Bildung als Gegenstand makroökonomischer Betrachtung

Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen


Hausarbeit, 2011

15 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenhang zwischen Bildung und Ökonomik

3. Bildung als Investition

4. Bildungswesen im demografischen Wandel

5. Globalisierung und ihre Auswirkungen

6. Bildungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland

7. Perspektiven und Fazit

1. Einführung

Die wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Bildung“. Bildung ist schon immer eine entscheidende Investition für die Zukunft gewesen. Bildung ist die Zu­kunft des einzelnen, der Wirtschaft und der jeweiligen Gesellschaft. Die Hausarbeit soll die Frage: Kann „Bildung“ Gegenstand makroökonomischer Betrachtung sein? be­antworten.

Der Begriff „Bildung“ hat im deutschem Sprachraum einen besonderen Klang. Bildung gilt als Selbstzweck, nicht als Mittel für andere Zwecke. Seit Mitte des 20.Jahrhunderts ge­wann die politische Diskussion durch ökonomische Argumente an Bedeutung. Öko­nomische Theorien haben bereits in den 1960er Jahren den Anstoß für eine Neu­orientierung der Bildungspolitik gegeben.[1]

Im ersten Teil stelle ich den Zusammenhang zwischen Bildung und Ökonomie da. Danach möchte ich weitere Indikatoren und Merkmale wie Bildung als Investition, den demografischen Wandel der Gesellschaft und der Globalisierung vorstellen. Zuletzt komme ich dann auf das Thema der Bildungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn die Nachfrage nach Bildung und Qualifikationen aufgrund sich verschlechternder Aussichten auf dem Arbeitsmarkt weiter steigt, werden sich die Unterschiede beim Bildungsstand zwischen den jüngeren und den älteren Altersgruppen unter den Er­wachsenen wahrscheinlich weiter vergrößern. Da lebenslange Lernen wichtiger denn je ist, muss die Politik sich fragen, wie gut die Aus- und Weiterbildungssystem auf die Lern­bedürfnisse abgestimmt sind. Unabhängig davon ist es unumgänglich, die beträchtlichen öffentlichen und privaten Investitionen in Bildung eingehend zu überprüfen. Wenn es um die Rolle der Bildung für den wirtschaftlichen Wachstum geht, ist es nicht alleine damit getan, diesen Status quo der Ausgabenniveaus zu verteidigen, sondern es muss gezeigt werden, dass die Bildungssysteme in der Lage sind, sich zu verändern, um leistungs­fähiger zu werden und mit weniger Mitteln mehr zu erreichen.

Eine gut ausgebildete und qualifizierte Erwerbsbevölkerung ist für das soziale und wirtschaftliche Wohl eines Landes von grundlegender Bedeutung. Bildung trägt auch zu der Erweiterung des wissenschaftlichen und kulturellen Wissens bei.[2]

2. Zusammenhang zwischen Bildung und Ökonomik

Der Zusammenhang zwischen Bildung und Ökonomik wird auf der Ebene der Makroökonomie sowohl auf der Ebene der Mikroökonomie bearbeitet. Die makroökonomische Sichtweise beschäftigt sich mit dem ökonomischen System sowohl mit dem Systembezug von Bildungswesen. Die Mikroökonomie betrachtet das Verhalten einzelner Bildungsanbieter und ±Nachfrager.

Die Hauptaufgabe der Bildungsökonomie soll die Frage des ökonomischen Nutzen von Bildung und die Kosten für Qualifikation beantworten. Diese Fragen werden in den meisten Ländern im politischen Kontext gestellt, denn in den meisten Ländern liegt die Bildung in öffentlicher Hand. Wie bereits erwähnt, haben Mitte des 20 Jahrhundert, ökonomische Argumente der Humantheorie in der politischen Diskussion an Bedeutung gewonnen. Die Ursprünge der Humankapitaltheorie lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zu Adam Smith zurück verfolgen. Die Sozialisierung der vorindustriellen Gesellschaften erfolgte ohne spezialisierte Bildungseinrichtungen. Nur eine kleine Elite nahm an formale Bildungsprozesse teil. Der überwiegende Teil des Bildungswissen stand nicht im Zusammenhang mit den Produktionsprozessen der Gesellschaften. Die Eliten waren bis ins 18. Jahrhundert davon überzeugt, das der Großteil nur dann fleißig arbeitet, wenn sie arm sind. Man war der Meinung nur so den Reichtum der Nation vermehren zu können. Die Volksbildung begann zeitgleich mit der Industrialisierung. Im 18. Jahrhundert begann in den meisten europäischen Ländern die Massenalphabetisierung und diente der sozialen und kulturellen Integration. In den ersten Jahrzehnten der Industrialisierung wurden vor allem niedrig qualifizierte Arbeitskräfte verlangt. Mit dem Übergang ab Mitte des 20.Jahrhundert in die Wissensgesellschaft ändert sich die Situation grundlegend. Es werden von der Wirtschaft höhere Qualifikationen gefordert. Nun wird Bildung verstärkt Gegenstand des ökonomischen Systems. Eine höhere Bildung wird als wirtschaftliche Notwenigkeit betrachtet und steht im direkten Zusammenhang zum Wirtschaftswachstum. In den 1980ziger Jahren wurden in der Bundesrepublik Deutschland die Haushalte für Bildung gekürzt. Die Konsolidierung des Haushaltes führte dazu, dass Bildungseinrichtungen zu ökonomischen Akteuren wurden. Sie mussten nun mit knappen Ressourcen wirtschaften und mit wachsenden Anforderungen gerecht werden.

[...]


[1] Vgl. Hanft, Anke / Pechar, Hans: Bildungsökonomie und Bildungspolitik, Münster 2006, S. 13.

[2] Vgl. OECD: Bildung auf einen Blick 2009, Bielefeld 2009, S. 13 ff.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Bildung als Gegenstand makroökonomischer Betrachtung
Untertitel
Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V166553
ISBN (eBook)
9783640833511
ISBN (Buch)
9783640833986
Dateigröße
434 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Makroökonomie, HWR Berlin, VWL, Bildung, Bildungsökonomie, Bildungspolitik, Wirtschaft, BWL, Betriebswirtschaftslehre, Bildungsinvestitionen, Globalisierung, Schulbildung, Ökonomie
Arbeit zitieren
David Bruce Hempfling (Autor), 2011, Bildung als Gegenstand makroökonomischer Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166553

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