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Zivilgesellschaft - Entwicklung und Beschaffenheit einer Zivilgesellschaft in Kroatien

Title: Zivilgesellschaft - Entwicklung und Beschaffenheit einer Zivilgesellschaft in Kroatien

Seminar Paper , 2009 , 37 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: MSc Mag. Dr. Gertraud Wagenhofer (Author)

Politics - Region: Southeastern Europe
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Demokratie beruht auf Solidarität, informelle Netzwerke und Schattenwirtschaft sind, obwohl in der Praxis als alltägliche Überlebensstrategie gesehen, antidemokratisch. Ebenso wichtig für eine lebendige Zivilgesellschaft wie Demokratie sind auch unabhängige Medien sowie bürgerliche Rechte und Gleichberechtigung, die unter Tuđman bis 1999 in keiner Weise gesichert waren und in den letzten Jahren erst langsam, wenn überhaupt entstehen, oftmals auch unter dem Druck eines erwünschten EU-Beitritts. Die Tendenz geht jedoch in die Richtung, dass zivilgesellschaftliche Aktivitäten teilweise von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen22 wie Arbeitslosigkeit, Armut und Verbrechen neuerlich aus der Öffentlichkeit und der Politik verdrängt werden, so dass die Zivilgesellschaft, die in Kroatien noch im Entstehen ist, gleichzeitig von Problemen des Transformationsprozesses zunehmend in der Öffentlichkeit verdrängt wird und noch einen weiten Weg vor sich hat. Die Entwicklung der Ansätze einer Zivilgesellschaft in der Republik Kroatien bis heute in Initiativen von verschiedenen NGOs und regierungskritischen Gruppen zeigt aber dennoch, wie viel Hoffnung diese für die Bewältigung von Traumata, für die Korrektur propagandistisch überhöhter Feindbilder im eigenen Land (zB Serben in der ehemaligen Republik Krajina; kritische Medien, Feministinnen, Homosexuelle), in anderen Staaten und für ein in Zukunft vielleicht friedlicheres Miteinander von Nationen, Geschlechtern, Lebensweisen geben, welche gesellschaftlichen Diskussionen und Prozesse in Gang kommen, obwohl die Politik einen Demokratisierungsprozess nur zögerlich in Gang zu setzen vermag.
22 Nach

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Erste Schritte

1.1 Kroatien als Teil der Habsburger Monarchie

1.2 Ansätze einer bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert

1.3 Kroatien 1918 bis 1945

1.3.1 Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS)

1.3.2 Königreich Jugoslawien

1.3.3 Unabhängiger Staat Kroatien (Nezavisna Država Hrvatska NDH)

1.3.4 Ziviler (?) Widerstand 1918 – 1945

2 Ein langer Weg

2.1 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ)

2.1.1 Erste zivile Keime – „Kroatischer Frühling“ – im Keim erstickt

2.2 Der Zerfall Jugoslawiens

2.2.1 Kroatiens Weg zu einem unabhängigen Staat

2.2.2 Noch zuwenig Zivilgesellschaft – eine Ursache des Zerfalls

2.3 Die Republik Kroatien im Krieg (1991/92 – 1995)

2.3.1 Ziviles (Über-)Leben

2.3.2 Das Recht auf unabhängige Information

3 Noch nicht in der Zielgerade

3.1 Die Ära Tuđman nach dem Krieg (1995 – 1999)

3.2 Neue Aufgaben für eine Zivilgesellschaft für das 21. Jh.

4 Zivilgesellschaft in Kroatien – Gegenwart und Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die spezifische Beschaffenheit der Zivilgesellschaft in Kroatien unter Berücksichtigung der politischen Transformation und der Folgen des Zerfalls Jugoslawiens.

  • Historische Prägung der kroatischen Gesellschaft vom 19. Jahrhundert bis zur Unabhängigkeit.
  • Analyse der zivilgesellschaftlichen Ansätze und Hindernisse während des Sozialismus und der Kriegsjahre.
  • Bedeutung von Frauenbewegungen, Medienprojekten und Friedensinitiativen als zivilgesellschaftliche Akteure.
  • Herausforderungen der Demokratisierung, der Versöhnung und der Integration von Minderheiten im 21. Jahrhundert.
  • Rolle von Klientelismus und politischer Instrumentalisierung in der Transformation.

Auszug aus dem Buch

Ziviles (Über-)Leben

„Der Krieg beschädigt die Zivilgesellschaft an ihren Wurzeln. Wir sind Zeugen dieser Vorgänge, seit der Krieg in Jugoslawien eskalierte“ (Wittich 1999, S. 2).

1991 Kroatische Antikriegs-Kampagne (ARK), Zagreb: Netzwerk aus 15 lokalen und spezialisierten Organisationen für Flüchtlinge, Obdachlose, Traumatisierte mit dem Ziel Frieden und Menschenrechte. Es gibt im Laufe der Zeit über 10 ARK-Zentren, auch das 1992 in Osijek gegründete Zentrum für Frieden, Gewaltfreiheit und Menschenrechte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erste Schritte: Dieses Kapitel zeichnet die historischen Wurzeln der kroatischen Gesellschaft nach, von der habsburgischen Ära bis zu den Verwerfungen zwischen 1918 und 1945.

2 Ein langer Weg: Es werden die sozialistische Ära, der Zerfall Jugoslawiens sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen der 1990er Jahre und deren Auswirkungen auf zivilgesellschaftliche Initiativen analysiert.

3 Noch nicht in der Zielgerade: Das Kapitel befasst sich mit der Ära Tuđman nach dem Krieg und den neuen Herausforderungen für eine Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert.

4 Zivilgesellschaft in Kroatien – Gegenwart und Zukunft: Abschließend wird der aktuelle Status der kroatischen Zivilgesellschaft im Kontext von EU-Integration und strukturellen Reformprozessen erörtert.

Schlüsselwörter

Zivilgesellschaft, Kroatien, Jugoslawien, Transformation, Nationalismus, Frauenbewegung, Friedensarbeit, Demokratisierung, Medienfreiheit, Kriegsfolgen, Klientelismus, EU-Integration, Menschenrechte, Minderheiten, Antikriegskampagne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung der Zivilgesellschaft in Kroatien unter dem Einfluss politischer und historischer Umbrüche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Identitätsbildung, die Folgen des Nationalismus und des Krieges sowie der Einfluss von Nichtregierungsorganisationen auf die Demokratisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Schwierigkeiten und die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure beim Aufbau einer demokratischen Kultur in einem postsozialistischen und kriegsgeprägten Umfeld aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine deskriptive und analysierende Herangehensweise, basierend auf Literaturstudien und der Untersuchung spezifischer Fallbeispiele (NGOs, Medienprojekte).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Phasen: von den ersten bürgerlichen Ansätzen, über die Unterdrückung im Sozialismus und Nationalismus bis hin zur aktuellen Situation der NGOs und des Schulwesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zivilgesellschaft, Transformation, Nationalismus, Frauenbewegung und Demokratisierung charakterisiert.

Warum spielt die Frauenbewegung eine besondere Rolle in der Arbeit?

Frauenorganisationen werden als maßgebliche Pioniere zivilgesellschaftlichen Handelns dargestellt, die selbst in Krisenzeiten und während des Krieges autonome und friedensstiftende Initiativen entwickelten.

Welchen Einfluss hatte der Zerfall Jugoslawiens auf die zivilgesellschaftliche Entwicklung?

Der Zerfall war durch Nationalismus und die Instrumentalisierung von Medien gekennzeichnet, was zivilgesellschaftliche Ansätze erschwerte, aber gleichzeitig kritische Gegenbewegungen wie Friedensinitiativen hervorbrachte.

Welche Rolle spielt die EU-Integration für die kroatische Zivilgesellschaft?

Die EU-Integration fungiert als Katalysator für Reformen, wobei der Druck zur Demokratisierung und zur Einhaltung von Standards die Stärkung der Zivilgesellschaft in Kroatien fördert.

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Details

Title
Zivilgesellschaft - Entwicklung und Beschaffenheit einer Zivilgesellschaft in Kroatien
College
University of Vienna  (Institut für Internationale Politik)
Course
Seminar: Zivilgesellschaft
Grade
1,00
Author
MSc Mag. Dr. Gertraud Wagenhofer (Author)
Publication Year
2009
Pages
37
Catalog Number
V167852
ISBN (eBook)
9783640847785
ISBN (Book)
9783640844807
Language
German
Tags
Zivilgesellschaft Kroatien Jugoslawien Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MSc Mag. Dr. Gertraud Wagenhofer (Author), 2009, Zivilgesellschaft - Entwicklung und Beschaffenheit einer Zivilgesellschaft in Kroatien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167852
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