[...] Gerade für motivierte Berufsanfänger können eine zu intensive Vorbereitung und ein zu hoch gesteckter Anspruch an Methodenvielfalt und spezielle didaktische Konzepte schnell zu Frust und vor allem auch zu Problemen mit dem Zeitmanagement führen. Ich wünsche mir, dass ich durch die Bezugslehrer, aber auch durch die Seminarsitzungen während des Praktikums, Hilfestellungen zu angemessenem Zeitmanagement bekomme. Des Weiteren ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich den Perspektivwechsel meistere, sondern dass die SuS mich in den Unterrichtsversuchen als (angehenden) Lehrer (und nicht als ehemaligen Schüler) ansehen. Um dies zu erreichen, sehe ich es als unerlässlich an, zwar ein positives Verhältnis zu den SuS aufzubauen, gleichzeitig aber auch eine professionelle Distanz zu wahren und als Autoritätsperson aufzutreten. Um die Wirkung auf die Klasse und meine Unterrichtsversuche generell zu reflektieren, fände ich es sehr hilfreich, wenn nicht nur der entsprechende Lehrer eine Beurteilung abgäbe, sondern die Kommilitonen, die mit mir zusammen an der Schule sind, angemessene und ehrliche Kritik äußern würden. Ich hoffe ebenso, dass ich mein eigenes Tun und meine Handlungen adäquat selbst reflektieren kann und aus den gemachten Fehlern lerne. Weiterhin würde ich mir wünschen, dass der Kontakt zwischen den Seminarteilnehmern so positiv bleibt, wie er bisher ist oder sich gar noch intensiviert. Damit das Praktikum gut strukturiert ist hoffe ich abschließend, dass die wöchentlichen Seminarsitzungen Raum für Fragen, Anregungen und eventuelle Schwierigkeiten lassen. Zusammenfassend sehe ich sehr positiv auf das bevorstehende Praktikum, da ich nach den hinter mir liegenden, doch eher theoretischen drei Semestern, große Lust habe, meine Fähigkeiten auszutesten und ein erstes Mal in einer Schule mit einem Fuß im Lehrerzimmer und vor der Klasse zu stehen.
Inhaltsverzeichnis
1. MEINE ERWARTUNGEN AN DAS PRAKTIKUM
2. VORSTELLUNG DER PRAKTIKUMSSCHULE
2.1. ALLGEMEINES
2.2. DAS SCHULKONZEPT
2.3. DIE XXX ALS LEUCHTTURMSCHULE
2.4. MUSIKALISCHER SCHWERPUNKT
2.5. SCHWERPUNKT: MATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAFTEN
2.6. ARBEITSGEMEINSCHAFTEN & SCHULFAHRTEN
3. DER ERSTE PRAKTIKUMSTAG
4. DARSTELLUNG DER VERSCHIEDENEN PHASEN DES PRAKTIKUMS
4.1. REFLEXION DER ERSTEN PRAKTIKUMSWOCHE (23.2.2009- 27.2.2009) UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE
4.2. REFLEXION DER ZWEITEN PRAKTIKUMSWOCHE (2.3.2009-6.3.2009) UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE
4.3. REFLEXION DER DRITTEN PRAKTIKUMSWOCHE (9.3.2009-13.3.2009) UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE
4.4. REFLEXION DER VIERTEN PRAKTIKUMSWOCHE (16.3.2009-20.3.2009) UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE
4.5. REFLEXION DER FÜNFTEN PRAKTIKUMSWOCHE (23.3.2009-27.3.2009)
5. THEMATISIERUNG EINES TAGES MIT EINER KLASSE: UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES UNTERRICHTSTAGES EINER KLASSE 5 (24.2.2009)
5.1. UNTERRICHTSPORTRAIT
5.2. FORTSETZUNG: UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES UNTERRICHTSTAGES EINER KLASSE 5 (24.2.2009)
6. EIGENER UNTERRICHTSVERSUCH
6.1. VORBEREITUNG
6.2. DURCHFÜHRUNG
6.3. REFLEXION
6.4. GEFÜHLE
7. DARSTELLUNG EINER BESONDEREN SITUATION: DER SCHULERKUNDUNGSTAG
8. BILANZ DES SCHULPRAKTIKUMS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als Praktikumsbericht eines Lehramtsstudierenden, der das Ziel verfolgt, theoretische universitäre Kenntnisse in der Schulpraxis zu erproben und eine professionelle Lehrerpersönlichkeit zu entwickeln. Im Zentrum steht der Perspektivwechsel vom Schüler zum Lehrer sowie die kritische Reflexion des eigenen Handelns im Unterrichtsalltag.
- Beobachtung und Analyse verschiedener Unterrichtsstile und Lehrerpersönlichkeiten.
- Durchführung und Reflexion eigener Unterrichtsversuche in den Fächern Spanisch und Deutsch.
- Erprobung von Methodenvielfalt, Klassenführung und dem Umgang mit Unterrichtsstörungen.
- Auseinandersetzung mit schulischen Konzepten, wie dem "Leuchtturm"-Projekt und dem Umgang mit Begabtenförderung.
- Bilanzierung der Eignung für den Lehrerberuf durch gezielte Selbstreflexion.
Auszug aus dem Buch
6.2. Durchführung
Verlaufsplan (Unterrichtsvorbereitung)
Datum: 23.3.2009 Klasse: 9 Fach: Spanisch Zeit: 5. Stunde (11.40 Uhr – 12.25 Uhr)
Thema: “La correspondencia con correo electrónico de Laura y Mario“ (Die Email-Korrespondenz von Laura und Mario)
Stundenziel: Die SuS üben das Verfassen einer Email (mit Vorgaben und Hilfestellungen)
Zusammenfassung der Kapitel
1. MEINE ERWARTUNGEN AN DAS PRAKTIKUM: Der Autor skizziert seine Ziele für das Schulpraktikum, insbesondere den angestrebten Perspektivwechsel vom Schüler zum Lehrer sowie den Wunsch nach konstruktiver Kritik.
2. VORSTELLUNG DER PRAKTIKUMSSCHULE: Dieses Kapitel beschreibt das Profil der XXX-Schule als Gymnasium mit Schwerpunkten in Naturwissenschaften (Leuchtturmschule), Musik und Begabtenförderung.
3. DER ERSTE PRAKTIKUMSTAG: Es wird der organisatorische Ablauf des ersten Tages, die Begrüßung durch die Schulleitung und die erste Erkundung des Schulgebäudes geschildert.
4. DARSTELLUNG DER VERSCHIEDENEN PHASEN DES PRAKTIKUMS: Eine chronologische Reflexion der fünf Praktikumswochen, in denen der Autor zunehmend Routine im Schulalltag gewinnt und eigene Unterrichtsversuche plant.
5. THEMATISIERUNG EINES TAGES MIT EINER KLASSE: UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES UNTERRICHTSTAGES EINER KLASSE 5 (24.2.2009): Eine vergleichende Analyse des Lehrerverhaltens und der SuS-Reaktionen über einen kompletten Schultag hinweg.
6. EIGENER UNTERRICHTSVERSUCH: Dieser Abschnitt dokumentiert die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion des ersten bewerteten Unterrichtsversuchs sowie die dabei aufkommenden Gefühle.
7. DARSTELLUNG EINER BESONDEREN SITUATION: DER SCHULERKUNDUNGSTAG: Der Autor berichtet von seinen Beobachtungen während des Tages der offenen Tür für zukünftige Schüler und Eltern.
8. BILANZ DES SCHULPRAKTIKUMS: Die abschließende Reflexion bewertet das Praktikum als wertvolle Erfahrung für die eigene Berufswahl und identifiziert Stärken sowie Entwicklungspotenziale.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Reflexion, Unterrichtsbeobachtung, Perspektivwechsel, Lehrerberuf, Didaktik, Klassenführung, Methodenvielfalt, Referendariat, Unterrichtsplanung, Schulpädagogik, XXX-Schule, MINT, Begabtenförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen, Beobachtungen und Reflexionen eines Lehramtsstudierenden während seines Schulpraktikums an einem Gymnasium.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Beobachtung von Unterrichtsmethoden, die Durchführung eigener Unterrichtsstunden, die Analyse schulischer Strukturen und die eigene professionelle Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Fortschritt des Autors im Perspektivwechsel vom Schüler zum Lehrer durch kritische Reflexion und praktische Erprobung darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird vor allem die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der systematischen Reflexion von Unterrichtssituationen angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in wöchentliche Reflexionsberichte, eine detaillierte Unterrichtsbeobachtung eines Tages sowie die Vorbereitung und Nachbereitung eigener Unterrichtsversuche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Schulpraktikum, Reflexion, Unterrichtsbeobachtung, Lehrerpersönlichkeit und Didaktik.
Wie unterscheidet sich der Unterrichtsstil der beobachteten Lehrer?
Der Autor stellt große Unterschiede in der konsequenten Klassenführung und dem Einsatz von Sozialformen fest; einige Lehrkräfte erreichen durch klare Struktur und Autorität eine hohe Arbeitsdisziplin, während andere mit Störungen zu kämpfen haben.
Warum ist das "Leuchtturm"-Projekt für die Schule bedeutsam?
Das Projekt hebt die Schule als Zentrum für Naturwissenschaften hervor und ermöglicht zusätzliche Ressourcen für Experimente, Begabtenförderung und Kooperationen mit der Universität.
Welche Herausforderung stellte sich beim eigenen Unterrichtsversuch dar?
Die größte Herausforderung war der Zeitverlust durch einen Raumwechsel, der spontane Anpassungen im Unterrichtsverlauf und Improvisation erforderte.
Welches Fazit zieht der Autor zur eigenen Berufswahl?
Das Praktikum hat den Autor in seiner Berufswahl bestätigt und den Wunsch bestärkt, den eingeschlagenen Weg in Richtung Lehrerberuf weiterzuverfolgen.
- Arbeit zitieren
- Carlos Steinebach (Autor:in), 2009, Ausführlicher Bericht über das Schulpraktikum an einem Gymnasium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167184