Die strategische Planung in Logistikunternehmen


Seminararbeit, 2003
25 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Strategische Planung
2.2 Logistikunternehmen

3 Strategischer Planungsprozess im Logistikunternehmen
3.1 Strategische Analyse
3.1.1 Umweltanalyse
3.1.1.1 Die globale Umweltanalyse
3.1.1.2 Die aufgabenspezifische Umweltanalyse
3.1.2 Unternehmensanalyse
3.2 Strategische Ziele
3.3 Strategiewahl
3.3.1 Wachstumsstrategien
3.3.2 Wettbewerbsstrategien
3.3.3 Strategie der Netzwerkausrichtung
3.4 Strategieimplementierung
3.5 Strategische Kontrolle

4 Neue Perspektiven und Herausforderungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Wettbewerbskräfte einer Branche.

Abb. 2: Strategischer Suchraum zur Definition eines Gesamtmarkts.

Abb. 3: Wertkette nach Porter.

Abb. 4: Leistungs-Markt Matrix nach Ansoff.

Abb. 5: Wettbewerbsstrategie nach Porter.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Ein generelles Anliegen von Logistikunternehmen (LU) ist die Stärkung ihrer Position, um sich am Markt im Spannungsfeld hoher Wettbewerbsintensität und steigender Kundenanforderungen gegenüber Konkurrenten behaupten und verbessern zu können. Dies bedeutet für die strategische Planung (sP), „… die strukturellen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen zu erkennen und unter deren Berücksichtigung, zukünftige und erfolgsversprechende (…) Geschäftsfelder, Elemente und Struktur der Unternehmung, zielorientiert zu bestimmen“.[1]

Ziel dieser Arbeit ist eine Darstellung der sP bezogen auf LU. Das folgende Kapitel widmet sich zunächst den Definitionen der beiden Begriffe. Darauf aufbauend konzentriert sich das dritte Kapitel auf die Komponenten - Analyse, Ziele, Strategiewahl, Strategieimplementierung und Kontrolle - der sP, die sich mit folgenden zentralen Fragen beschäftigen: Wo befinden wir uns? Wo wollen wir hin und wie wollen wir dahin? Wie sollen die Strategien[2] umgesetzt werden? Und mit welchen Mitteln lassen sich die ausgewählten Strategien überwachen? Grundlegend für die Entwicklung der Strategien von LU ist hierbei die Ausrichtung des Unternehmens am Markt entsprechend der Marketingkonzeption.[3] Da Logistikleistung für LU im Unterschied z.B. zu Industrieunternehmen eine Primärleistung ist, kann die Marketingkonzeption direkt auf die sP von LU bezogen werden.[4] Bezugspunkt der Marktorientierung sind vor allem Kunden und Konkurrenten sowie die aus dieser Betrachtung resultierenden Informationen.[5] Abschließend wird im letzten Kapitel ein kurzes Resümee mit einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für die sP im LU gezogen.

2. Begriffliche Abgrenzungen

Zunächst soll die Bedeutung der Begriffe „sP“ und „LU“ erläutert werden, um Aufschluss darüber zu erhalten, was unter dieser zu verstehen ist.

2.1 Strategische Planung

Die sP ist ein Konzept, dessen Anfänge sich bis in die 70er Jahre zurückverfolgen lassen. SP wird beschrieben als ein Prozess, der ausgehend von der Unternehmenspolitik und den Wertvorstellungen der Entscheidungsträger, die Anforderungen der Umwelt mit den Erfolgsfaktoren des Unternehmens abstimmt „…und sich über die Formulierung der unternehmerischen Absichten, die Entwicklung und Implementierung von Strategien und konkreten Maßnahmen bis hin zur Vorgabe von Zielen für die operative Planung erstreckt“.[6]

Demnach kann die hauptsächliche Aufgabe der sP in einer Analyse vorhandener als auch potentieller Erfolgsfaktoren[7] zur Entwicklung von Strategien gesehen werden. Diese Erfolgsfaktoren sind Voraussetzung für langfristige Erfolgspotentiale und Überlebensfähigkeit eines Unternehmens.[8] Erfolgspotentiale werden definiert als langfristige Erfolgsfaktoren eines Unternehmens, die auf operativer Ebene in bleibende Wettbewerbsvorteile umgesetzt werden.[9]

SP ist Bestandteil des strategischen Managements, das sich einerseits mit der Suche und dem Aufbau neuer Erfolgspotentiale und sich andererseits mit dem Ausbau und Erhalt bestehender Erfolgspotentiale beschäftigt. „Strategisches Management basiert auf dem frühzeitigen Erkennen relevanter Entwicklungen und schließt neben einer Anpassung des Unternehmens an veränderte Entwicklungen auch die aktive Gestaltung der Umwelt in dem für das Unternehmen möglichen Rahmen ein“.[10] SP wird in diesem Sinne als ein Entwicklungsprozess von Strategien verstanden, der die Verwirklichung der Unternehmensvision unterstützt, wobei Visionen einen übergeordneten Bezugsrahmen darstellen.[11] Die Unternehmensvision ist beschrieben als „…das wünschenswerte und realistische Zukunftsbild des Unternehmens einschließlich der Wege zu deren Erreichung für die Sicherung einer dauerhaften und erfolgreichen Unternehmensentwicklung“.[12] Visionen haben ihren Ursprung im normativen Management, welches zum Ziel hat das Selbstverständnis des Unternehmens zu definieren. Davon abhängig und somit Teilaspekte sind die Unternehmenskultur und die grundlegenden Unternehmensziele.[13]

2.2 Logistikunternehmen

Zunächst soll eine Definition von Logistik erfolgen. Diese wird als „spezieller Führungsansatz zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten (…) in unternehmensweiten und -übergreifenden Wertschöpfungssystemen“ angesehen. Aufbauend auf diesem Verständnis sind unter dem Begriff LU Betriebe, „…deren hauptsächlicher Unternehmenszweck die raum-zeitliche Gütertransformation sowie die damit zusammenhängenden Transformationen hinsichtlich der Gütermengen und -sorten, der Güterhandhabungseigenschaften sowie der logistischen Determiniertheit der Güter“ bildet, zu verstehen.[14] Die unter diesem Begriff subsumierten Institutionen sind äußerst vielfältig. Dazu zählen u.a. Transportunternehmen mit der Konzentration auf Organisation von Transporten, Umschlag und Lagerung von Gütern und KEP-Dienstleister[15] mit der Aufgabe, zeitkritische Güter zu befördern. Aber auch Beratungsunternehmen im Logistikbereich sind in diese Kategorie einzuordnen.[16] Die Tätigkeiten eines LU werden erläutert als „…Tätigkeiten der wirtschaftlichen und effizienten Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle aller Material-, Waren- und Informationsflüsse entlang der logistischen Kette, die zur Erfüllung der Kundenanforderungen notwendig sind und durch Unternehmen mit dem primären Unternehmenszweck der Dienstleistungserstellung erbracht werden.“[17]

Gemäß Zöllner sind alle Unternehmen als LU aufzufassen, die dem Gedanken der Logistikkonzeption entsprechend Logistikdienstleistungen (LDL) erbringen.[18] Logistikkonzeption bedeutet Denken in Systemen und damit verbundenes Service- und Gesamtkostendenken. Dieses Systemdenken entspricht dem Trend der Anforderungen, denen sich ein LU gegenwärtig zu stellen hat, d.h. der Leistungsumfang von LU konzentriert sich nicht mehr nur auf die Durchführung einzelner Teilleistungen, wie z.B. Transport, sondern erstreckt sich bis zur Planung, Durchführung und Kontrolle umfassender Dienstleistungspakete i.S.v. „Full-Service“ Angeboten.[19]

3 Strategischer Planungsprozess im Logistikunternehmen

Der strategische Planungssprozess setzt sich aus den Komponenten strategische Analyse, strategische Ziele, Strategiewahl, Strategieimplementierung und strategische Kontrolle (sK) zusammen. Diese Punkte werden in den folgenden Unterkapiteln bezogen auf LU konkreter analysiert.

3.1 Strategische Analyse

Die strategische Umwelt- und Unternehmensanalyse dient der Beschaffung notwendiger Informationen zur Formulierung von Strategien, die letztlich zum Aufbau von langfristigen Erfolgspotentialen führen. Die Umweltanalyse liefert in Verbindung mit der Analyse des Unternehmensprofils eine geeignete Basis, um einerseits interne Stärken und Schwächen des LU zu beurteilen sowie andererseits Chancen und Risiken für das Unternehmen zu erkennen.[20]

[...]


[1] Vgl. Hammer (1992), S. 49.

[2] Anm.: Strategien werden definiert als Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Erfolgs. Vgl. hierzu
Bea/Haas(1997), S. 155.

[3] Anm.: Unter Marketingkonzeption ist ein strategischer Grundsatzentwurf für die Koordination aller
marktbezogener Aktivitäten einer Unternehmung oder eines marktbezogenen Ausschnitts einer Unternehmung zu verstehen. Vgl. Hadeler/ Winter/ Arentzen (2000), Schlagwort (Marketingkonzeption).

[4] Vgl. Göpfert/Wehberg (1995), S. 21f.

[5] Vgl. Pfohl (1994), S. 104ff.

[6] Vgl. Kreikebaum (1997), S. 37 und Bea/Haas (1997), S. 44f.

[7] Anm.: Mit dem Begriff Erfolgsfaktoren werden wettbewerbsrelevante Stärken bzw. Vorteilsquellen eines Unternehmens bezeichnet. Erst durch die Kenntnis der strategischen Erfolgsfaktoren eines Unternehmens ist eine gezielte Beeinflussung der Potentiale zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen möglich. Vgl. Göpfert/Wehberg (1995), S. 115.

[8] Vgl. Kummer (1992), S. 35.

[9] Vgl. Göpfert (2000), S. 209f.

[10] Vgl. Bloech/Ihde (1997), S. 630, Schlagwort (Logistikplanung, strategische).

[11] Vgl. Kummer (1992), S. 50.

[12] Vgl. Göpfert (2000), S. 165.

[13] Vgl. Hungenberg (2000), S. 20ff.

[14] Vgl. Freichel (1992), S. 7 und Zöllner (1990), S. 5.

[15] Kurrier-, Express und Paketdienst

[16] Vgl. Zwehl, von (1999), S. 7.

[17] Vgl. Rendez (1992), S. 20.

[18] Vgl. Zöllner (1990), S. 6f.

[19] Vgl. Pfohl (1994), S. 101.

[20] Vgl. Klöpper (1991), S. 91 und S. 185 sowie Baum/Coenenberg/Günther (1999), S. 55.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die strategische Planung in Logistikunternehmen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Logistik)
Veranstaltung
Seminar/Planspiel Virtuelle Spedition
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
25
Katalognummer
V16760
ISBN (eBook)
9783638215077
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Planung, Logistikunternehmen, Seminar/Planspiel, Virtuelle, Spedition
Arbeit zitieren
Tanja Preuss (Autor), 2003, Die strategische Planung in Logistikunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16760

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