Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Qualitätsmanagement in der Heimerziehung unter Berücksichtigung des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller

Title: Qualitätsmanagement in der Heimerziehung unter Berücksichtigung des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller

Diploma Thesis , 2002 , 102 Pages , Grade: 1

Autor:in: Markus Mühlan (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Qualität ist ein Begriff, der bereits seit längerer Zeit im Bereich der sozialen Arbeit und damit auch der Heimerziehung diskutiert wird.
Zunächst hebt die Arbeit darauf ab, die Leistungen der Heimerziehung transparent zu machen. Danach wird der Begriff Qualität etymologisch betrachtet, da häufig unklar erscheint, was denn Qualität im jeweiligen Zusammenhang für eine Bedeutung hat.
Das Hauptaugenmerk des Werkes ist die Darstellung und Adaption des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller für den Bereich der Heimerziehung.

Zentrale Begriffe:Heimerziehung, Qualität, Qualitätsmanagement, Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Anlage und Ausrichtung der Arbeit 1

1 Die Leistungen der Heimerziehung 2

1.1 Aufgaben und Anspruch des Kinder- und Jugendhilfegesetzes an die Heimerziehung 3

1.1.1 Der geschichtliche Hintergrund 3

1.1.2 Die rechtliche Situation 10

1.2 Die Heimerziehung als Leistung 16

1.3 Eine betriebswirtschaftliche Sichtweise der Heimerziehung 21

1.4 Konklusion des ersten Kapitels 28

2 Unterschiedliche Qualitätsverständnisse 31

2.1 Keine Definitionen und das allgemeine Sprachverständnis von Qualität 31

2.2 Die Qualitätsansätze nach Garvin 33

2.3 Qualitätsmanagement entsprechend den Normen der DIN-Reihe 36

2.3.1 Die Normenreihe DIN ISO 9000 ff. 37

2.3.2 Die Umsetzung in der Heimerziehung 40

2.4 Corporate Identity als Qualitätsansatz 41

2.5 Die Kritik an den Qualitätsverständnissen 46

2.5.1 Kritik am „Allgemeinen-Qualitätsansatz“ 46

2.5.2 Kritik an den Qualitätsansätzen Garvin´s 47

2.5.3 Die Kritik an einem Qualitätsverständnis gemäß den Normen DIN EN ISO 9000 ff. 50

2.5.4 Die Kritik an der Corporate Identity 52

2.6 Konklusion des zweiten Kapitels 53

3 Die Grundlagen zum Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller 54

3.1 Dienstleistung als ein Versorgungsobjekt 55

3.2 Die konstitutiven Merkmale der persönlich erbrachten Dienstleistung 57

3.2.1 Dienstleistung als Potential menschlicher Leistungsfähigkeiten 58

3.2.2 Immaterialität als Kennzeichen der Dienstleistung 63

3.2.3 Integration externer Faktoren 68

3.3 Das Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller 76

3.4 Konklusion des dritten Kapitels 79

4 Fazit 80

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit betriebswirtschaftlicher Qualitätsmanagement-Konzepte auf den Bereich der Heimerziehung. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob und wie das Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller genutzt werden kann, um Qualität in der sozialpädagogischen Arbeit in Heimen zu definieren, zu steuern und zu evaluieren, ohne den pädagogischen Auftrag zu gefährden.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen der Heimerziehung (KJHG).
  • Kritische Analyse verschiedener Qualitätsverständnisse (Garvin, ISO-Normen, Corporate Identity).
  • Betriebswirtschaftliche Einordnung der Heimerziehung als Dienstleistung.
  • Analyse der konstitutiven Merkmale persönlich erbrachter Dienstleistungen.
  • Anwendung und Interpretation des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller.

Auszug aus dem Buch

Dienstleistung als ein Versorgungsobjekt

Menschliche Bedürfnisse können als Ausgangstatbestand für den Wirtschaftsprozess gesehen werden. Diese Bedürfnisse äussern sich zunächst in einem konkreten Bedarf der Nachfrager. Aufgrund dieses Bedarfs entwickelt sich eine kaufkräftige Nachfrage, die wiederum in einem Angebot ihr Gegenstück findet. Die Befriedigung des Bedarfs wird durch Güter realisiert. Diese Güter können allgemein formuliert als jedes Mittel verstanden werden, welches eben Bedürfnisse befriedigt.

Eine Systematisierung eben dieses Güterbegriffes nimmt Meyer vor, wenn er zunächst den Begriff Gut durch den Begriff des Versorgungsobjektes ersetzt. Dieser dient ihm als Oberbegriff für alle zur wirtschaftlichen Versorgung zur Verfügung stehenden Objekte. Als Gliederung wird die folgende Unterteilung verwendet: Waren, ökonomische Chancen, Objektsysteme und Dienste. Hierbei werden unter Waren natürliche oder künstliche Erzeugnisse verstanden, die beweglich oder unbeweglich und dabei räumlich scharf umrissen sind. Sie heben sich so von der Umwelt ab. Dabei sind jedoch Umwandlungs-, Auflösungs- oder Vernichtungsprozesse bei der Nutzung nicht ausgeschlossen. Als Beispiel können hier Rohstoffe oder Nahrungsmittel dienen.

Als ökonomische Chancen sind solche Versorgungsobjekte zu verstehen, die einen Anspruch auf die Realisierung einer kollektiven Vereinbarung darstellen. Absicherungschancen sind beispielsweise Versicherungen. Diese bieten einen Anspruch auf die Absicherung eines zukünftigen Ereignisses. Unbekannt ist jedoch häufig der Eintrittszeitpunkt der Leistung und ob überhaupt geleistet wird. Tausch-Chancen sind etwa die geltenden Währungen. Auch hier ist unklar, ob möglicherweise durch Inflation bedingt die Chance Geld noch eingetauscht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Leistungen der Heimerziehung: Einleitende Analyse der Heimerziehung als soziale Dienstleistung unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und des rechtlichen Rahmens des KJHG.

2 Unterschiedliche Qualitätsverständnisse: Kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen betriebswirtschaftlichen Qualitätsansätzen und deren Übertragbarkeit auf pädagogische Prozesse.

3 Die Grundlagen zum Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller: Untersuchung der Heimerziehung als persönlich erbrachte Dienstleistung und Ableitung des Qualitätsmodells auf Basis der Dienstleistungstheorie.

4 Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Komplexität der Qualitätssteuerung in der Heimerziehung und die Notwendigkeit einer spezifischen Interpretation betriebswirtschaftlicher Modelle.

Schlüsselwörter

Heimerziehung, Qualitätsmanagement, Sozialpädagogik, Dienstleistungsqualität, Meyer/Mattmüller, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Erziehungsleistung, totale Institution, Lebensweltorientierung, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Personalbedarfsplanung, Ressourcensteuerung, Hilfeplan, Organisationsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen in Einrichtungen der Heimerziehung aus betriebswirtschaftlicher und sozialpädagogischer Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition von Qualität in sozialen Dienstleistungen, die Anwendung von Industrie-Normen (DIN ISO) auf pädagogische Prozesse und die Nutzung spezifischer Dienstleistungsmodelle wie das von Meyer/Mattmüller.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Qualität in Heimen messbar und steuerbar gemacht werden kann, ohne dabei den individuellen Erziehungsauftrag und das Wohl der Jugendlichen zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die betriebswirtschaftliche Organisations- und Managementtheorien systematisch auf die Strukturen der Heimerziehung adaptiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Qualitätsbegriffe, kritisiert deren mangelnde Passung für soziale Arbeit und erarbeitet auf Basis des Dienstleistungsbegriffs ein Modell zur Qualitätsentwicklung in der stationären Jugendhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Heimerziehung, Qualitätsmanagement, Dienstleistungserstellung, Erziehungsleistung und Organisationsentwicklung beschreiben.

Wie bewertet die Arbeit die Anwendung der DIN-Normen in der Heimerziehung?

Die Arbeit sieht in der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 ein nützliches Instrument zur Strukturierung, warnt jedoch vor einer "Überregulierung" und dem Risiko, dass der pädagogische Kern der Arbeit in prozessorientierten Dokumentationen verloren geht.

Welche Bedeutung kommt der "totalen Institution" im Modell zu?

Der Begriff der totalen Institution nach Goffman wird genutzt, um die historische Abkehr von großstrukturellen Heimen hin zu differenzierten, lebensweltorientierten Angeboten zu verdeutlichen, die für moderne Qualitätsmanagementansätze essenziell ist.

Excerpt out of 102 pages  - scroll top

Details

Title
Qualitätsmanagement in der Heimerziehung unter Berücksichtigung des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller
College
University of Applied Sciences Fulda  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Heil- und Behindertenpädagogik
Grade
1
Author
Markus Mühlan (Author)
Publication Year
2002
Pages
102
Catalog Number
V1678
ISBN (eBook)
9783638110402
ISBN (Book)
9783638726467
Language
German
Tags
Qualitätsmanagement Heimerziehung Modell Meyer/Mattmüller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Mühlan (Author), 2002, Qualitätsmanagement in der Heimerziehung unter Berücksichtigung des Qualitätsmodells von Meyer/Mattmüller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1678
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  102  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint