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Stresserleben und kognitive Dissonanz bei Pflegekräften. Eine empirische Untersuchung zu psychologischen Belastungen im Berufsalltag

Titel: Stresserleben und kognitive Dissonanz bei Pflegekräften. Eine empirische Untersuchung zu psychologischen Belastungen im Berufsalltag

Bachelorarbeit , 2022 , 58 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Josua Ruppaner (Autor:in)

Gesundheit - Pflegewissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Abschlussarbeit untersucht, inwieweit das Erleben kognitiver Dissonanz das Stresserleben von Pflegekräften beeinflusst. Vor dem Hintergrund steigender beruflicher Belastungen – insbesondere durch die COVID-19-Pandemie – wird der Zusammenhang zwischen psychologischem Unbehagen und arbeitsbezogenem Stress im Pflegekontext analysiert. Basierend auf theoretischen Modellen (u. a. Lazarus, Festinger) wurde eine Online-Befragung unter 128 Pflegekräften durchgeführt. Die empirische Studie operationalisiert kognitive Dissonanz in drei Dimensionen (expressive, selbstwertangreifende und stellvertretende Dissonanz) und erfasst das Stresserleben mit dem Perceived Stress Questionnaire (PSQ).
Ziel der Arbeit ist es, durch Regressionsanalysen und t-Tests aufzuzeigen, ob höhere Ausprägungen kognitiver Dissonanz signifikant mit stärkerem Stresserleben korrelieren. Die Ergebnisse weisen auf einen klaren Zusammenhang hin und liefern wichtige Erkenntnisse für das Stressmanagement im Gesundheitswesen. Die Arbeit leistet somit einen Beitrag zur psychosozialen Forschung in der Pflege und bietet eine fundierte Basis für weiterführende Präventionsmaßnahmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Tabellenverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Zusammenfassung
  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretischer Hintergrund
    • 2.1 Stress und kognitive Dissonanz bei Pflegekräften
    • 2.2 Stresserleben
    • 2.3 Kognitive Dissonanz
      • 2.3.1 Kognitive Inkonsistenz
      • 2.3.2 Dissonanz
      • 2.3.3 Dissonanz in Abhängigkeit der kognitiven Inkonsistenz
    • 2.4 Fragestellung, Operationalisierung und Hypothesen
      • 2.4.1 Operationalisierung
      • 2.4.2 Hypothesen
  • 3 Methoden
    • 3.1 Untersuchungsdesign
    • 3.2 Stichprobe
    • 3.3 Verwendetes Material
      • 3.3.1 Erfassung von Stresserleben
      • 3.3.2 Erfassung des psychologischen Unbehagens
      • 3.3.3 Dissonanz in Abhängigkeit der kognitiven Inkonsistenzen im Pre-Test
      • 3.3.4 Zusammenführung der Erfassungsinstrumente in Limesurvey
    • 3.4 Durchführung
  • 4 Ergebnisse
    • 4.1 Vorbereitung der Datenanalyse
    • 4.2 Deskriptive Datenanalyse
    • 4.3 Inferenzstatistische Analyse
    • 4.4 Explorative Datenanalyse
  • 5 Diskussion
    • 5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
    • 5.2 Einordnung der Ergebnisse
      • 5.2.1 Expressive Dissonanz
      • 5.2.2 Selbstwertangreifende Dissonanz
      • 5.2.3 Stellvertretende Dissonanz
      • 5.2.4 Stresserleben
      • 5.2.5 Explorative Datenanalyse
      • 5.2.6 Limitationen der Studie
    • 5.3 Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
    • Anhang A
    • Anhang B1
    • Anhang B2
    • Anhang B3
    • Anhang C

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Abschlussarbeit zielt darauf ab, die Forschung zu Stresserleben und kognitiver Dissonanz zu erweitern, indem sie die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob das Erleben von kognitiver Dissonanz während der Arbeitstätigkeit von Pflegekräften einen Einfluss auf deren Stresserleben hat.

  • Erfassung des Stresserlebens bei Pflegekräften
  • Untersuchung von kognitiver Dissonanz (expressive, selbstwertangreifende, stellvertretende)
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen kognitiver Dissonanz und Stresserleben
  • Empirische Untersuchung mittels Online-Umfrage bei einer Stichprobe von Pflegekräften
  • Abgrenzung und Definition der Konzepte Stress und kognitive Dissonanz

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Pflegekräfte sind in ihrer Tätigkeit einer besonderen Belastung und Stress ausgesetzt, wobei die aktuelle Covid19 Pandemie die Lage in den Einrichtungen, in denen Pflegekräfte tätig sind, noch weiter verschärft (Schulze & Holmberg, 2021). Die als belastend und stresshaft wahrgenommenen Situationen und Ereignisse können dabei von Pflegekraft zu Pflegekraft variieren, wobei unter den von Pflegekräften als stresshaft wahrgenommenen Situationen die kognitive Bewertung eines Reizes von besonderer Bedeutung ist, um eine Stressentstehung überhaupt zu ermöglichen (Lazarus, 1990; Lazarus & Folkman, 1984). Da Pflegekräfte neben belastenden und stresshaften Situationen auch verschiedenster kognitiver Dissonanzen und somit einem psychologischen Unbehagen, ausgesetzt sind und manche Autoren beim Zustand kognitiver Dissonanz von einem kognitiven Stress sprechen, scheinen die Konzepte von Stress und kognitiver Dissonanz in der alltäglichen Praxis mit einander zu verschwimmen (Brause & Tewes, 2018; Bühler, 2019; Festinger, 1957, 2020; Kirsch, 1977; Lazarus, 1990; Lazarus & Folkman, 1984). Die Frage, ob kognitive Dissonanz von Stress oder Stress von kognitiver Dissonanz beeinflusst werden kann, kann anhand der durchgeführten Studie von Williamson, Reed und Wickham (2020) im Ansatz vermutet werden, in welcher Personen, welche über ungelöste Dissonanzen in Bezug auf eine Verletzung des Selbstwertgefühls, als auch dessen Bedeutung für ein traumatisches Tätererlebnis verfügten, mehr Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) berichteten, als Personen, welche ein solches Dissonanz-Trauma nicht erlebten. Doch wie erleben Pflegekräfte Stress und wie beeinflusst kognitive Dissonanz das Stresserleben von Pflegekräften? Um dem Einfluss von kognitiver Dissonanz auf das Stresserleben nachzugehen, soll sich diese Arbeit der Fragestellung widmen, ob das Erleben von kognitiver Dissonanz während der Arbeitstätigkeit Einfluss auf das Stresserleben von Pflegekräften hat.

Im nachfolgenden zweiten Kapitel wird zunächst der theoretische Hintergrund der vorliegenden Arbeit erläutert, worauf die Fragestellung, Operationalisierung und Hypothesen das Kapitel abrunden. In Kapitel drei wird im Rahmen des Methodenteils das Untersuchungsdesign, sowie die untersuchte Stichprobe näher beschrieben, worauf eine detaillierte Beschreibung der verwendeten Materialien, sowie eine Beschreibung der Durchführung folgt und das Kapitel beenden. Kapitel vier gibt zunächst Auskunft über die durchgeführten Vorbereitungen vor Beginn der Datenanalyse, worauf eine deskriptive Datenanalyse, eine inferenzstatistische Datenanalyse und eine explorative Datenanalyse folgen. Das fünfte Kapitel fasst zunächst die Ergebnisse zusammen, wonach eine Einordnung der Ergebnisse und ein abschließendes Fazit die vorliegende Arbeit abschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Stresserlebens von Pflegekräften, insbesondere im Kontext der COVID-19-Pandemie und der kognitiven Dissonanz, ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Konzepte von Stress und kognitiver Dissonanz für Pflegekräfte definiert und voneinander abgegrenzt, wobei verschiedene Arten von Dissonanz vorgestellt und die Hypothesen der Studie formuliert werden.

3 Methoden: Das Kapitel beschreibt detailliert das Untersuchungsdesign einer Online-Umfrage, die Stichprobe der teilnehmenden Pflegekräfte und die verwendeten Instrumente zur Erfassung von Stresserleben und den verschiedenen Formen kognitiver Dissonanz.

4 Ergebnisse: In diesem Teil werden die Resultate der Datenanalyse präsentiert, welche die signifikanten Zusammenhänge zwischen dem psychologischen Unbehagen durch kognitive Dissonanz und dem Stresserleben der Pflegekräfte aufzeigen.

5 Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Studienergebnisse zusammen, ordnet sie in den bestehenden Forschungsstand ein, reflektiert kritisch die Limitationen der Studie und zieht ein abschließendes Fazit.

Schlüsselwörter

Pflegekräfte, Stresserleben, kognitive Dissonanz, expressive Dissonanz, selbstwertangreifende Dissonanz, stellvertretende Dissonanz, psychologisches Unbehagen, Online-Umfrage, Perceived Stress Questionnaire (PSQ), Belastungsfaktoren, Gesundheitswesen, transaktionales Stressmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Erlebens kognitiver Dissonanz während der Arbeitstätigkeit auf das Stresserleben von Pflegekräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind Stresserleben, kognitive Dissonanz (expressive, selbstwertangreifende, stellvertretende) und die Auswirkungen auf Pflegekräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob das Erleben von kognitiver Dissonanz während der Arbeitstätigkeit Einfluss auf das Stresserleben von Pflegekräften hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung mittels Online-Umfrage durchgeführt, wobei Regressionsanalysen und ungepaarte t-Tests zur Datenanalyse zum Einsatz kamen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den theoretischen Hintergrund von Stress und kognitiver Dissonanz, die Methodik der Studie, die präsentierten Ergebnisse der Datenanalyse sowie deren Diskussion und Einordnung in den Forschungsstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Pflegekräfte, Stresserleben, kognitive Dissonanz, psychologisches Unbehagen, Online-Umfrage und das Perceived Stress Questionnaire (PSQ) charakterisieren diese Arbeit.

Was ist der Unterschied zwischen kognitiver Inkonsistenz und Dissonanz in dieser Arbeit?

In dieser Arbeit wird kognitive Inkonsistenz als die Diskrepanz zwischen Kognitionen verstanden, die die dissonanzauslösende Situation darstellt, während Dissonanz den unangenehmen Erregungszustand bezeichnet, der aus dieser Inkonsistenz resultiert.

Welche Arten von kognitiver Dissonanz wurden untersucht und welche zeigte den größten Einfluss?

Untersucht wurden expressive, selbstwertangreifende und stellvertretende Dissonanz. Die selbstwertangreifende Dissonanz erwies sich dabei als der größte Einflussfaktor auf das negative Stresserleben.

Wie wurde das Stresserleben der Pflegekräfte erfasst?

Das Stresserleben wurde mittels des Perceived Stress Questionnaire (PSQ) erfasst, der einen Gesamtscore sowie Dimensionen wie Sorgen, Anspannung, Freude und Anforderungen erhebt.

Gibt es Limitationen bei der Übertragbarkeit der Studienergebnisse?

Ja, aufgrund des Umfragesettings (Online-Umfrage) kann nicht mit Sicherheit gewährleistet werden, dass es sich bei allen Teilnehmenden tatsächlich um Pflegekräfte handelt, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse einschränken könnte.

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Details

Titel
Stresserleben und kognitive Dissonanz bei Pflegekräften. Eine empirische Untersuchung zu psychologischen Belastungen im Berufsalltag
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen  (Psychologie)
Note
1,3
Autor
Josua Ruppaner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
58
Katalognummer
V1681643
ISBN (PDF)
9783389170687
ISBN (Buch)
9783389170694
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kognitive Dissonanz Pflege Stressbelastung im Pflegeberuf Psychologisches Unbehagen Pflegekräfte Empirische Studie Pflegepersonal Perceived Stress Questionnaire PSQ Kognitive Dissonanz Stresserleben Stress expressive Dissonanz selbstwertangreifende Dissonanz stellvertretende Dissonanz Pflegekräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josua Ruppaner (Autor:in), 2022, Stresserleben und kognitive Dissonanz bei Pflegekräften. Eine empirische Untersuchung zu psychologischen Belastungen im Berufsalltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1681643
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Leseprobe aus  58  Seiten
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