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Interreligiöser Dialog. Vergleichende Darstellung der Stellungnahmen H.Kesslers und W. Pannenbergs

Title: Interreligiöser Dialog. Vergleichende Darstellung der Stellungnahmen H.Kesslers und W. Pannenbergs

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Systematic Theology
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„Hat von
Euch jeder seinen Ring von seinem Vater:
So glaube jeder sicher seinen Ring
Den echten. – Möglich; dass der Vater nun
Die Tyrannei des einen Rings nicht länger
In seinem Hause dulden wollen! – Und gewiss;Dass er euch alle drei geliebt, und gleich
Geliebt: indem er zwei nicht drücken mögen,
Um einen zu begünstigen. – Wohlan!
Es eifre jeder seiner unbestochenen
Von Vorurteilen freien Liebe nach!“

In dem Drama „Nathan der Weise“ spricht Nathan diese Verse im Gespräch mit dem Moslem Saladin. Mit seiner Ringparabel versucht Lessing die Frage nach der einen, wahren Religion zu lösen, indem er absichtlich dieser scheinbar unlösbarem Frage aus dem Weg geht. Es gehe nicht um die einzelnen Religionen als Religionsgemeinschaften, sondern allein um den jewei-ligen Menschen, wie Nathan dem Tempelherrn zu verstehen gibt. Lessing geht es also um ein Ideal des Zusammenlebens, das durch Toleranz, Vernunft, Gleichberechtigung und Mensch-lichkeit geprägt ist und bei dem nicht der transzendente Gehalt und die Wahrheit der Religion im Vordergrund stehen.
Diese Annahme vertritt auch die pluralistische Religionstheorie von z.B. John Hick. Nämlich, dass es eine Vielfalt von Heilswegen gibt, die alle genau gleich zu Gott führen bzw. zur Er-kenntnis einer absoluten, transzendenten Wirklichkeit. Neben diesem gibt es noch das Modell des Inklusivismus und des Exklusivismus, die ich im ersten Kapitel meiner Arbeit kurz erläu-tern möchte. Danach widme ich mich den Professoren Hans Kessler auf katholischer Seite und Wolfhart Pannenberg auf Seite der evangelischen Kirche und ihren jeweiligen Artikeln und Beiträgen zum Thema des interreligiösen Dialoges. Ihre Ansichten werde ich zuerst ein-zeln zusammenfassen und danach vergleichend darstellen. Um den Vergleich zu unterstützen, ziehe ich zudem die lehramtlichen Äußerungen der katholischen Kirche und die Arbeit des Ökumenischen Rates der evangelischen Kirchen zu diesem Thema hinzu.
Meine Absicht ist es deutlich zu machen, wie die Einstellung des Christentums zu dem mit der Pluralität der Religionen in unserer heutigen Zeit verbundenen Thema des interreligiösen Dialoges ist und in wieweit sich eventuell Unterschiede in der Sichtweise dieser beiden Kon-fessionen ergeben und wie sie begründet sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theologie der Religionen

3. Die Einstellung zum interreligiöse Dialog im Vergleich der katholischen und evangelischen Kirche

3.1 Hans Kessler „Pluralistische Religionstheologie und Christologie - Thesen und Fragen“

3.2. Wolfhart Pannenberg „Das Christentum eine Religion unter anderen“

3.3. Ein zusammenfassender Vergleich - Kessler / Pannenberg

4. Stellungnahme des katholischen Lehramts und der evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog

4. 1 Neue lehramtliche Aussagen auf katholischer Seite

4.2 Stellungnahmen der evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Haltung des Christentums zur religiösen Pluralität und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen des interreligiösen Dialogs aus katholischer und evangelischer Perspektive. Ziel ist es, die Sichtweisen der Theologen Hans Kessler und Wolfhart Pannenberg vergleichend gegenüberzustellen und durch offizielle lehramtliche sowie kirchliche Positionspapiere zu kontextualisieren, um zu klären, ob und wie ein ehrlicher Dialog zwischen den Religionen unter Wahrung des christlichen Wahrheitsanspruchs möglich ist.

  • Theologische Grundmodelle im Umgang mit anderen Religionen (Exklusivismus, Inklusivismus, Pluralismus).
  • Vergleich der Positionen von Hans Kessler (katholisch) und Wolfhart Pannenberg (evangelisch).
  • Analyse lehramtlicher Äußerungen der katholischen Kirche (u.a. Nostra aetate, Dominus Iesus).
  • Stellungnahmen der evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog und zur Mission.

Auszug aus dem Buch

Hans Kessler „Pluralistische Religionstheologie und Christologie - Thesen und Fragen“

Hans Kessler, katholischer Professor für Systematische Theologie, beginnt seine Ausführungen unter der Überschrift Pluralistische Religionstheologie und Christologie - Thesen und Fragen, ein Beitrag der zusammen mit anderen in dem Buch Christus allein? von Raymund Schwager erschienen ist, mit eigens erlebten interreligiösen Erlebnissen und Begegnungen, die seinen Umgang mit der Pluralität der Religionen prägten und ihn zu Überlegungen bezüglich dieses Themas anregten.

Er stellt klar, dass ein interreligiöser Dialog nur dann als ehrlicher Dialog, also als Dialog, der nicht nur mit etwaigen strategischen oder taktischen Mitteln die eigene Position zu stärken versucht, angesehen werden könne, wenn niemand mit dem Anspruch beginne, er allein besitze die volle Wahrheit Gottes. Vielmehr müsse eine Gleichberechtigung entstehen, indem sich ein jeder auch für die mögliche Wahrheit der jeweils anderen Religion öffne und einsehe, dass auch die Religion seines Gegenüber ein Ort echter Gottesbegegnung sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der religiösen Pluralität ein und umreißt die Forschungsfrage nach der Einstellung des Christentums zum interreligiösen Dialog.

2. Die Theologie der Religionen: Dieses Kapitel erläutert die drei Grundmodelle Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus, die das Verhältnis des Christentums zu anderen Religionen prägen.

3. Die Einstellung zum interreligiöse Dialog im Vergleich der katholischen und evangelischen Kirche: Die Positionen der Theologen Hans Kessler und Wolfhart Pannenberg werden einzeln dargestellt und anschließend vergleichend analysiert.

3.1 Hans Kessler „Pluralistische Religionstheologie und Christologie - Thesen und Fragen“: Kessler plädiert für einen ehrlichen Dialog, der auf gegenseitiger Anerkennung beruht, ohne dabei den Wahrheitsanspruch des Christentums aufzugeben.

3.2. Wolfhart Pannenberg „Das Christentum eine Religion unter anderen“: Pannenberg hinterfragt das Verhältnis zu Judentum, Islam und Buddhismus und betont die Notwendigkeit des christlichen Missionsauftrags innerhalb des Dialogs.

3.3. Ein zusammenfassender Vergleich - Kessler / Pannenberg: Die Autoren werden als Vertreter des Inklusivismus identifiziert, die trotz konfessioneller Unterschiede Gemeinsamkeiten in der Forderung nach einem ehrlichen, auf Identität basierenden Dialog sehen.

4. Stellungnahme des katholischen Lehramts und der evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog: Dieses Kapitel verankert die vorangegangene theoretische Debatte in den offiziellen Dokumenten der katholischen und evangelischen Kirchen.

4. 1 Neue lehramtliche Aussagen auf katholischer Seite: Die katholische Kirche öffnet sich durch Dokumente wie Nostra aetate dem Dialog, betont jedoch weiterhin ihre Heilsuniversalität und die Einzigartigkeit Jesu Christi.

4.2 Stellungnahmen der evangelischen Kirche zum interreligiösen Dialog: Die evangelische Position definiert den Dialog als auf Gegenseitigkeit beruhendes Unternehmen, das Zeugnisgeben und Respekt miteinander verbindet.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Konfessionen den interreligiösen Dialog als notwendige Aufgabe verstehen, ohne dabei den christlichen Wahrheitsanspruch aufzugeben.

Schlüsselwörter

Interreligiöser Dialog, Pluralismus, Inklusivismus, Exklusivismus, Christentum, Offenbarung, Heilswege, Hans Kessler, Wolfhart Pannenberg, Mission, katholische Kirche, evangelische Kirche, Nostra aetate, Religionsvergleich, Gottesbegegnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie das Christentum in einer religiös pluralen Welt den interreligiösen Dialog gestalten kann, ohne die eigene Identität aufzugeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die fundamentaltheologischen Modelle des Religionsverhältnisses, die Theologien von Hans Kessler und Wolfhart Pannenberg sowie die offiziellen Dokumente der Kirchen zum Dialog.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein ehrlicher interreligiöser Dialog möglich ist, bei dem Gegenseitigkeit und die Wahrung des eigenen Wahrheitsanspruchs miteinander verbunden werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literatur- und Quellenanalyse, um theologische Einzelbeiträge und offizielle kirchliche Dokumente vergleichend gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Positionen von Kessler und Pannenberg, vergleicht diese und beleuchtet die Haltungen der katholischen und evangelischen Kirche anhand offizieller Texte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusivismus, Wahrheitsanspruch, Religionspluralität und interreligiöser Dialog geprägt.

Wie unterscheidet sich Kesslers Ansatz von dem der Pluralisten?

Kessler lehnt den Pluralismus ab, da dieser eine Gleichwertigkeit der Religionen postuliert, die er angesichts der christlichen Offenbarung in Jesus Christus nicht teilen kann.

Warum hält Pannenberg den Missionsauftrag für legitim?

Für Pannenberg ist der Missionsauftrag eine direkte Konsequenz aus dem christlichen Wahrheitsbewusstsein, da das Evangelium die Wahrheit Gottes für die gesamte Menschheit darstellt.

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Details

Title
Interreligiöser Dialog. Vergleichende Darstellung der Stellungnahmen H.Kesslers und W. Pannenbergs
College
University of Marburg
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V167155
ISBN (eBook)
9783640836178
ISBN (Book)
9783668125346
Language
German
Tags
Interreligiöser Dialog Interreligiös Pluralität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Interreligiöser Dialog. Vergleichende Darstellung der Stellungnahmen H.Kesslers und W. Pannenbergs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167155
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