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Nach Lützen – der Dreißigjährige Krieg bis 1648

Title: Nach Lützen – der Dreißigjährige Krieg bis 1648

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Der Dreißigjährige Krieg ist ein Kriegsgeschehen, das aus einem Bündel verschiedener miteinander verflochtener militärischer Konflikte besteht, in dem das Alte Reich den Hauptkriegsschauplatz einnimmt.
Auf diesem tragen die verschiedenen europäischen Mächte ihre Kontroversen aus, die das Alte Reich – „mit bis zu zwei Dritteln Bevölkerungsverlust in manchen Regionen“ – stark zeichnen.
Der Krieg wird um zwei Prinzipien geführt: einerseits um die Vorherrschaft der katholischen oder der evangelischen Konfession, andererseits um die Vorherrschaft des Kaisers im Reich oder die Unabhängigkeit der Fürsten. Hierbei ist die Zuspitzung der Verfassungspolitik ist mit der Konfessionsproblematik aussichtslos verknüpft.
Der Krieg gewinnt seine Langwierigkeit und Schärfe vor allem durch die mächtepolitische Konfliktlage in Europa, die wesentlich von der habsburgisch-französischen Rivalität gekennzeichnet ist. Das französische Interesse, die Vormacht Europas zu werden, trägt entscheidend zur Verlängerung des Krieges bei. Frankreich wird als eigentlicher Gewinner des Krieges angesehen und hat erfolgreich den Zusammenhang zwischen der spanischen und der deutschen Linie des Hauses Habsburg geschwächt und dazu beigetragen, die Stellung des deutschen Kaisers zu mindern.
In meiner Hausarbeit „Nach Lützen – der Dreißigjährige Krieg bis 1648“ möchte ich meinen Fokus primär auf den Schwedisch-Französischen Krieg bis hin zum Westfälischen Frieden richten. Dennoch ist es unabdingbar die eigentlichen Auslöser des Krieges sowie die ersten 14 Jahre des Krieges zu betrachten (erster, zweiter Teil).
Da der Krieg nach der Schlacht bei Lützen eine neue Eigendynamik entwickelt, wird im dritten Teil „Die Schlacht bei Lützen – eine schlachtfeldarchäologische Betrachtung“ Lützen aus der schlachtfeldarchäologischen Perspektive betrachtet, einer neuen Sichtweise als auch Disziplin, die mit neuen Ergebnissen alte stützt und ausbaut. Im vierten Teil „Nach Lützen bis zum Schwedisch-Französischen Krieg“ untersuche ich jenen Zeitabschnitt nach der Schlacht bei Lützen bis zum Anfang des Schwedisch-Französischen Krieges.
Nach dem eigentlichen Hauptteil möchte ich die Ergebnisse des „Westfälischen Friedens“ zusammenfassen, bevor ich meine Hausarbeit mit einer Zusammenfassung abschließe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Konfessionelle Spaltung und neue Konflikte bis hin zum Dreißigjährigen Krieg

2. Der Dreißigjährige Krieg bis Lützen

3. Die Schlacht bei Lützen – eine schlachtfeldarchäologische Betrachtung

4. Nach Lützen bis zum Schwedisch-Französischen Krieg

5.Der Schwedisch-Französische Krieg (1635-48)

5.1. Der Schwedisch-Französische Krieg 1635-43

5.2. Der Schwedisch-Französische Krieg 1643-48

6. Der Westfälische Friede

7. Zusammenfassung

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verlauf des Dreißigjährigen Krieges mit einem spezifischen Fokus auf die Phase des Schwedisch-Französischen Krieges bis hin zum Westfälischen Frieden, wobei zudem archäologische Erkenntnisse zur Schlacht bei Lützen als neue wissenschaftliche Perspektive integriert werden.

  • Ursachen und konfessionelle Spannungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Militärischer Verlauf und Wendepunkte wie die Schlacht bei Lützen
  • Die Rolle der Schlachtfeldarchäologie bei der Rekonstruktion historischer Ereignisse
  • Diplomatische Verwicklungen und der Einfluss europäischer Mächte
  • Die Bedeutung und Auswirkungen des Westfälischen Friedens

Auszug aus dem Buch

3. Die Schlacht bei Lützen – eine schlachtfeldarchäologische Betrachtung

Das Schlachtfeld Lützen in Sachsen-Anhalt (Abb.2) ist ein Inbegriff für die kulturhistorische Bedeutung von Schlachtfeldern. Hier wird am 16. November 1632 der Schwedenkönig Gustav II. Adolf im Kampf gegen die kaiserlichen Truppen unter Feldherrn Albrecht von Wallenstein getötet. Laut dem Historiker Gustav Droysen (1808-1884) wird die Schlacht bei Lützen zunächst von den Protestanten mythologisiert und sei anhand von schriftlichen Quellen nicht zu rekonstruieren - die Schlachtfeldarchäologie – eine neue Disziplin der Archäologie – soll diesen Zustand ändern bzw. den Kampfverlauf des Schlachtfeldes erhellen. Bei Feldbegehungen im Jahre 2006/07 mit Metallsonden werden 30 ha des Schlachtfeldes untersucht. Von den 3368 kartierten Funden lässt sich ein Viertel der Schlacht zuweisen, wovon die größten Fundgattungen Bleikugeln (Abb.3) und Handfeuerwaffen sind.

Die Bleikugeln (648 Stück) geben Auskunft über Ausdehnung des Schlachtfeldes, Kampfschwerpunkte, Rückzugsgefechte und Waffentypus. Die Funde lassen die Hypothese eröffnen, dass die Hälfte der kaiserlichen und zwei Drittel der schwedischen Infanterie aus Musketieren bestand. Nördlich der Gustav-Adolf-Gedenkstätte herrscht eine hohe Konzentration an Musketenkugeln, östlich davon nimmt diese Konzentration ab (siehe Abb.2), was vermuten lässt, dass sich hier das Infanteriezentrum der Kaiserlichen befindet. Diesem Infanteriezentrum steht zu beiden Seiten eine Kavallerie bei, worauf die Pistolenhagelkonzentration schließen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Dreißigjährigen Krieges und die Zielsetzung der Hausarbeit.

1. Konfessionelle Spaltung und neue Konflikte bis hin zum Dreißigjährigen Krieg: Darstellung der religiösen und politischen Spannungen im Alten Reich, die zur Eskalation des Krieges führten.

2. Der Dreißigjährige Krieg bis Lützen: Zusammenfassung der frühen Kriegsphase vom Prager Fenstersturz bis zum Eingreifen des Schwedenkönigs.

3. Die Schlacht bei Lützen – eine schlachtfeldarchäologische Betrachtung: Analyse der Schlacht bei Lützen unter Einbeziehung archäologischer Funde und deren Bedeutung für die moderne Geschichtsforschung.

4. Nach Lützen bis zum Schwedisch-Französischen Krieg: Betrachtung der Zeit nach Gustav II. Adolf und der veränderten militärischen Lage unter Wallenstein.

5.Der Schwedisch-Französische Krieg (1635-48): Analyse der letzten, durch das Eingreifen Frankreichs geprägten Kriegsphase.

5.1. Der Schwedisch-Französische Krieg 1635-43: Beschreibung der militärischen und diplomatischen Entwicklungen zwischen 1635 und 1643.

5.2. Der Schwedisch-Französische Krieg 1643-48: Untersuchung der Schlussphase des Krieges und der Friedensbemühungen bis zum Kriegsende.

6. Der Westfälische Friede: Analyse der Friedensverträge und der neuen ordnungspolitischen Struktur für das Alte Reich.

7. Zusammenfassung: Resümee der militärischen und politischen Entwicklungen über die gesamte Dauer des Krieges.

8. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Friede, Schlacht bei Lützen, Schlachtfeldarchäologie, Konfessionskonflikt, Gustav II. Adolf, Albrecht von Wallenstein, Heiliges Römisches Reich, Schwedisch-Französischer Krieg, Habsburger, Reichstag, Prager Fenstersturz, Rekatholisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen Ablauf des Dreißigjährigen Krieges unter besonderer Berücksichtigung der militärischen und politischen Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit thematisiert die konfessionellen Konflikte, die diplomatischen Strategien europäischer Mächte und die Entwicklung der Kriegsführung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Darstellung des Kriegsverlaufs, ergänzt durch moderne schlachtfeldarchäologische Perspektiven auf die Schlacht bei Lützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die durch die Einbeziehung archäologischer Disziplinen und Erkenntnisse vertieft wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen vom Beginn der konfessionellen Spannungen über die Ereignisse bei Lützen bis hin zum Schwedisch-Französischen Krieg und dem Westfälischen Frieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Friede, Schlachtfeldarchäologie und konfessionelle Spaltung.

Welchen Stellenwert nimmt die Schlachtfeldarchäologie in der Arbeit ein?

Sie dient als innovative Methode, um überlieferte schriftliche Quellen durch materielle Funde zu stützen oder kritisch zu hinterfragen.

Wie bewertet der Autor den Ausgang des Dreißigjährigen Krieges?

Der Autor konstatiert, dass der Westfälische Friede das Alte Reich und die europäische Staatenlandschaft grundlegend transformierte.

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Details

Title
Nach Lützen – der Dreißigjährige Krieg bis 1648
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut )
Course
Schwedische Großmachtzeit (1561 - 1721)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
28
Catalog Number
V166821
ISBN (eBook)
9783640828548
ISBN (Book)
9783640828975
Language
German
Tags
nach lützen dreißigjährige krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Nach Lützen – der Dreißigjährige Krieg bis 1648, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166821
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