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Die Aktivität christlicher Orden in Akkon

Inschriften als Beleg

Titel: Die Aktivität christlicher Orden in Akkon

Hausarbeit , 2025 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Leonard Dürrwald (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit belegen die Inschriften in Akkon die Aktivitäten christlicher Orden, insbesondere des Johanniterordens, in der Stadt?

Die heute unscheinbare Stadt Akkon spielte eine zentrale Rolle während der Kreuzzüge und war über lange Zeit ein bedeutendes Zentrum der Christen im Heiligen Land. Auch verschieden Orden waren in Akkon anzutreffen, vor allem der Johanniterorden, welcher sich während der Zeit der Kreuzzüge von einer karitativen Bruderschaft zu einem mächtigen Ritterorden entwickelte. Während ihrer Anwesenheit in Akkon hinterließen sie auch Inschriften. Diese stellen eine wertvolle Quelle dar, um die Präsenz der Orden in Akkon zu belegen und ihre Bedeutung für die Stadt nachzuvollziehen. Um dieses Thema soll sich die folgende Arbeit drehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Entwicklung der Stadt Akkon
  • 3. Entwicklung des Johanniterordens
  • 4. Inschriften in Akkon
    • 4.1 Grabplatte von Peter Campagnolles
    • 4.2 Grabplatte von Peter de Villebrid
    • 4.3 Grabplatte von Isabel de Hana
    • 4.4 Grabinschrift von Thomas Mausu
    • 4.5 Grabplatte von William von St. Johannes
    • 4.6 Grabplatte von Richard de la Chape
  • 5. Fazit
  • 6. Quellenverzeichnis
  • 7. Literaturverzeichnis
  • 8. Anhang

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Frage, inwiefern Inschriften in Akkon die Aktivitäten christlicher Orden, insbesondere des Johanniterordens, in der Stadt belegen. Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung Akkons für die christlichen Orden durch die Analyse verschiedener Inschriften zu untermauern.

  • Die historische Rolle Akkons während der Kreuzzüge als zentrales Zentrum.
  • Die Entwicklung des Johanniterordens von einer karitativen Bruderschaft zu einem Ritterorden.
  • Die Analyse spezifischer Inschriften (Grabplatten, Bauinschriften) als Belege für die Präsenz und Aktivitäten der Orden.
  • Die Bedeutung von Begräbnisstätten hochrangiger Ordensmitglieder in Akkon.
  • Die Herausforderungen und der Quellenwert von Inschriften nach gezielter Zerstörung.

Auszug aus dem Buch

4. Inschriften in Akkon

Akkon war für die Christen von hoher Bedeutung, weswegen auch christliche Orden, vor allem der Johanniterorden, in der Stadt anwesend waren. Während Ihrer Aktivitäten haben die Orden verschiedene Inschriften hinterlassen, welche im Folgenden analysiert werden sollen. Dadurch soll die Anwesenheit der Orden in Akkon und die Bedeutung Akkons belegt werden. Problematisch ist, dass nach der Eroberung Akkons 1291 fast alle christliche Spuren aus der Stadt beseitigt werden sollten. Deswegen sind heute nur noch wenige Inschriften erhalten, acht lateinische und neun französische. Dabei wurden viele der Inschriften an Gebäuden der Johanniter gefunden. 14 der 17 Inschriften sind Grabinschriften, eine weitere bezieht sich auf den Bau einer Kirche, eine weitere auf ein Hospital. Die übrige Inschrift ist zu fragmentarisch. Insgesamt beziehen sich auch nur vier Inschriften direkt auf Mitglieder des Johanniterordens. Jedoch werden auch andere Orden genannt. Inschriften, die für den Nachweis von Ordensaktivitäten relevant sind, werden in dieser Arbeit betrachtet und näher analysiert.

Die Grabplatte von Peter Campagnolles wird auf das Jahr 1206 datiert. Sie besteht aus grauem Marmor und misst 18 x 14 cm, sowie 4,5cm dicke. Vermutlich ist das Fundstück nur Teil einer größeren Grabplatte. Ch. Clermont-Ganneau wollte 1889 die Platte für das Louvre in Paris beschaffen, jedoch starb sein Korrespondent und sie ging verloren. Später wurde die Grabplatte von der Orthodoxen Palästina-Gesellschaft gekauft. Durch die Identität des Verstorben wird vermutet, dass die Platte entweder aus der St. Johannes Kirche oder vom externe Friedhof der Johanniter stammt. In einer Mischung aus Unzialen und Großbuchstaben stand auf dem Grabstein: „am 16. Oktober 1206 starb Bruder Peter von Campagnolles, Schatzmeister von Akkon. O Mensch, der mich ansieht, was bist du...“ Anhand dieser Inschrift kann man ableiten, dass der Verstorbene Schatzmeister des Ordens der Johanniter war. Diese Grabplatte ist somit in erster Linie ein Beweis dafür, dass hohe Mitglieder des Johanniterordens in Akkon zugegen waren. Dadurch, dass ein Ranghohes Mitglied in der Stadt begraben wurde, kann man auch die Bedeutung Akkons aufzeigen, da vor allem bei Ordensangehörigen durch den Ort des Begräbnisses die Ordenszughörigkeit und die Verbundenheit bezeugt werden sollte. Somit deutet die Grabplatte darauf hin, dass Akkon von zentraler Bedeutung war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert die historische Bedeutung Akkons und des Johanniterordens und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Beleg von Ordensaktivitäten durch Inschriften.

2. Entwicklung der Stadt Akkon: Das Kapitel beschreibt die lange und wechselvolle Geschichte Akkons von der Bronzezeit bis zu ihrer Bedeutung als militärischer und wirtschaftlicher Knotenpunkt während der Kreuzzüge.

3. Entwicklung des Johanniterordens: Hier wird die Entwicklung des Johanniterordens von einer karitativen Gemeinschaft zu einem mächtigen Ritterorden im Kontext der Kreuzzüge und seiner späteren Transformation beleuchtet.

4. Inschriften in Akkon: Dieses zentrale Kapitel analysiert verschiedene Inschriften, darunter Grabplatten hochrangiger Ordensmitglieder, um die Präsenz und die Aktivitäten christlicher Orden in Akkon zu belegen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die zentrale Rolle Akkons für die Kreuzzüge und den Johanniterorden anhand der Inschriften und diskutiert die Herausforderungen der Quellenlage.

Schlüsselwörter

Akkon, Johanniterorden, Kreuzzüge, Inschriften, Ritterorden, Heiliges Land, Grabplatten, Mittelalter, Hospitaliter, Peter Campagnolles, Peter de Villebrid, Thomas Mausu, Richard de la Chape, Deutscher Orden, christliche Orden, Militärhafen, Königreich Jerusalem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern archäologische Inschriften in der Stadt Akkon als Beleg für die Aktivitäten und die Präsenz christlicher Orden, insbesondere des Johanniterordens, während der Kreuzzugszeit dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der Stadt Akkon, die Entwicklung und Rolle des Johanniterordens, die Analyse historischer Inschriften als Quellen sowie die Bedeutung Akkons für die Kreuzzüge und die christlichen Orden im Heiligen Land.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, anhand der Analyse von Inschriften die Bedeutung der Stadt Akkon für die christlichen Orden zu belegen. Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern belegen die Inschriften in Akkon die Aktivitäten christlicher Orden, insbesondere des Johanniterordens, in der Stadt?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine historische Quellenanalyse, bei der spezifische Inschriften beschrieben, hinsichtlich ihrer historischen Aussagekraft interpretiert und in den breiteren Kontext der Kreuzzugsgeschichte und Ordensentwicklung eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer Darstellung der Stadtgeschichte und der Entwicklung des Johanniterordens verschiedene Inschriften aus Akkon detailliert dargestellt und analysiert, um deren Belegkraft für die Präsenz und Aktivitäten der christlichen Orden in der Stadt zu evaluieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Akkon, Johanniterorden, Kreuzzüge, Inschriften, Ritterorden, Heiliges Land, Grabplatten, Mittelalter, Hospitaliter, christliche Orden.

Warum sind nur wenige Inschriften aus Akkon erhalten geblieben?

Nach der Eroberung Akkons im Jahr 1291 durch die Mameluken wurden gezielt fast alle christlichen Spuren, einschließlich vieler Inschriften, aus der Stadt beseitigt, was die Quellenlage erschwert.

Welche besondere Bedeutung haben die Grabplatten von Ordensmitgliedern?

Die Grabplatten hochrangiger Ordensmitglieder in Akkon belegen nicht nur die Anwesenheit dieser Personen, sondern unterstreichen auch die zentrale Bedeutung Akkons als Ort des Hauptsitzes oder eines wichtigen Zentrums für den jeweiligen Orden, da der Ort der Begräbnisstätte bewusst gewählt wurde.

Wie hat sich der Johanniterorden im Laufe der Zeit verändert?

Der Johanniterorden entwickelte sich von einer ursprünglich karitativen Bruderschaft, die sich um Kranke und Pilger kümmerte, während der Kreuzzüge zu einem mächtigen Ritterorden mit militärischen Aufgaben und kehrte nach dem Verlust des Heiligen Landes zu einer primär karitativen und medizinischen Organisation zurück.

Welche Rolle spielte Akkon für das Königreich Jerusalem?

Akkon diente als wichtigster Hafen für Nachschub und Pilger, war militärischer Stützpunkt, wirtschaftliches und politisches Zentrum und nach der verlorenen Rückeroberung Jerusalems im Dritten Kreuzzug zeitweise sogar die Hauptstadt des Königreichs Jerusalem.

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Details

Titel
Die Aktivität christlicher Orden in Akkon
Untertitel
Inschriften als Beleg
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Professur für historische Grundwissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,0
Autor
Leonard Dürrwald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
19
Katalognummer
V1675703
ISBN (PDF)
9783389167311
ISBN (Buch)
9783389167328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Akkon Inschriften Johanniterorden christliche Orden Kreuzzüge Grabplatte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonard Dürrwald (Autor:in), 2025, Die Aktivität christlicher Orden in Akkon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1675703
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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