Heilbaden in Deutschland am Beispiel von Bad Wildbad in Baden Württemberg


Diplomarbeit, 2003
85 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einführung in das Thema

2 Die Kur
2.1 Kur und Kurverkehr
2.1.1 Geschichtliches
2.1.2 Moderne Definition
2.2 Heilbäder und Kurorte
2.3 Das kurörtliche Angebot
2.4 Traditionelle Therapieformen
2.4.1 Definition
2.4.2 Erholen und Entspannen
2.4.3 Beauty und Style
2.4.4 Schlank und Gesund
2.4.5 Sanft und Seele

3 Der Gesundheitstourismus
3.1 Einführung
3.2 Der Gesundheitsurlaub
3.2.1 Allgemein
3.2.2 Abgrenzung des Gesundheitsurlaubes
3.3 Abgrenzung der Sozialversicherungskur vom modernen Gesundheitstourismus

4 Kurzer Überblick: Tourismus in Baden-Württemberg
4.1 Politische Struktur
4.1.1 Allgemein
4.1.2 Die Organisation des Tourismus in Baden-Württemberg
4.2 Tourismusentwicklung und Marketing
4.2.1 Tourismusentwicklung, Auslastung und Übernachtungszahlen
4.2.2 Marketingmaßnahmen

5 Finanzierung des Heilbadeaufenthaltes
5.1 Staatliche Kurfinanzierung
5.2 Die gesetzliche Krankenversicherung
5.2.1 Rechtliche Strukturierung
5.2.2 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
5.2.3 Finanzielle Unterstützung bei Kuren und Rehabilitationen durch die AOK
5.3 Die gesetzliche Rentenversicherung
5.3.1 Rechtliche Strukturierung
5.3.2 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
5.4 Die Kurtaxe
5.4.1 Geschichtliches
5.4.2 Erhebungsberechtigung
5.5 Die Gäste- Card
5.5.1 Einführung
5.5.2 Leistungsträger
5.6 Private Finanzierung

6 Beispiel für Heilbaden: Bad Wildbad
6.1 Allgemein
6.2 Die geschichtliche Seite der Stadt
6.3 Die Kurmöglichkeiten
6.3.1 Übersicht
6.3.2 Indikationen - welche Erkrankungen kuriert werden können
6.3.3 Therapiestrukturen, ortsspezifische- und ergänzende Therapieformen und spezielle Behandlungsmöglichkeiten
6.3.4 Kurörtliche Einrichtungen
6.4 Heil- und Kurmittel
6.4.1 Das Heilwasser
6.4.2 Bäder, Fango und Massagen
6.5 Die staatliche Kurklinik Bad Wildbads
6.5.1 Haus- und Lagebeschreibung
6.5.2 Das Thermalbewegungsbad der Kurklinik
6.5.3 Indikationsspektrum: Heilanzeigen und behandelbare Leiden
6.5.4 Diagnostik - Ärzte und Untersuchungsverfahren
6.5.5 Untersuchungseinrichtungen
6.5.6 Bewegungstherapie im hauseigenen Thermal-Bewegungsbad
6.5.7 Ernährungsformen
6.5.8 Preise und Kurtaxe
6.6 Marketing
6.7 Die Bedeutung des Kurtourismus für die Stadt

7 Blick in die Zukunft
7.1 Faktoren für die Entwicklung von Angebot und Nachfrage
7.1.1 Übersicht
7.1.2 Änderungen im gesetzlichen Sozialsystem
7.1.3 Demographischer Wandel
7.1.4 Zivilisationskrankheiten
7.2 Der Kurort der Zukunft

8 Schlußbetrachtung

Anhang
Tabellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Bücher
Broschüren
Internetlinks
Ehrenwörtliche Erklärung

1 Einführung in das Thema

Das Wort Heilbaden soll zwei Begriffe zusammenführen: Die Kur und den Gesundheitstourismus. Beide umschreiben das Thema „gesunder Mensch“, in der Vorsorge und der Rehabilitation, im physischen und psychischen Sinne, gerade heute, wo Streß, Überlastung und Zeitdruck den Alltag bestimmen. Kur und Gesundheits-tourismus unterscheiden sich aber wesentlich in ihrem Charakter: Während die Kur langweilig und für „alt“ und „krank“ steht, finden sich im Gesundheitstourismus die Jüngeren und sogar die Jugend immer mehr wieder. Es geht um die gegensätzlichen Extreme: Sportliche Auslastung und reine Entspannung und Erholung. Neben der Suche nach einem Ausgleich zu Belastung und Anspannung, ist eine Zunahme des Gesund-heitsbewußtseins ausschlaggebend.

Das Wort Heilbaden soll Kur und Gesundheitstourismus aber noch weiter spezifizieren: Alle Therapien und Anwendungen sind gemeint, die die heilende Kraft des Wassers nutzen. Schon die Römer wußten: In Balneis Salus - Im Bade ist Heil!

Sie waren es auch, die Spuren ihrer Badekultur vor 2000 Jahren im Schwarzwald hinterließen. Der Schwarzwald liegt in der südwestlichen Ecke des Bundeslandes Baden-Württemberg. Seine Süd- und Westhänge sowie der Rhein bilden eine natürliche Grenze zu der Schweiz und zu Frankreich. Zahlreiche Flüsse, Bäche und Quellen ent-springen im ganzen Gebiet.

Bad Wildbad ist einer von 11 Kurorten im Schwarzwald, der die Kraft des Wassers in sämtlichen Formen nutzt. Seine Lage, das Klima, die infrastrukturellen Einrichtungen, das nostalgische Image der Kur und der moderne Gesundheitstourismus machen ihn zu einem anschaulichen Beispiel für „Heilbaden“.

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Kur, den Gesundheitstourismus und deren Finanzierung geben. Zur besseren Übersicht ist der Tourismus in Baden-Württemberg kurz in seiner Struktur und Entwicklung dargestellt. Im Fokus steht der Kurort Bad Wildbad, der das Thema Heilbaden repräsentiert. Mit dem „Blick in die Zukunft“ wird aufgezeigt, welche Faktoren die Veränderungen im Kur- und Tourismus-bereich beeinflussen und wie mit gezielten Methoden diese Veränderungen positiv gesteuert werden können.

2 Die Kur

2.1 Kur und Kurverkehr

2.1.1 Geschichtliches

Die Kur hat eine lange Geschichte und schon seit ihrem Bestehen eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit des Menschen. Heute ist sie immer noch ein aktueller Bestandteil im Gesundheitswesen Deutschlands.

Der Ausdruck „Kur“ läßt sich aus dem lateinischen Wort „cura“ für Sorge ableiten. Ursprünge für die Kur finden sich im alten Griechenland, wo die Götter Apollon, sein Sohn Asklepsios (abgebildet mit einem von Schlangen umschlungenen Arzneikelch, heute das Symbol von Apotheken) und dessen Frau Hygiea (angeblich) Krankheiten schicken und wieder fortnehmen konnten. 465 v. Chr. wurde Hippokrates, der „Vater der Heilkunde“ geboren, der in seiner Heimat Kos eine medizinische Akademie gründete um dort Krankheiten zu analysieren und zu erkunden. Er war wahrscheinlich der erste Ganzheitsmediziner überhaupt, verordnete feuchtheiße Umschläge, kalte (frigidarium)-, lauwarme (tepidarium)- und heiße (caldarium) Bäder und Schlamm-packungen.

Nach den Griechen entwickelten etwa um 200 v. Chr. auch die Römer Gefallen am Baden, da sie im südlichen Italien auf kultivierte Badeeinrichtungen griechischer Kolonien gestoßen waren.

Die neue Luftheizungstechnik löste ab 80 v. Chr. die Kaltwasserbehandlungen (z.B. gegen Magenkrankheiten, Fieber oder Epilepsie) ab und leitete eine neue Badeepoche ein: Die Thermen. Prunkvolle Badeanlagen entstanden, zu denen später auch der Genuß von Heißluft in Mode kam. Natürlich gab es auch Umkleideräume (apodyterium) in denen man sich ungestört und fern von fremden Blicken umkleiden konnte.

Auch in den Provinzen der Römer entstanden Badeorte; von den warmen Quellen der vulkanischen Gebiete bei Neapel verbreitete sich die Tradition des Badens innerhalb ganz Europas.

2.1.2 Moderne Definition

Der Begriff „Kur“ wurde 1973 durch FITEC (Federation Internationale du Thermalisme et du Climatisme = Internationale Vereinigung für Balneologie und Klimatologie) aufgrund der Arbeiten des Deutschen Bäderverbandes e.V. neu definiert, um die Mindestbestimmungen für die Anerkennung von Bade- und Kurorten festzulegen.

Diesen Bestimmungen nach bestehen die Aufgaben der Kur in der

- Prävention (Prophylaxe von Krankheiten)
- Rehabilitation (Nachsorge) und
- Therapie (Behandlung von chronischen Krankheiten).

Eine Kur in Heilbädern und Kurorten basiert auf der (wiederholten) Anwendung von Therapien und Behandlungen, die wissenschaftlich anerkannt sind, sich in der Erfahrung bewährt haben und zum Kurmittel bestimmt wurden. Zusätzlich unterstützen therapeutische Maßnahmen den Erfolg einer Kur. Eine Kur erfolgt unter medizinischer Betreuung, meist auf Anordnung oder zumindest auf Anraten eines Arztes, bei aktiver Mitwirkung des Kurgastes, unter Einbeziehung der zur Verfügung stehenden, ortsgebundenen und zusätzlichen Kurmittel. Unter Kurmitteln versteht man -neben den körperlichen Behandlungen zur Verbesserung der Mobilität- medikamentöse Behandlungen, Diätik (Ernährungsumstellung), kleine Psychotherapien (Gruppen und Einzelbehandlungen zur Verhaltensänderung) und Gesundheitsbildung (Information, Motivation und Gesundheitstraining).

Die Gesamtzahl der Kurgäste wird in Privatkurgäste und Sozialkurgäste differenziert. Sozialkurgäste nutzen Kuren im medizinischen Sinn entweder mit vollständiger oder zumindest teilweiser Unterstützung der gesetzlichen Sozialversicherungen (s. Kapitel 5 Finanzierung des Heilbadaufenthaltes), wozu sowohl ambulante, als auch stationäre Behandlungen (Kuren) gehören. Diese (nicht freiwillig durchgeführten) Aufenthalte können zeitlich sowohl in der Arbeits- als auch in der Freizeit liegen. Privatgäste kuren ebenfalls auf ärztliche Anordnung, rechnen aber nicht über die Leistungsträger (Sozial- und Krankenversicherungen) ab, sondern tragen die Kosten selber.

Die Länge der Kur (=Aufenthaltsdauer) liegt in der Regel bei mindestens 3 Wochen, optimal nach ärztlicher Erfahrung sind allerdings 4 Wochen oder mehr, abhängig von der Schwere der Krankheit/Verletzung und den Behandlungsmethoden.

In der Literatur lassen sich keine klaren Abgrenzungen der Begriffe Kurverkehr und Kurtourismus finden (vgl. Stehle, Anja, 1995, S.11).

Definition des „Kurverkehrs“: Aufenthalt in einem Kurort, auf ärztliche Anordnung unter Kostenübernahme durch Sozialversicherungen; meist keine freie Wahl des Kurortes[1]. Der Kurverkehr ist eine besondere Art des Fremdenverkehrs, da auch ein Kurgast Tourist ist, der Freizeiteinrichtungen-, wie der Erholungssuchende Kuranlagen beansprucht.

Definition „Kurtourismus“: Die Gesamtheit der Beziehungen und Erschienungen, die sich aus dem Aufenthalt von Personen zu Zwecke der Erholung des menschlichen Organismus aufgrund einer Kur und aus dem damit in Zusammenhang stehenden Reisen vom und zurück zum Herkunftsorte ergeben[2].

2.2 Heilbäder und Kurorte

Der Begriff „Kurort“ definiert diejenigen Fremdenverkehrsorte, die auf Vorbeugung, Behandlung und Nachbehandlung von Gesundheitsschäden eingerichtet und in der Regel als solche anerkannt sind. Durch den Zusatz „Bad“ vor dem Namen werden in Deutschland Orte/Städte offiziell zum Kurort ausgezeichnet.

Kurorte sind Orte oder Ortsteile, die besondere natürliche Gegebenheiten -natürliche Heilmittel des Bodens, des Meeres und des Klimas-, zweckentsprechende Kur- und Erholungseinrichtungen und einen artgemäßen Kurortcharakter für Kuren aufweisen.

Mit der Bezeichnung Heilbad wird ein Kurort oder ein Teil des Kurortes kategorisiert, der über folgende Voraussetzungen verfügt:

- Vorhandensein von natürlichen Heilmitteln des Bodens, die sich nach wissenschaftlichen Erfahrungen und/oder dem jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisstand kurmäßig bewährt haben (natürliche Heilwässer aus Quellen; natürliche Heilgase wie Radon, Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid; natürliche Peloide, also Moore und Schlamme).
- Lage- und Witterungsklima, Bioklima und lufthygienische Verhältnisse müssen überprüft worden sein und den Bestimmungen entsprechen (überprüft wird in Luftgütegrad in Abständen von 5 Jahren, das Bioklima nach spätestens 10 Jahren).
- Vorhandensein artgemäßer Kureinrichtungen (Trink- und Wandelhalle mit Kurpark und Waldanlagen, Sport- Spiel- und Liegewiese; Kurmittelhaus zur Abgabe von Bädern mit Heilwassern, Peloiden, Gasbädern und sonstigen Behandlungen; Inhalatorien; Räumlichkeiten für Bewegungstherapien).
- Vorhandensein artgemäßen Kurortcharakters (wesentliche Bedeutung des Kurbetriebes für die Wirtschaft; entsprechendes Verhalten von Verwaltung, Gastgebern und Gästen zum Umweltschutz und zur Förderung der Gesundheit).
- alle Hauptheilanzeigen (Anwendungsgebiete) und Gegenanzeichen müssen durch wissenschaftliche Gutachten festgestellt werden.

Kurorte können sich -abgesehen vom Heilbad- noch in Heilquellen oder Peloid-Kurbetrieb, Seeheilbad, Seebad, Kneippheilbad, Kneippkurort, Heilklimatischer Kurort und Luftkurort kategorisieren, die hier aber nicht weiter beschrieben werden sollen, da sie den Rahmen des Themas sprengen würden.

2.3 Das kurörtliche Angebot

Was dem Kurgast an Leistungen angeboten wird, läßt sich in drei Hauptbereiche (und deren Einzelleistungen) untergliedern:

- Kurmittelbereich: Einzelbäder, Bewegungsbäder, Inhalationen, Hydro- und Elektrotherapie, Sauna, Massagen, Gymnastik, Packungen, Kneippanwendungen sowie sonstige Leistungen, die mit Hilfe der Kurtaxe bereitgestellt werden.
- Bereich der Kurtaxe: Trinkkuranlagen, Kurpark, Kurmusik und Veranstaltungen (alles eintrittsfrei), Kurhaus und Gesellschaftsräume, Liegewiesen und Liegehallen, sowie sonstige Leistungen, die über die Kurtaxe finanziert bereit gestellt werden)[3]
- Sonderveranstaltungen: Unterhaltung (Oper, Theater, Konzerte), Vorträge und Kurse, Sportveranstaltungen, Kongresse und Tagungen, eben alles Veranstaltungen, die nicht mit Hilfe der Kurtaxe finanziert werden.

Privatwirtschaftlich organisierte Betriebe wie z. B. Kurkliniken, Sanatorien, Versandbetriebe, Hotels, Restaurants und Cafés, Forschungsinstitute, Spielbanken oder Reisebüros erweitern und ergänzen das Angebot der Kurorte.

2.4 Traditionelle Therapieformen

2.4.1 Definition

Die Therapieformen, die heute in Gesundheitszentren, in Kliniken, bei der Kur und in Wellnesseinrichtungen angewendet werden, um heilend bei Verletzungen, Krankheiten und zur Regenerierung von Körper und Geist bei Streßsituationen zu wirken, lassen sich in vier Kategorien einteilen[4]. Die Methoden entstanden in sämtlichen Teilen der Welt, besonders in Asien sind Entspannungstherapien schon seit Jahrhunderten bekannt.

2.4.2 Erholen und Entspannen

„Erholen und Entspannen“ beinhaltet Therapien, die durch Veränderung von Bewegungsabläufen-, Druckmassagen-, Anwendungen mit Heil- und Meerwasser-, Meditationstraining- und Akupunktur Verspannungen der Gelenke löst und das Körper-bewußtsein stärkt.

Die Kneipp-Kur

Der von Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897) entwickelten Kur liegt als Haupt-bestandteil die Hydrotherapie (Wasserbehandlung) zugrunde. Wechselwarme, heiße und kalte, Anwendungen, insbesondere die sogenannten Kneipp’schen Güsse wirken als Temperaturreiz auf die Haut und mobilisieren und trainieren über den Wärmeausgleich den gesamten Blutkreislauf. Ergänzende Kurmaßnahmen sind die Bewegungs-, die Diätetik (Ernährungs-) und die Phytotherapie (Anwendungen von Arzneipflanzen). Bewegung in frischer Luft, Wandern und Schwimmen stärken die Leistungsfähigkeit. Eine gesunde Ernährung mit Schwerpunkt auf der Vollwertkost führt dem Körper alle wichtigen Stoffe in der richtigen Zusammensetzung und im richtigen Umfang zu. Eine Kneipp-Kur ist besonders angezeigt bei Störungen des Blutkreislaufs, bei Erschöpfungszuständen, Streßbelastungen, nervösen Störungen, Stoffwechselerkran-kungen und Fehlfunktionen des Bewegungsapparates.

Zu den Kneipp’schen Anwendungen gehören: Güsse, Packungen, Bäder, Wickel, Wassertreten, Massagen, Unterwassermassagen, Fango-Paraffin-Packungen, Heißluft, Krankengymnastik, Atemgymnastik, Hydrogymnastik (Bewegungsbäder), Stanger-bäder, Viezellenbad, Elektrotherapie, Chirotherapie, Inhalationen, Schlingentisch, Kaltlufttherapie, Lymphdrainage, Vojta-Therapie, Reflexzonenbehandlung, Meridian-Therapie, Sauna, Autogenes Training und Yoga.

Feldenkrais

Eingefahrene, falsche Bewegungsabläufe führen zu Verspannungen und Überlastungen der Gelenke. Durch diese sanfte Bewegungslehre werden sie gelöst und Schmerzen gelindert. Abläufe wie Gehen, Stehen, Balancieren und Sitzen, die geübt und spielerisch variiert werden, lösen Verspannungen in Rücken und Unterleib.

Craniosacrale Therapie

Das Craniosacrale System ist das Pulssystem der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, die über das Bindegewebe durch den ganzen Körper geleitet wird. Der Therapeut spürt den craniosacralen Rhythmus auf und gleicht Disharmonien mit feinen Berührungen an Füßen, Knien, Kreuzbein, Kopf und Nacken aus. Diese Methode hat sich besonders bei Migräne, Schwindel und Schlafstörungen bewährt.

Thalasso-Therapie

Bei dieser jahrhundertealten Therapie werden die Heilkräfte des Meerwassers genutzt. So beinhaltet die Behandlung Algen-Fußbäder, Algenöl-Massagen, Ganzkörper-Algenpackungen, sowie spezielle Algengelee-Gesichtsmasken. Gekrönt wird diese Behandlung, die bei Akne, Rheuma, Erschöpfung und Haarausfall hilfreich ist, durch einen aus elf verschiedenen Algen gemixten Drink.

Terra-Sel-Körperwickel

Das Tote Meer ist bekannt für seine Heilwirkungen. Um Giftstoffe im Körper schneller in die Lymphen zu transportieren, wo sie verarbeitet werden können, wird man mit warmen Bandagen umwickelt, die mit Heilerde und Salzen aus dem Toten Meer getränkt sind. Zusätzlich reinigt und strafft der Wickel die Haut.

Autogenes Training

Hierbei handelt es sich um eine Tiefenentspannung, die die Muskeln lockert und gegen Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen und Schlafstörungen hilft. Zusätzlich werden Stress, Unruhe und Nervosität abgebaut. Im Sitzen oder Liegen werden bei gleichmäßiger Atmung Sätze wie "Ich bin ganz ruhig", "Mein Arm wird schwer" etc. mehrmals wiederholt. Die erzielten Erfolge können durch die Fortsetzung der Therapie zu Hause aufrecht erhalten werden.

Tai Chi

Die ruhigen, fließenden Bewegungen des Tai Chi sind die Grundformen des chinesischen Schattenboxens. Diese Bewegungen -scheinbar in Zeitlupe ausgeführt- überzeugen als sehr effektive, umfassende Heilgymnastik, die darüber hinaus auch für innere Ausgeglichenheit und Vitalität sorgt. Durch die Übungen werden Blockaden auf den Energieleitbahnen des Körpers aufgelöst. Die Lebenskraft, das Qi, kann dadurch ungehindert und frei fließen, und die Funktionen der inneren Organe werden reguliert. Auf sanfte Weise trainiert man Muskeln und Sehnen, Bänder und Gelenke, und stabilisiert die Wirbelsäule.

Shiatsu

Das ist die Kunst, die auf der Theorie und Philosophie der chinesischen Akupunktur beruht. Der Name bedeutet Shi für Finger und Atsu für Druck. Diese Art der Massage beruht auf der Kenntnis der Meridianverläufe im Körper. Krankheiten und seelisches Ungleichgewicht sind auf Schwachstellen und Blockaden in diesen Bahnen zurückzuführen. Durch sanften Druck werden ungleiche Energieströme korrigiert, die Lebenskräfte erneuert und Streß abgebaut. Schon nach der ersten Massage fühlt der Patient sich leicht, ist locker und viel beweglicher.

Atemtherapie

Die richtige Atemtechnik, die Zwerchfellatmung, führt zu einer besseren Haltung, einem entspannten Rücken, einem gut funktionierenden Zell-Stoffwechsel und Schlackenabbau. Die Atemtherapie beinhaltet Atemschulung, Atemgymnastik und Atemmassage und fördert körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden.

Bewegungstherapie

Auf sanfte Weise wird gezielt Ausdauertraining eingesetzt um die Beweglichkeit, Koordination und die Kräftigung bestimmter Muskelgruppen zu erreichen. Die Bewegungstherapie beinhaltet jedoch nicht das Erreichen von "Spitzenleistungen" durch Kraftsport oder Bodybuilding.

Fußreflexzonentherapie

Die entspannende Druckpunkt-Massage der Fußsohlen baut auf, wenn man sich gestreßt fühlt. Massiert werden dabei Punkte, von denen man annimmt, daß sie über die Nervenbahnen mit einzelnen Organen des Körpers verbunden sind. Die Füße gelten somit als Spiegelbild des Körpers. Organe, Lymph- und Nervensystem können an ihnen stimuliert und positiv beeinflußt werden. Durch Massage der Reflexzonen/
Nervenendpunkte kommt es zu einer besseren Durchblutung, Körper, Geist und Seele werden verwöhnt, Schmerzen beseitigt.

Rückenschule

Falsches Sitzen, Heben, Tragen und Gehen, sowie eine falsche Haltung führen zu bleibenden Schädigungen an der Wirbelsäule und den Strukturen der Rückenmuskulatur
/Bänder. Abhilfe schafft das spezielle Training der Haltungsschule, bei dem alltägliche Bewegungsabläufe mit Therapeuten auf verschiedenste Art und Weise einstudiert werden und die Rückenmuskulatur durch Dehnung und Kräftigung gestärkt wird.

Lymphdrainage

Das Lymphatische System gilt als "Müllabfuhr" des Körpers. Durch sanfte, kreisende Streichungen der Haut und einer speziellen Grifftechnik werden Ansammlungen von Lymphflüssigkeit entstaut und der Lymphfluß in Gang gesetzt, so daß Giftstoffe und Schlacken aus dem Gewebe abtransportiert werden können. Durch den besseren Lymphfluß wird die Haut klar und rosig.

2.4.3 Beauty und Style

Bei den Behandlungen zu „Beauty und Style“ handelt es sich um Therapien zur Straffung und Verjüngung der Haut. Hier sollen nur ein paar der Wichtigsten als Beispiele aufgeführt werden.

Cellulite

Bei Cellulite handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die im Volksmund "Orangenhaut" genannt wird. Entgegenwirkend werden Körperwickel mit speziellen Wirkstoffen angewandt, die zu einer besseren Durchblutung des Gewebes und der Lymphzirkulation führen. Ideal ist die Verbindung mit sportlichen Aktivitäten und Muskeltraining um den Erfolg, eine straffere Haut, langfristig aufrecht zu erhalten.

Gesichtsgrundbehandlung

Basierend auf einer gründlichen Hautdiagnose wird eine individuelle Behandlung für den persönlichen Hauttyp erstellt. Nach einem klärenden Peeling werden spezielle Ampullen in die gereinigte Haut einmassiert, die sie mit wertvollen Nährstoffen versorgen. Durch eine glättende und belebende Gesichtsmaske wird die Behandlung abgerundet.

Modellage

Hierbei handelt es sich um Thermomasken für Gesicht und Körper, die bei großen Poren oder Spezialproblemen wie Cellulite helfen. Nach dem Einmassieren von Kur oder Creme wird eine Gipsmaske dick aufgetragen. Während sie antrocknet, steigt die Hauttemperatur an. Die Poren öffnen sich, die Durchblutung wird angeregt und Wirkstoffe können jetzt viel besser aufgenommen werden. Nach dem Abnehmen der Gipsmaske ist die Haut geglättet und tiefgehend gereinigt.

Peeling

Diese intensive Art der Tiefenreinigung trägt locker sitzende Hornschüppchen ab. Die Haut ist danach von Grund auf sauber und viel aufnahmefähiger für Wirkstoffe. Normale Haut massiert die Kosmetikerin mit einer Creme, die feinste Schleifpartikel enthält, für empfindliche oder entzündete Haut ist ein selbsttätig wirkendes Ferment-Peeling empfehlenswert. Durch eine weiche Bürste (Frimator) kann die Wirkung intensiviert werden.

Rasul-Bad

Das orientalische Pflegezeremoniell beginnt mit dem Auftragen verschiedener Schlammarten. Körper und Geist kommen im Rasul-Raum, der sich langsam durch mehrere mit Kräutern angereicherte Dampfschübe erwärmt, zur Ruhe. Dann beginnt man, sich den Schlamm abzureiben und damit die abgestorbenen Zellen der oberen Hornschicht zu entfernen. Anschließend wird die entschlackte Haut gereinigt und eingeölt.

Vapazon

Wie ein Gesichtsdampfbad wirkt die feine Düse, die den Dampf auf dem Gesicht verteilt um die Tiefenreinigung zu intensivieren, die Hornschicht wird weich gemacht um die Poren zu öffnen. Unreinheiten lassen sich anschließend wesentlich leichter und schmerzloser entfernen. Anstatt den Dampf mit Ozon anzureichern, kann die Kosmetikerin Kräutersäckchen verwenden, die einen für Haut und Seele entspannenden oder beruhigenden Duft verbreiten, etwa den von Lindenblüten oder Kamille.

2.4.4 Schlank und Gesund

„Schlank und Gesund“ definiert gesunde Methoden zur Reinigung und Entschlackung des Körpers durch verschiedene Formen des Fastens und Ernährungsumstellung unter ärztlicher Aufsicht.

Heilfasten

Durch den bewußten, zeitweilig vollständigen Verzicht auf Essen und Trinken, ausgenommen reines Wasser und Tee wird der Körper gereinigt und geheilt. Fasten wirkt erneuernd auf das Immunsystem, Abwehrkräfte und Lebensfähigkeit des Organismus erhöhen sich, und akute Infektionen entfernen sch rasch. Unter ärztlicher Begleitung kann man damit eine Woche lang eine neue Selbsterfahrung machen.

Früchtefasten

Das Fasten mit Früchten ist die sanfte Art des Heilfastens. Durch totalen Verzicht auf jegliche andere Nahrung und unter Mitwirkung der in den Früchten reichlich vorhandenen Flüssigkeit wird das Körpergewebe auf schonende Weise gründlich gereinigt. Ein erwünschter Nebeneffekt der Entschlackung ist die Beseitigung von Vitalstoffmängeln durch den hohen Anteil an organischen Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Enzymen in den Früchten. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt und der Selbstheilungsprozeß aktiviert.

Ayurveda-Fasten

Durch Ayurveda-Kost, natürliche Heilmittel aus Kräutern und ayurvedische Behandlungen wie Synchronmassagen, Stirnölgüsse oder Dampfbäder wird der Körper entgiftet und das seelische Gleichgewicht gestärkt. Erfolge werden bei Magen-Darm-Störungen, Gewichtsproblemen, chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Streß, Unruhezuständen, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfungszuständen erzielt. Die einzelnen Anwendungen werden aufgrund der ärztlichen Diagnose auf den einzelnen Menschen individuell abgestimmt.

Schrothkur

Die Schrothkur ist ein beliebtes Naturheilverfahren, mit dem man den gesamten Organismus entschlacken, den Stoffwechsel regulieren und zudem überflüssiges Fett reduzieren kann. Durch die spezielle Schrothkurdiät (fett-, salz-, und eiweißarm), Trink- und Trockentage, sowie feuchtwarme Packungen wird die Durchblutung angeregt und die optimalen Blutfett- und Blutzuckerwerte wieder hergestellt. Die Wärmeproduktion und Entschlackung des Körpers werden ebenfalls gefördert.

Vollwertkost

Die Versorgung mit Vitaminen und Mineralien ist bei dieser Ernährung optimal. Das Prinzip basiert möglichst auf naturbelassener Kost mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Wenig Fleisch, mehr Fisch, Milchprodukte und Eier zusammen mit Gemüse, Salat und Getreide.

Trennkost

Die Versorgung mit Vitaminen und Mineralien ist bei dieser Ernährung optimal. Das Prinzip basiert möglichst auf naturbelassener Kost mit vielen pflanzlichen Lebens-mitteln. Wenig Fleisch, mehr Fisch, Milchprodukte und Eier zusammen mit Gemüse, Salat und Getreide.

2.4.5 Sanft und Seele

„Sanft und Seele“ bezeichnet sämtliche Methoden, um Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen und dem Körper während den Anwendungen Ruhe und Ausgeglichenheit zu gönnen.

Ayurveda

Die altindische, ganzheitlich ausgerichtete "Wissenschaft vom Leben" gilt als älteste überlieferte Medizinlehre der Welt. Sie führt Gesundheitsstörungen auf das Ungleichgewicht der drei energetischen Grundkräfte Vata, Pitta und Kapha im menschlichen Körper zurück. Diese steuern den gesamten physischen Aufbau und sogar die geistigen Prozesse. Durch Ayurveda-Kost, natürliche Heilmittel aus Kräutern, und ayurvedische Behandlungen wie Synchronmassage, Stirnölgüsse oder Dampfbäder wird der Körper entgiftet und das seelische Gleichgewicht gestärkt. Erfolge werden bei Magen-Darm-Störungen, Gewichtsproblemen, chronischen Schmerzen, Schlaf-störungen, Streß, Unruhezuständen, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfungszuständen erzielt. Die einzelnen Anwendungen werden aufgrund der ärztlichen Diagnose auf den einzelnen Menschen individuell abgestimmt.

Yoga

Hatha-Yoga ist ein Körpertraining, bei dem eine Balance zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden erreicht werden soll. Man verharrt in bestimmten Körperstellungen (Asanas), während man konzentriert und gleichmäßig atmet. Das wirkt sich beruhigend auf das Nervensystem aus, hält die Gelenke beweglich, tut dem Rücken und der Haltung gut und kann, wenn man dabei bleibt, auch eine positive Lebenseinstellung vermitteln.

Fünf Tibeter

Das alte Geheimnis aus den Hochtälern des Himalajas umfaßt eine genial einfache Kombination von fünf Bewegungsabläufen. In den letzen Jahren erlangte das Geheimnis auch in der westlichen Welt große Popularität. Die Körperübungen aus Tibet sind in kurzer Zeit erlernbar und mühelos in den normalen Tagesablauf zu integrieren. Konsequent angewendet, mobilisieren sie körpereigene Reserven und erhöhen somit Vitalität und Energieniveau.

Akupunktur

Die Akupunktur ist das der traditionellen chinesischen Medizin entstammende Prinzip der kleinen Nadelstiche: Akupunkturnadeln werden an bestimmten Punkten des Körpers unterschiedlich tief eingestochen, um dadurch Störungen des Organismus auszugleichen und Schmerzen zu behandeln. Diese asiatische Methode geht davon aus, daß die Lebensenergien auf bestimmten Bahnen durch den Körper fließen. Streß, Überlastung oder Krankheit können diesen Fluß an speziellen Punkten blockieren. Durch die Nadelstiche wird die Energie wieder freigesetzt.

Aromatherapie

Die Aromatherapie ist eine Entspannungstherapie, die auf die heilende Wirkung von ätherischen Ölen setzt. Duftstoffe von Blüten, Blättern, Nadeln oder Wurzeln werden mit Basisölen angereichert und dann einmassiert bzw. inhaliert oder als Badezusatz verwendet. Über Haut, Schleimhäute und Nase gelangen die Düfte ins Gehirn und wirken direkt auf Psyche und Nerven. Ziel ist die Optimierung und Harmonisierung der Selbstheilungskräfte im Krankheitsfall, die Aromatherapie kann aber auch vorbeugend zur Gesunderhaltung angewendet werden.

3 Der Gesundheitstourismus

3.1 Einführung

Der Gesundheitstourismus als Tourismusform ist inhaltlich schwer abgrenzbar, da er ein Bündel unterschiedlicher Teilaspekte beinhaltet.

Gesundheitstourismus ergibt sich aus einer Ortsveränderung -wie sie den Tourismus allgemein definiert- und dem Aufenthalt von Personen, die ihr körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden fördern und stabilisieren, in dem sie Gesundheitsleistungen nutzen, die mit dem Aufenthalt an einem Ort in Verbindung stehen, an dem sie dauerhaft weder wohnen, noch arbeiten.

Heutiger Gesundheitstourismus wird durch den Begriff Wellnesstourismus ergänzt[5]. Wellness ist modern und eine Lebensphilosophie in schnellen Zeiten, die Körper, Geist und Seele durch Verwöhnenlassen mit Behandlungen unterschiedlichste Art, frischer Luft, Bewegung und einfach Ruhe wieder in einen ruhigen Rhythmus bringen soll. Wellness ist heute ein Synonym für Gesundheit, Schönheit und Fitneß!

Auf dem Gesundheitsmarkt ist momentan ein fließender Übergang vom Kur- zum Gesundheitstourismus zu beobachten. Vorbeugend auf die Gesundheit wirken sollen die Verbindung von Gesundheits- und Fitneßprogrammen mit Spaß, Freude und Geselligkeit. Damit soll die Nachfrage nach „gesunden“ Leistungen gefördert werden.

3.2 Der Gesundheitsurlaub

3.2.1 Allgemein

B. Richter[6] definiert den Gesundheitsurlaub wie folgt:

Gesundheitsurlaub ist eine Kombination von Urlaubsvergnügen und individuellen, fachkundig betreuten und wissenschaftlich fundierten Gesundheitsprogrammen.

Die Gesundheitsurlauber bestimmen die Aufenthaltsdauer selbst. Sie liegt meist bei ein bis zwei Wochen, im Gegensatz zum Aufenthalt einer Kur (von dem erst nach 3 Wochen ein Erfolg erwartet wird). Ein Heileffekt bei einer bestehenden Krankheit läßt sich nach so kurzer Zeit nicht erwarten. Jedoch ist die erholsame, entspannende Wirkung eines auf Gesundheit ausgerichteten Urlaubes ausreichend, um späteren Erkrankungen vorzubeugen und um mit den Streßsituationen des Alltags besser klarzukommen.

Im Gesundheitsurlaub werden -im Gegensatz zur klassischen Kur- die Gesundheitsprogramme vom Touristen selber zusammengestellt bzw. ausgewählt, den persönlichen Bedürfnissen entsprechend. Der Auslöser für die Planung und Durch-führung dieser Urlaubsform ist meist das Verspüren einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, Angst vor zukünftigen Beschwerden oder Erkrankungen, ein hohes Maß an Körperbewußtsein, sowie der Wunsch nach mehr Bewegung und mehr Aktivität des Körpers.

Für Deutschland gilt: Gesundheitstouristen -im Vergleich zum Kurgast- sind Selbstzahler. Sie kommen aus dem In- und Ausland und nutzen Heilbäder und Kurorte und deren Angebote zur Förderung der Gesundheit aufgrund eigener Entscheidungen, die sie dann -in der Regel- auch selber bezahlen. So bezeichnet der Deutsche Bäderverband e. V. den Privatkurgast.

3.2.2 Abgrenzung des Gesundheitsurlaubes

Gesundheitsurlaub und Kur unterscheiden sich durch die klassische Heilung und die Prävention. Während sich die klassische Kur größtenteils auf die Heilung beschränkt, soll der Gesundheitsurlaub der Prävention dienen.

[...]


[1] Diese Definition bezieht Privatkurgäste nicht mit ein.

[2] Definition übernommen aus Kaspar/Fehrlin, Bern/Stuttgart, 1984

[3] Heilbäder (und auch alle anderen Kurorte) sind berechtigt, für die Herstellung und Unterhaltung der zu Kurzwecken abgehaltenen Veranstaltungen und zu Kurzwecken erbauten Einrichtungen eine Steuer (Kurabgabe, Kurbeitrag) zu erheben, die Kurtaxe.

[4] Kategorisierung erfolgte im Rahmen des „Gesundheits- und Wellnesslexikons“, veröffentlicht unter der Internetseite www.heilbaeder-bw.de

[5] Wellness ein aus den beiden englischen Wörtern Wellbeing (Wohlsein) und Illness (Krankheit) zusammengesetztes Wort

[6] Richter, Barbara, Das Heilbad als Gesundheits-Clubdorf, 1993, S. 68

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten

Details

Titel
Heilbaden in Deutschland am Beispiel von Bad Wildbad in Baden Württemberg
Hochschule
Budapester Wirtschaftshochschule  (Handel, Gastronomie und Fremdenverkehr)
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
85
Katalognummer
V16812
ISBN (eBook)
9783638215435
Dateigröße
788 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heilbaden, Deutschland, Beispiel, Wildbad, Baden, Württemberg
Arbeit zitieren
Britta Benczúr-Ürmössy (Autor), 2003, Heilbaden in Deutschland am Beispiel von Bad Wildbad in Baden Württemberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16812

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