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Die Armenische Kirche in Jerusalem

Ein geschichtlicher und kultureller Überblick

Titel: Die Armenische Kirche in Jerusalem

Seminararbeit , 2025 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Elisabeth Grangl (Autor:in)

Theologie / Religionswissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein spannender Blick auf eine der ältesten christlichen Gemeinden in Jerusalem:
Dieses Werk gibt einen ausführlichen Einblick in die Historie, Liturgie und aktuelle Relevanz der Armenischen Kirche in Jerusalem. Es verdeutlicht, dass die armenische Gemeinde seit vielen Jahrhunderten eine Verbindung zwischen christlichen, jüdischen und muslimischen Traditionen herstellt und auch heute noch eine bedeutende Funktion im religiösen und kulturellen Leben der Stadt hat.
Die Arbeit konzentriert sich nicht nur auf die einzigartigen liturgischen Traditionen und architektonischen Zeugnisse, sondern auch auf den aktuellen Status quo und die Problematiken der Armenischen Kirche – vor allem im Kontext geopolitischer Entwicklungen, interkonfessioneller Konflikte und wachsender politischer Probleme. Die Grabeskirche, ein komplexer Ort gemeinsamer christlicher Präsenz, und die Untersuchung einer historischen Quelle von großer religiöser und kultureller Bedeutung sind Gegenstand eines besonderen Kapitels.
Eine Seminararbeit für jeden, der ein besseres Verständnis für die religiöse Vielfalt Jerusalems, die Geschichte des armenischen Christentums und die dynamische Lage der armenischen Kirche in der Gegenwart gewinnen will.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Die Armenische Kirche
    • 2.1 Geschichte der Armenier
    • 2.2 Armenisches Patriarchat
    • 2.3 Liturgie der Armenischen Kirche
    • 2.4 Architektur der Armenischen Kirchen
  • 3 Die Armenier in Jerusalem
    • 3.1 Armenisches Patriarchat von Jerusalem
    • 3.2 Armenisches Viertel
      • 3.2.1 Die Kathedrale des Heiligen Jakobs
      • 3.2.2 Das Armenische Kloster St. Jakob
    • 3.3 Status Quo in der Grabeskirche
    • 3.4 Historische Quellen
  • 4 Aktuelle Situation der Armenischen Kirche in Jerusalem
  • 5 Analyse der Quelle
  • 6 Resümee
  • 7 Literaturverzeichnis
  • 8 Bilderverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit befasst sich mit der Geschichte, den liturgischen Traditionen und der gegenwärtigen Rolle der Armenischen Kirche in Jerusalem. Sie untersucht die Herausforderungen der armenischen Kirche und ihrer Mitglieder im Kontext der geopolitischen und interkonfessionellen Spannungen der heutigen Zeit, mit dem primären Ziel, ein besseres Verständnis der aktuellen Situation zu erlangen und die komplexen Beziehungen zwischen den religiösen und politischen Akteuren in Jerusalem zu ergründen.

  • Geschichte und Entwicklung der Armenischen Kirche in Jerusalem
  • Liturgische Traditionen und theologische Eigenständigkeit
  • Die Rolle des Armenischen Patriarchats und des Armenischen Viertels
  • Der Status Quo in der Grabeskirche und seine Auswirkungen
  • Aktuelle Herausforderungen durch geopolitische und demografische Veränderungen
  • Analyse einer historischen Quelle (Chatschkar) und ihre Bedeutung

Auszug aus dem Buch

Analyse der Quelle

Das armenische Chatschkar (Խաչքար, „Kreuzstein“) in der St.-Jakobus-Kathedrale im Armenischen Viertel von Jerusalem stellt ein bedeutendes Beispiel für die jahrhundertealte Tradition der armenischen Steinkunst dar. Diese Kunstform ist ein charakteristisches Element der armenischen Kultur und verbindet christliche Ikonografie mit kunstvoller Ornamentik und epigraphischen Inschriften. Das in der St.-Jakobus-Kathedrale befindliche Chatschkar vereint diese Elemente in einer eindrucksvollen Weise und besitzt sowohl eine theologische als auch eine historische Bedeutung, die es in den Kontext der armenischen Präsenz in Jerusalem einbettet.23

Der Stein ist mit einer zentralen Kreuzigungsszene versehen, die Christus am Kreuz zeigt, begleitet von zwei weiteren Kreuzen, die als jene der mit Jesus gekreuzigten Schächer interpretiert werden können. Diese ikonografische Darstellung folgt einem bekannten Muster der armenischen Kunst, wobei die Kombination von figürlichen Darstellungen mit floralen und geometrischen Ornamenten typisch für Chatschkare ist. Die filigranen Muster, die das Kreuz umrahmen, sind charakteristisch für armenische Stein­arbeiten und symbolisieren die Ewigkeit sowie die Kontinuität des Glaubens. Die tiefe Symbolik der Darstellung verweist auf die zentrale Bedeutung des Kreuzes in der armenischen christlichen Tradition und betont das Martyrium Jesu, das insbesondere in der Theologie der Armenischen Apostolischen Kirche eine zentrale Rolle spielt.24

Unterhalb der Kreuzigungsszene ist eine Inschrift in altarmenischer Schrift eingraviert, die eine Widmung enthält.

Die Inschrift lautet:
Խաչքար այս կանգնեցաւ ի յիշատակ սրբոց
եւ նահատակաց 25

Die Transliteration dieser Inschrift lautet: Khachkar ays kangnetsav i hishatak srpots yev nahatakats, was ins Deutsche übersetzt bedeutet: „Dieser Chatschkar wurde errichtet zum Gedenken an die Heiligen und Märtyrer. “26

Diese Widmung verweist auf eine weit verbreitete Tradition in der armenischen Kirche, Chatschkare als Gedenksteine für Märtyrer und Heilige zu errichten. Der Begriff „سسسسų“ (nahatak, „Märtyrer“) spielt dabei eine besondere Rolle, da er nicht nur auf biblische oder frühe christliche Märtyrer verweist, sondern auch im modernen armenischen Kontext häufig mit den Opfern des Völkermords an den Armeniern 1915 in Verbindung gebracht wird. Ohne eine genaue Datierung des Steins vorzunehmen, lässt sich zumindest spekulieren, dass das Chatschkar möglicherweise im Gedenken an armenische Opfer von Verfolgungen errichtet wurde.27

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen ersten Überblick über die Armenische Kirche in Jerusalem, ihre historische Bedeutung und die Fragestellungen, die in der Arbeit behandelt werden.

Kapitel 2 Die Armenische Kirche: Hier wird die allgemeine Geschichte der Armenier, die Gründung ihrer Kirche im Jahr 301 n. Chr., ihre theologische Eigenständigkeit und die Entwicklung des Armenischen Patriarchats beleuchtet, inklusive ihrer Liturgie und Architektur.

Kapitel 3 Die Armenier in Jerusalem: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die spezifische Präsenz der Armenier in Jerusalem, ihr Patriarchat, das Armenische Viertel mit seinen wichtigen Kirchen wie der St.-Jakobus-Kathedrale und dem Kloster St. Jakob, sowie ihren Status Quo in der Grabeskirche und historische Quellen.

Kapitel 4 Aktuelle Situation der Armenischen Kirche in Jerusalem: Es werden die Herausforderungen und Veränderungen behandelt, denen die armenische Gemeinschaft in Jerusalem heute gegenübersteht, darunter demografische Entwicklungen, politische Spannungen und die Bemühungen zur Bewahrung des kulturellen Erbes.

Kapitel 5 Analyse der Quelle: In diesem Kapitel wird das Chatschkar in der St.-Jakobus-Kathedrale als Beispiel armenischer Steinkunst detailliert analysiert, seine theologische und historische Bedeutung erläutert und die eingravierte Inschrift interpretiert.

Kapitel 6 Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle und Bedeutung der Armenischen Kirche in Jerusalem im Kontext der politischen und interkonfessionellen Spannungen.

Schlüsselwörter

Armenische Kirche, Jerusalem, Geschichte, Kultur, Liturgie, Patriarchat, Armenisches Viertel, Grabeskirche, Status Quo, Chatschkar, christliche Gemeinschaft, theologische Eigenständigkeit, geopolitische Spannungen, interreligiöser Dialog, Identität, Traditionen, Märtyrer, St.-Jakobus-Kathedrale, Kloster St. Jakob.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit bietet einen geschichtlichen und kulturellen Überblick über die Armenische Kirche in Jerusalem, ihre Rolle als eine der ältesten christlichen Gemeinschaften und die aktuellen Herausforderungen, denen sie gegenübersteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der Armenier und ihrer Kirche, ihre liturgischen Traditionen, die Präsenz des armenischen Patriarchats und Viertels in Jerusalem, der Status Quo in der Grabeskirche sowie die Analyse einer historischen Quelle und die aktuelle soziopolitische Situation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Geschichte, Traditionen und aktuellen Situation ein besseres Verständnis der Armenischen Kirche in Jerusalem und der komplexen Beziehungen zwischen den verschiedenen religiösen und politischen Akteuren in der Stadt zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der auf der Auswertung historischer Quellen, liturgischer Traditionen und aktueller geopolitischer Entwicklungen basiert, um einen umfassenden Überblick zu bieten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung und Entwicklung der Armenischen Kirche, ihre hierarchische Struktur, liturgischen Besonderheiten, Architektur, die Etablierung der armenischen Gemeinschaft in Jerusalem, das Patriarchat, das Armenische Viertel und die Herausforderungen der Gegenwart, ergänzt durch die Analyse eines Chatschkars.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Armenische Kirche, Jerusalem, Geschichte, Kultur, Liturgie, Patriarchat, Armenisches Viertel, Grabeskirche und Status Quo charakterisiert.

Was ist ein Chatschkar und welche Bedeutung hat es in der armenischen Kultur?

Ein Chatschkar ist ein kunstvoll gemeißelter armenischer Gedenkstein, oft aus Tuffstein, der ein Kreuz als zentrales Motiv zeigt. Er verbindet christliche Ikonografie mit Ornamentik und Inschriften und dient als Mahnmal für Märtyrer und Heilige, symbolisiert den Glauben und die Identität der armenischen Gemeinschaft.

Welche Herausforderungen stellen sich der Armenischen Kirche in Jerusalem heute?

Die Armenische Kirche in Jerusalem sieht sich demografischen Rückgang durch Abwanderung, wirtschaftlichen Druck, politische Unsicherheiten im israelisch-palästinensischen Konflikt und Spannungen im interkonfessionellen Management heiliger Stätten gegenüber, die ihre Präsenz und Rechte gefährden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Armenische Kirche in Jerusalem
Untertitel
Ein geschichtlicher und kultureller Überblick
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Ökumene, Patristik und Kirchengeschichte)
Veranstaltung
Quellenarbeit in der Kirche und Geschichte
Note
1
Autor
Elisabeth Grangl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
19
Katalognummer
V1675577
ISBN (PDF)
9783389166567
ISBN (Buch)
9783389166574
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jerusalem Armenische Kirche Orientalisches Christentum Heiliges Land Kirchliche Traditionen Christliche Minderheiten Armenische Liturgie Chatschkar Kreuzstein Patriarch Armenier Armenien Litrugie Traditionen Grabeskirche Heilige Stätten Politische Lage in Jerusalem Nachostchristentum Ökumene Patriotin Kirchengeschichte Kirchenpolitik Minderheitsrechte
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Arbeit zitieren
Elisabeth Grangl (Autor:in), 2025, Die Armenische Kirche in Jerusalem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1675577
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Leseprobe aus  19  Seiten
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