Corporate Social Responsibility und Anlegerschutz.

Was ist das zentrale Problem bei der Anlageberatung laut dieser Arbeit?

Ein Hauptproblem ist die provisionsgetriebene Beratung, bei der die eigene Produktpalette der Bank im Vordergrund steht und der Abschlussdruck oft zu unpassenden, kostenintensiven Produkten für den Kunden führt.

Welche Rolle spielt die Restschuldversicherung (RSV) bei Kreditverträgen?

Die RSV wird häufig als selbstverständlicher Bestandteil oder gar Bedingung für Kredite dargestellt, was die Kosten für den Kunden signifikant erhöht, während die Bank gleichzeitig hohe Provisionen einstreicht.

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Details

Title
Problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen
College
University of Hamburg  (Recht der Wirtschaft)
Grade
2,3
Author
Jonathan Hillebrand (Author)
Publication Year
2010
Pages
94
Catalog Number
V166353
ISBN (eBook)
9783640824045
ISBN (Book)
9783640824397
Language
German
Tags
banken beratung falschberatung geldanlage kredite raten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Hillebrand (Author), 2010, Problematische Geschäftspraktiken im Privatkundengeschäft von Banken und Sparkassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166353
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