Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom: Beobachtungen in einem Wohnheim nach zwei Wochen Hirnleistungstraining

Title: Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom: Beobachtungen in einem Wohnheim nach zwei Wochen Hirnleistungstraining

Diploma Thesis , 2003 , 116 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: René Spilner (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Viele Experten haben sich bereits mit der Thematik des Alkoholismus,
dessen Ursachen, Formen, Folgen und Therapiemöglichkeiten
auseinandergesetzt, beschäftigt und theoretische Abhandlungen darüber
veröffentlicht. Allerdings gibt es noch immer Themenbereiche des
Alkoholismus, die bisher kaum bzw. gar nicht erforscht worden sind.
Diese Erkenntnis gewann ich bei der Literaturrecherche zum Thema
„Menschen mit alkoholbedingtem amnestischem Syndrom“ während
meines Praktikums.
Das Praktikum absolvierte ich im Wohnheim für seelisch Behinderte
infolge Sucht „Sonnenweg“ von ADROME in Gardelegen. In dieser
Einrichtung werden Menschen mit Alkoholproblemen und den daraus
resultierenden Folgeerkrankungen sowie Abhängige illegaler Drogen
betreut mit dem Ziel der Wiedereingliederung der Betroffenen nach §39
und §41 BSHG. Seit einiger Zeit gehören zu den Betroffenen auch
Menschen mit dem alkoholbedingten amnestischen Syndrom. Da diese
Bewohner in ihren Gruppen Probleme mit ihren Mitbewohnern haben,
benötigen sie einen höheren Betreuungsaufwand. Die Mitarbeiter standen
vor der Frage, wie sie angemessen auf Verhaltensweisen solcher
Bewohner und ihre Bedürfnisse reagieren sollen. Da weder auf
vorhandene Erfahrungen mit dieser Klientel noch auf Fachliteratur
zurückgegriffen werden konnte, sind die Mitarbeiter im Moment nicht in
der Lage, sich intensiv um die Belange dieser Bewohner zu kümmern.
Aus aktuellem Anlass (es gibt immer mehr Menschen mit
alkoholbedingtem amnestischem Syndrom) und um dieser Problematik
entgegenzuwirken, habe ich mich intensiver mit dem Thema
auseinandergesetzt.
Obwohl in den wissenschaftlichen Publikationen detailliert die Ursachen
und das Krankheitsbild beschrieben sind, werden keine Hinweise zum
Umgang mit den betroffenen Personen und den Therapiemöglichkeiten
gegeben.
Es gibt vereinzelt Einrichtungen, die sich intensiv mit diesen Menschen
und ihren Problemen auseinandersetzen. Ich finde, dass diese Menschen bei der häufig vorkommenden Unterbringung in einem Pflege- bzw.
Altenheim nicht die Aufmerksamkeit und Förderung erhalten, die sie
benötigen. Außerdem ist eine abstinente Lebensführung in nicht -
spezialisierten Einrichtungen selten gewährleistet. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Alkoholismus

2.1 Geschichte des Alkohols

2.2 Entstehung des Alkoholismus

2.3 Formen des Alkoholismus

2.4 Folgen des Alkoholismus

3. Das alkoholbedingte amnestische Syndrom

3.1 Diagnose laut ICD 10 und DSM IV

3.2 Ursachen

3.3 Krankheitsbild

4. Hilfen für Bewohner

5. Tagesstruktur im Wohnheim „Sonnenweg“

5.1 Institutionelle Rahmenbedingungen

5.2 Tagesstruktur

6. Personenbeschreibungen und Darstellung ihrer Probleme im Wohnheim „Sonnenweg“

6.1 Personenbeschreibung 1

6.2 Personenbeschreibung 2

6.3 Personenbeschreibung 3

6.4 Zusammenfassung der auftretenden Probleme

7. Das Hirnleistungstraining

8. Durchführung von Hirnleistungstraining im Wohnheim

8.1 Anfangsbedingungen

8.2 Voraussetzungen zur Durchführung des Hirnleistungstrainings im Wohnheim „Sonnenweg“

8.3 Durchgeführte Testverfahren

9. Verlauf des Hirnleistungstrainings

10. Auswertung

10.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

10.2 Ergebnisdiskussion

10.3 Selbstreflexion

11. Beantwortung der Fragestellungen

12. Konsequenzen für das Wohnheim „Sonnenweg“

13. Resümee / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom unter dem Einsatz von Hirnleistungstraining in einem Wohnheim, um auf Basis gewonnener Erkenntnisse Empfehlungen für eine optimierte Betreuung und Tagesstruktur zu formulieren.

  • Grundlagen des Alkoholismus und des amnestischen Syndroms
  • Anforderungen an die Betreuung betroffener Bewohner
  • Analyse der Tagesstruktur im Wohnheim „Sonnenweg“
  • Praktische Erprobung und Auswertung von Hirnleistungstraining
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Heimpraxis

Auszug aus dem Buch

3.3 Krankheitsbild

Zur Erläuterung des Krankheitsbildes wird sich auf zwei folgende klinische Befunde gestützt. „Neuropathologisch findet sich eine gliovasotrope Schädigung mit Proliferation von Kappilaren und kleinen Venen sowie spongiöser Gewebsauflockerung mit Prädilektionsort im Bereich der Corpora mamillaria, der Umgebung des III. Ventrikels, der Vierhügelregion und des periaquäduktalen Bereiches“ (Wessel, in Griffith, 1986, S. 98). „Histologisch findet man eine Vakuolisierung des Gewebes und eine Zerstörung der parenchymatösen Elemente“ (Feuerlein et al., 1998, S. 169).

Das Verhalten der Betroffenen lässt sich dagegen nicht so einfach und konkret beschreiben. Für die Arbeit mit Menschen mit dem alkoholbedingtem amnestischen Syndrom ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei dem Syndrom um eine Beeinträchtigung der Verarbeitung neuer Informationen handelt. Sie sind nicht in der Lage, Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu verarbeiten, um sie später im Langzeitgedächtnis zu speichern. „Bei Personen mit amnestischen Syndrom besteht sowohl eine Unfähigkeit, Neues zu lernen (anterograde Amnesie), als auch partielle Unfähigkeit, sich an Dinge zu erinnern, die früher bekannt waren (retrograde Amnesie)“ (Steingass, 1994, S. 26). Der Krankheitsverlauf ist bei jedem individuell geprägt und die Symptome treten mit unterschiedlicher Intensität auf. Dennoch lassen sich nach Raasch Gemeinsamkeiten im Krankheitsbild der Patienten feststellen:

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert die Beweggründe für die Arbeit und bedankt sich bei unterstützenden Einrichtungen.

1. Einleitung: Es werden die Problemstellung und das Ziel der Arbeit, Menschen mit amnestischem Syndrom besser durch Hirnleistungstraining zu fördern, beschrieben.

2. Alkoholismus: Kapitel zur Geschichte, Entstehung, den Formen und sozialen sowie gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums.

3. Das alkoholbedingte amnestische Syndrom: Detaillierte Darstellung der Diagnosekriterien, Ursachen (insb. Vitamin B1-Mangel) und des klinischen Krankheitsbildes.

4. Hilfen für Bewohner: Zusammenfassung von Erfahrungen anderer Einrichtungen zum Umgang mit betroffenen Heimbewohnern.

5. Tagesstruktur im Wohnheim „Sonnenweg“: Beschreibung der institutionellen Rahmenbedingungen und des täglichen Ablaufs im untersuchten Wohnheim.

6. Personenbeschreibungen und Darstellung ihrer Probleme im Wohnheim „Sonnenweg“: Charakterisierung der drei am Experiment teilnehmenden Bewohner und deren spezifische Defizite.

7. Das Hirnleistungstraining: Theoretische Definition, Begründung der Methode und Anwendungsbereiche des Trainings.

8. Durchführung von Hirnleistungstraining im Wohnheim: Erläuterung der organisatorischen Vorbereitungen, Testverfahren und Rahmenbedingungen für das Experiment.

9. Verlauf des Hirnleistungstrainings: Dokumentation des 14-tägigen Trainings in Form eines Tagebuchs.

10. Auswertung: Statistische Zusammenfassung der Testergebnisse und kritische Diskussion der Beobachtungen.

11. Beantwortung der Fragestellungen: Zusammenfassende Beantwortung der zentralen Forschungsfragen auf Basis des Experiments.

12. Konsequenzen für das Wohnheim „Sonnenweg“: Konkrete Vorschläge zur konzeptionellen und strukturellen Verbesserung der Betreuung im Wohnheim.

13. Resümee / Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Alkoholismus, amnestisches Syndrom, Wernicke-Korsakow-Syndrom, Hirnleistungstraining, Kognition, Gedächtnisstörung, Rehabilitation, Wohnheim, Suchthilfe, Betreuung, Tagesstruktur, Vitamin B1-Mangel, Langzeitpatienten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit einem alkoholbedingten amnestischen Syndrom in einem Wohnheim durch gezieltes Hirnleistungstraining in ihrer Selbständigkeit gefördert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die medizinischen und sozialen Hintergründe des Alkoholismus, das spezifische Krankheitsbild des amnestischen Syndroms, Ansätze der Betreuung in Wohneinrichtungen und die praktische Anwendung von kognitivem Training.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu ermitteln, welche Auswirkungen Hirnleistungstraining auf kognitive Defizite bei Betroffenen hat und ob diese Methode fest in den Alltag des Wohnheims integriert werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt ein 14-tägiges Experiment mit drei Bewohnern durch, begleitet von einer teilnehmenden Beobachtung und standardisierten Testverfahren wie dem Mini-Mental-Status-Test (MMST) und dem Trail Making Test.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Themas, die detaillierte Beschreibung der Bewohner und die Dokumentation des Trainingsverlaufs im Rahmen einer Tagebuchstudie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Sucht, amnestisches Syndrom, Hirnleistungstraining, kognitive Rehabilitation und tagesstrukturierende Maßnahmen.

Welche Rolle spielt das Wohnheim „Sonnenweg“ für die Studie?

Das Wohnheim dient als Untersuchungsort, an dem der Autor als Bezugsbetreuer tätig war und die Notwendigkeit von Verbesserungen in der Betreuungskonzeption für diese Klientel festgestellt hat.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich der Wirksamkeit des Trainings?

Der Autor schließt, dass das Training für die Bewohner eine positive Abwechslung darstellt, zu einer besseren Konzentration beitragen kann und die Lebensqualität sowie das Selbstwertgefühl der Betroffenen steigert.

Excerpt out of 116 pages  - scroll top

Details

Title
Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom: Beobachtungen in einem Wohnheim nach zwei Wochen Hirnleistungstraining
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Grade
1,3
Author
René Spilner (Author)
Publication Year
2003
Pages
116
Catalog Number
V16826
ISBN (eBook)
9783638215565
Language
German
Tags
Entwicklungsmöglichkeiten Menschen Syndrom Beobachtungen Wohnheim Wochen Hirnleistungstraining
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
René Spilner (Author), 2003, Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit alkoholbedingtem amnestischen Syndrom: Beobachtungen in einem Wohnheim nach zwei Wochen Hirnleistungstraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16826
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  116  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint