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Das Konzept der fraktalen Affektlogik und die Theorie der rational-emotiven Therapie: Darstellung, Vergleich und Versuch eines Transfers auf pädagogische Alltagssituationen

Title: Das Konzept der fraktalen Affektlogik und die Theorie der rational-emotiven Therapie: Darstellung, Vergleich und Versuch eines Transfers auf pädagogische Alltagssituationen

Term Paper , 2000 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simone Smit (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

[...] Gerade von der
Theorie der rational- emotiven Therapie verspreche ich mir einen sehr großen
persönlichen Nutzen, da ich es mir später auch vorstellen kann, als Beraterin bzw.
Therapeutin tätig zu werden. Außerdem werde ich in den nächsten Semesterferien
mein zweimonatiges Grundpraktikum in einer Beratungsstelle für katholische
Frauen absolvieren.
Ein weiterer wichtiger Anreiz ist für mich die Tatsache, daß sich hinter diesem
kleinen Begriff „Gefühl“ soviel mehr verbirgt, als man überhaupt annimmt. Es gibt
noch einige unbeantwortete Fragen und einzelne Bereiche, die wissenschaftlich
noch lange nicht ausgeschöpft sind. Allerdings verändern sich mit der Zeit auch
einige Aspekte, so daß man an dieser Stelle dann wieder von neuem anfangen
kann zu forschen oder sich viele neue Vergleichsmöglichkeiten anbieten. Es ist
einfach erstaunlich: Jeder Mensch hat Gefühle und macht von ihnen im
zwischenmenschlichen Bereich Gebrauch, doch das Wie oder Warum kann sich
keiner so recht erklären! Daher denke ich, daß ich beim Schreiben der Hausarbeit
die Chance habe, mich noch weiter in diese Materie hineinzuarbeiten und vielleicht
ein paar Antworten oder ein paar neue Denkanstöße zu bekommen, die mir in naher Zukunft bestimmt von Nutzen sein werden. Wie auch schon das Deckblatt verrät, werde ich in meiner Hausarbeit zunächst
einmal die wichtigsten Begriffe des jeweiligen Ansatzes erklären, bevor ich dann
auf den einzelnen Ansatz selbst eingehe und ihn vorstelle. Anschließend erfolgt ein
Vergleich der beiden Theorien, damit die jeweiligen Unterschiede oder auch
Gemeinsamkeiten noch einmal deutlich werden. Danach folgt eine persönliche
Einschätzung der beiden Theorien und abschließend erfolgt meine
Transferleistung. Diese wird daraus bestehen, daß ich versuchen werde, beide
Ansätze in den pädagogischen Alltag, also in typische pädagogische Situationen
zu übertragen und einschätzen werde, wann und warum die eine oder andere
Theorie aus meiner Sicht empfehlenswerter anzuwenden ist.
Zum Aufbau der Arbeit ist nur soviel zu sagen, daß ich mich beim Vorstellen der
beiden Ansätze ausschließlich auf die Werke von Luc Ciompi und Albert Ellis
sowie Russell Grieger beziehe.
Beim Erklären des Begriffes „Affekt“ habe ich zusätzlich noch das Wörterbuch der
Pädagogik von Winfried Böhm, das Buch von Reinhard Pekrun sowie die
Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ verwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe der fraktalen Affektlogik

2.1 Affekt

2.2 Affektlogik

3. Das Konzept der fraktalen Affektlogik

4. Grundbegriffe der Theorie der rational- emotiven Therapie

4.1 Eine aktivierende Erfahrung oder ein aktivierendes Ereignis (A)

4.2 Die persönliche Überzeugung (B)

4.3 Die Konsequenzen (C)

4.4 Der rationale Disput (D)

4.5 Der therapeutische Effekt (E)

5. Die Theorie der rational- emotiven Therapie

6. Vergleich der beiden Ansätze

7. Wie und warum kann man aus meiner persönlichen Sicht von den beiden Theorien im pädagogischen Alltagam besten profitieren?

8. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der fraktalen Affektlogik und die Theorie der rational-emotiven Therapie (RET) theoretisch darzustellen, miteinander zu vergleichen und deren Anwendungsmöglichkeiten in konkreten pädagogischen Alltagssituationen zu prüfen.

  • Grundlagen und Definitionen von Affekten und Affektlogik nach Luc Ciompi
  • Das A-B-C-D-E-Modell der rational-emotiven Therapie nach Albert Ellis
  • Vergleichende Analyse der theoretischen Schwerpunkte und Ansätze
  • Transfer der therapeutischen Prinzipien auf pädagogische Beratungsfelder
  • Praktische Einschätzung der Anwendbarkeit bei verschiedenen Fallbeispielen

Auszug aus dem Buch

2.1 Affekt

Um herauszufinden, was ich unter dem Begriff „Affekt“ zu verstehen habe, griff ich als erstes zu meinem Wörterbuch der Pädagogik. Dort ist er wie folgt erklärt: „ Affekt, heftige Gemütsbewegung, öfters mit unwillkürlichen körperlichen Begleiterscheinungen (veränderter Puls; Erröten; Schweiß; Stuhldrang; motorische Veränderungen). Mit dem gesteigerten Erregungszustand geht (z.B. bei Wut, Begierde) eine Steigerung bzw. (bei Schreck, Angst, Entsetzen) eine Verminderung des Antriebs bei gleichzeitiger Schwächung der Einsichts- und Kritikfähigkeit sowie der Willenskontrolle einher, so daß es zu unbeherrschten Affekthandlungen kommen kann. Wesentliche Inhalte des sozialen Lernens basieren auf dem Erlernen des rechten Umgangs mit eigenen und fremden Affekten. Das Kind muß lernen, sich weder von den eigenen Affekten überschwemmen zu lassen noch durch zu starke Verdrängung der Affekte eine zu rigide Persönlichkeitsstruktur zu entwickeln, die dann zu neurotischen oder psychosomatischen Erkrankungen führen kann“ (Böhm, Wörterbuch der Pädagogik Seite 8).

Ergänzend dazu bietet das Buch von Luc Ciompi noch weitere Informationen. Er betont eingangs die Schwierigkeiten, mit denen man sich konfrontiert sieht, wenn man versucht diesen häufig uneinheitlich definierten Begriff präzise zu beschreiben. In der Literatur wird der Begriff der Affekte mal als synonym und mal als verschieden von anderen ebenso uneinheitlich definierten Ausdrücken wie z.B. Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Launen oder Gemütsbewegungen verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre erste Berührung mit den Themen Affektlogik und RET im Seminar und erläutert ihre Motivation, diese Ansätze für ihre zukünftige Tätigkeit als Beraterin zu vertiefen.

2. Grundbegriffe der fraktalen Affektlogik: Dieses Kapitel widmet sich der präzisen Definition der zentralen Begriffe „Affekt“ und „Affektlogik“ unter Einbezug fachwissenschaftlicher Literatur.

3. Das Konzept der fraktalen Affektlogik: Hier wird der psychische Apparat als ein komplexes Gefüge von Fühl-, Denk- und Verhaltensprogrammen erläutert und die Rolle von Affekten als Operatoren hervorgehoben.

4. Grundbegriffe der Theorie der rational- emotiven Therapie: Das Kapitel führt schrittweise in das A-B-C-D-E-Modell von Albert Ellis ein, welches den Zusammenhang zwischen Ereignissen, Überzeugungen und emotionalen Folgen erklärt.

5. Die Theorie der rational- emotiven Therapie: Es wird dargelegt, wie unser Denken unsere Gefühle beeinflusst und welche Anforderungen die Therapieform an den Klienten und den Therapeuten stellt.

6. Vergleich der beiden Ansätze: Die Arbeit stellt die Denkrichtungen und therapeutischen Ansätze von RET und Affektlogik in einer übersichtlichen Gegenüberstellung gegenüber.

7. Wie und warum kann man aus meiner persönlichen Sicht von den beiden Theorien im pädagogischen Alltagam besten profitieren?: Die Autorin überträgt die Theorien auf vier fiktive, praxisnahe Fallbeispiele aus der Beratungsarbeit.

8. Fazit: Die Autorin reflektiert ihre Erkenntnisse und stellt fest, dass die RET aufgrund der schrittweisen Methodik für sie persönlich nachvollziehbarer und leichter in die Praxis umsetzbar erscheint.

Schlüsselwörter

Affektlogik, rational-emotive Therapie, RET, Gefühle, Denken, Pädagogik, Beratung, A-B-C-Modell, kognitive Dynamik, Psychologie, Selbstbild, irrationales Denken, Bewusstsein, Affekt, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretische Darstellung und den Vergleich des Konzepts der fraktalen Affektlogik und der Theorie der rational-emotiven Therapie (RET) hinsichtlich ihrer Bedeutung für pädagogische Alltagssituationen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind das Wechselspiel zwischen Fühlen und Denken, die Bedeutung von Überzeugungssystemen für die psychische Befindlichkeit und die Anwendung therapeutischer Methoden in beratenden Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze zu durchdringen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und einen Transfer in die pädagogische Praxis zu leisten, um zu prüfen, wann welcher Ansatz empfehlenswerter ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Werke von Luc Ciompi und Albert Ellis/Russell Grieger sowie einer vergleichenden Gegenüberstellung und fallbezogenen Reflexion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt, die Theorien tiefgehend vorgestellt und schließlich in vier konkreten Fallbeispielen aus der Beratungsarbeit (z.B. Schwangerschaftskonfliktberatung, Schuldnerberatung) praktisch angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Affektlogik, rational-emotive Therapie (RET), kognitive Dynamik, Beratung, Überzeugungssysteme und emotionale Regulation.

Was ist unter dem Begriff "Mußturbieren" in der RET zu verstehen?

Der Begriff beschreibt das irrationale Denken, bei dem man sich ständige Forderungen auferlegt („Ich muss...“, „Ich soll...“), was die Realität verzerrt und zu selbstschädigenden Gefühlen führt.

Wie wird das Konzept der fraktalen Affektlogik auf die Wirklichkeit angewandt?

Es basiert auf einer konstruktivistischen Sichtweise, in der jeder Mensch durch seine affektiv-kognitiven Bezugssysteme seine eigene Wirklichkeit strukturiert und bewertet.

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Details

Title
Das Konzept der fraktalen Affektlogik und die Theorie der rational-emotiven Therapie: Darstellung, Vergleich und Versuch eines Transfers auf pädagogische Alltagssituationen
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik)
Course
Individuum und Organisation: Pädagogisches Handeln in Organisationen
Grade
1,0
Author
Simone Smit (Author)
Publication Year
2000
Pages
33
Catalog Number
V16834
ISBN (eBook)
9783638215626
Language
German
Tags
Konzept Affektlogik Theorie Therapie Darstellung Vergleich Versuch Transfers Alltagssituationen Individuum Organisation Pädagogisches Handeln Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Smit (Author), 2000, Das Konzept der fraktalen Affektlogik und die Theorie der rational-emotiven Therapie: Darstellung, Vergleich und Versuch eines Transfers auf pädagogische Alltagssituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16834
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