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C. Iulius Britannicus. Auf der Suche nach Gold, Ruhm und Abenteuern

Titel: C. Iulius Britannicus. Auf der Suche nach Gold, Ruhm und Abenteuern

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sascha Grylicki (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird Caesars im "De Bello Gallico" beschriebener Britannienfeldzug untersucht und seine Motivation für diesen Schritt erörtert.

Noch heute ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um die britischen Inseln, obwohl diese zu unserer heutigen Zeit als „so erforscht wie irgend möglich“ gelten dürften. Wie muss dies wohl erst in der Antike gewesen sein, in der die „zivilisierte Welt“ weitestgehend gerade einmal Kenntnis von der Existenz der Insel besaß? Einzig einige Reiseberichte von griechischen Seefahrern wie Pytheas, deren Authentizität fraglich ist, gab es bis dahin zur Zeit Caesars, im Jahre 54 v. Chr., in der er sich anschickte, aus ganz Gallien eine römische Provinz zu machen. Zum Ruhme Roms, aber wohl vor allem zu seinem eigenen. Wer sich mit Caesar beschäftigt, wird seinen ehrgeizigen Charakter nicht bestreiten können und es somit nicht für verwunderlich halten, dass er vom damals kaum befriedeten Gallien aus bereits Expeditionen zur so gut wie unbekannten, sagenumwobenen Insel Britannien unternahm, dem nördlichsten Fleckchen Erde, welches je ein römischer Feldherr vor ihm betreten haben dürfte. Ähnlich wie bei der Mondlandung der Amerikaner 1969, steckt eine unverkennbare Symbolik hinter diesem Unterfangen.
Ein kleiner Schritt für Caesar, ein großer Schritt für Rom?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • I. Insel der Mythen und Legenden (S. 1-2)
  • II. Ein sagenumwobener Feldzug (S. 2-10)
    • II. I. Vorgeschichte – Warum Britannien? (S. 2-6)
    • II. II. Die erste Landung – Am nördlichsten Ende der Welt (S. 6-8)
    • II. III. Die zweite Landung – Aus der Traum? (S. 8-10)
  • III. C. Julius Britannicus? (S. 10-11)
  • IV. Quellen- und Literaturverzeichnis (S. 12)
    • IV. I. Quellenverzeichnis (S. 12)
    • IV. II. Literaturverzeichnis (S. 12)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wahren Intentionen Gaius Iulius Caesars hinter seinen Britannienfeldzügen, indem sie die offizielle Begründung in seinen Schriften kritisch hinterfragt und die zugrundeliegenden politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Motive analysiert.

  • Kritische Analyse von Caesars Beweggründen für die Britannienfeldzüge.
  • Interpretation der Quellenlage, insbesondere Caesars "Bellum Gallicum" und römischer Korrespondenz.
  • Beleuchtung des politischen und militärischen Kontextes im römischen Reich.
  • Untersuchung potenzieller wirtschaftlicher Interessen und des Strebens nach Ruhm und politischer Macht.
  • Vergleich der ersten und zweiten Landung sowie der Anpassung von Caesars Strategie.
  • Erörterung des Erfolgs und der Wahrnehmung der Britannienexpeditionen in Rom.

Auszug aus dem Buch

II. I. Vorgeschichte – Warum Britannien?

Diese Frage beantwortet Caesar in seinem Bellum Gallicum kurz und bündig selbst, im IV. Buch, zu Beginn des Kapitels über den Britannienfeldzug: „Exigua parte aestatis reliqua Caesar, etsi in his locis, quod omnis Gallia ad septentriones vergit, maturae sunt hiemes, tamen in Britanniamproficisci contendit, quod omnibus fere Gallicis bellis hostibus nostris inde subministrata auxilia intellegebat... “4 Laut diesem Einleitungssatz Caesars mutet der Britannienfeldzug wie eine weitere „Strafexpedition" gegen Feinde des Imperiums an, wie man es bis zu dieser Textstelle schon gegen zahlreiche Gallier- und Germanenstämme zu lesen gewohnt ist. Es wird jedoch bald deutlich, dass dieser Feldzug weit mehr ist, schon allein aufgrund der schwierigen geographischen Lage der Insel. Des Weiteren erfährt man in den vorangehenden Kapiteln von Caesars Werk zum Gallischen Krieg nicht viel über irgendwelche bedeutsame Hilfe seitens der Briten, den Galliern gegenüber, was den Vorwurf der Unterstützung in „omnibus fere Gallicis bellis“ ziemlich entkräftet. Einzig während des Seekrieges gegen den Stamm der Veneter, an der Nordküste Galliens, spricht Caesar fast beiläufig von „auxilia ex Britannia“5. Gerade da Caesar sich schon im nächsten Halbsatz in gewisser Weise widerspricht, wenn er behauptet, außer kleineren Handelskontakten, gäbe es keinerlei Kommunikation zwischen Gallien und Britannien, von der auch er selbst profitieren könnte, dürfte diese Hilfe das römische Heer nicht in allzu große Bedrängnis gebracht haben, zumal sie erst ganz untergeordnet am Ende einer langen Aufzählung gallischer Stämme erwähnt wird. Von direkten Gefechten mit Briten, markant durch deren Streitwagentaktik, ist jenseits der Insel nie die Rede.

Dies alles sind zumindest Indizien dafür, dass Caesar in seinem „Kriegstagebuch" nur einen Vorwand gebraucht, der wohl auch für jeden objektiv informierten Römer seiner Zeit (wie auch bei vielen anderen Textstellen) leicht durchschaubar gewesen sein muss. Es ist jedoch ohnehin anzunehmen, dass es hierbei nicht um die wirkungsvolle Verschleierung der wahren Umstände ging, sondern sozusagen allein darum, den Schein von (erkennbar sehr einseitiger) „political correctness“ zu wahren, nämlich, dass ein römischer Feldherr stets „bellum iustum" führt und nicht ohne vorher selbst, auf welche Weise auch immer, „angegriffen“ worden zu sein, einen Krieg eröffnet, wie es Caesar im Gegenteil häufig dem Gegner vorwirft.7 Eine Ausnahme, derer sich Caesar wiederum als „Schlupfloch“ häufig bedient ist, wenn es darum geht, mit Rom verbündeten Völkern beizustehen. Genau dieses Recht spricht er aber im Umkehrschluss den Briten ab, als sie nach seinen Worten die Veneter unterstützten. Man kann also sagen, dass Caesar die „Spielregeln“ gerne für sich anpasst.8

Zusammenfassung der Kapitel

I. Insel der Mythen und Legenden: Dieses Kapitel stellt die Britannienfeldzüge Caesars in den historischen Kontext der Antike und hinterfragt die damalige Kenntnis und die Mythen, die sich um die britischen Inseln rankten.

II. Ein sagenumwobener Feldzug: Hier wird Caesars Vorhaben in Britannien eingeführt, wobei die Kontroversen um seine wahren Motive und die Qualität der historischen Quellen diskutiert werden.

II. I. Vorgeschichte – Warum Britannien?: Das Kapitel beleuchtet Caesars offizielle Begründung für den Britannienfeldzug und untersucht kritisch, ob diese vorgeschobenen Gründe lediglich einen Vorwand für tiefere, ehrgeizigere Absichten darstellten.

II. II. Die erste Landung – Am nördlichsten Ende der Welt: Beschreibt Caesars erste Expedition nach Britannien im Jahr 55 v. Chr., analysiert die Herausforderungen bei der Landung und die Interaktionen mit den britischen Stämmen.

II. III. Die zweite Landung – Aus der Traum?: Dieses Kapitel behandelt Caesars zweite, besser vorbereitete Invasion und untersucht die Faktoren, die zum Scheitern einer dauerhaften Eroberung führten und Caesars Rückzug bedingten.

III. C. Julius Britannicus?: Das Abschlusskapitel resümiert Caesars endgültige Ziele in Bezug auf Britannien und reflektiert über den tatsächlichen Erfolg seiner Feldzüge sowie die Auswirkungen auf sein Ansehen und seine Machtposition.

Schlüsselwörter

C. Julius Caesar, Britannienfeldzug, Gallischer Krieg, Römische Geschichte, Antike, Politische Ziele, Militärstrategie, Quellenkritik, Expansion, Ruhm, Eroberung, Motivforschung, Bellum Gallicum, Imperium Romanum, Seefahrt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit den Britannienfeldzügen Gaius Iulius Caesars und hinterfragt kritisch seine Beweggründe, um seine wahren Absichten jenseits der offiziellen Darstellung zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind Caesars politische und persönliche Ambitionen, die Interpretation antiker Quellen, militärische Strategien und die geographischen Gegebenheiten der britischen Inseln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob Caesars Britannienfeldzüge auf eine tatsächliche Eroberung, die Suche nach Reichtum, Ruhm oder politische Vormachtstellung abzielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine kritische Quellenanalyse von antiken Texten wie Caesars "Bellum Gallicum" sowie die Berücksichtigung historisch-geographischer, archäologischer und militärischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Vorgeschichte der Feldzüge, Caesars erste und zweite Landung in Britannien, die Herausforderungen und Rückschläge, sowie die kritische Auseinandersetzung mit Caesars eigenen Darstellungen und dessen Anpassungsfähigkeit an veränderte Umstände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie C. Julius Caesar, Britannienfeldzug, Gallischer Krieg, Römische Geschichte, Antike, Politische Ziele, Militärstrategie, Quellenkritik, Expansion und Ruhm charakterisiert.

Warum wird Caesars Begründung für die Britannienfeldzüge infrage gestellt?

Caesars offizielle Begründung, den Galliern würde Hilfe aus Britannien zuteil, wird infrage gestellt, da die Quellenlage kaum bedeutsame Unterstützung seitens der Briten belegt und Caesars eigene Aussagen teilweise widersprüchlich erscheinen.

Welche Rolle spielte das Wetter bei Caesars Britannienfeldzügen?

Das Wetter spielte eine entscheidende Rolle, da widrige Stürme die römische Flotte mehrfach schwer beschädigten, was die Logistik erschwerte und Caesar zu Kompromissen zwang.

Wie unterschieden sich Caesars Vorbereitungen für die erste und zweite Landung in Britannien?

Für die zweite Landung ließ Caesar eigens entworfene Schiffe mit flachem Rumpf bauen und setzte eine mehr als doppelt so große Streitmacht ein, was seine gewachsene Entschlossenheit zur Eroberung unterstreicht.

Was wäre der hypothetische Einfluss einer erfolgreichen Eroberung Britanniens auf Caesars Karriere gewesen?

Eine erfolgreiche Eroberung Britanniens hätte Caesars Ruhm und Reichtum erheblich gesteigert und seine politische Machtstellung in Rom weiter gefestigt, obwohl der Autor auch hier die unvorhersehbaren Widrigkeiten betont.

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Details

Titel
C. Iulius Britannicus. Auf der Suche nach Gold, Ruhm und Abenteuern
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Veranstaltung
Proseminar: C. Iulius Caesar
Note
2,3
Autor
Sascha Grylicki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V1676632
ISBN (PDF)
9783389168042
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iulius britannicus suche gold ruhm abenteuern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Grylicki (Autor:in), 2013, C. Iulius Britannicus. Auf der Suche nach Gold, Ruhm und Abenteuern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1676632
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Leseprobe aus  14  Seiten
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