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Von der 68er Bewegung zur RAF

Eine Analyse möglicher Beweggründe

Title: Von der 68er Bewegung zur RAF

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Stephan Gottschalt (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

Einleitung
1. Historischer Abriss der 68er Bewegung
2. Der radikale Schritt zur legitimierten Gewalt
2.2. Gründung und Organisation der RAF
2.3. Ziele der RAF
3. Von den Worten zu den Waffen- Eine Analyse möglicher
Beweggründe
3.1. Warum radikalisierte sich die Protestbewegung bis hin zur
Terrorausübung?
3.2 Inwieweit trug die Politik der BRD zur Radikalisierung bei?
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Niederlage Nazi- Deutschlands 1945, teilte sich die Erde in zwei politische Lager. Der kommunistische Osten und der kapitalistische Westen installierten ihre jeweiligen Systeme auf deutschen Boden, welche sich durch den Bau der Berliner Mauer klar und deutlich abgrenzen sollten. Das man ein Volk nicht ohne weiteres einsperren oder voneinander trennen kann, bewiesen die mannigfaltigen Protestbewegungen in der DDR und der BRD, die zum Fall der Berliner Mauer 1989 führten. Der Höhepunkt jedoch, der öffentlich wirksamsten Bewegungen der BRD, entfaltete sich 1968, woher auch der Name der Bewegung stammt. Jene Zeit war geprägt von Studentenunruhen, die sich gegen die Notstandsgesetze, Nutzung von Kernenergie, den Vietnamkrieg, die Wiederbewaffnung der Bundeswehr oder den Kapitalismus im allgemeinen auflehnten. Die Proteste waren überwiegend friedlich geprägt, was sich aber mit der Repression des Staates gegenüber den Protestierenden in den Jahren nach 1968 deutlich änderte. Die zunehmende Radikalisierung der meist links orientierten Studenten mäanderten in Gewaltaktionen und Überfällen, bis hin zur Gewaltausübung durch die Rote Armee Fraktion (RAF), die als Symbol für Terror im Staat, die BRD über zwei Jahrzehnte geißelte. Doch wie kam es zu einer derartigen Radikalisierung? Was waren die Ursachen, die zur Gründung der RAF führten und inwieweit hatte die politische Führung der BRD ihren Anteil daran? Die vorliegende Hausarbeit thematisiert genau jene Fragen und soll die Phasen der Radikalisierung kenntlich machen.Die Frage inwieweit sich der Großteil der friedlich Protestierenden zur RAF bekannte und in welchen Punkten sie sich distanzierten, wird in meiner Hausarbeit ebenso mit aufgegriffen. Jedoch ist der Umfang, für eine komplette Definition des Themas zu groß, um ihn vollständig erfassen zu können und so genügt ein restriktiver Ansatz zum Verständnis darüber, welche Parameter für eine Ausuferung der Proteste gängig waren, die zum Schritt der freien Gewaltausübung führten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Abriss der 68er Bewegung

2. Der radikale Schritt zur legitimierten Gewalt

2.2. Gründung und Organisation der RAF

2.3. Ziele der RAF

3. Von den Worten zu den Waffen- Eine Analyse möglicher Beweggründe

3.1. Warum radikalisierte sich die Protestbewegung bis hin zur Terrorausübung?

3.2 Inwieweit trug die Politik der BRD zur Radikalisierung bei?

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der Radikalisierung der 68er-Bewegung hin zur bewaffneten Gewalt durch die Rote Armee Fraktion (RAF) in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die gesellschaftlichen, politischen und individuellen Beweggründe zu analysieren, die diesen Übergang vom friedlichen Protest zum Terrorismus ermöglichten.

  • Historischer Kontext der Studentenunruhen in den späten 1960er Jahren
  • Die Rolle zentraler Ereignisse wie der Erschießung von Benno Ohnesorg
  • Strukturelle Analyse der Gründung und Ziele der RAF
  • Einfluss der staatlichen Repression und der politischen Rahmenbedingungen in der BRD

Auszug aus dem Buch

2.2. Gründung und Organisation der RAF

Um nach der Ursache der Radikalisierung fahnden zu können, muss man die Umstände in Betracht ziehen, die zur Gründung der RAF geführt haben. Jene resultierten aus den Wirren der Auflösung der 68er Bewegung und den Begebenheiten, die sich in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre in der BRD zutrugen. Durch den Zerfall des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) 1968, entstanden etliche Splittergruppierungen wie die „Tupamaros West- Berlin“, der „Zentralrat der Umherschweifenden Haschrebellen“, „Schwarze Ratten“ sowie die Mitglieder des ehemaligen links- extremistischen Flügels des SDS „Subversive Aktion“, um einige zu nennen. Andreas Elter spricht in seinem 2008 erschienenen Werk „Propaganda der Tat: die RAF und die Medien“, vom Aufkeimen links-terroristischer Organisationen, welche er als das Zerfallsprodukt der sich auflösenden Studentenbewegung sieht.

Die Behauptung stimmt insoweit, da sich autoritäre Personen wie der arbeitslose Andreas Baader, seine Geliebte Gudrun Ensslin und später die „konkret“- Journalistin Ulrike Meinhof hervortaten, um ihren „Kampf gegen den Imperialismus“ fortzusetzen. Die erste, politisch motivierte Tate manifestieren die Kaufhausbrände in Frankfurt bei Kaufhof und Schneider in der Nacht vom 2. auf den 3. April 1968, durch Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein. Der empirischen Geschichtsforschung liegt aber noch kein Beleg zugrunde, dass man bei dieser Tat bereits von einen Anschlag der RAF reden kann. Ein genaues Gründungsdatum taucht weder in den von Meinhof verfassten Kampfschriften, noch in einen Bekennerschreiben der RAF auf. Die eigentliche Geburtsstunde pointiert die dilettantische Befreiungsaktion Baaders durch Irene Goergens, Gudrun Ensslin und Ingrid Schubert am 14. Mai 1970, wobei sich Ulrike Meinhof kurzerhand den bewaffneten Kampf anschloss.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des historischen Rahmens und der Problemstellung hinsichtlich der Radikalisierung der Protestbewegung.

1. Historischer Abriss der 68er Bewegung: Überblick über die Ursprünge der Protestbewegung und die Zäsur durch gesellschaftliche Spannungen.

2. Der radikale Schritt zur legitimierten Gewalt: Untersuchung der strukturellen Genese der RAF und ihrer ideologischen Ziele.

2.2. Gründung und Organisation der RAF: Darstellung der organisatorischen Entwicklungen aus dem Zerfall des SDS heraus.

2.3. Ziele der RAF: Analyse der ideologischen Begründung des bewaffneten Kampfes gegen das System.

3. Von den Worten zu den Waffen- Eine Analyse möglicher Beweggründe: Zusammenführung der verschiedenen Erklärungsansätze für die Gewalteskalation.

3.1. Warum radikalisierte sich die Protestbewegung bis hin zur Terrorausübung?: Auseinandersetzung mit der Psyche der Akteure und dem Einfluss der Medien.

3.2 Inwieweit trug die Politik der BRD zur Radikalisierung bei?: Diskussion der Rolle staatlicher Entscheidungen und der Notstandsgesetze.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der komplexen Ursachenkette der Radikalisierung.

Schlüsselwörter

68er-Bewegung, Rote Armee Fraktion, RAF, Radikalisierung, Studentenprotest, Terrorismus, BRD, SDS, Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke, Politische Gewalt, Notstandsgesetze, Imperialismus, Geschichte der Bundesrepublik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Ursachen und den Prozess der Radikalisierung innerhalb der deutschen Protestbewegung der späten 1960er Jahre, die schließlich in die Gründung und die Terroraktivitäten der Roten Armee Fraktion (RAF) mündeten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Studentenbewegung, den Zerfall des SDS, die Reaktionen der staatlichen Institutionen und der Medien sowie die ideologische Entwicklung der RAF.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, wie es zur Radikalisierung kam, welche Faktoren den Übergang zum bewaffneten Kampf begünstigten und welchen Anteil die damalige politische Führung der BRD daran hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Fachwerken zur Zeitgeschichte (u.a. von Mario Petri und Andreas Elter) sowie der Untersuchung von Fallbeispielen beruht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Hintergrunds, die Analyse der Gründung der RAF sowie die Untersuchung der Beweggründe, unterteilt in psychologische Faktoren und politische Rahmenbedingungen wie die Notstandsgesetze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie 68er-Bewegung, RAF, Radikalisierung, Studentenprotest, Terrorismus und politische Gewalt beschreiben.

Welche Rolle spielt der Tod von Benno Ohnesorg für die Argumentation des Autors?

Der Autor führt den Tod von Ohnesorg als einen der ausschlaggebenden Punkte an, da dieser Vorfall durch die staatliche Gewalt und die anschließende Medienberichterstattung den Zorn der Protestierenden massiv befeuerte und somit als Zäsur für die Radikalisierung dient.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Springer-Presse in diesem Prozess?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass die Springer-Presse durch ihre einseitige und provokante Berichterstattung über die APO und die Studenten als „geistige Attentäter“ wahrgenommen wurde, was wiederum den radikalen Flügel innerhalb der Protestbewegung in seiner Haltung bestärkte.

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Details

Title
Von der 68er Bewegung zur RAF
Subtitle
Eine Analyse möglicher Beweggründe
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Grade
2,3
Author
Stephan Gottschalt (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V167457
ISBN (eBook)
9783640838387
ISBN (Book)
9783640838462
Language
German
Tags
68er RAF DDR BRD Terrorismus Studentenbewegung Politik Neuste Geschichte Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Gottschalt (Author), 2009, Von der 68er Bewegung zur RAF, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167457
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