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Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung beim Volleyball

Title: Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung beim Volleyball

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ines Meier (Author)

Sport - Theory and Practice
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„’Der wäre doch ausgegangen!’ schrie der Lehrer verärgert. Er konnte überhaupt nicht verstehen, warum der Schüler die Situation falsch eingeschätzt hatte, dabei war doch alles sonnenklar! Alles?“

Als Sportspiel gehört Volleyball zur Gruppe der Sportarten, bei denen ein hohe Wahrnehmungsfähigkeit gefordert ist, die dazu dient, verschiedene Spielsituationen, ständig variierende Anforderungen und motorische Aufgabenstellungen zu bewältigen und die optimale Umsetzung der Spielidee zu gewährleisten. Ziel in den Sportspielen ist es, anwendungsbezogen Handeln zu können, das heißt, im richtigen Moment die richtige Entscheidung für die Auswahl der am besten geeigneten Bewegung zu treffen, um sie letztlich umzusetzen und den Ball zurückschlagen zu können. Im Volleyball ist diese Fähigkeit in besonderem Maße gefordert, da sich nicht vorhersagen oder antizipieren lässt, was während eines Spiels geschehen kann – dies hängt wesentlich vom Gegner ab, der mit seinen Fähigkeiten zur Spielausübung gewissermaßen den Maßstab für meine eigene Spielfähigkeit setzt. Entscheidend sind Ballwechsel, die ich gewinne - und so ist es wichtig, günstige Vorraussetzungen für dieses Ziel zu schaffen.
Die Basis einer jeden Bewegung und somit auch Grundlage einer jeden volleyballspezifischen Bewegung bildet die Wahrnehmung - eine schlechte Wahrnehmung ist schuld daran, wenn ich Bälle im „Aus“ glaube, die nicht im „Aus“ sind, wenn ich einen Ball nicht mehr rechtzeitig erreiche und ist schuld daran, wenn es mir nicht gelingt, den Ball zielgerecht zurückzuschlagen. Sie bildet letztlich das Kriterium für eine gute Handlungsfähigkeit innerhalb der Rückschlagspiele.
Ich werde im folgenden versuchen, den Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung zu charakterisieren, ihn in den Kontext des Volleyballspiels einzubauen und mögliche Schlussfolgerungen für Trainierbarkeit und Schulung einer volleyballspezifischen Wahrnehmung zu ziehen. Diesen Betrachtungen sei allerdings noch vorangestellt, dass Handlungsfähigkeit im Sportspiel von verschiedenen Komponenten determiniert wird: Kondition, Koordination, Technik und Taktik. Die Wahrnehmungsfähigkeit hat auf all diese Komponenten entscheidenden Einfluss und bewirkt deren zielgerichtete und bestmögliche Verwirklichung - deshalb soll es hier genügen, auf die Komplexität einer Spielfähigkeit hinzuweisen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Wahrnehmen und Bewegen

2.1. Informationsaufnahme

2.2. Informationsverarbeitung

3. Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung

3.1. Sensibilisierung der Wahrnehmung

3.2. Die Verbindung zum Mannschaftssport

4. Wahrnehmungslernen als Grundstein für Spielfähigkeit

4.1. Vorbetrachtungen

4.2. Wahrnehmungslernen in Sportspielen

4.3. Wahrnehmungslernen im Volleyball

4.4. Spielfähigkeitsvermittlung des Volleyballspiels

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung im Kontext von Sportspielen, mit einem besonderen Fokus auf die Sportart Volleyball. Das Ziel besteht darin, die theoretischen Grundlagen der Informationsaufnahme und -verarbeitung darzulegen und aufzuzeigen, wie eine gezielte Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit als Fundament für eine ganzheitliche Spielfähigkeit und Handlungskompetenz dient.

  • Prozesscharakter von Wahrnehmung und Bewegung
  • Bedeutung der Analysatoren bei der Informationsaufnahme
  • Rolle von Vorerfahrungen und kognitiven Selektionsprozessen
  • Soziale Wahrnehmung im Mannschaftssport
  • Methodik der Vermittlung von Spielfähigkeit im Schulsport

Auszug aus dem Buch

2. Wahrnehmen und Bewegen

Die Annahme, dass Wahrnehmung und Bewegung zusammenhängen, muss allen weiteren Ausführungen vorangestellt werden. Bereits auf einer vordergründigen Ebene ist erkennbar, dass „Bewegen in der Welt an das Wahrnehmen gebunden ist [und] ohne Wahrnehmen orientiertes Bewegen in der Welt nicht möglich ist.“ Hier eröffnet sich der Prozesscharakter einer jeden Bewegungs- bzw. Wahrnehmungstätigkeit – beide Elemente der Bewegungskoordination bedingen einander und (und das ist das Entscheidende) sind nicht losgelöst voneinander zu betrachten. Diese Ansicht ist in jungen Modellen zur Entstehung von Bewegung vereint: Grundlage bilden auch hier die Wahrnehmung eines Reizes (seine Aufnahme und Verarbeitung), die Informationsweiterleitung an efferente Organe (die Bewegungsausführung) und eine auf Rückinformationen basierende Aufbereitung der abgeschlossenen Bewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Wahrnehmung für komplexe Bewegungsanforderungen im Sportspiel und leitet zur Fragestellung der Trainierbarkeit dieser Fähigkeiten über.

2. Wahrnehmen und Bewegen: Dieses Kapitel erläutert den Prozesscharakter der Bewegungskoordination, unterteilt in die Phasen der Informationsaufnahme durch verschiedene Analysatoren und die anschließende Informationsverarbeitung im Zentralnervensystem.

3. Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung: Hier wird die unauflösbare Einheit von Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage für eine angepasste Handlung im Raum untersucht und auf die sozialen Anforderungen des Mannschaftssports erweitert.

4. Wahrnehmungslernen als Grundstein für Spielfähigkeit: Dieses Kapitel diskutiert didaktische Vermittlungskonzepte, präsentiert spezifische Übungen zur Verbesserung der Wahrnehmung beim Volleyball und reflektiert die Rolle des Lehrenden.

5. Schluss: Die Schlussbetrachtungen fassen die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betonen erneut, dass die Schulung der Wahrnehmung als lebenslanger Prozess einen entscheidenden Baustein für die Spielfähigkeit darstellt.

Schlüsselwörter

Wahrnehmung, Bewegung, Volleyball, Sportspiel, Bewegungskoordination, Informationsaufnahme, Informationsverarbeitung, Spielfähigkeit, Handlungskompetenz, motorisches Lernen, Mannschaftssport, Analysatoren, Bewegungsvorstellung, Wahrnehmungslernen, Schulsport

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen Wahrnehmung und Bewegung im Sport, konkret am Beispiel des Volleyballspiels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die sensorische Informationsaufnahme, die kognitive Verarbeitung von Reizen, die motorische Umsetzung und die Vermittlung dieser komplexen Fähigkeiten im Schulsport.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung zu charakterisieren und aufzuzeigen, wie durch gezieltes Training die Spielfähigkeit und Handlungskompetenz von Sportlern verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sportpädagogischer Modelle zum motorischen Lernen und zur Wahrnehmung, ergänzt durch praktische Vermittlungsansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Bewegungskoordination, die Bedeutung der Analysatoren, die Rolle der Vorerfahrungen und konkrete Übungsformen für das Wahrnehmungslernen im Volleyball.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wahrnehmung, Bewegung, Spielfähigkeit, Handlungskompetenz, Volleyball, Informationsaufnahme und motorisches Lernen.

Welche Rolle spielt der Lehrende bei der Vermittlung von Volleyball?

Der Lehrende hat die Aufgabe, Freiräume zur selbstständigen Entfaltung der Schüler zu lassen, das Geschehen jedoch koordinierend zu lenken, um ineffektive Bewegungsabläufe zu vermeiden.

Warum ist das Wahrnehmungslernen gerade im Volleyball so wichtig?

Aufgrund der Unvorhersehbarkeit und hohen Dynamik des Volleyballspiels müssen Spieler ständig neue Informationen verarbeiten und in Bruchteilen von Sekunden die richtige Entscheidung für die optimale Bewegung treffen.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung beim Volleyball
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Sportwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Ines Meier (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V166989
ISBN (eBook)
9783640832644
ISBN (Book)
9783640832866
Language
German
Tags
Wahrnehmung Bewegung Volleyball Spielfähigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Meier (Author), 2004, Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegung beim Volleyball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166989
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