Schmerztherapie im Aufwachraum

Evaluation und Auswirkung


Diplomarbeit, 2010

31 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Begriffsdefinitionen
3.1.1 Schmerz
3.1.2 Analgesie
3.2 Schmerzformen
3.2.1 Viszeraler Schmerz
3.2.2 Somatischer Schmerz
3.2.3 Neurogener Schmerz
3.2.4 Akuter Schmerz
3.3 Kulturelle Einfluss auf das Schmerzerleben
3.4 Instrumente der Schmerzerhebung
3.4.1 Visuelle Analog Skale (VAS), Numerische Rating Skala (NRS)
3.4.2 Visuelle Smiley Skala (VSS)
3.4.3 Verbale Rating Skala (VRS)
3.4.4 Schmerzlinderungs–Score
3.5 Faktoren die den Schmerz beeinflussen
3.5.1 Der operative Eingriff
3.5.2 Präoperative Aufklärung und Vorbereitung
3.5.3 Narkoseverfahren
3.5.4 Individuelle Faktoren
3.5.5 Ethnische und philosophische Einflüsse
3.5.6 Alter und Geschlecht
3.6 Der postoperative Schmerz
3.6.1 Intrathorakale und intraabdominelle Operationen
3.6.2 Gelenksoperationen
3.7 Auswirkungen des postoperativen Schmerzes
3.7.1 Atmung
3.7.2 Herz-Kreislauf-Funktion
3.7.3 Gastrointestinaltrakt
3.8 Postoperative Schmerztherapie in der Praxis
3.8.1 Analgetischer Therapiebedarf in der Praxis
3.8.2 Ausschluss nicht operationsbedingter Ursachen
3.8.3 Praxisbeispiele
3.8.4 Intravenöse Verabreichung von Piritramid (Dipidolor®)
3.8.5 Komplikationen der Opioid Schmerztherapie
3.9 Medikamente der postoperativen Schmerztherapie
3.9.1 Opioid-Analgetika
3.9.2 Nicht-Opioid-Analgetika

4 Fazit

5 Literatur- und Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

Die Motivation das Thema „Postoperative Schmerztherapie im Aufwachraum“, zu wählen, kommt daher, weil der Autor in einem Krakenhaus arbeitet, in dem eine Tageschirurgie angeboten wird. Es wird dabei versucht die Liegezeit im Aufwachraum ständig zu verkürzen, da das Ziel besteht, zwei Stunden nach Anästhesie-Ende den Patienten wieder in häusliche Pflege zu entlassen.

Aus dem Problem die Aufwachraum Liegezeiten zu verkürzen, haben sich die Fragen herauskristallisiert.

a) Hat eine adäquate postoperative Schmerztherapie Einfluss auf den Heilungsverlauf?
b) Hat diese weiters auch einen Einfluss auf eine kürzere Liegedauer im Aufwachraum?
c) Beeinflusst eine adäquate postoperative Schmerztherapie die Aufenthaltsdauer des Patienten im Krankenhaus?

Aufgrund der Sichtung von relevanter Literatur und fachspezifischen Magazinen erhofft sich der Verfasser die richtigen Antworten und Erkenntnisse zu bekommen.

Das Ziel dieser Arbeit ist aufzuzeigen, wie relevant die adäquate postoperative Schmerztherapie sich auf den Heilungserfolg, Liegedauer im Aufwachraum und die Dauer des Gesamt-Aufenthaltes des Patienten im Krankenhaus auswirkt.

2 Methodik

Als Forschungsmethode wurde die Literaturrecherche gewählt.

Es wurde zum größten Teil in der deutschen Literatur gesucht. Markante Schlagworte waren: „Aufwachraum“, „Postoperative Schmerztherapie“, „Schmerzevaluation“, „Tageschirurgische Eingriffe“ und „Aufenthaltsdauer auf tageschirurgischen Stationen“.

Ein großer Teil wurde mit oben genannten Schlagworten im Internet recherchiert. Es wurden nur deutschsprachige Artikel und Bücher bei dieser Arbeit verwendet.

Ein kleiner Teil der Literatur wurde durch Handrecherche gefunden. Unbelegbares Erfahrungswissen wurde durch das Beiziehen von Fachexperten untermauert. Um auf aktuellen Stand zu sein, wurden nur Arbeiten und Bücher verwendet, die nach dem Jahre 1997 veröffentlicht wurden.

3 Darstellung der Ergebnisse

„Jeder von uns kennt Schmerzen. Sie können bohren, stechen, brennen, zerren oder ziehen. Haben wir Schmerzen, so sind unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität beeinträchtigt [...]“ (Fahl/Strehlow 2010).

3.1 Begriffsdefinitionen

Obwohl Schmerzen zu den ältesten Erfahrungen des Menschen gehören und sehr weit verbreitet sind, fällt es bis heute schwer zu definieren, was Schmerz genau ist. Die bislang einzige allgemein anerkannte Schmerz-Definition stammt von der „International Association of the study of pain“ (kurz ISAP) (Fahl/Strehlow 2010).

3.1.1 Schmerz

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, dass mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen beschrieben wird“ (ISAP 1979 zit. aus Onmeda 2009).

Schmerzen sind eine vielschichtige Sinnesempfindung. Sie sind immer ein körperliches und seelisches Erlebnis und das Produkt komplizierter Abläufe in unserem Körper. Schmerzen lassen sich nicht direkt durch Geräte messen, da sie ganz individuell empfunden und geäußert werden (Fahl/Strehlow 2010).

Grundsätzlich gilt: Schmerzen sind ein lebenswichtiges Alarmsignal des Körpers. Sie haben die Funktion, unsere Gesundheit zu schützen. Durch Schmerzen werden wir auf Gefahr aufmerksam (Fahl/Strehlow 2010).

Diese Definition beinhaltet die Unterscheidung emotionaler und sensorischer Aspekte. Schmerzen sind auch dann Schmerzen, wenn keine organischen Ursachen vorliegen.

Schmerz trägt im Vergleich zu den anderen Sinnen wenig zum Erkennen der Umwelt bei.

Schmerzsinn gibt nur Informationen über den Zustand des Körpers, über Bedrohung von innen und außen.

Zum Erkennen der Schmerzursache werden die anderen Wahrnehmungsapparate benötigt (Sinnesphysiologie 2010).

3.1.2 Analgesie

Ist die fehlende Schmerzwahrnehmung bei einem Reiz, welcher normalerweise schmerzhaft ist (Weber et al. 2008: S 11).

3.2 Schmerzformen

Nach dem Entstehungsort unterscheidet man den viszeralen Schmerz, den somatischen Schmerz und als Sonderform den neurogenen Schmerz (Schäffler et al. 1997: S 527).

3.2.1 Viszeraler Schmerz

Den „Eingeweideschmerz“ bezeichnet man als viszeralen Schmerz. Durch Dehnung von Hohlorganen, Spasmen von glatter Muskulatur, Durchblutungsstörungen oder Entzündungen entsteht der viszerale Schmerz. Man kann ihn als Dauerschmerz oder als periodischen Schmerz, z.B. bei Koliken, äußern, und wird ebenfalls als dumpf beschrieben (Schäffler et al. 1997: S 528).

3.2.2 Somatischer Schmerz

Verletzungen an Haut, Muskeln, Knochen, Bindegewebe und Gelenken führen zum somatischen Schmerz. Man unterscheidet den Oberflächenschmerz, der in der Haut entsteht, und vom Tiefenschmerz, der von Gelenken, Muskeln, Knochen oder Bindegewebe ausgeht (Schäffler et al. 1997: S 528).

Wobei beim Oberflächenschmerz von zwei Anteilen gesprochen wird: Zuerst den kurzen, hellen, scharfen, gut lokalisierbaren „1. Oberflächenschmerz“. Danach, nach kurzer Pause folgt der „2. Oberflächenschmerz“, ein diffuser, dumpfer oder brennender Schmerz, der eher langsam abklingt (Schäffler et al. 1997: S 528).

Über markhaltige Nervenfasern wird der 1. Oberflächenschmerz und über marklose Nervenfasern der 2. Oberflächenschmerz geleitet. Neurophysiologisch entspricht er dem Tiefenschmerz. Kopfschmerz ist ein typischer Tiefenschmerz (Schäffler et al. 1997: S 528).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Schmerzformen / Qualitäten (Sinnesphysiologie 2010)

3.2.3 Neurogener Schmerz

Schädigungen an Nerven führen zu quälendem, oft blitzartig einschießenden Schmerzempfindungen, diese nennt man neurogene Schmerzen. Vom Körper wird nicht erkannt, woher der Schmerz kommt. Dieser Schmerz wird so empfunden, als käme er aus dem Körperteil, wo die Nervenendigungen liegen, obwohl die Schädigung irgendwo im Nervenverlauf lokalisiert ist. Dieser Schmerz wird auch „projizierter Schmerz“ genannt, da er quasi wie ein Dia in die Körperperipherie abgebildet wird. Die ausstrahlenden Schmerzen sind die bekanntesten: Ziehende Schmerzen im Bein bei Bandscheibenschäden im Lendenwirbelsäulenbereich, und die Neuralgien (Schäffler et al. 1997: S 528).

Weiters kann der Schmerz noch in „akuten und chronischen“ Schmerz eingeteilt werden. Wobei der Verfasser nur auf den akuten Schmerz kurz eingeht, da in seinem Aufgabenbereich (Tageschirurgie) dieser mehr Relevanz hat.

3.2.4 Akuter Schmerz

Dieser Schmerz tritt im Rahmen eines akuten Ereignisses, beispielsweise eines Traumas, einer Operation, einer entzündlichen Nervenläsion oder bei der Migräne auf.

Ein Warnsignal des Körpers ist der „akute Schmerz“. Betroffene können in der Regel den Schmerz gut lokalisieren, wobei die Schmerzlokalisation oft dem Schädigungsort entspricht. Schäffler (1997: S 528) sagt: „Der plötzliche auftretende Schmerz ist ein Alarmzeichen. Akute Schmerzereignisse deshalb nicht nur in der Krankenakte dokumentieren, sondern auch unverzüglich den Arzt informieren“.

Wichtig ist, die Ursache zu finden und diese gezielt zu behandeln (Schäffler et al. 1997: S 528)!

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Schmerztherapie im Aufwachraum
Untertitel
Evaluation und Auswirkung
Hochschule
Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch
Note
1,4
Autor
Jahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V167914
ISBN (eBook)
9783640848195
ISBN (Buch)
9783640849116
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fachbereichsarbeit zur Erlangung des Diploms für die Sonderausbildung in der Intensivpflege
Schlagworte
Tageschirurgie, Schmerztherapie, Aufwachraum, Schmerz-Evaluation
Arbeit zitieren
Wolfgang Hohenberger (Autor), 2010, Schmerztherapie im Aufwachraum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167914

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