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Moore und Sümpfe - Entstehung und Klassifikation

Title: Moore und Sümpfe - Entstehung und Klassifikation

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Alona Gordeew (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Jeder kennt den Begriff Moor aus dem täglichen Sprachgebrauch. Doch schon bei der Unterscheidung zwischen Moor und Sumpf wird einem bewusst, dass man nur oberflächlich beantworten kann, was ein Moor ist und, dass sich die eigene Kenntnis auf ein Minimum beschränkt. Eher bestimmen vage Beschreibungen aus Märchen das Bild, das man von einem Moor hat. In ihnen wird das Moor als ein getränkter Untergrund geschildert, der Menschen verschlucken kann. Dem Moor wird mit seinem Nebel etwas Mystisches und Geheimnisvolles zugesprochen. In alten germanischen Sagen sollen dort „böse Geister“ gelebt haben. Dies sind jedoch nur Mythen, die entstanden sind, unter anderem, weil das Moor ein schwieriges Verkehrshindernis in vergangenen Tagen darstellte. Richtig jedoch ist, dass das Moor ein feuchter Lebensraum, ein „Zwischending“ zwischen nassem Boden und einem See ist und, dass es keinen festen Untergrund hat. Doch selbst wenn man ein Moor mit eigenen Augen gesehen hat, ist einem nicht ganz klar, was genau ein Moor ist.
Dabei ist das Moor ein verbreiteter Landschaftstyp in unseren Breiten, über den sich der Mensch schon in der Vergangenheit Gedanken gemacht hat. So fragte sich der Holländer H. Degner schon 1729, „ob der Torf etwa Faulholtz sey“ oder „ob er Erde sey“ (OVERBECK 1975, 24).
Um hinter das Geheimnis des Moores zu kommen, werde ich mich in dieser Hausarbeit damit beschäftigen, was ein Moor ist und wie es entsteht. Des weiteren führe ich aus, wie und nach welchen Kriterien man die einzelnen Moortypen klassifiziert. Daraufhin stelle ich ein Schema vor, das die beiden gängigen Klassifikationsformen vereint. Zuletzt geh ich auf die unverantwortliche Moornutzung in der Vergangenheit ein, erkläre, warum man Moore erhalten muss und stelle einige Projekte vor, die dies zum Ziel haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Moor

3. Verbreitung der Moore

4. Entstehung der Moore

5. Klassifikation von Mooren

5.1 Ökologische Moortypen

5.1.1 Nährstoffverhältnisse (Trophiestufe)

5.1.2 Säure-Basen-Verhältnis des Moorwassers

5.1.3 oligotroph-saure Moore = (Sauer-) Armmoore = Hochmoore

5.1.4 mesotroph-saure Moore = Sauer-Zwischenmoore

5.1.5.mesotroph-subneutrale Moore (unter Einschluss oligotroph-subneutraler Standortkomplexe) = Basen-Zwischenmoore

5.1.6 mesotroph-kalkhaltige Moore (unter Einschluss oligotroph-kalkhaltiger Standortkomplexe) = Kalk-Zwischenmoore

5.1.7 eutrophe Moore (in Vereinigung von subneutralen, kalkhaltigen und sauren Mooren) = Reichmoore = Niedermoore

5.3 Hydrologische Moortypen

5.3.1.Regenmoore (auch Hochmoore genannt)

5.3.2 Versumpfungsmoore

5.3.3 Hnagmoore

5.3.4 Quellmoore

5.3.5 Überflutungsmoore

5.3.6 Verlandungsmoore

5.3.7 Durchströmungsmoore

5.3.8 Kesselmoore

5.4 Schema aus beiden Klassifikationsformen

6. Moornutzung

7. Gründe für den Moorerhalt

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für Moore zu schaffen, indem sie deren Definition, Entstehung sowie ökologische und hydrologische Klassifikationsmerkmale erläutert, um schließlich die historische Moornutzung zu kritisieren und die Notwendigkeit von Schutz- und Regenerationsprojekten zu begründen.

  • Grundlegende Definition und hydrologische Voraussetzungen der Moorbildung
  • Klassifizierung nach ökologischen (Nährstoffe, pH-Wert) und hydrologischen Kriterien
  • Historische Nutzung von Mooren als Brennstoff und landwirtschaftliche Nutzfläche
  • Ökologische Bedeutung von Mooren als Kohlenstoffspeicher und Rückzugsgebiete
  • Maßnahmen zur Revitalisierung und zum Schutz geschädigter Moorlandschaften

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Jeder kennt den Begriff Moor aus dem täglichen Sprachgebrauch. Doch schon bei der Unterscheidung zwischen Moor und Sumpf wird einem bewusst, dass man nur oberflächlich beantworten kann, was ein Moor ist und, dass sich die eigene Kenntnis auf ein Minimum beschränkt. Eher bestimmen vage Beschreibungen aus Märchen das Bild, das man von einem Moor hat. In ihnen wird das Moor als ein getränkter Untergrund geschildert, der Menschen verschlucken kann. Dem Moor wird mit seinem Nebel etwas Mystisches und Geheimnisvolles zugesprochen. In alten germanischen Sagen sollen dort „böse Geister“ gelebt haben. Dies sind jedoch nur Mythen, die entstanden sind, unter anderem, weil das Moor ein schwieriges Verkehrshindernis in vergangenen Tagen darstellte. Richtig jedoch ist, dass das Moor ein feuchter Lebensraum, ein „Zwischending“ zwischen nassem Boden und einem See ist und, dass es keinen festen Untergrund hat. Doch selbst wenn man ein Moor mit eigenen Augen gesehen hat, ist einem nicht ganz klar, was genau ein Moor ist.

Dabei ist das Moor ein verbreiteter Landschaftstyp in unseren Breiten, über den sich der Mensch schon in der Vergangenheit Gedanken gemacht hat. So fragte sich der Holländer H. Degner schon 1729, „ob der Torf etwa Faulholtz sey“ oder „ob er Erde sey“ (OVERBECK 1975, 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Moore ein, räumt mit Mythen auf und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Definition Moor: Das Kapitel definiert Moore als nasse Lebensräume mit positiver Wasserbilanz, in denen Sauerstoffmangel die Zersetzung organischer Stoffe behindert und zur Torfbildung führt.

3. Verbreitung der Moore: Dieses Kapitel erläutert die klimatischen und bodenkundlichen Voraussetzungen für Moorvorkommen und beschreibt deren weltweite Verteilung mit Schwerpunkt auf der borealen Zone.

4. Entstehung der Moore: Hier wird der Prozess der Moorbildung durch Verlandung oder Versumpfung beschrieben sowie der Einfluss der Wasserversorgung auf die Torfbildung.

5. Klassifikation von Mooren: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Unterteilung der Moore basierend auf ökologischen Nährstoff- und pH-Kriterien sowie hydrologischen Faktoren.

6. Moornutzung: Das Kapitel befasst sich mit der historischen Ausbeutung von Mooren durch Torfabbau und großflächige Entwässerung zur landwirtschaftlichen Nutzung.

7. Gründe für den Moorerhalt: Hier werden ökologische Argumente für den Moorschutz dargelegt, darunter die Funktion als Wasserspeicher, Kohlenstoffsenke und archäologisches Archiv.

8. Schluss: Der abschließende Teil bewertet den aktuellen Gefährdungszustand der Moore und diskutiert notwendige Schutzmaßnahmen und Schwierigkeiten bei der Revitalisierung.

Schlüsselwörter

Moor, Torfbildung, Hydrologie, Ökologie, Hochmoor, Niedermoor, Feuchtgebiet, Revitalisierung, Wasserhaushalt, Kohlenstoffspeicher, Naturschutz, Torfabbau, Vegetation, Moorleichen, Landschaftsökologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Definition, Entstehung, Klassifikation sowie die historische Nutzung und die ökologische Notwendigkeit des Schutzes von Mooren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die hydro-ökologische Einteilung von Moortypen, die Auswirkungen menschlicher Eingriffe und Ansätze zur Revitalisierung gestörter Moorökosysteme.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ein umfassendes Verständnis für Moore zu vermitteln und die Bedeutung ihres Erhalts für den globalen Stoffhaushalt sowie als Lebensraum aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung ökologischer sowie hydrologischer Klassifikationssysteme nach etablierten Autoren wie Jeschke, Succow und Dierssen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die botanischen und wasserhaushaltlichen Klassifikationen, gefolgt von einer kritischen Analyse der historischen Moornutzung und einer Darstellung der Gründe, warum Moore heute aktiv geschützt werden müssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Moor, Torfbildung, Ökologie, Hydrologie, Hochmoor, Niedermoor, Kohlenstoffspeicher und Moorschutz.

Was unterscheidet ein Moor von einem Sumpf?

Der Hauptunterschied liegt in der Torfbildung; Moore weisen eine mindestens 30 cm starke Torfschicht auf, während Sumpfgebiete keine solche organische Ablagerung zeigen, da dort Sauerstoff eine vollständige Zersetzung ermöglicht.

Warum ist die Revitalisierung von Mooren so schwierig?

Revitalisierung ist komplex, da entwässerte Moore oft ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung verloren haben und ein einfaches Überfluten ohne Berücksichtigung des ökologischen Filters am Moorrand zu unerwünschten Nährstoffeinträgen führen kann.

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Details

Title
Moore und Sümpfe - Entstehung und Klassifikation
College
University of Heidelberg  (Geographisches Institut)
Course
Ausgewählte Themen der Physiogeographie
Grade
1,5
Author
Alona Gordeew (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V166506
ISBN (eBook)
9783640826292
ISBN (Book)
9783640825998
Language
German
Tags
Nierdermoor Hochmoor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alona Gordeew (Author), 2006, Moore und Sümpfe - Entstehung und Klassifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166506
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