Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Journalism, Journalism Professions

Journalistenbefragungen in Deutschland im Vergleich

Title: Journalistenbefragungen in Deutschland im Vergleich

Seminar Paper , 2010 , 27 Pages

Autor:in: Klaudia Heiduk (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Journalistenbefragung in Deutschland
im Vergleich

1 Einführung

Der Beruf des Journalismus hat eine besondere Anziehungskraft. Viele, vor allem junge Menschen, versuchen über Praktika, Volontariate, Journalismusstudiengänge oder Journalistenschulen in dieses Berufsfeld zu finden.(1) Die Wege und Anforderungen, um in den Journalismus zu gelangen, haben sich allerdings geändert. Früher als Begabungsberuf bekannt, kann man heute von einer Professionalisierung des Journalismus sprechen.(2)
Aber nicht nur die Ausbildung im Journalismus hat sich geändert. Die Digitalisierung, die Ökonomisierung und auch die Medienkrise im Jahre 2003 haben sicherlich Spuren im Journalismus hinterlassen. Siegfried Weischenberg hat, zusammen mit Maja Malik und Armin Scholl 2005 seine im Jahre 1993 erstmals durchgeführte Studie über die Journalisten in Deutschland wiederholt und unter dem Titel „Die Souffleure der Mediengesellschaft“ publiziert. 2009 veröffentlichten Michael
Meyen und Claudia Riesmeyer ihre qualitative Studie mit dem Titel „Diktatur des Publikums“. Beide Studien versuchen ihr möglichstes, auf ihre Weise den deutschen Journalismus widerzuspiegeln. Sie beschäftigen sich mit den soziodemographischen Merkmalen, genauso wie mit dem Rollenselbstverständnis und den Einflüssen, die möglicherweise auf die Journalisten einwirken können.

In dieser Arbeit werden die Befunde beider Studie wiedergegeben und so gut es geht mit einander verglichen. Es wird geschaut ob die Journalisten nun „Souffleure der Mediengesellschaft“, oder eher der „Diktatur des Publikums“ unterworfen sind.

Das zweite Kapitel wird die Details beider Studien erläutern, die Methoden und die Stichproben, sowie den Fragebogen. Im dritten Kapitel werden dann die Befunde der beiden Studien miteinander verglichen. Wobei zwei Befunde (Alter & Einkommen) nur aus der Weischenberg et.al.-Studie wiedergegeben wurden, da ein Vergleich mit der Studie von Meyen und Riesmeyer aufgrund fehlender Daten nicht möglich war. Im vierten Kapitel wird dann das Fazit des Vergleichs gezogen und zusammengefasst, wie der deutsche Journalismus sich verändert hat und wie er zurzeit aussieht.
________
(1) Mast, Claudia (Hg.) (2004): ABC des Journalismus, Ein Handbuch; UVK, Konstanz; S. 103.
(2) Kunczik, Michael; Zipfel, Astrid (2005): Publizistik; UTB, Köln; S.: 152-154.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Studien

2.1 Die Souffleure der Mediengesellschaft

2.2 Diktatur des Publikums

3 Die Befunde im Vergleich

3.1.1 Anzahl der deutschen Journalisten

3.1.2 Wo die Journalisten arbeiten

3.1.3 Alter und Einkommen

3.1.4 Ausbildung

3.1.5 Tätigkeiten

3.1.6 Arbeitszufriedenheit

3.1.7 Rollenselbstverständnis

3.1.8 Berufsethische Einstellungen

3.1.9 Einflüsse

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit vergleicht zwei zentrale Studien zum deutschen Journalismus – „Die Souffleure der Mediengesellschaft“ (2005) und „Diktatur des Publikums“ (2009) – um den Wandel des Berufsfeldes sowie das Rollenverständnis und die Arbeitsbedingungen von Journalisten in Deutschland zu untersuchen und zu bewerten.

  • Vergleich der soziodemografischen Merkmale von Journalisten
  • Analyse des beruflichen Selbstverständnisses und der ethischen Einstellungen
  • Untersuchung des Einflusses von Publikum und Ökonomisierung auf die journalistische Arbeit
  • Herausarbeitung der Auswirkungen von Digitalisierung und Medienkrise
  • Gegenüberstellung quantitativer Daten mit qualitativen Experteninterviews

Auszug aus dem Buch

Die Souffleure der Mediengesellschaft

Die Studie „Die Souffleure der Mediengesellschaft – Report über die Journalisten in Deutschland“ von 2005 ist die Fortsetzung der Studie „Journalismus in Deutschland“ aus dem Jahre 1993. Anfangs war eine Wiederholung nach 10 Jahren geplant. Die Ereignisse des 11. September 2001 und die Medienkrise hätten aber, so die Autoren, möglicherweise zu einer Verfälschung führen können. Man darf die Studie jedoch nicht als Trendstudie verstehen, denn man kann anhand des Vergleiches zum Beispiel nicht die Anzahl der Arbeitsplätze in den letzten Jahren quantifizieren. Was die Autoren jedoch vorgenommen haben, war, die „Personen, Tätigkeiten und Bedingungen [zu] beschreiben, die den Journalismus heute ausmachen – und sie mit dem Journalismus in Deutschland von vor zwölf Jahren [zu] vergleichen.“

Da sich die Medien in den letzten Jahren stark gewandelt haben, neue Mediensparten dazugekommen sind, wurden mit der neuen Studie nochmals die Merkmale und Einstellungen ermittelt, die den deutschen Journalisten ausmachen. Um die Grundgesamtheit zu definieren, haben Weischenberg et.al. versucht den Journalismusbegriff theoretisch und empirisch möglichst exakt zu definieren und zu begrenzen. Dies geschah auf drei Ebenen:

1. Gesellschaftliche Funktion

Hierbei wird der Journalismus als soziales System betrachtet, das „eine exklusive Funktion für die Gesellschaft erfüllt und durch spezifische Kommunikationsmechanismen charakterisiert ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Anziehungskraft des Journalismus, beschreibt den Professionalisierungsprozess und stellt die beiden zu vergleichenden Studien sowie die Zielsetzung der Arbeit vor.

2 Die Studien: Dieses Kapitel erläutert detailliert die theoretischen Grundlagen, Methoden, Stichproben und Fragebögen der untersuchten Studien von Weischenberg et.al. sowie von Meyen und Riesmeyer.

3 Die Befunde im Vergleich: Der Hauptteil vergleicht die Ergebnisse beider Studien zu Themen wie Arbeitsweise, Ressorts, Einkommen, Ausbildung, Tätigkeiten, Zufriedenheit, Rollenverständnis, Ethik und Einflussfaktoren.

4 Fazit: Das Fazit fasst den Wandel vom Begabungs- zum Qualifikationsberuf zusammen und diskutiert, ob Journalisten heute eher der „Diktatur des Publikums“ unterworfen sind.

Schlüsselwörter

Journalismusforschung, Medienwandel, Weischenberg, Meyen, Riesmeyer, Berufsethik, Rollenselbstverständnis, Journalistenbefragung, Publizistik, Medienkrise, Digitalisierung, Publikumseinfluss, Journalistische Ausbildung, Arbeitsbedingungen, Pressefreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Wandel des Journalismus in Deutschland durch den Vergleich zweier bedeutender Studien, die unterschiedliche methodische Ansätze verfolgen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die soziodemografischen Merkmale, das Rollenbild von Journalisten, ihre berufsethischen Ansichten und die Einflussfaktoren auf die journalistische Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der deutsche Journalismus verändert hat und inwieweit die These von der „Diktatur des Publikums“ die heutige Arbeitspraxis beeinflusst.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich quantitativer Daten einer großen Journalistenbefragung mit qualitativen Leitfadeninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Unterkapitel, die spezifische Aspekte wie Ausbildung, Einkommen, Tätigkeiten und den Einfluss externer Akteure auf die journalistische Arbeit gegenüberstellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Journalistisches Feld“, „Professionalisierung“, „Publikumsorientierung“ und die „Medienkrise 2003“.

Wie hat sich die Ausbildung von Journalisten laut der Analyse verändert?

Es wird festgestellt, dass sich der Beruf von einem „Begabungsberuf“ zu einem „Ausbildungs- und Qualifikationsberuf“ entwickelt hat, bei dem ein Studium immer unverzichtbarer wird.

Welchen Einfluss hat das Publikum auf die Berichterstattung?

Die Analyse zeigt, dass Journalisten sich zunehmend am Publikum orientieren müssen, wobei besonders bei Onlinemedien die Klickzahlen als „Echtzeit-Quote“ den journalistischen Arbeitsalltag bestimmen.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Journalistenbefragungen in Deutschland im Vergleich
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Author
Klaudia Heiduk (Author)
Publication Year
2010
Pages
27
Catalog Number
V166735
ISBN (eBook)
9783640832309
ISBN (Book)
9783640832842
Language
German
Tags
journalistenbefragungen deutschland vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaudia Heiduk (Author), 2010, Journalistenbefragungen in Deutschland im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166735
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint