Arbeit mit Kindern und Medien

Veranschaulichung und Therorie in Verbindung mit einem Projekt


Hausarbeit, 2009

24 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Überblick

2. Theoretische Informationen zum Thema

3. Theorie- Praxisverbindung

4. Durchführung des Projekts
4.1 Informationen zum Projekt / Gesamtziele / Überblick des Projekts
4.2 Exemplarische Darstellungen

5. Gesamtreflexion

6. Quellenangaben

1. Überblick

Mein dritter Bericht behandelt das Thema „Theorie und Praxis der Medienpädagogik mit Hortkindern“. Das Projektthema lautet: „Kinderzeitung“ und bietet in meinen Augen eine gute Möglichkeit mehrere Medien kennen zu lernen.

Meine Gründe dieses Thema auszusuchen sind zum einen die Erfahrungen die ich mit den Kindern gemacht habe. Ihnen fehlt oft die Möglichkeit ihre Gedanken, Bedürfnisse, Wünsche, Geschehnisse und Spielideen mit den Erziehern auszutauschen. Sie möchten gerne ihre Interessen und Meinungen mitteilen. Durch den derzeitigen Personalmangel spüren die Kinder, dass hier oft die Zeit für den Ideenaustausch fehlt. Zum anderen meine persönlichen Interessen im Bereich Medien. Insbesondere die Bearbeitung von Musikstücken, Videosequenzen und Bildbearbeitung haben mir schon immer viel Spaß gemacht. Außerdem ist mir bei der Hausaufgabenbetreuung zunehmend aufgefallen, dass viele Kinder den Spaß am Lernen verloren haben, Konzentrationsschwächen zunehmen und sich ein allgemeiner Frust breit macht.

Warum immer mit Frust Lernen? Wieso nicht mit Spaß lernen?

Durch die Vielfalt der heutigen Medien können Kinder und Jugendlichen spielend leicht lernen und damit sogar zwei Lernbereiche gleichzeitig abdecken. Es gibt zu jeden schulischen und beruflichen Themen Lernsoftware, die Themen spielerisch bearbeiten und im gleichen Moment lernen die Kinder mit dem PC, Laptop, Handy, Foto und anderen Mediengeräten umzugehen. Kleine aber regelmäßige Übungsphasen sind wichtiger und effektiver als stundenlanges Pauken. Für Kinder, die Lust haben zu schreiben, ist es wichtig, dass sie eine Plattform haben, die ihnen die Möglichkeit gibt ihre Gedanken, Fragen und Antworten auszudrücken.

Deshalb habe ich die Idee der Kinder, eine Kinderzeitung zu erstellen, für mein Projekt vorgeschlagen.

2. Theoretische Informationen zum Thema

Medienpädagogik beschäftigt sich mit allen erzieherischen Fragen, Problemen und Themen, die mit den Medien zusammenhängen. Unter Medienpädagogik versteht man im weiteren Sinne die pädagogisch orientierte, praktische und theoretische Beschäftigung mit den Medien. Medien sind zum Beispiel: Radio, PC, Fernsehen, Videospiele, Musikkassetten, Musik-CD, Zeitschriften und Bücher.

Kinder und Jugendliche sind mehr denn je von der technischen Entwicklung im Bereich der Kommunikationstechnik nachhaltig geprägt: Handys, rasante Internetverbindungen, hoch auflösende gigantische Plasmabildschirme, Fernsehprogramme für Zweijährige, Computerspiele und vieles mehr. Wir leben heute im so genannten Informationszeitalter. Ein wesentlicher Teil von Informationen wird über Medien wie Internet, Fernsehen und Radio ausgetauscht. Bücher und Zeitungen treten zunehmend in den Hintergrund. Kinder und Jugendliche sehen im Computer ein tolles Spielgerät, das hohen Attraktionswert besitzt, deshalb heißt es heute "Computer sind geil".

In der gegenwärtigen schulischen Diskussion wird die Herausforderung durch Computer und Internet vor allem unter dem Stichwort ‚Vermittlung technischer Kompetenz' geführt. Kinder und Jugendliche müssen nach Meinung von Bildungspolitikern und Wirtschaftmanagern frühzeitig an die neuen Medien herangeführt werden, um später im Berufsleben bestehen zu können. "Computerliteracy[1] " wird zur neuen Schlüsselqualifikation, die neben Lesen, Schreiben und Rechnen für die zukünftigen Berufschancen eines Jugendlichen entscheidend ist. Aus diesem Grund werden gegenwärtig alle Schulen mit Computern ausgestattet und die Vernetzung der Schulen vorangetrieben. Computer und Internet werden oder sind bereits selbständiges Arbeits- und Informationsmedium im Unterricht und Kindern und Jugendlichen werden die Grundqualifikationen im Umgang mit dem Computer vermittelt, sofern sie diese nicht bereits zu Hause erworben haben.

Welche Aufgabe kommt in diesem Zusammenhang der außerschulischen Bildung zu?

Nun sicher nicht die, schulische Bildung auf den außerschulischen Bereich auszuweiten. Bei der Vermittlung technischer Kompetenz und der Qualifizierung für ein zukünftiges Berufsleben ist in erster Linie die Schule gefordert. Sie hat dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche für ihr zukünftiges Berufsleben die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erlernen. Die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit greift hier lediglich flankierend ein und wirkt kompensatorisch, wenn es darum geht, Chancengleichheit herzustellen. So legt sie ihr Hauptaugenmerk vor allem darauf, benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern und Angebote zu machen, die Kinder und Jugendliche ganzheitlich in ihrer Entwicklung unterstützen. Das Erlernen technischer Fähigkeiten im Umgang mit Computer und Internet steht im Rahmen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit immer in Zusammenhang mit konkreten inhaltlichen Projekten. Im Rahmen meines Projekts wird neben der Hardware auch die Anwendung von Software, wie z.B. Frontpage, Photoshop oder Word gelernt. Das Lernen erfolgt projektorientiert und interessengeleitet. Kinder und Jugendliche sollen in außerschulischen Projekten den Umgang mit dem Computer als für sie nützlich und an ihren Interessen und Bedürfnissen orientiert erfahren. Was sie dazu an Wissen und Erfahrung brauchen, bestimmen sie selbst. Dadurch macht Lernen nicht nur Spaß, sondern das Wissen ist auch direkt verwertbar. Da es nicht darauf ankommt, sich abfragbares Wissen anzueignen, sondern sich im wahrsten Sinne des Wortes zu bilden und zu qualifizieren, wird genau das gelernt, was man zur Lösung einer bestimmten Aufgabenstellung benötigt. Benachteiligte Kinder und Jugendliche leben jedoch häufig in einem geringen Anregungsmilieu. Um hier kompensatorisch zu wirken, muss die Kinder- und Jugendarbeit interessante und attraktive Angebote machen, die diesen Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten der eigenständigen und selbst bestimmten Erfahrungsaneignung mit dem Computer eröffnen. Hier ist Ideenreichtum ebenso gefragt, wie eine vernünftige Ausstattung mit Hard- und Software.

Durch die internet- und bluetooth-fähigen Handys werden nicht nur Gespräche geführt, sondern auch persönliche Daten und andere Dateien getauscht. Dieser nicht zu unterschätzende Einfluss auf den Alltag eines Kindes kann durchaus beängstigend sein. Hier wird sehr schnell klar, nur wer sich auch als Erwachsener mit den Medien vertraut macht, kann letztendlich negative Einwirkungen (Gewalt, Ausdrucksformen, Diskriminierung) durch Medien vermeiden oder zumindest verringern.

Leider ist für eine ganze Reihe der kleinen Kinder der Fernsehapparat der erste Sozialkontakt des Tages. Damit Kinder durch falschen Umgang mit den Medien keinen Schaden nehmen, sollte ein Zeitplan erstellt werden. Wie lange ist die Spielzeit am PC? Welche Sendungen sollte mein Kind sehen, welche ohne Zeitbegrenzung, welche mit Begrenzung?

Unser ältestes Medium ist die Zeitung, mittlerweile ist sie über 400 Jahre alt.[2] Ursprünglich gedacht um Nachrichten zu verbreiten, dient sie heute für viele auch der Unterhaltung und Entspannung. Trotz Internet, behauptet sie ihren Platz in der Medienwelt. Zwar liest man im Internet immer wieder, dass die Zeitung als „Holz-Medium“[3], d.h. überaltet dargestellt wird, doch für „wahre“ Leser kann diese nie ersetzt werden. Während das Internet schneller Nachrichten verbreiten kann und durch ständige Aktualisierung verbessert wird, ist die Zeitung ein Print-Medium (geschrieben und gedrucktes Medium). Was in der Nacht erstellt wird, kann nach der Abgabe am morgen nicht mehr verändert werden.

3. Theorie- Praxisverbindung

Was bedeutet es mit Medien zu arbeiten?

Nun dies ist eine Frage, die viele kleine Fragen aufruft, wie zum Beispiel: wie gehen Kinder mit Medien um? Was kriegen Kinder mit Medien vorgelegt? Ist es Passives oder Aktives lernen? Keine dieser Fragen lässt sich leicht beantworten und die Meinungen der Pädagogen gehen hier sehr weit auseinander.

Dr. med. Kolitzus sagte 1997 zum Thema Computer: “ Der Umgang damit will gelernt sein. Aber was sollen diese Geräte im Kindergarten? Auch in der Grundschule oder Später kann man über den Nutzen streiten. Computer, Lernsoftware etc. sollten immer nur Hilfsmittel sein. Und Eltern sollten im ständiger Kontakt mit ihren Kindern bleiben, ihnen sozusagen über die Schulter schauen.“

Dieser Meinung von Herrn Dr. med. Kolitzus kann ich nur teilweise zustimmen. Natürlich sollte man den Kindern den umsichtigen Umgang mit den Medien wie Computer, Handy immer in Verbindung mit der notwendigen Kontrolle vermitteln. Ebenso wichtig ist es jedoch auch, genug Distanz zu bewaren um ihr Interesse nicht zu erdrücken. Kinder forschen und dies gerne ohne Beobachtung. Durch spezielle Software ist es heute möglich Kinder vor eventuell unangenehmen Einflüssen zu schützen. Kinder sollten den Freiraum bekommen den sie brauchen um ihr Selbstbewusstsein zu erweitern. Allein wegen der technischen Entwicklung sind die Medien heute nicht nur mehr Hilfsmittel, sondern ersetzen in Teilbereichen untergeordnete Arbeitsschritte und bieten einen sehr großen Informationsfluss.

Das Medium Buch oder Zeitung gibt es seit je her auch im Kindergarten und Hort. Teilweise findet jetzt eine Erweiterung auf andere Medien statt, die durch den technischen Fortschritt entstanden sind. Warum also sollten die neuen Medien keinen Platz im Kindergarten/ Hort haben?

[...]


[1] Das Wissen und Können zu besitzen einen Computer effizient zu nutzen

[2] Mainzer Gutenberg-Museum

[3] Oberpfalznetz.de > Nachrichten

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Arbeit mit Kindern und Medien
Untertitel
Veranschaulichung und Therorie in Verbindung mit einem Projekt
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Veranstaltung
Modul 100
Note
2
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V166520
ISBN (eBook)
9783640826865
ISBN (Buch)
9783640826452
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeit, kindern, medien, veranschaulichung, therorie, verbindung, projekt
Arbeit zitieren
Julia Mahr (Autor), 2009, Arbeit mit Kindern und Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166520

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Titel: Arbeit mit Kindern und Medien



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