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Wie entscheiden Wähler, wen sie wählen?

Untersuchung zweier klassischer Theorien zum Wahlverhalten und deren Anwendbarkeit bei der Deutung der Ergebnisse der Wahlen zum Deutschen Bundestag 2005

Titre: Wie entscheiden Wähler, wen sie wählen?

Dossier / Travail , 2009 , 39 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Alexander Bazo (Auteur)

Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison
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Der Artikel 20 des Deutschen Grundgesetzes betont den besonderen Stellenwert der Wahl als direkte Ausübung der allein vom Volk ausgehenden Staatsgewalt durch eben dieses. Innerhalb jedes repräsentativ-demokratisch organisierten Staates ist die Wahl das elementarste aller politischen Werkzeuge und das primäre Machtmittel der Wähler.
Durch Wahlen werden Regierende legitimiert und mit politischer Macht
ausgestattet, regelmäßige Wahlen dienen als Kontrolle der Regierenden durch den Wähler, Wahlen offenbaren die Interessen- und Meinungssituation der Bevölkerung, integrieren die Wähler in den politischen Prozess und ermöglichen ihm das Einsetzen von personellen und programmatischen Alternativen in der Regierung.
Diese zentrale Bedeutung und weitreichende Konsequenzen von Wahlen innerhalb Demokratien machen sie zu einem wichtigen Untersuchungsobjekt der Politikwissenschaft. Wahlen haben sowohl direkten als auch indirekten Einfluss auf andere Bereiche der Politik und werden selbst wiederum von vielen anderen politischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Ein grundlegendes Ziel der Wahlforschung ist es, Einblicke in den Prozess zu gewinnen der der
Entscheidung des Wählers zu Grunde liegt und dabei sowohl die individuelle Motivation als auch mögliche übergeordnete soziale Einflüsse zu berücksichtigen.
Diese Arbeit geht der Frage nach wie der Entscheidungsprozess beim Wähler abläuft, welche Faktoren Einfluss auf seine Entscheidung nehmen und wie sich Wahlverhalten dadurch erklären lässt. Anhand zweier klassischer Beispiele der Wahlforschung mit
grundlegend anderer Herangehensweise werden unterschiedliche Modelle beschrieben die verschiedene Erklärungsansätze zum Wahlverhalten anbieten. Anschließend werden die aktuelle Relevanz und die
Anwendbarkeit der Modelle anhand der Wahlergebnisse der Bundestagswahl 2005 überprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Wahlen und Wahlverhalten

1.1) Wahlforschung

1.2) Literaturbericht

2) Erklärungsmodelle zum Wahlverhalten

2.1) Sozialstrukturelle Determination des Wahlverhaltens

Der mikrosoziologsiche Ansatz

Der makrosoziologische Ansatz

2.2) Wahlentscheidung als Rational-Choice des Individuums

3) Die Bundestagswahl 2005

3.1) Anmerkungen

Ergebnisse der Wahl

Untersuchungsfaktoren

Die Nachwahlstudie des WZB

3.2) Traditionelle Cleavages als Grundlage der Wahlentscheidung

Die traditionelle Konfliktlinie zwischen Staat und Kirche

Kapital vs. Arbeit: Ökonomische Faktoren im Cleavage System

Anwendbarkeit der sozialstrukturellen Modelle

3.3) Rationales Wählerverhalten

Ideologische und programmatische Verortung

Vergleich innerhalb der CSES Studie

Vergleich mit den Ergebnissen der Bundestagswahl

Anwendbarkeit des Rational-Choice Modells

3.4) Wie lässt sich Wahlverhalten erklären?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht zwei klassische politikwissenschaftliche Theorien des Wahlverhaltens – die sozialstrukturelle Determination (Cleavage-Theorie) und den ökonomischen Rational-Choice-Ansatz – und prüft deren Anwendbarkeit bei der Deutung der Ergebnisse der Bundestagswahl 2005.

  • Vergleich soziologischer und ökonomischer Erklärungsmodelle
  • Analyse des Einflusses sozialer Konfliktlinien auf das Wahlverhalten
  • Untersuchung des Rational-Choice-Modells anhand der ideologischen Verortung
  • Empirische Überprüfung anhand der CSES-Nachwahlstudie 2005
  • Evaluation der Prognosefähigkeit der jeweiligen Theorien

Auszug aus dem Buch

Der mikrosoziologsiche Ansatz

Der mikrosoziologische Ansatz wurde durch zwei Studien des als Columbia School bekannt gewordenen Forscherkreises um Paul Lazarsfeld und Bernard Berelson begründet; beide Studien untersuchten, 1944 (Lazarsfeld) und 1954 (Berelson), im Vorfeld zweier Präsidentschaftswahlen in den USA die Entstehung der Wahlentscheidung bzw. einer festen Wahlabsicht. Im Zentrum der Forschung stand beide Male vor allem der Prozess aus dem eine solche Wahlentscheidung resultiert; beide Studien betrachten diesen Prozess unter differenzierten Aspekten wie etwa Wandel, Stabilität und Zeitpunkt der Wahlentscheidung.

Das grundlegende Erklärungsmuster der Columbia School für die Wahlentscheidung des Einzelnen lässt sich durch ein Zitat Lazarsfelds charakterisieren: „ […] a person thinks, politically, as he is, socially. Social characteristics determine political preference.“ Die Wahlentscheidung des Individuums ist in erster Linie durch die soziale Gruppe bestimmt der es angehört. Nach Auffassung Lazarsfelds lässt sich innerhalb eines sozialen Gefüges politisch homogenes Verhalten nachweisen und dadurch auch Rückschluss auf das Wahlverhalten der jeweiligen Mitglieder dieses Gefüges treffen.

Ebenfalls durch die Einflussnahme des sozialen Umfelds erklären Lazarsfeld und Berelson die Möglichkeit einer Änderung im Wahlverhalten des Individuums. So wird diese meist in eine solche Richtung erfolgen die in seinem sozialen Umfeld dominiert. Als stärkster Einflussfaktor wird dabei die Familie und der engere Freundeskreis angesehen. Vor allem in der Studie Berelsons wird auf die Neuorientierungsmöglichkeiten des Individuums innerhalb der jeweiligen Gesellschaft eingegangen und die mögliche Auflösung sozialer Bindungen mit in die Untersuchung einbezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Wahlen und Wahlverhalten: Einführung in die Bedeutung von Wahlen als demokratisches Instrument sowie die wissenschaftliche Relevanz der Wahlforschung.

2) Erklärungsmodelle zum Wahlverhalten: Darstellung der sozialstrukturellen Erklärungsansätze (Columbia School und Cleavage-Theorie) sowie der ökonomischen Theorie des Rational-Choice.

3) Die Bundestagswahl 2005: Empirische Anwendung und kritische Überprüfung der Theorien anhand von Daten der CSES-Nachwahlstudie.

Schlüsselwörter

Wahlverhalten, Wahlforschung, Cleavage-Theorie, Rational-Choice, Bundestagswahl 2005, Columbia School, Sozialstruktur, Politische Prädisposition, Cross-pressures, Parteiensystem, CSES, Wählerklientel, Politische Partizipation, Ökonomische Theorie der Politik, Wahlentscheidung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei grundlegende theoretische Strömungen der Wahlforschung und prüft, inwiefern diese zur Erklärung des Wählerverhaltens bei der Bundestagswahl 2005 beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die sozialstrukturelle Determination (soziologische Ansätze) und das rationale Kalkül der Wähler (ökonomische Ansätze).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die empirische Anwendbarkeit der Cleavage-Theorie und des Rational-Choice-Modells an einem konkreten Fallbeispiel – der Bundestagswahl 2005 – zu testen und ihre jeweilige Erklärungsleistung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Daten der CSES-Nachwahlstudie (WZB) und gleicht diese mit den theoretischen Prognosen der behandelten Modelle ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Mikro-/Makrosoziologie und Rational-Choice) erläutert und anschließend die Ergebnisse der Bundestagswahl 2005 anhand von Konfliktlinien (Kirche/Staat, Arbeit/Kapital) und ideologischer Verortung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wahlverhalten, Cleavage-Theorie, Rational-Choice, Bundestagswahl 2005 und politische Partizipation sind die maßgeblichen Begriffe.

Wie erklärt der Rational-Choice-Ansatz das sogenannte Wahlparadoxon?

Das Modell des rationalen Wählers hat Schwierigkeiten, die hohe Wahlbeteiligung trotz der faktisch unbedeutenden Wirkung der Einzelstimme zu erklären, da die Kosten der Wahlbeteiligung oft den wahrgenommenen Nutzen übersteigen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Anwendbarkeit der Theorien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Rational-Choice-Modell das Wahlverhalten bei der untersuchten Wahl tendenziell besser erklären kann als die klassischen sozialstrukturellen Modelle, da das individuelle rationale Handeln stärker ins Gewicht fällt.

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Résumé des informations

Titre
Wie entscheiden Wähler, wen sie wählen?
Sous-titre
Untersuchung zweier klassischer Theorien zum Wahlverhalten und deren Anwendbarkeit bei der Deutung der Ergebnisse der Wahlen zum Deutschen Bundestag 2005
Université
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft )
Cours
Einführung in den Vergleich westlicher Regierungssysteme
Note
1.0
Auteur
Alexander Bazo (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
39
N° de catalogue
V166565
ISBN (ebook)
9783640827794
ISBN (Livre)
9783640827671
Langue
allemand
mots-clé
Vergleichende Politikwissenschaft Westliche Regierungssyteme Wahlverhalten Wahlforschung Rational Choiche Cleavage Theorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Bazo (Auteur), 2009, Wie entscheiden Wähler, wen sie wählen? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166565
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Extrait de  39  pages
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