Die Einsendeaufgabe im Modul Coaching behandelt zentrale Themen der psychologischen Beratung und Diagnostik. Im Fokus stehen die Abgrenzung und Anwendung von Coaching und Supervision anhand theoretischer Grundlagen und Praxisbeispiele. Zudem werden der Work-Ability-Index (WAI) und die Allgemeine Depressionsskala (ADS) vorgestellt, ihre Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und Validität analysiert. Abschließend beleuchtet die Arbeit die Therapeutenrolle und Erfolgsfaktoren nach Carl Rogers mit Schwerpunkt auf Empathie, Kongruenz und unbedingter Wertschätzung als Basis erfolgreicher klientenzentrierter Gesprächsführung.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Coaching und Supervision
- 1.1 Coaching
- 1.2 Supervision
- 1.3 Coaching und Supervision im Vergleich an einem Praxisbeispiel
- 2 Work-Ability-Index und Allgemeine Depressionsskala
- 2.1 Work-Ability-Index (WAI)
- 2.1.1 Nutzen und Grenzen des WAI
- 2.1.2 Praxisbeispiel
- 2.2 Allgemeine Depressionsskala (ADS)
- 2.2.1 Nutzen und Grenzen des ADS.
- 2.2.2 Praxisbeispiel
- 2.1 Work-Ability-Index (WAI)
- 3 Therapeutenrolle und Erfolgsfaktoren nach Carl Rogers
- 3.1 Begriffsbestimmung „Therapeutische Allianz“
- 3.2 Carl Rogers und die klientenzentrierte Gesprächsführung
- 3.3 Therapeutenrolle nach Rogers
- 3.4 Erfolgsfaktoren nach Rogers
- Literaturverzeichnis.
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bietet eine umfassende Darstellung relevanter Konzepte aus den Bereichen Coaching, Supervision und Psychologie. Sie zielt darauf ab, die Abgrenzung von Coaching und Supervision zu erläutern, psychometrische Instrumente wie den Work-Ability-Index und die Allgemeine Depressionsskala vorzustellen sowie die Grundlagen und Erfolgsfaktoren der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers zu analysieren.
- Vergleich und Abgrenzung von Coaching und Supervision.
- Vorstellung des Work-Ability-Index (WAI) zur Arbeitsfähigkeitseinschätzung.
- Erläuterung der Allgemeinen Depressionsskala (ADS) zur Depressionserfassung.
- Analyse der Therapeutenrolle und der therapeutischen Allianz nach Carl Rogers.
- Darstellung der zentralen Erfolgsfaktoren der klientenzentrierten Therapie.
Auszug aus dem Buch
3.2 Carl Rogers und die klientenzentrierte Gesprächsführung
Der amerikanische Psychologe Carl R. Rogers (1902-1987) entwickelte die klientenzentrierte Gesprächsführung 1942 in den USA. Zuvor beschäftigte sich Rogers mit dem Existentialismus, den Schriften des dänischen Philosophen Sören Kierkegaard und des Religionsphilosophen Martin Buber. Stark beeinflusst war Rogers von den Arbeiten Otto Ranks, der als einer der Ersten den Beziehungsaspekt in der psychotherapeutischen Arbeit hervorhob. (Weinberger, 2013, S. 19). Rogers Ansatz ist ein phänomenologischer: es wird vorurteilsfrei von Dingen (Phänomenen) an sich ausgegangen. (Weinberger, 2013, S. 23). Rogers glaubte - im Sinne des Humanismus - der Mensch sei im Grunde gut und habe das Bestreben zur Selbstverwirklichung. (Myers, 2014, S. 565).
Rogers fand heraus, dass sich im Klienten Veränderungsprozesse ergeben, wenn es gelingt, eine definierte Beziehung zwischen Therapeut und Klient herzustellen. Für Rogers ist die Beziehungsgestaltung der entscheidende Wirkfaktor für Veränderungen und nicht die angewandte Methode. (Weinberger, 2013, S. 21).
Rogers Arbeiten sind in drei Phasen aufgeteilt: In der „Nicht-direktiven-Phase" spricht sich Rogers dagegen aus, dem Klienten Ratschläge, Ermahnungen, Erklärungen oder Interpretationen mitzugeben. Für Rogers steht der Klient als Individuum im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit und nicht das Problem bzw. die Problemlösung. In der darauffolgenden Phase untersuchte Rogers die, von ihm aufgestellten Hypothesen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der Klient seine Einstellungen und Verhaltensweisen erfolgreich verändern kann. Diesen Ansatz nannte er „klientenzentriert“. In den 1970er Jahren war Rogers bestrebt, nicht nur Klienten, sondern alle Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen durch ein strukturiertes Beziehungsangebot zu unterstützen, „um das ihnen innewohnende Wachstumspotential zum Ausdruck bringen zu können“. (Weinberger, 2013, S. 22-23).
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Coaching und Supervision: Dieses Kapitel definiert und vergleicht Coaching und Supervision, beleuchtet deren historische Entwicklung, Anwendungsbereiche und die Schwierigkeiten ihrer Abgrenzung, oft anhand eines Praxisbeispiels.
Kapitel 2: Work-Ability-Index und Allgemeine Depressionsskala: Hier werden zwei wichtige psychometrische Verfahren vorgestellt – der Work-Ability-Index zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und die Allgemeine Depressionsskala zur Identifikation depressiver Symptome – inklusive ihrer jeweiligen Nutzen, Grenzen und Praxisbeispiele.
Kapitel 3: Therapeutenrolle und Erfolgsfaktoren nach Carl Rogers: Das Kapitel befasst sich mit den Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers, definiert die „Therapeutische Allianz“ und erläutert die zentralen Erfolgsfaktoren wie Echtheit, bedingungslose Wertschätzung und Empathie.
Schlüsselwörter
Coaching, Supervision, Work-Ability-Index (WAI), Allgemeine Depressionsskala (ADS), Carl Rogers, klientenzentrierte Gesprächsführung, therapeutische Allianz, Arbeitsfähigkeit, Depressionssymptome, Psychologie, psychometrische Verfahren, Selbstverwirklichung, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit zentralen Konzepten aus der Psychologie und Beratung, insbesondere mit Coaching und Supervision, der Anwendung von Diagnosetools wie dem Work-Ability-Index und der Allgemeinen Depressionsskala sowie den therapeutischen Prinzipien nach Carl Rogers.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Definition und Abgrenzung von Coaching und Supervision, die Vorstellung und Analyse des Work-Ability-Index (WAI) und der Allgemeinen Depressionsskala (ADS) sowie die Therapeutenrolle und Erfolgsfaktoren der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die genannten Konzepte und Instrumente strukturiert darzustellen, zu vergleichen und deren Relevanz sowie Anwendungsmöglichkeiten in der psychologischen Praxis und Beratung zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Definitionen und Konzepten aus der psychologischen Fachliteratur, um die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen der vorgestellten Themen zu erläutern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Kernbereiche: den Vergleich von Coaching und Supervision, die Vorstellung und Anwendung des Work-Ability-Index und der Allgemeinen Depressionsskala, sowie die Prinzipien der Therapeutenrolle und Erfolgsfaktoren nach Carl Rogers.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Coaching, Supervision, Work-Ability-Index (WAI), Allgemeine Depressionsskala (ADS), Carl Rogers, klientenzentrierte Gesprächsführung, therapeutische Allianz, Arbeitsfähigkeit, Depressionssymptome, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung.
Welche konkreten Unterschiede gibt es zwischen Coaching und Supervision laut dieser Arbeit?
Die Arbeit hebt hervor, dass Coaching primär aus der Wirtschaft stammt, sich an Fach- und Führungskräfte richtet und auf Leistungsverbesserung abzielt, während Supervision ursprünglich aus dem Non-Profit-Bereich kommt, die Arbeitsqualität in helfenden Berufen sichert und eine Veränderung "von unten" anstrebt. Tabelle 1 bietet eine detaillierte Gegenüberstellung.
Wie wird der Work-Ability-Index (WAI) zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit genutzt?
Der WAI ist ein Fragebogen mit 10 Fragen, der die physischen und psychischen Arbeitsanforderungen, den Gesundheitszustand und die Leistungsreserven von Arbeitnehmern bewertet. Der resultierende WAI-Wert gibt an, wie der Beschäftigte seine Fähigkeit zur Bewältigung der Arbeitsanforderungen einschätzt, und dient zur frühzeitigen Erkennung von Handlungsbedarf und zur Einleitung von Präventionsmaßnahmen.
Was ist die "Therapeutische Allianz" und welche Rolle spielt sie nach Carl Rogers?
Die Therapeutische Allianz beschreibt die Verbindung und das Arbeitsbündnis zwischen Therapeut und Klient in einer Psychotherapie. Nach Carl Rogers ist die Beziehungsgestaltung und eine hohe Qualität der Allianz, basierend auf Echtheit, bedingungsloser Wertschätzung und empathischem Verstehen, der entscheidende Wirkfaktor für Veränderungen und persönliche Entwicklung beim Klienten.
Welche Kritikpunkte gibt es am Work-Ability-Index und der Allgemeinen Depressionsskala?
Beim WAI kann die Freiwilligkeit der Teilnahme zu verfälschten Selbsteinschätzungen führen, was verlässliche Aussagen erschwert. Bei der ADS bleibt für Minderjährige die Spezifität und Sensitivität für klinisch relevante depressive Episoden offen, da keine diagnostischen Interviews durchgeführt wurden. Zudem sind einige Items nicht depressionsspezifisch, was die diskriminante Validität reduziert.
- Arbeit zitieren
- Andrea Schmid (Autor:in), 2024, Coaching und Supervision, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1665303