Das Wort Typografie ist zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern „typos“ (Gestalt, Muster, Form) und „graphein“ (schreiben).
Unter Typografie versteht man das Arbeiten mit Schrift und freiem Raum. Prinzipiell kann man Typografie in zwei Bereiche unterteilen: zum einen die Vermittlung von Informationen in Dokumenten und zum anderen die Übermittlung von Botschaften in Werbedrucken oder Kunstwerken. Hierbei wird die Typografie mehr als gestalterisches Mittel eingesetzt.
In beiden Fällen muss sich aber die Typografie am Zweck und Inhalt des Gedruckten ausrichten.1
Typografie ist damit das Mittel, mit dem es möglich ist, einen Text der Aussage entsprechend zu gestalten. Bei der Herstellung des Dokumentes ist daher entscheidend, ob die bloße Wissensvermittlung mit einer guten Lesbarkeit und mit einem hohen Maß an Übersichtlichkeit im Vordergrund steht, oder ob es gilt, einen Blickfang und den Transfer einer Aussage zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Typografie?
1.1. Die Entwicklung der Typografie
2. Die Schrift
2.1. Das Schriftzeichen
2.2. Zeichenmaße
2.3. Serifen
2.4. Die Schrifteneinteilung
2.5. Maßangaben in der Typografie
2.6.Schriften zweckmäßig einsetzen
3. Gestaltung und Massenkommunikation
3.1. Beispiele angewandter Typografie
3.1.1. Corporate Identity und Corporate Design
3.2. Das Zusammenwirken von Typografie und Bild
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung von Schriften in der Medienkonzeption. Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für den funktionalen und ästhetischen Einsatz von Typografie zu schärfen und aufzuzeigen, wie Schriftwahl und Gestaltung maßgeblich zur Informationsvermittlung und Markenbildung in der Massenkommunikation beitragen.
- Historische Entwicklung und Grundlagen der Typografie
- Klassifizierung von Schriftarten und deren Merkmale
- Typografische Gestaltung in der Massenkommunikation
- Anwendung von Corporate Identity und Corporate Design
- Synergieeffekte zwischen Typografie und bildhafter Gestaltung
Auszug aus dem Buch
2.1. Das Schriftzeichen
Obwohl heute in der Medienkonzeption und im Druckbereich sehr viele und bei DTP -Programmen alle Schriften elektronisch erzeugt werden, leiten sich Maße und Begriffe in der Typografie historisch vom Bleisatz ab. Die wichtigsten Begriffe sind die Dickte und das Fleisch. Unter der Dickte versteht man die Breite des Schriftkegels, also des Buchstabens. Sie ist identisch mit der Kegelgröße. Die Kegelgröße ist bei DTP-Systemen so ausgelegt, dass sich die Buchstaben nicht berühren.7
Als Fleisch bezeichnet man den freien Raum um den Buchstaben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was ist Typografie?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Typografie als das Arbeiten mit Schrift und Raum und erläutert deren geschichtliche Herleitung von ägyptischen Hieroglyphen bis hin zur modernen Typografie.
2. Die Schrift: Hier werden die technischen Grundlagen der Schriftzeichen, Maßeinheiten, Klassifizierungsmodelle sowie Richtlinien für den zweckmäßigen Einsatz von Schriften detailliert behandelt.
3. Gestaltung und Massenkommunikation: Der Abschnitt analysiert die Rolle von Typografie im Kontext moderner Informationsflut und beleuchtet die strategische Anwendung in Printmedien, inklusive Corporate Design und der Interaktion mit bildlichen Elementen.
Schlüsselwörter
Typografie, Medienkonzeption, Schriftzeichen, Serifen, Schriftfamilien, Antiqua, Corporate Design, Massenkommunikation, Printmedien, Lesbarkeit, Kegelgröße, Dickte, visuelle Kommunikation, Schriftgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten von Schriften innerhalb der Medienkonzeption.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Typografie, die Klassifizierung von Schriften, typografische Maße sowie deren Anwendung in der Gestaltung von Medienprodukten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser die Bedeutung der richtigen Schriftwahl und Gestaltung für die Wirksamkeit von Drucksachen und Medien in der heutigen Informationsgesellschaft zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung typografischer Fachbegriffe und Gestaltungskonzepte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Schriftzeichen, eine detaillierte Systematik der Schriftgruppen sowie eine Analyse der Typografie im Kontext von Massenkommunikation und Corporate Identity.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typografie, Medienkonzeption, Corporate Design, Lesbarkeit und visuelle Kommunikation sind die zentralen Begriffe, die diese Arbeit charakterisieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Antiqua und Grotesk wichtig?
Die Unterscheidung ist für die Lesbarkeit von Texten entscheidend, da Serifenschriften (Antiqua) oft als angenehmer für lange Texte empfunden werden, während serifenlose Schriften (Grotesk) als modern gelten.
Welche Rolle spielt die Typografie bei Corporate Identity?
Die Typografie ist ein essenzieller Bestandteil der Unternehmensidentität, da sie maßgeblich dazu beiträgt, ein wiedererkennbares und konsistentes Erscheinungsbild (Corporate Design) zu schaffen.
- Quote paper
- Axel Gräfenhain (Author), 2001, Schriften in der Medienkonzeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1674