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Integration und Migration an Grund- und Realschulen

Titel: Integration und Migration an Grund- und Realschulen

Hausarbeit , 2025 , 54 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annika Weber (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit bietet einen fundierten, praxisnahen Einblick in die schulische Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Durch den Vergleich von Grund- und Realschule zeigt sie, wie unterschiedliche schulische Strukturen und pädagogische Ansätze Integrationsprozesse prägen. Besonders wertvoll sind die qualitativen Interviews mit Lehrkräften, die reale Herausforderungen, erfolgreiche Maßnahmen und Entwicklungsbedarfe sichtbar machen. Das Werk kombiniert wissenschaftliche Theorien mit empirischen Ergebnissen und liefert konkrete Impulse für Schulentwicklung, Lehrerbildung und interkulturelle Bildungsarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung und Relevanz des Themas
    • 1.1 Zielsetzung und Forschungsfrage
    • 1.2 Aufbau der Arbeit
  • 2. Theoretischer Hintergrund
    • 2.1 Definitionen
      • 2.1.1 Definition Migration
      • 2.1.2 Definition Integration
      • 2.1.3 Definition interkulturelle Bildung
    • 2.2 Herausforderungen für Schüler*innen mit Migrationshintergrund
    • 2.3 Gesetzliche und schulpolitische Rahmenbedingungen
  • 3. Methodik
    • 3.1 Herangehensweise in den Interviews
    • 3.2 Auswertung
  • 4. Ergebnisse & Vergleich der Interviews
    • 4.1 Darstellung der wichtigsten Aussagen der beiden Interviews
    • 4.2 Vergleich der Perspektiven: Unterschiede & Gemeinsamkeiten
    • 4.3 Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die Theorie
  • 5. Schulische Maßnahmen & Angebote
  • 6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht schulische Integrationsansätze für Kinder mit Migrationshintergrund in Grund- und Realschulen. Sie beleuchtet konkrete pädagogische Maßnahmen, Herausforderungen und Bedingungen, die die Integration im Schulalltag beeinflussen, um Impulse für die Weiterentwicklung schulischer Konzepte zu geben. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie gestalten Grund- und Realschulen die schulische und soziale Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und welche Unterschiede zeigen sich dabei im Hinblick auf pädagogische Ansätze, Herausforderungen und wahrgenommene Erfolgsfaktoren?“

  • Vergleichende Analyse von Integrationsansätzen an Grund- und Realschulen.
  • Identifikation von Herausforderungen und Bedingungen der schulischen Integration.
  • Untersuchung von pädagogischen Maßnahmen wie Sprachförderung und interkulturellen Bildungsangeboten.
  • Erfassung der Perspektiven von Lehrkräften durch qualitative Interviews.
  • Betrachtung von strukturellen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen.
  • Ableitung von Empfehlungen für die Schulentwicklung zur Förderung der sozialen Teilhabe.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und Relevanz des Themas

Migration ist ein zentrales gesellschaftliches Thema, welches den Alltag vieler Schulen in Deutschland prägt. Oft machen Kinder mit Migrationshintergrund einen bedeutenden Teil der Schülerschaft aus (vgl. Stanat et al. 2010, S. 200). Sie bringen somit vielfältige sprachliche, kulturelle und soziale Erfahrungen mit in den Unterricht. Allerdings zeigen zahlreiche Untersuchungen, dass diese Schüler*innen im deutschen Bildungssystem häufig benachteiligt sind. Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie PISA und IGLU belegen, dass Leistungsunterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund bereits in der Grundschule bestehen und sich im weiteren Bildungsverlauf auch noch verfestigen (vgl. Stanat et al. 2010, S. 200). Besonders deutlich zeigen sich diese Bildungsungleichheiten in der Sekundarstufe I (vgl. Siegert, 2008, S. 5). Kinder mit Migrationshintergrund erreichen dort seltener höhere Bildungsabschlüsse, was langfristige Auswirkungen auf ihre beruflichen Chancen und somit ihre Zukunft hat. Es sind vor allem die sprachlichen Hürden und soziale Benachteiligungen, die die schulische Laufbahn dieser Kinder erschweren (vgl. Stanat et al., 2010, 200).

Eine zentrale Rolle spielen dabei die strukturellen Bedingungen im Bildungssystem. Sie verstärken soziale Ungleichheiten eher als sie auszugleichen. Tatsächlich sind die Bildungschancen auch unter den ausländischen Kindern nicht gleich verteilt. Während einige Gruppen, wie Schüler*innen polnischer oder russischer Herkunft, vergleichsweise gut abschneiden, zeigen insbesondere Kinder aus türkischen oder südosteuropäischen Familien größere Schwierigkeiten (vgl. Siegert, 2008, S. 22f.).

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Schulen zur Reduktion dieser Ungleichheiten beitragen können. Als zentrale Instrumente gelten da pädagogische Ansätze wie gezielte Sprachförderung, interkulturelle Bildungsangebote oder schulische Sozialarbeit. Denn die schulische Integration umfasst dabei nicht nur das Erreichen von Lernzielen, sondern eben auch die soziale Eingliederung in die Klassengemeinschaft und das Schulleben insgesamt. Die Untersuchung dieser Prozesse aus schulpraktischer Perspektive ist daher von hoher bildungspolitischer und gesellschaftlicher Relevanz. Dieses Forschungsprojekt trägt somit zur Diskussion bei, indem es qualitative Einblicke aus zwei unterschiedlichen Schulformen – Grundschule und Realschule – analysiert und miteinander vergleicht.

Ziel dieser Arbeit ist es, die schulischen Integrationsansätze für Kinder mit Migrationshintergrund in der Grundschule und der Realschule vergleichend zu betrachten. Untersucht werden dabei sowohl konkrete pädagogische Maßnahmen als auch die Herausforderungen und Bedingungen, die Integration im Schulalltag beeinflussen. Der Vergleich der beiden Schulformen soll aufzeigen, wie sich unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen und pädagogische Konzepte auf die schulische und soziale Teilhabe auswirkt. Dadurch lassen sich auch entwicklungsbedingte Unterschiede sichtbar machen, die mit dem jeweiligen Alter der Kinder zusammenhängen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Ansätze in der Praxis als besonders wirksam gelten und wo Lehrkräfte Schwierigkeiten in der Umsetzung sehen. Dabei spielen ihre persönlichen Erfahrungen eine zentrale Rolle, denn sie gestalten die Integrationsarbeit im Schulalltag unmittelbar. Durch den qualitativen Forschungsansatz lassen sich diese Perspektiven differenziert erfassen und miteinander in Beziehung setzen. Ausgehend von diesem Fokus lautet die zentrale Forschungsfrage:

Wie gestalten Grund- und Realschulen die schulische und soziale Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und welche Unterschiede zeigen sich dabei im Hinblick auf pädagogische Ansätze, Herausforderungen und wahrgenommene Erfolgsfaktoren?

Ziel der Arbeit ist es, bestehende Maßnahmen zur Integration zu untersuchen, die Erfahrungen aus der schulischen Praxis zu dokumentieren und daraus mögliche Impulse für eine Weiter-entwicklung schulischer Konzepte abzuleiten. Die empirischen Ergebnisse sollen dabei im Kontext aktueller Forschungsliteratur betrachtet werden, um über die beiden Einzelfälle hinaus fundierte Aussagen zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Relevanz des Themas: Dieses Kapitel stellt die gesellschaftliche und bildungspolitische Relevanz der schulischen Integration von Schüler*innen mit Migrationshintergrund dar und benennt die Forschungsfrage.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Begriffe wie Migration, Integration und interkulturelle Bildung definiert und die spezifischen Herausforderungen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen beleuchtet.

3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt den qualitativen Forschungsansatz der Arbeit, der auf halbstrukturierten Interviews mit Lehrkräften basiert, sowie deren Auswertung mittels offener Kodierung.

4. Ergebnisse & Vergleich der Interviews: In diesem Abschnitt werden die wichtigsten Aussagen der befragten Lehrkräfte vorgestellt und vergleichend analysiert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Grund- und Realschule herauszuarbeiten.

5. Schulische Maßnahmen & Angebote: Das Kapitel widmet sich bestehenden schulischen Maßnahmen und Programmen zur Integration, reflektiert deren Effektivität und diskutiert mögliche Bedarfe zur Veränderung.

6. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung präsentiert die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung, benennt Handlungsempfehlungen für die Schulentwicklung und gibt einen Ausblick.

Schlüsselwörter

Integration, Migration, Schulsystem, Lehrkräfte, Grundschule, Realschule, Sprachförderung, interkulturelle Bildung, Bildungsungleichheit, qualitative Forschung, Interviews, Schulentwicklung, Herausforderungen, Erfolgsfaktoren, soziale Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der schulischen und sozialen Integration von Schüler*innen mit Migrationshintergrund in deutschen Grund- und Realschulen und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze beider Schulformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Definition von Migration und Integration, die Herausforderungen für Schüler*innen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem, gesetzliche Rahmenbedingungen, pädagogische Ansätze und Maßnahmen sowie deren praktische Umsetzung und Wahrnehmung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, schulische Integrationsansätze in Grund- und Realschulen vergleichend zu betrachten. Die Forschungsfrage lautet: "Wie gestalten Grund- und Realschulen die schulische und soziale Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und welche Unterschiede zeigen sich dabei im Hinblick auf pädagogische Ansätze, Herausforderungen und wahrgenommene Erfolgsfaktoren?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz angewendet, der auf der Durchführung halbstrukturierter Interviews mit zwei Lehrkräften (einer Grund- und einer Realschullehrerin) basiert. Die Auswertung der transkribierten Interviews erfolgte mittels offener Kodierung nach der Methodologie der Grounded Theory.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt den theoretischen Hintergrund mit Definitionen zentraler Begriffe, die angewandte Methodik der Interviews und Auswertung, die Darstellung und den Vergleich der Interviewergebnisse sowie eine Analyse bestehender schulischer Maßnahmen und Angebote zur Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Integration, Migration, Schulsystem, Lehrkräfte, Grundschule, Realschule, Sprachförderung, interkulturelle Bildung, Bildungsungleichheit und Schulentwicklung charakterisiert.

Welche Rolle spielen Rituale und Projektarbeit bei der Integration?

Rituale wie der tägliche Morgenkreis und praxisnahe Projektarbeit (z.B. Brückenbau im Technikunterricht oder Kochen von Gerichten aus verschiedenen Ländern) werden von Lehrkräften als besonders wirksam hervorgehoben. Sie schaffen Struktur, fördern das Zugehörigkeitsgefühl, ermöglichen soziales Lernen und unterstützen die Integration auf natürliche Weise.

Wie unterscheiden sich die Integrationsansätze zwischen Grund- und Realschule laut den Interviews?

In der Grundschule liegt der Fokus auf emotionaler Sicherheit, Patensystemen und Integration durch Spiel und Musik bei jüngeren, meist offeneren Kindern. In der Realschule hingegen sind aufgrund älterer Schüler*innen und höherem Leistungsdruck differenzierte Aufgaben, gezielte Sprachförderung (auch im Fachunterricht) und viel Geduld im Beziehungsaufbau erforderlich.

Welche externen Faktoren beeinflussen die Integration von Schüler*innen mit Migrationshintergrund?

Das soziale Umfeld und außerschulische Freizeitangebote wie Sportvereine, Nachhilfe oder kulturelle Gruppen spielen eine bedeutende Rolle. Sie bieten zusätzliche Möglichkeiten, Sprache zu lernen, soziale Regeln zu erfahren und Teamarbeit zu üben, was die schulische Integration positiv beeinflusst.

Welche Unterstützung wünschen sich Lehrkräfte für eine bessere Integration?

Lehrkräfte wünschen sich mehr Zeit für individuelle Förderung, kleinere Klassen, mehr Fachpersonal (Förderlehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Dolmetscher), mehr praktische Fortbildungen und eine bessere Vernetzung mit externen Partnern. Sie betonen auch, dass Integration als selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags und nicht nur als "zusätzliche" Aufgabe gesehen werden sollte.

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Details

Titel
Integration und Migration an Grund- und Realschulen
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Schulentwicklung
Note
1,3
Autor
Annika Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
54
Katalognummer
V1667920
ISBN (PDF)
9783389164143
ISBN (Buch)
9783389164150
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integration Migration Schüler Migrationshintergrund Grundschule Realschule Vergleich Schule Chancengleichheit Diskriminierung Bildungssystem Pädagogik Schulvergleich Sprachförderung Interkulturelle Bildung Praxisnöhe Schulalltag Qualitative Interviews
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Weber (Autor:in), 2025, Integration und Migration an Grund- und Realschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1667920
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  54  Seiten
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