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Michael Walzer - Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit

Title: Michael Walzer - Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Rößlein (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit soll die Gerechtigkeitstheorie Michael Walzers dargelegt werden, die er in seinem Werk Sphären der Gerechtigkeit entfaltet. Das Thema dieser Arbeit „Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit“ ergibt sich dabei insofern, als dass Walzer sein Hauptaugenmerk auf die komplexe Gleichheit richtet. Wie es dazu kommt, wird sich im Verlauf der Arbeit zeigen.
In einem ersten Schritt soll die Geisteshaltung Walzers dargelegt werden, sozusagen die Voraussetzungen, auf die er seine komplette Theorie stützt. Anschließend folgt eine Vorbemerkung zu den Sphären, da diese eine Grundvoraussetzung sind, damit das System der komplexen Gleichheit realisiert werden kann. Ein weiterer Abschnitt befasst sich mit Walzers pluralistischer Gütertheorie. Hier wird erörtert, welche Arten von Gütern in seinen Augen relevant sind und dass sich deren Verteilungskriterien grundlegend unterscheiden. Nachdem die Grundlagen dargelegt wurden, die notwendig für Walzers Theorie vorausgesetzt werden, soll die komplexe Gleichheit als Grundnorm in den Blick genommen werden. Hierbei bedarf es zuerst einer Erläuterung, weshalb die einfache Gleichheit von Walzer als nicht auf Dauer realisierbar abgelehnt wird und dass es aus seiner Sicht sinnvoller ist gegen die Dominanz anstatt gegen das Monopol an sich vorzugehen.
Abschließend werden in einem kurzen Resümee die wichtigsten Merkmale der Gerechtigkeitstheorie zusammengefasst.
An dieser Stelle soll noch kurz darauf hingewiesen werden, dass diese Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es werden lediglich die Grundzüge seiner Gerechtigkeitstheorie erläutert, um einen allgemeinen Einblick in die Thematik zu erhalten. Genauere Analysen können in der folgenden Arbeit nicht geleistet werden, da diese den vorgegebenen Rahmen sprengen würden.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Zum Denkansatz Walzers

2.1. Geisteshaltung Walzers, die sich in seinem Programm artikuliert

2.2. Vorbemerkung zu den Sphären

3. Die Entfaltung der Gerechtigkeitstheorie Walzers

3.1. Die Operationsbasis: Eine pluralistische Gütertheorie

3.2. Die Grundnorm: Komplexe Gleichheit

3.2.1. Einfache Gleichheit

3.2.2. Komplexe Gleichheit

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Gerechtigkeitstheorie von Michael Walzer, insbesondere sein Konzept der komplexen Gleichheit. Ziel ist es, den Ansatz Walzers vor dem Hintergrund seiner Kritik an einer universellen Verteilungsgerechtigkeit darzulegen und aufzuzeigen, wie soziale Gerechtigkeit durch die Autonomie verschiedener Gütersphären in einer pluralistischen Gesellschaft erreicht werden kann.

  • Die Geisteshaltung und die anthropologischen Voraussetzungen der Theorie Walzers
  • Die Einteilung des gesellschaftlichen Lebens in autonome Verteilungssphären
  • Die Kritik an Monopolen und Dominanz als Kernstück der Gerechtigkeitskonzeption
  • Die Unterscheidung zwischen einfacher und komplexer Gleichheit
  • Die Relevanz von Kontext und kultureller Pluralität für die Verteilung sozialer Güter

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Komplexe Gleichheit

Da, wie Walzer gezeigt hat, das System der einfachen Gleichheit nicht ohne einen zentralistischen Staat kontrolliert werden kann und somit die Kritik am Monopol in seinen Augen nicht wirklich umgesetzt werden kann, widmet sich Walzer nun der Reduzierung der Dominanz. An dieser Stelle sei noch kurz darauf hingewiesen, dass Walzer die einfache Gleichheit nicht generell ablehnt, aber sie kann niemals die Forderung schlechthin sein.

Der Ansatz der komplexen Gleichheit stellt die Grundlage dar, die es ermöglichen soll, dass trotz einzelner Monopole Gerechtigkeit herrschen kann. Walzer untersucht hierbei, „was geschieht, wenn man den Rahmen, in dem spezielle Güter konvertierbar sind, einengt und die Autonomie der Distributionssphären auf den Schild hebt“. Während bei der einfachen Gleichheit die Sphären relativ irrelevant sind, da sich die Kritik gegen jegliche Art von Monopol richtet, rückt hier die Dominanz der Güter einer Sphäre über die Güter einer anderen Sphäre in den Mittelpunkt. Er kritisiert hierbei, dass dieses Modell - in historischer Hinsicht - bei den Philosophen keinen großen Anklang gefunden hat, diese übten stets Kritik am Monopol. Doch im Gegensatz dazu sieht er in diesem System der komplexen Gleichheit eine Chance, bei der „zunächst eine Umgestaltung der konkreten Verteilungskomplexität erreicht und danach ein sinnvoller Umgang mit ihr praktiziert werden kann“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik der Gerechtigkeit und Begründung der Relevanz von Walzers pluralistischer Theorie als Antwort auf den Universalismusansatz von John Rawls.

2. Zum Denkansatz Walzers: Erörterung der grundlegenden Geisteshaltung Walzers, die auf der Anerkennung individueller Differenzen und kultureller Eigenlogiken basiert, sowie eine Einführung in das Konzept der gesellschaftlichen Sphären.

3. Die Entfaltung der Gerechtigkeitstheorie Walzers: Detaillierte Darstellung der pluralistischen Gütertheorie und der zentralen Grundnorm der komplexen Gleichheit unter besonderer Berücksichtigung der Begriffe Monopol und Dominanz.

4. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, in der die Wirksamkeit der komplexen Gleichheit zur Verhinderung von Herrschaftspositionen und zur Förderung gerechter Verteilungen innerhalb autonomer Sphären hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Michael Walzer, Gerechtigkeit, komplexe Gleichheit, einfache Gleichheit, Verteilungsgerechtigkeit, Sphären, Monopol, Dominanz, Pluralismus, Sozialgüter, Autonomie, politische Philosophie, Gütertheorie, Gesellschaft, Gemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die Gerechtigkeitstheorie von Michael Walzer, speziell mit Blick auf sein Werk "Sphären der Gerechtigkeit".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Verständnis von sozialen Gütern, die Bedeutung kultureller Pluralität sowie die kritische Auseinandersetzung mit herrschaftsbasierten Verteilungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise der "komplexen Gleichheit" als Gerechtigkeitsmodell zu erklären, das versucht, Machtkonzentrationen durch eine klare Abgrenzung verschiedener Lebensbereiche zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der exegetischen Auseinandersetzung mit Walzers Hauptwerk sowie ergänzender Fachliteratur (z.B. Seibert, Haus) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Geisteshaltung Walzers, eine Vorbemerkung zu den Sphären, die Herleitung seiner pluralistischen Gütertheorie sowie die detaillierte Analyse der Grundnorm der komplexen Gleichheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Fachbegriffe "Dominanz" und "Monopol", die als zentrale Ansatzpunkte für Walzers Kritik an ungerechten Machtstrukturen dienen.

Wie unterscheidet Walzer zwischen "einfacher" und "komplexer" Gleichheit?

Die einfache Gleichheit strebt nach einer identischen Gütermenge für alle, was laut Walzer nur durch einen totalitären Staat erzwingbar wäre. Die komplexe Gleichheit hingegen akzeptiert Unterschiede, verhindert jedoch, dass ein Gut (z.B. Geld) die Verteilung in anderen Bereichen (z.B. Politik oder Religion) tyrannisch dominiert.

Warum lehnt Walzer eine universelle Theorie wie die von Rawls ab?

Walzer argumentiert, dass eine abstrakte Theorie den realen Unterschieden und den gewachsenen Lebensformen verschiedener Kulturen und Völker nicht gerecht wird, weshalb Gerechtigkeit immer aus der jeweiligen gesellschaftlichen Praxis abgeleitet werden muss.

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Details

Title
Michael Walzer - Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit
College
University of Bamberg
Course
Gerechtigkeit im FachTheologische Ethik
Grade
2,0
Author
Michael Rößlein (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V167244
ISBN (eBook)
9783640837250
ISBN (Book)
9783640837663
Language
German
Tags
Gerechtigkeit Walzer Gleichheit komplex einfach Dominanz Monopol Pluralität Spheres of justice options of mankind individual minds social meanings Ethik Menschenbild Grundnorm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rößlein (Author), 2010, Michael Walzer - Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167244
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