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Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika

Title: Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika

Scientific Study , 2011 , 17 Pages

Autor:in: Ikechukwu Aloysius Orjinta (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Die Kluft zwischen der Theorie und den gut gemeinten Plänen und Vorplanung über Auslandsgermanistik soll überbrückt werden.Ansonsten wird man kaum verstehen, warum so viel Geld und Haushalt für Auslandsgermanistik eingeplant und verabschiedet wird, während Politiker wie Angela Merkel beim Jugendtreffen in Potsdam 2010 konstatierten: deutscher Multikulturalismus gescheitert sei. Dabei habe ich recherchiert, warum die deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde im Vergleich mit den anderen wichtigen europäischen Sprachen etwa Französisch und Englisch beim Ausbreiten und bei der Vermittlung besonders in Nigeria schlechte Note kriegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Bemerkungen

Literatur und die Gesellschaft. Erwartungs- und Rezeptionshorizont

Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika

Schluss und mögliche Vorschläge

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die problematische Vermittlungssituation der deutschen Sprache, Literatur und Kultur in Afrika, insbesondere in Nigeria, und fordert eine kritische Neubestimmung der interkulturellen Germanistik unter Berücksichtigung adressatenspezifischer Bedürfnisse sowie einer Abkehr von kolonialen Machtstrukturen.

  • Analyse der Rezeptionsästhetik und des Erwartungshorizonts afrikanischer Leser
  • Kritik an der aktuellen Praxis und Finanzierung der Hochschulgermanistik in Afrika
  • Notwendigkeit einer "Afrikanisierung" literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden
  • Rolle des Vermittlers und Anforderungen an die interkulturelle Kompetenz von Lehrkräften
  • Verhältnis zwischen Literatur, soziokulturellem Milieu und gesellschaftlicher Wirkung

Auszug aus dem Buch

Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika

Angesichts der oben geschilderten wenig zufrieden stellenden Bestandsaufnahme der afrikanistischen Germanistik möchte ich zu Beginn dieses Kapitels die mögliche Blockade akribisch und kritisch analysieren, um anschließend wohldurchdachte Vorschläge zu unterbreiten. Zunächst sind ein paar unfaire und falsche Eindrücke zu korrigieren: Erstens die Konstatierung von Gouaffo, Albert (2004:1), dass unter anderem die afrikanistische Germanistik die jüngste Germanistik der Welt sei. Anhand der verfügbaren historisch-politischen und literarischen Daten über frühe deutsch- afrikanische Kontakte und Beziehungen ist so eine Behauptung kaum haltbar. Manchmal wird eine solche Charakterisierung Afrikas als Entschuldigung der Unfähigkeit und Rückentwicklung des Kontinents präsentiert.

Anhand der anthropologischen und geschichtlichen Quellen lassen sich die frühesten Kontakte und Begegnungen zwischen Afrikanern und Deutschen mehrere Jahrhunderte zurückdatieren. In Deutsch- Südwestafrika, dem heutigen Namibia, begann eine der ersten Begegnungsphasen zwischen Afrika und dem Deutschen Reich im Jahre 1882, die sich sich zum Völkermord an den Herero und Namagua im Jahre 1904 entwickelte. Dieses Ereignis kündigte bereits im Voraus die Apartheid an. Michael Mann, Soziologe der Universität von Kalifornien hat viel in diesem Bereich geforscht (siehe Michael Mann: South-West Africa: The Genocide of the Hereros, 1904-1905; www.globalsite.ac.uk.2001; Bley H. 1971 South-West Africa under German Rule 1894-1914.) Pointiert ausgedrückt kann historische Forschung nur akribisch und heuristisch sein, wenn der Forscher aus verschiedenerlei Perspektive eine ausgeglichene Darstellung gewinnt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitende Bemerkungen: Einführung in die Problematik der Attraktivität des Faches Deutsch als Fremdsprache in Afrika und die Notwendigkeit einer kulturwissenschaftlich-pädagogischen Neuorientierung.

Literatur und die Gesellschaft. Erwartungs- und Rezeptionshorizont: Theoretische Herleitung der Verbindung von Literatur, sozialem Milieu und der Bedeutung der Rezeptionsästhetik für das Verständnis literarischer Werke in einem globalisierten Kontext.

Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika: Kritische Analyse der bestehenden Barrieren, einschließlich historischer Fehlannahmen, organisatorischer Mängel und infrastruktureller Defizite in der afrikanischen Hochschulgermanistik.

Schluss und mögliche Vorschläge: Zusammenfassende Forderung nach mehr Unabhängigkeit der afrikanischen Germanistik, besserer Ausbildung der Lektoren und der Anwendung lokal angepasster Interpretationsmethoden wie dem Womanismus.

Schlüsselwörter

Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Germanistik, Nigeria, Rezeptionsästhetik, Erwartungshorizont, Kulturmündigkeit, Literaturdidaktik, Postkolonialismus, DaF-Vermittlung, Afrika, Germanistik, Landeskunde, Kulturdialog, Sprachbad, Krisenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Vermittlung deutscher Sprache und Literatur in Nigeria und Afrika und hinterfragt kritisch die Ansätze der aktuellen interkulturellen Germanistik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Rezeptionsästhetik afrikanischer Leser, die infrastrukturelle Situation der Germanistik vor Ort und die Notwendigkeit adressatengerechter Lehr- und Interpretationsmethoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Blockaden der afrikanistischen Germanistik aufzudecken und praktikable, eigenständige Wege zur Stärkung des Fachs sowie zur kulturellen Emanzipation afrikanischer Germanisten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird bevorzugt verwendet?

Der Autor nutzt eine kulturwissenschaftlich-kontrastive Analyse sowie eine adressatenorientierte Betrachtungsweise, ergänzt durch Ansätze der Rezeptionsästhetik nach Hans R. Jauß.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der aktuellen Lage der Germanistik, der Rolle der deutschen Kulturvermittler im Ausland und der Kritik an Paternalismus und unzureichender Finanzierung durch die deutsche Bildungs- und Kulturpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Germanistik, Rezeptionsästhetik und afrikanistischer Kontext definieren.

Warum wird der Womanismus als Methode angeführt?

Der Autor schlägt den Womanismus vor, um eine afrikanisch orientierte Methode zur Interpretation deutscher Texte zu etablieren, die das holistische Wohl der Geschlechter und der Familie in den Vordergrund stellt.

Wie bewertet der Autor die Rolle der deutschen Unternehmen in Nigeria?

Der Autor kritisiert scharf, dass Firmen wie Julius Berger in Nigeria zwar ökonomisch erfolgreich sind, aber kaum zur kulturellen Förderung beitragen und mit ihrem Verhalten teilweise den Ruf Deutschlands schädigen.

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Details

Title
Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika
Author
Ikechukwu Aloysius Orjinta (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V168195
ISBN (eBook)
9783640870332
ISBN (Book)
9783640870172
Language
German
Tags
schwierigkeiten vermittlung sprache literatur nigeria afrika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ikechukwu Aloysius Orjinta (Author), 2011, Die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der deutschen Sprache und Literatur in Nigeria bzw. Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168195
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