Die Erstellung eines Gründungskonzeptes zum Aufbau eines Monatsmagazins für Schwule und Lesben in Leipzig


Hausarbeit, 2002

9 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

1. Unternehmenscharakteristik
1.1 Gegenstand und Leistungsprofil des Unternehmens
1.2 Marktsegment und Zielgruppen
1.3 Unternehmensstandort
1.4 Rechtsform
1.5 Der Unternehmer

2. Marktsituation
2.1 Markt- und Absatzpotential
2.2 Wettbewerbssituation
2.3 Akquisition

3. Unternehmensstruktur
3.1 Gewerbecharakteristik
3.2 Mitarbeiter
3.3 Betriebsstätten

4. Investitions- und Finanzierungsplan
4.1 Betriebsmittel- und Kapitalbedarf
4.2 Kapitalbereitstellung und Sicherheiten

5. Betriebswirtschaftliche Konzeption
5.1 Umsatzentwicklung
5.2 Umsatz-, Kosten- und Gewinnplan

1. Unternehmenscharakteristik

Die Idee, ein Monatsmagazin für Schwule und Lesben in Leipzig herauszugeben, entspringt eigentlich dem Zufall. So plante der Rosa Linde e.V. außer der Reihe eine Veranstaltung, zu der nicht nur homosexuelle, sondern auch heterosexuelle Gäste eingeladen waren. Leider waren alle Mühen und Vorbereitungen fast vergebens, denn an dem betrefflichen Abend erschienen nur etwa 20 von 200 geplanten Gästen. Aus dieser Pleite heraus kamen die Veranstalter zu der Erkenntnis, dass es in Leipzig an einem regelmäßig erscheinenden Magazin fehle, in welchem regionale Veranstaltungen für Schwule und Lesben, Bucherscheinungen, politische und sportliche Events, sowie Kontaktanzeigen und Freizeitangebote aufgegeben werden können.

Das vorliegende Gründungskonzept soll dieser »Idee« einen fachkompetenten Rahmen geben. Es handelt sich hierbei um die Gründung eines Verlages zur Herausgabe eines Monatsmagazin’s für Schwule und Lesben in Leipzig. Dieser Verlag soll in Zusammenarbeit mit dem Rosa Linde e.V. entstehen. Nachfolgend möchte ich auf das Leistungsprofil des Verlages näher eingehen.

1.1 Gegenstand und Leistungsprofil des Unternehmens

Die Herausgabe eines regionalen Monatsmagazins ist keine Novität. Nein, im Gegenteil! Die Zeitungskioske und Tankstellen sind bis an den Rand gefüllt mit Publikationen dieser Art. Auch für Homosexuelle existiert bereits eine Fülle von Magazinen. Diese widmen sich jedoch eher allgemeinen Themen und haben kaum einen regionalen Bezug.

Dieses Manko soll mit der Herausgabe des Leipziger Magazin’s »RAINBOW« beseitigt werden. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten sollen politische, wirtschaftliche und gesell- schaftliche Neuigkeiten, sportliche Veranstaltungen, Berichterstattungen bereits stattgefun- dener Events, sowie Anzeigen und Annoncen gehören. Auch Leserbriefe, Bucherscheinungen und multimediale Neuerungen sollen im Magazin einen festen Platz bekommen.

Der Verlag gibt zudem nicht nur das Monatsmagazin heraus, sondern unterhält außerdem eine Online-Ausgabe des Magazin’s im Internet. Damit kann der Forderung nach Aktualität am besten entsprochen werden, beispielsweise bei unerwarteten Terminänderungen. Mit den angebotenen Chats und Leserforen soll vor allem die Kommunikation der Leser unter- einander gefördert werden. Ein Zusatznutzen soll für Abonnenten geschaffen werden. Sie erhalten das Magazin zum Vorzugspreis und außerdem eine Abonnentenkarte, mit der sie ein Mal pro Monat freien Eintritt zu einer der angebotenen Veranstaltungen haben.

1.2 Marktsegment und Zielgruppen

Das Magazin richtet sich vor allem an schwule, lesbische, bissexuelle und transsexuelle Leser. Doch auch Veranstalter von Konzerten und Vereine sollen zur Zielgruppe gehören. Die angesprochene Zielgruppe ist zwischen 14 und 65 Jahren alt. Das durchschnittliche, monatliche Einkommen der Leser beträgt ca. € 800,00 Netto. Da der überwiegende Teil der homosexuellen Leser nicht in einer eigetragenen Partnerschaft lebt, richtet sich das Magazin vor allem an ledige Leser. Erreicht wird die gewünschte Zielgruppe durch den Versand der Ausgaben an Abonnenten, durch den Verkauf an Kiosken, Tankstellen und in den Vereinen selbst.

Was den Wettbewerb angeht, ist die Herausgabe eines Monatsmagazin’s für Schwule und Lesben in Leipzig noch konkurrenzlos. Zwar gibt es bereits in der kostenlosen Zeitschrift »Fritz« eine Rubrik »Gay«, was englisch für homosexuell steht, doch ein spezielles Organ, dass nur für die Interessen der Zielgruppe steht, gibt es noch nicht.

1.3 Unternehmensstandort

Die Wahl des Standortes für den Verlag war nicht schwierig, denn der Rosa Linde e.V. befindet sich bereits im Zentrum von Leipzig, genauer gesagt am Brühl. Der Verein unter- hält in der unteren Etage, des gemieteten Objektes ein Café und eine Diskothek. Die obe- ren Räume des Gebäudes sind noch ungenutzt und sollen für den Verlag zur Verfügung gestellt werden. Der Rosa Linde e.V. stellt die Räumlichkeiten dem Verlag kostengünstig zur Verfügung.

Der Verlag ist sowohl für Kunden, als auch für die Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln optimal zu erreichen. Der nur fünf Gehminuten entfernt liegende Hauptbahnhof macht auch Kunden außerhalb von Leipzig das Erreichen des Verlages bequem. Weiterhin befindet sich das Objekt direkt in einer Einkaufsstraße, womit also auch für Passanten eine gute Erreichbarkeit gewährleistet werden kann. Für den Vertrieb und die Lieferwege stellt die Wahl des Standortes ebenfalls einen Vorteil dar. So lassen sich nahe- zu alle Stadtteile von Leipzig mit Bus und Bahn erreichen. Druckereien, Setzereien und Reprobetriebe befinden sich in unmittelbarer Umgebung, so dass weniger Lieferkosten ent- stehen und eine Geschäftsbeziehung mit den Betrieben auf persönlichem Wege stattfinden kann. Parkmöglichkeiten für Kunden und Mitarbeiter bietet der bewachte Parkplatz direkt neben dem Geschäftsgebäude. So müssen Kunden, die den Verlag aufsuchen wollen, kei- ne langen Wege in Anspruch nehmen.

Weiterhin befinden sich in unmittelbarer Umgebung des Geschäftshauses nahezu alle Ämter der Stadt, so dass keine langen Behördenwege in Kauf genommen werden müssen.

1.4 Rechtsform

Der Verlag soll als Einzelunternehmen gegründet werden. Dies hat den Vorteil, dass ich als Einzelunternehmer schnell, selbständig und flexibel handeln kann. Außerdem wird mir von rechtswegen ein unkomplizierter, unbürokratischer Start für die Unternehmensgründung zuteil. Weiterhin ist es nicht notwendig, eine bestimmte Kapitalausstattung vorzuweisen, was vor allem in der Gründungsphase eine große Rolle spielt. Sollte der Vertrieb des Magazin’s so gut sein, dass für den Verlag ein Gewinn entsteht, so steht dieser dem Einzelunternehmer voll zu.

Ein Risiko birgt natürlich die volle persönliche Haftung mit dem gesamten Privatvermögen, was jedoch auf die Entscheidung zu der gewählten Rechtsform nur unwesentlichen Einfluss hatte. Auch muss die gesamte Finanzierung von mir als Einzelunternehmer allein aufgebracht werdem.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die Erstellung eines Gründungskonzeptes zum Aufbau eines Monatsmagazins für Schwule und Lesben in Leipzig
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
9
Katalognummer
V168361
ISBN (eBook)
9783640853779
ISBN (Buch)
9783640854028
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstellung, gründungskonzeptes, aufbau, monatsmagazins, schwule, lesben, leipzig
Arbeit zitieren
M.A. Dipl.-Ing.(FH) Katja Büchner (Autor), 2002, Die Erstellung eines Gründungskonzeptes zum Aufbau eines Monatsmagazins für Schwule und Lesben in Leipzig, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168361

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Erstellung eines Gründungskonzeptes zum Aufbau eines Monatsmagazins für Schwule und Lesben in Leipzig



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden