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Genie und Wahnsinn am Beispiel von "A Beatutiful Mind"

Title: Genie und Wahnsinn am Beispiel von  "A Beatutiful Mind"

Term Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Katja Sachs (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Schon ein Sprichwort besagt: „Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander“. Aber der
Genie-Gedanke entspringt nicht nur einem Sprichwort, sondern ist ein Topos, der sich über
die ganze Literaturgeschichte der Neuzeit erstreckt. Genies wie Mozart oder Goethe sind
jedem bekannt, doch dass sie zu Lebzeiten nicht nur durch ihre Werke auffielen, sondern
auch durch ihr bizarres Verhalten, ist eher unbekannt. Forschern zu Folge sind psychische
Störungen immer eine Nebenwirkung außerordentlicher Kreativität. Ähnlich erging es
auch dem genialen Mathematiker John Forbes Nash. Durch das Lösen komplizierter Probleme
und seiner Neuentwicklung der Spieltheorie erreichte er Großes. Dennoch erkrankte
er an paranoider Schizophrenie und hatte Wahnvorstellungen. Angeregt durch den Film „A
Beautiful Mind“ von Ron Howard und auch der ihm zu Grunde liegenden Biografie „Genie
und Wahnsinn - Das Leben des genialen Mathematiker John Nash“ von Silvia Nasar
möchte ich mich im Folgenden näher mit dem Phänomen des Genies und Wahnsinns anhand
dieses Films im Vergleich mit dem Buch beschäftigen. Der Film hat mich nach dem
ersten Schauen schon außerhalb des Filmseminars zutiefst beeindruckt, wie Nash seine
Krankheit durch seine eigene Genialität schlussendlich überwindet und wie ergreifend
Russell Crowe spielt. Ich war aber auch nach dem Lesen der Biografie ehrlich überrascht,
wie anders eigentlich das Leben John Nashs dargestellt wurde und was die Macher des
Films alles zu Gunsten der Länge des Films weggelassen hatten. Deshalb habe ich mich
auch für dieses Thema entschieden.
Wie stellt der Film Nash als Genie dar und wie seinen Wahnsinn? War dies auch in seinem
realen Leben so? Es gibt ja einige Filme, die irgendwelche Forscher und Professoren in irgendwelche
Forscherschubladen stecken, wie z. B. den Mahner mit dem Satz: „Ich habe
Sie ja gewarnt“ oder den Reuigen mit dem Satz „ Oh mein Gott, was habe ich getan?“ 1
Bei John Nash in „A Beautiful Mind“ ist dies allerdings anders, wie folgende These zeigt:
„Der an Schizophrenie leidende Nash wird nicht als verrückter Professor denunziert, sondern
mit größter Empathie und Hollywood eigenem Pathos als Held inszeniert.“2
Deshalb will ich auf Grundlagen der Forschung zu diesem Thema herausfinden, wie Nash
als Genie und Wahnsinniger im Film gezeigt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Genie in der deutschen Literatur der Vergangenheit

3. Das Genie John Nash, sein Wahnsinn und dessen Darstellung im Film

3.1 Das Genie John Nash

3.2 Der Wahnsinn John Nashs

4. Vergleich zum Buch

5. Fazit

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Genialität und psychischer Erkrankung, wobei der Fokus auf der filmischen Darstellung des Mathematikers John Nash im Werk „A Beautiful Mind“ liegt und diese kritisch mit der zugrunde liegenden Biografie verglichen wird.

  • Historische Entwicklung des Genie-Begriffs in der deutschen Literatur
  • Biografische Hintergründe und mathematische Leistungen von John Forbes Nash
  • Phänomenologie und filmische Inszenierung von Schizophrenie
  • Kritische Analyse der Differenzen zwischen Filmdarstellung und realer Biografie
  • Diskussion über künstlerische Freiheit versus biografische Genauigkeit in Biopics

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Genie John Nash

Am 13. Juni 1928 wird John Forbes Nash, jr. in Blue Field in West Virginia geboren. Schon als Kind arbeitet er lieber allein und nimmt kaum an kindgemäßen Aktivitäten teil. Während seiner Schulzeit entdeckt er sein Talent für Mathematik und fällt durch das im Kopf-Lösen komplizierter Probleme auf, wodurch er wahre gedankliche Experimente vollbringt. Die Lösung des Fermatschen Satz über Primzahlen löst bei ihm eine Art Erleuchtung aus, sodass er während der High School Mathematikkurse am Bluefield College besucht. Nachdem er sein Chemiestudium abgebrochen hat, wechselt er zu einem Mathematikstudium, das er 1948 abschließt. Während dieser Zeit entwickelt er ein außergewöhnliches Verlangen nach kniffligen Problemen, sodass er mit neunzehn Jahren bereits das Format eines reifen Mathematikers hat. Er bevorzugt auch eher allgemeine Probleme als kleine knifflige Rätsel. Er wusste sehr viel mehr als alle seine Kommilitonen, besaß generell also ein ungeheures Wissen und kannte die Zahlentheorie auswendig. Er beschäftigte sich mit diophantischen Gleichungen, über die sonst niemand etwas wusste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Genie und Wahnsinn ein, beleuchtet den historischen Topos und formuliert die leitende Forschungsfrage bezüglich der Darstellung von John Nash im Film.

2. Das Genie in der deutschen Literatur der Vergangenheit: Dieser Abschnitt erörtert die historische Entwicklung des Genie-Begriffs von der Aufklärung bis zum Sturm und Drang, wobei die Abgrenzung zur rationalen Wissenschaft betont wird.

3. Das Genie John Nash, sein Wahnsinn und dessen Darstellung im Film: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Lebensgeschichte von John Nash, seiner mathematischen Errungenschaften sowie der Manifestation und filmischen Behandlung seiner paranoiden Schizophrenie.

4. Vergleich zum Buch: Dieses Kapitel stellt die Diskrepanzen zwischen der filmischen Adaption und der realen Biografie Nashs gegenüber und bewertet die Kritik an der dramaturgischen Freiheit des Films.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und würdigt die Bedeutung der Thematik sowie die Leistung des Films als cineastische Aufarbeitung eines komplexen Lebens.

6. Anhang: Dieser Teil enthält das Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Genie, Wahnsinn, John Nash, A Beautiful Mind, Schizophrenie, Spieltheorie, Mathematik, Filmanalyse, Biografie, Biopic, Literaturgeschichte, Aufklärung, Darstellung, Hollywood, Psychische Störung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Genies im Kontext psychischer Erkrankungen am Beispiel der Filmbiografie „A Beautiful Mind“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Literaturgeschichte des Genie-Begriffs, die mathematische Biografie von John Nash und die filmische Inszenierung von Wahnsinn.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie John Nash im Film als Genie und Wahnsinniger dargestellt wird und inwieweit diese Darstellung mit der Realität übereinstimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, indem sie filmische Szenen mit der schriftlichen Biografie von Silvia Nasar vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Genie-Begriff, dann die Biografie Nashs, seine Krankheit und schließlich der Vergleich zwischen Film und Buch behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Genie, Wahnsinn, John Nash, Schizophrenie und Spieltheorie.

Warum wurde die Darstellung von Nash als „Held“ kritisiert?

Die Kritik entzündet sich an der Hollywood-typischen Idealisierung, die komplexe psychische Leidenswege zugunsten einer dramaturgisch effektiven Heldenreise glättet.

Welche biografischen Aspekte wurden im Film ausgelassen?

Der Film lässt unter anderem Nashs Scheidung, seine uneheliche Vaterschaft und bestimmte antisemitische Äußerungen während seiner Krankheitsphasen weg.

Wie bewertet der Autor das „Happy-End“ des Films?

Der Autor hinterfragt das Happy-End kritisch, erkennt aber gleichzeitig an, dass der Film trotz der Auslassungen eine beeindruckende und mitfühlende Geschichte erzählt.

Gilt Nash laut Arbeit als geheilt?

Die Arbeit führt aus, dass sich sein Zustand ab den 1990er Jahren stabilisierte und er als wissenschaftlich aktiv und geheilt eingestuft wurde.

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Details

Title
Genie und Wahnsinn am Beispiel von "A Beatutiful Mind"
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Course
Einführung in die Filmanalyse
Grade
2,7
Author
Katja Sachs (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V166888
ISBN (eBook)
9783640832507
ISBN (Book)
9783640833122
Language
German
Tags
genie wahnsinn beispiel beatutiful mind
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Sachs (Author), 2009, Genie und Wahnsinn am Beispiel von "A Beatutiful Mind", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166888
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