Entwicklungsbereiche - Ergebnisse von 40 Jahren „Entwicklung“


Ausarbeitung, 2010

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Organisationen
1.1 Die Gruppe der 20
1.2 Die Gruppe der 77
1.3 OPEC
1.4 OECD

2 Der Wandel in der Entwicklungspolitik
2.1 Entwicklungsleitbild „Modernisierung“ (60er Jahre)
2.2 Entwicklungsleitbild „Befriedigung der Grundbedürfnisse“ (70er und 80er Jahre)
2.3 Entwicklungsleitbild „Nachhaltigkeit“ (seit den 90er Jahren)

3 Ausgewählte Ergebnisse der Entwicklungspolitik

4 Entwicklungsbereiche
4.1 Entwicklungsbereiche nach Engelhard
4.2 Entwicklungsbereiche nach dem „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung“

Literatur

0 Einleitung

Nicht zuletzt durch die Globalisierung war die Hoffnung verbunden, dass den Entwicklungsländern neue Chancen eröffnet werden. Bislang hat sich diese Hoffnung eher weniger erfüllt. Die Ungleichheit in der Welt hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen. Faktoren wie das rasche wirtschaftliche Wachstum in den Industrieländern verstärken diesen Prozess zusätzlich (vgl. Leser, 2005, S. 30). Im Laufe der Zeit hat sich die Art und Weise, wie die Entwicklungspolitik agiert, gewandelt.

Vor diesem Hintergrund wird versucht, die einzelnen Entwicklungsbereiche und Ergebnisse von ca. 40 Jahren „Entwicklung“ aufzuzeigen.

Im ersten Kapitel werden demnach ausgewählte Zusammenschlüsse von Entwicklungsländern und Zusammenschlüsse, die in diesem Kontext erwähnenswert sind, vorgestellt. Es wird die Gruppe der 20, die Gruppe der 77 sowie die OPEC hinsichtlich ihrer Gründung, ihren Zielsetzungen und ihren Mitgliedsstaaten näher betrachtet. Vollständigkeitshalber wird ebenfalls die OECD als Zusammenschluss der Industrieländer angesprochen und ihre Bedeutung bezüglich der Entwicklungspolitik vorgestellt.

Der Begriff Entwicklung wird in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Spricht man von Entwicklungspolitik wird dieser Begriff u. a. durch die zeitliche Situation geprägt. In dem zweiten Kapitel wird der Wandel in der Entwicklungspolitik ab 1960 beschrieben. Es ist zweckmäßig, diesen Wandel in drei Dekaden zu differenzieren und anschließend die einzel- nen Entwicklungsleitbilder, die die jeweiligen Zeitabschnitte prägen, zu beschreiben.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit ausgewählten Ergebnissen von 40 Jahren Entwicklungs- politik. Die Literaturlage ist diesbezüglich nicht sehr umfangreich, dennoch stellt Engelhard einige positive Ergebnisse heraus, die in diesem Kapitel vorgestellt werden. Ein Schaubild, wie sich die Lebenserwartung in verschiedenen Teilen der Erde verändert, schließt dieses Kapitel.

Der Begriff Entwicklung beinhaltet vielfältige Dimensionen, die je nach Perspektive variieren können. In dem vierten Kapitel werden unterschiedliche Entwicklungsbereiche vorgestellt und zwei Modelle miteinander verglichen.

Auch wenn es Unterschiede in der Herangehensweise bzw. Erklärungsansätze geben kann, muss es in der Entwicklungspolitik vordergründig um die Verbesserung des menschlichen Da- seins, die Beseitigung von Hunger und Krankheit gehen (vgl. ebd., S. 18). Diese Arbeit verfolgt demzufolge die Zielsetzung eine Übersicht über die Entwicklungspolitik und deren Wandel zu geben. Folgende Leitfragen, die diese Arbeit begleiten werden, können demnach formuliert werden:

- Welche Organisationen sind für die Entwicklungsländer bedeutsam?
- Wie hat sich die Entwicklungspolitik seit 1960 verändert? Welche Entwicklungsleitbilder prägten die jeweiligen Abschnitte?
- Welche Ergebnisse hat die Entwicklungspolitik in den letzten vierzig Jahren erzielt?
- Welche Entwicklungsbereiche werden, wenn die Rede von Entwicklungspolitik ist, über- haupt angesprochen?

1 Organisationen

1.1 Die Gruppe der 20

Die Gruppe der 20 wurde am 20. August 2003, bei der fünften ministeriellen Konferenz der Welthandelsorganisation, gegründet und kann als Zusammenschluss von Entwicklungs- bzw. Schwellenländern bezeichnet werden. Die Mitgliederzahl der Organisation hat sich von 20 auf zur Zeit 23 Mitgliedsstaaten erhöht.

Abb. 1 zeigt die Verteilung der Mitgliedsstaaten auf der Weltkarte. Große Teile Südamerikas (zwölf Länder), fünf Länder aus Afrika (Ägypten, Nigeria, Südafrika, Tansania und Simbab- we) und sechs Länder aus Asien (China, Indien, Indonesien, Pakistan, die Philippinen und Thailand) bilden die 23 Mitgliedsstaaten der Gruppe der 201 (vgl. www.g-20.mre.gov.br).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Mitgliedsstaaten der G20.

Quelle: www.g-20.mre.gov.br

Die Ziele der G20 beziehen sich zum größten Teil auf landwirtschaftliche Bereiche und die Stärkung der Mitgliedsstaaten diesbezüglich. So setzt sich die Organisation u. a. für offene Märkte und eine Aufhebung von Importbeschränkungen in z. B. die EU oder in die USA ein. Der Abbau von Agrarsubvention (die die Landwirtschaft in den Industrieländern bevorteilt) ist ebenso ein Anliegen der Organisation.

Das dieser Zusammenschluß sehr stark auf landwirtschaftliche Themen bezogen ist, und durch- aus eine Daseinsberichtigung hat, zeigen folgende Zahlen (vgl. http://www.g-20.mre.gov. br):

- Die G20 repräsentiert 60% der Weltbevölkerung
- 70% der ländlichen Bevölkerung (Landwirte) stammt aus den Mitgliedsstaaten
- 26% der weltweiten Agrarproduktion wird in den Ländern der G20 produziert

1.2 Die Gruppe der 77

Die Gruppe der 77 ist ebenfalls ein Zusammenschluss von Entwicklungsländern. Die Organisation kann als Sprachrohr der Entwicklungsländer bei internationalen Verhandlungen bzw. Kongressen bezeichnet werden (vgl. Leser, 2005, S. 324).

Gegründet wurde die Organisation 1964 von 77 Staaten, zurzeit liegt die Anzahl der Mitgliedsstaaten bei 134 und gilt somit als größte Organisation von Dritte-Welt-Staaten. Die Mitgliedsstaaten werden auf Abb. 2 dargestellt.

Fast alle Länder auf dem afrikanischen Kontinent (mit Ausnahme von Westsahara), große Teile Asiens sowie viele südamerikanische Länder gehören der Vereinigung an. Auffallend sind die zwei Länder auf dem europäischen Kontinent: Rumänien und Bosnien-Herzegowina.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Mitgliedsstaaten der G70.

Quelle: http://de.wikipedia.org

Das Hauptziel der Organisation ist die Interessenvertretung der Entwicklungsländer gegen- über den Industrieländern, sie streben eine Verbesserung der Position der Mitgliedsstaaten auf dem Weltmarkt (z. B. durch eigene Wirtschafts- und Handelsprogramme) an. (vgl. ebd., S. 324).

1.3 OPEC

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wurde 1960 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Wien. Die 13 Mitgliedsstaaten werden auf der Abb. 3 deutlich: Neben den Grün- derstaaten Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela gehören die Vereinigten Arabi- schen Emirate, Algerien, Indonesien, Katar, Lybien und Nigeria zu den Mitgliedsstaaten2.

Die Ziele der OPEC beziehen sich zum größten Teil das Erdöl. So ist u. a. die Koordinierung der Erdölpolitik, sowie die (fairen) Erträge für Investoren eines der Hauptziele. Die Stabilisierung der Weltmarktpreise durch Regulierung der Fördermengen geht mit diesen Zielen einher und wird von der OPEC geregelt.

Den großen Einfluss, den die Organisation durch das Erdöl hat, verdeutlichen folgende Zahlen (vgl. Klohn, 2008, Vorlesung):

- So hat die OPEC 45% Anteil an der Welt-Rohölförderung

[...]


1 Die Länder Simbabwe und Pakistan sind auf der Abb. 1 nicht gekennzeichnet

2 Das auf der Karte hellgrüne markierte land (Libreville) ist ein ehemaliges Mitglied und gehört nicht mehr der OPEC an.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Entwicklungsbereiche - Ergebnisse von 40 Jahren „Entwicklung“
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten)
Veranstaltung
Regionale Geographie II: Außereuropäische Räume
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V167883
ISBN (eBook)
9783640848010
ISBN (Buch)
9783640844456
Dateigröße
2543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Entwicklungsarbeit, Entwicklungsbereiche, Entwicklungsländer, Die Gruppe der 20, G20, Die Gruppe der 77, G77, OPEC, OECD, Entwicklungsbereiche nach Engelhard, Entwicklungsleitbilder, Ausgewählte Ergebnisse der Entwicklungspolitik, Wandel in der Entwicklungspolitik
Arbeit zitieren
Holger Müller (Autor), 2010, Entwicklungsbereiche - Ergebnisse von 40 Jahren „Entwicklung“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167883

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Entwicklungsbereiche - Ergebnisse von 40 Jahren „Entwicklung“



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden