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Integrative Sportgruppen: Hintergründe, Konzepte und Strategien

Title: Integrative Sportgruppen: Hintergründe, Konzepte und Strategien

Diploma Thesis , 2010 , 125 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johanna Daiminger (Author)

Sport - Sport Sociology
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Die Integration von Menschen mit Behinderung in unsere Gesellschaft verbessert sich zunehmend. Insbesondere im Bereich des Sports wird das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap dennoch zu wenig praktiziert. Auch die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas Integrationssport findet bisher nur unzureichend statt. Dabei bietet der Sport, vor allem der Freizeitsport, mit seinen mannigfaltigen Handlungsspielräumen viele Möglichkeiten um Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und den selbstverständlichen Umgang mit körperlichen und geistigen Behinderungen zu fördern. Nicht zu vernachlässigen sind die positiven Einflüsse des Sports, wie die Verringerung von motorischen Defiziten, auf eine günstige Persönlichkeitsentwicklung. Ein erfolgreiches Miteinander wird vor allem durch Differenzierung und Anpassung der Sportstunden ermöglicht.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Definition und Begriffsklärung

2.1 Behinderung

2.1.1 Verschiedene Behinderungsformen

2.2 Integration

2.3 Integrationssport

3 Die motorische Entwicklung

3.1 Die motorische Entwicklung im Kindes- und Jugendalter ohne Beeinträchtigung

3.2 Die motorische Entwicklung unter dem Einfluss körperlicher oder geistiger Funktionseinschränkungen an ausgewählten Beispielen

3.2.1 Sehbehinderung / Blindheit

3.2.2 Down Syndrom

3.2.3 Infantile Cerebralparese

3.2.4 Herzfehler

4 Pädagogik und Didaktik der gemeinsamen Erziehung

4.1 Theoretische Grundlagen der integrativen Pädagogik

4.2 Theoretische Grundlagen der integrativen Didaktik

5 Möglichkeiten und Grenzen der Integration

5.1 Studien über die Auswirkungen von Integration

6 Historische Entwicklung des Integrationssports

6.1 Notwendigkeit von integrativen Sportangeboten

7 Vorstellung und Vergleich integrativer Projekte

8 Planung und Umsetzung integrativer Sportgruppen

8.1 Vorraussetzungen für integrative Sportgruppen

8.1.1 Örtliche und architektonische Rahmenbedingungen

8.1.2 Personelle Vorraussetzungen

8.1.3 Rahmenbedingungen für die Gruppen- und Trainingsgestaltung

8.1.4 Trainingsinhalte und pädagogische sowie didaktische Rahmenbedingungen

8.2 Durchführung integrativer Sportgruppen

8.2.1 Strategien für die erfolgreiche Durchführung

8.3 Vorschläge für Spiele in der heterogenen Gruppe

9 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Strategien für das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung, mit dem Ziel, Konzepte für eine gelungene Integration im Freizeitsport zu entwickeln und bestehende Barrieren zu analysieren.

  • Theoretische Aufarbeitung von Integration und Integrationssport
  • Bedeutung der motorischen Entwicklung bei Behinderungen
  • Pädagogische und didaktische Konzepte der gemeinsamen Erziehung
  • Analyse und Vergleich bestehender integrativer Sportprojekte
  • Strategien für die Planung, Durchführung und Rahmenbedingungen integrativer Sportgruppen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Sehbehinderung / Blindheit

Aufgrund der fehlenden visuellen Reize aus der Umgebung entwickeln blinde Kinder von sich aus keine zielgerichteten Bewegungen, wie Kopfheben oder Krabbeln. Dafür zeigen sich typische motorische Besonderheiten, sogenannte Blindismen, in Form von rhythmischen Bewegungsstereotypen oder Augenbohren. Die Ursachen des Augenbohrens sind unklar. Die stereotypen (Schaukel-) Bewegungen des Körpers werden als Stimulation interpretiert, die sich Sehgeschädigte mit Hilfe des eigenen Körpers verschaffen. Man vermutet, dass dadurch der Bewegungsdrang befriedigt wird und Reize zur Entwicklung des Körperbewusststeins gesetzt werden (vgl. CRATTY, 1971). Die erzwungene Passivität von blinden oder sehgeschädigten Kindern bewirkt eine Retardation in der psychomotorischen Entwicklung und macht sich vor allem in der Phase des Laufenlernens und der Kontaktaufnahme zu Mitmenschen drastisch bemerkbar. Durch eine spezielle Frühförderung, die vor allem mit taktilen und akustischen Reizen arbeitet, kann die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten auf dem gleichen Niveau wie bei Sehenden ablaufen (vgl. WURZEL, 1991).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Integration in der Gesellschaft und Sport, wobei auf die Defizite in der theoretischen Aufarbeitung des Freizeitsports hingewiesen wird.

2 Definition und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Behinderung, Integration und Integrationssport und ordnet sie wissenschaftlich ein.

3 Die motorische Entwicklung: Hier wird die motorische Entwicklung bei Kindern mit und ohne Behinderung analysiert sowie der Einfluss von Funktionseinschränkungen auf das Bewegungsverhalten dargelegt.

4 Pädagogik und Didaktik der gemeinsamen Erziehung: Das Kapitel behandelt theoretische Grundlagen und Konzepte, die eine integrative pädagogische Praxis im Sport ermöglichen sollen.

5 Möglichkeiten und Grenzen der Integration: Hier werden die Chancen für alle Beteiligten sowie Hürden im Integrationsprozess diskutiert und Studien zu Auswirkungen von Integration betrachtet.

6 Historische Entwicklung des Integrationssports: Dieser Abschnitt beschreibt den Wandel vom Behindertensport zum heutigen Verständnis von Integration und die historische Entwicklung der entsprechenden Sportstrukturen.

7 Vorstellung und Vergleich integrativer Projekte: Verschiedene existierende Ansätze des Integrationssports werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Konzepte und Umsetzung verglichen.

8 Planung und Umsetzung integrativer Sportgruppen: Dieses Kapitel bietet einen Leitfaden für die praktische Umsetzung integrativer Gruppen, von den Rahmenbedingungen bis zu konkreten Spielvorschlägen.

9 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Integration durch gelebtes Miteinander in der Praxis zu verwirklichen.

Schlüsselwörter

Integrationssport, Behinderung, motorische Entwicklung, Inklusion, Sportpädagogik, Didaktik, Freizeitsport, soziale Integration, personale Integration, Barrierefreiheit, Sportgruppen, körperliche Behinderung, geistige Behinderung, Bewegungsförderung, Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Hintergründen und praktischen Strategien zur Integration von Menschen mit Behinderung in den organisierten Freizeitsport.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Behinderung, die motorische Entwicklung unter verschiedenen Beeinträchtigungen, pädagogische Konzepte für den Sport sowie praktische Rahmenbedingungen für integrative Gruppen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die theoretische Aufbereitung des Themas Integrationssport und die Ableitung von Strategien für die erfolgreiche Durchführung heterogener Sportgruppen, um das Miteinander im Sport zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Analyse bestehender Konzepte und Modelle sowie die Darstellung praktischer Rahmenbedingungen und Strategien für Übungsleiter.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Grundlagen der Pädagogik und Didaktik auch spezifische Beispiele wie die motorische Entwicklung bei verschiedenen Behinderungsformen sowie die praktische Planung und Umsetzung integrativer Angebote.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Integrationssport, Inklusion, motorische Entwicklung, Sportpädagogik, Barrierefreiheit und soziale Integration.

Wie unterscheidet sich die motorische Entwicklung von Kindern mit Behinderung?

Je nach Art der Behinderung können motorische Entwicklungen verlangsamt oder verändert verlaufen, wobei auch Umweltfaktoren wie mangelnde Sportangebote oder Überbehütung durch Eltern eine wesentliche Rolle spielen.

Welche Bedeutung kommt der "inneren Differenzierung" zu?

Sie gilt als wichtigster Baustein, um Teilnehmern mit ihren individuellen Fähigkeiten gerecht zu werden, indem vielseitige Handlungsspielräume und angepasste Übungen angeboten werden.

Excerpt out of 125 pages  - scroll top

Details

Title
Integrative Sportgruppen: Hintergründe, Konzepte und Strategien
College
Technical University of Munich
Grade
1,7
Author
Johanna Daiminger (Author)
Publication Year
2010
Pages
125
Catalog Number
V167811
ISBN (eBook)
9783640847518
ISBN (Book)
9783640843428
Language
German
Tags
Integration Sport für Menschen mit und ohne Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Daiminger (Author), 2010, Integrative Sportgruppen: Hintergründe, Konzepte und Strategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167811
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