Diese Projektarbeit wurde im Rahmen einer Weiterbildung zur Verantwortlichen Pflegefachkraft gemäß §71 SGB XI erarbeitet und soll zeigen, wie sich in einer stationären Pflegeeinrichtung das Niveau der Pflegeplanungen und der Pflegeprozessgestaltung verbessert haben.
Aufgebaut in: Problemanalyse, Zielsetzung und Maßnahmenplan, werden alle Schritte des Projektes aufgezeigt.
Eine Zusammenfassung aus Sicht des Projektleiters und des Auftraggebers schließen diesen Bericht ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung des Ist-Zustandes
2.1 Bisherige Abläufe und Strukturen
2.2 Pro und Contra
2.2.1 Pro – Was läuft gut?
2.2.2 Contra – Was muss verbessert werden?
3. Ziele
3.1 Professionelle Pflege durch professionelle Pflegeplanungen
3.2 Konzept und Arbeitshilfen
3.3 Anpassung VivendiPflege
4. Durchführung
4.1 Information aller Mitarbeiter
4.2 Informationssammlung und Stichproben
4.3 Gründung der Arbeitsgruppe Pflegeplanung
4.4 Fortbildung
4.4.1 Fortbildung Pflegeplanung
4.4.2 Fortbildung VivendiPflege
4.4.2.1 Fortbildung Nr. 1
4.4.2.2 Fortbildung Nr. 2
4.5 Anpassung von VivendiPflege
5. Reflexion
5.1 Aus Sicht der Hausleitung
5.2 Aus Sicht der Mitarbeiter
5.3 Aus meiner Sicht
6. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit verfolgt das primäre Ziel, die Qualität der Pflegedokumentation und die Pflegeplanung in einer stationären Einrichtung der Wohlfahrtspflege nachhaltig zu optimieren, um eine individuelle und fachlich fundierte pflegerische Versorgung sicherzustellen.
- Optimierung des Pflegeprozesses durch praxisnahe Konzepte
- Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit EDV-Systemen
- Entwicklung von Formulierungshilfen für individuelle Pflegeplanungen
- Etablierung einer professionellen Arbeitsgruppe Pflegeplanung
- Steigerung der Qualität pflegerischer Dokumentation
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Contra – Was muss verbessert werden?
In der Theorie hat jeder examinierte Mitarbeiter zwei Arbeitstage zur Verfügung, in der Praxis hingegen, werden oben benannte Tage bei Krankheitsausfällen in normale Früh- oder Spätdienste umgeschrieben. Ergebnis ist, dass Planungsaufgaben meist schnell neben der Pflege durchgeführt werden und sich der Gedanke einschleicht: „Hauptsache schnell fertig.“ So entstehen lücken- und fehlerhafte Planungen die sich zum Teil auf jeden Klienten anwenden lassen, da keine individuellen Strukturen erkennbar sind.
Ein weiterer Nachteil ist, dass VivendiPflege Textbausteine anbietet, die weder individuell noch fachlich korrekt sind. Dies erzieht die Mitarbeiter zur Bequemlichkeit. Eine komplette Planung auf 20 Minuten zu erstellen ist das Aushängeschild von VivendiPflege und wird von den Mitarbeitern dankend angenommen. Die Möglichkeit einen Freitext einzugeben wird in der Regel nicht genutzt. Der Mitarbeiter wird nicht mehr aufgefordert, sich über seinen Klienten Gedanken zu machen und die individuellen Pflegeprobleme zu erkennen.
So verlernt der Mitarbeiter das Erstellen der Pflegeplanung quasi ganz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Pflegeplanung als Instrument des Pflegeprozesses und identifiziert die Herausforderungen bei der Umstellung auf EDV-basierte Systeme im Pflegestift.
2. Beschreibung des Ist-Zustandes: Dieses Kapitel analysiert die bestehenden Abläufe im Pflegestift, stellt die Vorteile der elektronischen Dokumentation heraus und deckt kritische Mängel in der Qualität und Individualität der Pflegeplanungen auf.
3. Ziele: Hier werden die angestrebten Verbesserungen definiert, insbesondere die Etablierung professioneller Schulungsstandards und die Erarbeitung hauseigener Konzepte zur Pflegeplanung.
4. Durchführung: Dieses Kapitel dokumentiert die praktischen Maßnahmen zur Projektumsetzung, darunter die Mitarbeiterinformation, die Durchführung einer SPOT-Analyse sowie die Gründung einer Arbeitsgruppe und diverse Fortbildungsmodule.
5. Reflexion: Der Abschnitt reflektiert die erzielten Ergebnisse aus unterschiedlichen Perspektiven und bewertet die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Qualität der täglichen Pflegedokumentation.
6. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Projekterfahrung und bedankt sich bei allen beteiligten Akteuren für die konstruktive Zusammenarbeit.
Schlüsselwörter
Pflegeplanung, Pflegeprozess, VivendiPflege, Dokumentationsqualität, stationäre Pflege, Pflegeanamnese, Fortbildung, Arbeitsgruppe Pflegeplanung, EDV-gestützte Dokumentation, Individuelle Pflege, Praxisanleitung, Qualitätsmanagement, Pflegewissenschaft, Evaluation, Personalschulung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Pflegeplanung in einer stationären Einrichtung, um von lückenhaften und standardisierten Textbaustein-Lösungen zu einer individuellen und pflegewissenschaftlich fundierten Pflegedokumentation zu gelangen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die EDV-gestützte Pflegedokumentation, die Qualitätssicherung der Pflegeplanung, die Durchführung von Mitarbeiterschulungen und die Etablierung eines einrichtungsweiten Standards für den Pflegeprozess.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die qualitative Verbesserung der Pflegeplanung von einer subjektiv wahrgenommenen Note vier auf eine Note zwei, durch gezielte Fortbildung und die Erarbeitung einheitlicher, fachlicher Richtlinien.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Datenerhebung und Problemanalyse wurde eine SPOT-Analyse durchgeführt sowie eine stichprobenartige Überprüfung bestehender Pflegeplanungen vorgenommen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Ist-Zustand beschrieben, die konkreten Projektziele definiert und die praktische Durchführung der Maßnahmen wie Mitarbeiter-Information, Arbeitsgruppengründung und verschiedene Fortbildungen detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Pflegeplanung, VivendiPflege, Dokumentationsqualität, individuelle Pflege und Pflegewissenschaft gekennzeichnet.
Welche Rolle spielt die Software VivendiPflege für den Projekterfolg?
Die Software dient als technisches Werkzeug der Dokumentation, wobei sich herausstellte, dass ihre vorinstallierten Textbausteine oft zu einer unkritischen und standardisierten "Bequemlichkeits-Pflege" verleiten, weshalb eine gezielte Schulung und Anpassung notwendig war.
Wie haben die Mitarbeiter auf das Projekt reagiert?
Die Mitarbeiter reagierten zunächst zwiegespalten, zeigten jedoch nach der Durchführung der Fortbildungen eine positive Einstellung und fühlten sich in der Anwendung der EDV-Systeme sowie bei der Erstellung individueller Planungen deutlich sicherer.
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- Thomas Vetter (Author), 2011, Die perfekte Pflegeplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166535