Die vorliegende Arbeit soll anhand von Anomalien menschlichen Entscheidungsverhaltens aufzeigen, wie es zu Reformblockaden und somit zu einem Reformstau kommen kann. Dazu wird zunächst das klassische Rationalmodell des homo oeconomicus vorgestellt und seine Grundannahmen näher erläutert. Im Folgenden werden die Erkenntnisse der Behavioral Economics, im speziellen die der Prospect Theory, dargelegt und die im Rahmen der deskriptiven Entscheidungstheorie untersuchten Anomalien und Heuristiken bzw. systematische Fehler beschrieben. Aufbauend darauf werden ihre Auswirkungen in den Reformkontext übertragen, um abschließend Möglichkeiten aufzuzeigen die ergriffen werden können, den Reformwiderständen entgegenzutreten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Modell des Homo Oeconomicus
- Axiome
- (a) Rationalität
- (b) Vollständige Informationen
- (c) Eigennutzmaximierung
- Ökonomischer Imperialismus
- Fazit
- Axiome
- Behavioral Economics
- Das Ultimatumspiel
- Prospect Theory
- Anomalien
- Verlustaversion
- Besitzeffekt
- Status-quo bias
- Sunk Cost Effekt
- Heuristiken und systematische Fehler
- Repräsentativitätsheuristik
- Verankerungsheuristik
- Verfügbarkeitsheuristik
- Framing Effekt
- Zum Einfluss der Psychologie auf die Wirtschaftspolitik
- Welche Auswirkungen haben Anomalien auf den Reformstau?
- Verzerrte Informationsprozesse
- Die Auswirkung der Nutzenfunktion
- Verlustaversion als Reformhindernis
- Status quo bias Tendenz
- Wann sind Reformwiderstände rational bzw. irrational begründet?
- Welche Auswirkungen haben Anomalien auf den Reformstau?
- Wege aus dem Reformstau
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Reformstaus und untersucht, wie Anomalien menschlichen Entscheidungsverhaltens zu Reformblockaden führen können. Dabei wird zunächst das klassische Rationalmodell des homo oeconomicus vorgestellt und anschließend die Erkenntnisse der Behavioral Economics, insbesondere der Prospect Theory, beleuchtet. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Anomalien und Heuristiken auf den Reformkontext und zeigt Wege auf, um Reformwiderständen entgegenzuwirken.
- Das Rationalmodell des homo oeconomicus und seine Annahmen
- Die Erkenntnisse der Behavioral Economics, insbesondere der Prospect Theory
- Anomalien und Heuristiken im Entscheidungsverhalten
- Die Auswirkungen von Anomalien auf den Reformstau
- Wege aus dem Reformstau
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema des Reformstaus und seine Relevanz in den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Diskursen dar. Kapitel 2 erläutert das klassische Rationalmodell des homo oeconomicus und seine Grundannahmen. Kapitel 3 widmet sich der Behavioral Economics, insbesondere der Prospect Theory, und beschreibt Anomalien und Heuristiken im Entscheidungsverhalten. In Kapitel 4 werden die Auswirkungen dieser Anomalien auf den Reformstau untersucht. Abschließend werden in Kapitel 5 Wege aus dem Reformstau aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Reformstau, Homo Oeconomicus, Behavioral Economics, Prospect Theory, Anomalien, Heuristiken, Entscheidungsverhalten, Reformblockaden, Reformwiderstände, Wirtschaftspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein wirtschaftspolitischer Reformstau?
Ein Zustand, in dem notwendige politische oder wirtschaftliche Reformen blockiert werden, obwohl sie langfristig sinnvoll wären.
Wie erklärt die Prospect Theory den Reformwiderstand?
Die Prospect Theory besagt, dass Menschen Verluste stärker gewichten als Gewinne (Verlustaversion), weshalb sie Reformen ablehnen, die kurzfristige Opfer fordern.
Was ist der „Status-quo Bias“?
Die menschliche Tendenz, den aktuellen Zustand beizubehalten, auch wenn eine Änderung objektiv besser wäre, um das Risiko des Unbekannten zu vermeiden.
Warum ist das Modell des Homo Oeconomicus oft unzureichend?
Es geht von rationalen, eigennutzmaximierenden Individuen aus, ignoriert aber psychologische Anomalien und Heuristiken, die das reale Handeln bestimmen.
Welche Wege gibt es aus dem Reformstau?
Möglichkeiten sind eine geschickte Kommunikation (Framing), die Kompensation von Verlierern oder schrittweise Reformen, die die Verlustaversion mindern.
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- Lars Spickers (Autor), 2010, Anomalien als Erklärung für wirtschaftspolitischen Reformstau, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167524