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Die Darstellung von Heimat in Ingeborg Bachmanns "Drei Wege zum See"

Title: Die Darstellung von Heimat in Ingeborg Bachmanns "Drei Wege zum See"

Term Paper , 2011 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Genevieve Mulack (Author)

Didactics for the subject German - Discussion and Essays
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Heimat ist nicht gleich Heimat. Liest man dieses Substantiv, so hat wohl jeder mit ihm andere Assoziationen.

Der Heimatbegriff ist auch in Ingeborg Bachmanns Drei Wege zum See von Bedeutung. Die Erzählung wurde 1972, in Bachmanns letztem, zu Lebzeiten veröffentlichten Buch, dem Erzählband Simultan veröffentlicht und thematisiert den Besuch der Protagonistin Elisabeth Matrei bei ihrem Vater in Klagenfurt. Während ihres Aufenthaltes nutzt Elisabeth die Zeit für intensive Wandertouren durch den Wald und überdenkt bei diesen ihr bisheriges Leben.
In meiner Hausarbeit werde ich an Hand dieses Primärtextes die Darstellung von Heimat näher betrachten.

Den Leitfaden bildet hierbei die Heimatsuche von Elisabeth Matrei. In drei Analyseansätzen werden ausgewählter Textstellen bearbeitet und interpretiert. In der Schlussbetrachtung wird anschließend die Heimatdarstellung resümiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Heimatsuche

2.1 Klagenfurt

2.2 Paris

2.3 Saigon

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Konstruktion des Heimatbegriffs in Ingeborg Bachmanns Erzählung "Drei Wege zum See". Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die Protagonistin Elisabeth Matrei durch ihre Aufenthalte in Klagenfurt, Paris und Saigon tatsächlich Heimat findet oder ob ihr Handeln primär durch Flucht und Verfremdung geprägt ist.

  • Analyse des Heimatbegriffs bei Ingeborg Bachmann
  • Untersuchung der drei zentralen Stationen: Klagenfurt, Paris und Saigon
  • Erzähltheoretische Betrachtung der Figurenkonzeption
  • Erkenntnisgewinn durch die Analyse von Binnenerzählungen und Perspektivwechseln
  • Kontrastierung von Heimatbedürfnis und Fluchtbewegung

Auszug aus dem Buch

2.1 Klagenfurt

Die Landeshauptstadt Klagenfurt ist die Geburtsstadt Elisabeths. Wie jedes Jahr besucht die vielreisende Fotoreporterin dort ihren Vater Herrn Matrei. Nach einer kurzen Einleitung (vgl. TOP 2) wird der Leser in die eigentliche Handlung der Erzählung Drei Wege im See eingeführt, in der die Ankunft eines solch jährlichen Besuches beschrieben wird. Es werden die Informationen übermittelt, dass Elisabeth Matrei bei Ihrem Vater am Klagenfurter Bahnhof nach einer anstrengenden Reise ankommt, da sie auf der Hochzeit ihres Bruders Robert und seiner Frau Liz in London war.

Zwischen den einleitenden Worten und dem Beginn der Handlung ist eine deutliche Zäsur festzustellen. Grund hierfür ist der Perspektivenwechsel. Die Nullfokalisierung, mit welcher die Wanderkarte des Kreuzberglgebietes beschrieben wurde, wechselt in eine interne Fokalisierung Elisabeths; deutlich wird dies, da dem Leser durch den Satzausschnitt „aber diesmal durchfuhr sie ein alarmierendes Gefühl“ nun eine Mitsicht in ihre Gefühlswelt ermöglicht wird. Durch diese Veränderung entsteht eine deutliche Verbindung zwischen der irrativen Instanz und der Protagonistin. Liest man diese ersten Seiten mit dem Fokus Heimat, so fällt der Satz „Im Taxi fand sie ihre Unbefangenheit wieder, [...] atmete sie auf, denn nun verhieß ihr schon alles die Nähe des Laubenwegs und des Hauses, in dem sie zuhause gewesen war.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff in Ingeborg Bachmanns "Drei Wege zum See" ein und formuliert die Zielsetzung der Arbeit.

2 Heimatsuche: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert die drei Aufenthaltsorte Klagenfurt, Paris und Saigon hinsichtlich ihres Potenzials als Heimat für die Protagonistin Elisabeth Matrei.

2.1 Klagenfurt: Hier wird die Ankunft der Protagonistin in ihrer Geburtsstadt untersucht, wobei insbesondere der Perspektivenwechsel und die Rolle der Natur für ihre Selbstreflexion betrachtet werden.

2.2 Paris: Dieser Abschnitt thematisiert die Metamorphose der Protagonistin in der Metropole und hinterfragt, ob die dortige Lebensgestaltung eine Heimatfindung ermöglicht.

2.3 Saigon: In diesem Teil wird die Entscheidung der Protagonistin, in ein Krisengebiet zu reisen, als potenzieller Fluchtweg oder weiterer Heimatsuch-Versuch analysiert.

3 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Heimat in der Erzählung eher durch Flucht und Verfremdung als durch ein klassisches Ankommen definiert wird.

Schlüsselwörter

Ingeborg Bachmann, Drei Wege zum See, Heimat, Heimatsuche, Elisabeth Matrei, Klagenfurt, Paris, Saigon, Literaturwissenschaft, Erzähltheorie, Flucht, Verfremdung, Identität, Figurenkonzeption, Narration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Darstellung des Heimatbegriffs in Ingeborg Bachmanns Erzählung "Drei Wege zum See".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Heimatsuche der Protagonistin, die Analyse von verschiedenen Orten als Heimatkandidaten und die erzähltheoretische Struktur der Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Orte Klagenfurt, Paris und Saigon für die Protagonistin keine Heimat darstellen, sondern Fluchtpunkte bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden erzähltheoretische Ansätze, insbesondere zur Fokalisierung, zum Erzählmodus und zu Binnenerzählungen verwendet, um den Primärtext zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die drei Wege (Orte) der Protagonistin detailliert untersucht und die dortigen Erfahrungen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Heimat, Verfremdung, Flucht, Elisabeth Matrei, Identität und Erzähltheorie.

Welche Bedeutung hat das Klagenfurter Haus für die Protagonistin?

Das Haus im Laubenweg wird als zwiespältig empfunden; Elisabeth fühlt sich dort eher wie ein Gast denn als zugehörig.

Inwiefern spielt die Natur in Klagenfurt eine Rolle?

Die Natur bzw. der Wald dient Elisabeth als Ort für Wanderungen und zur Reflexion ihres bisherigen Lebens, stellt jedoch keine Heimat dar.

Warum wird die Reise nach Saigon als kritisch angesehen?

Da Saigon ein Krisengebiet ist, wird der Aufbruch dorthin als potenzieller Fluchtweg oder sogar als suizidale Tendenz gedeutet.

Wie verändert sich Elisabeth in Paris?

In Paris durchläuft sie eine Metamorphose zur "richtigen Dame" und entwickelt sich von einer eindimensionalen zu einer mehrdimensionalen Figur.

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Details

Title
Die Darstellung von Heimat in Ingeborg Bachmanns "Drei Wege zum See"
College
University of Tubingen  (Deutsches Seminar)
Course
Proseminar Prosa
Grade
1,7
Author
Genevieve Mulack (Author)
Publication Year
2011
Pages
10
Catalog Number
V166494
ISBN (eBook)
9783640827732
ISBN (Book)
9783640827893
Language
German
Tags
Heimat Bachmann Ingeborg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Genevieve Mulack (Author), 2011, Die Darstellung von Heimat in Ingeborg Bachmanns "Drei Wege zum See", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166494
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