Beeinflusst die Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen die Qualität der Polizeiarbeit?
Angesichts des Wandels in der Gesellschaft, beschäftigen sich immer mehr Menschen mit ihrer Gesundheit und legen viel Wert auf ein gesundes Leben. Besonders Polizeibeamte und Polizeibeamtinnen sind als eine besondere Personengruppe der Gesellschaft anzusehen, welche während des Dienstes verschiedenen körperlichen sowie psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Daraus resultiert, dass die Beamten sich besonders mit dem Thema Gesundheit beschäftigen sollten, um für die Belastungen des Wach- und Wechseldienstes gewappnet zu sein.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung.
- 2. BGMPol NRW 2020 - Das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW
- 3. Die Gesundheit..
- 3.1. Körperliche Gesundheit
- 3.2. Psychische Gesundheit
- 4. Anforderungen und Belastungen im Wach- und Wechseldienst
- 5. Fazit.
- 6. Literaturverzeichnis
- 7. Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Hauptseminararbeit untersucht tiefgehend die zentrale Forschungsfrage, ob die Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen die Qualität ihrer Arbeit beeinflusst. Angesichts hoher gesundheitlicher Anforderungen und steigender Belastungen im Polizeidienst beleuchtet die Arbeit, inwiefern ein effektives Gesundheitsmanagement zur Sicherung und Steigerung der Leistungsfähigkeit beitragen kann.
- Das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW (BGMPol NRW 2020)
- Definition und Dimensionen von Gesundheit (körperlich, psychisch, sozial)
- Spezifische Anforderungen und Belastungen im Wach- und Wechseldienst
- Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und der Qualität polizeilicher Arbeit
- Präventions- und Bewältigungsstrategien im Kontext des Polizeidienstes
- Die Rolle von Work-Life-Balance und individuellem Wohlbefinden
Auszug aus dem Buch
4. Anforderungen und Belastungen im Wach- und Wechseldienst
Polizeibeamte befassen sich in ihrem Berufsalltag mit vielfältigen Herausforderungen und Problemen. Insbesondere zählen hierzu belastende Ereignisse sowie der Umgang mit Tod und Gewalt. Das Arbeiten in Schichtsystemen und Rufbereitschaften, innenorganisatorische Probleme wie Führungsprobleme, Ausstattungsdefizite, als ungerecht empfundene Leistungsbeurteilungen und Beförderungen sowie ungelöste zwischenmenschliche Konflikte verstärken Belastungen, die zu Krankheiten führen können. Die Beamten können körperliche und psychische Probleme bekommen, die durch die Polizeiarbeit verursacht oder gesteigert werden. Folgende Ursachen können die psychische Gesundheit beeinträchtigen, wie zum Beispiel Arbeitsstress, Mangel an Familienkontakten, lange Arbeitszeiten, gefährliche Arbeitsbedingungen, Belästigungen und Einschüchterung sowie die Konfrontation mit traumatischen Ereignissen im Rahmen des Einsatzes.42 Zudem kann der Umgang mit aggressiven Personen, Opfern von Gewaltverbrechen oder Verkehrsunfällen, Suiziden und Schusswaffeneinsätzen zu einer hohen psychischen Belastung führen. Auch die Bearbeitung von Sexualstraftaten, insbesondere der Kinderpornografie, kann zu einer psychischen Überforderung führen.
Die Schichtarbeit stellt Polizeibeamte im Wach- und Wechseldienst vor große Herausforderungen. Sie stellt also, in einem ohnehin schon stressbehafteten Beruf, einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Sie gilt unter anderem als Hauptquelle von Stress und stellt die zentrale Ursache für Langzeitstress dar. Des Weiteren gehören Schlafstörungen zu den am häufigsten vorkommenden Auswirkungen, die durch Schichtarbeit verursacht werden. Schlafstörungen und Schlafmangel wirken sich sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit negativ aus. Folgende Faktoren kennzeichnen die Schlafstörung: Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung, nicht erholsamer Schlaf, Ein- und Durchschlafstörungen und Tagesschläfrigkeit.43
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Gesundheit auf die Qualität polizeilicher Arbeit vor.
Kapitel 2: BGMPol NRW 2020 - Das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW: Hier wird das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW (2020) beleuchtet, insbesondere hinsichtlich gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen und der Rolle von Vorgesetzten bei der Gesundheitserhaltung.
Kapitel 3: Die Gesundheit: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Gesundheit“ aus verschiedenen Perspektiven, einschließlich der WHO-Definition, und erläutert seine Multidimensionalität.
Kapitel 3.1: Körperliche Gesundheit: Der Fokus liegt auf der Bedeutung körperlicher Gesundheit für die Leistungsfähigkeit im Polizeidienst und den negativen Folgen von körperlicher Unterforderung.
Kapitel 3.2: Psychische Gesundheit: Dieses Unterkapitel beleuchtet die psychische Gesundheit gemäß WHO und die Auswirkungen psychischer Belastungen und Störungen auf die Arbeits- und Lebensqualität.
Kapitel 4: Anforderungen und Belastungen im Wach- und Wechseldienst: Es werden die spezifischen körperlichen und psychischen Belastungen des Wach- und Wechseldienstes detailliert dargestellt, einschließlich der Herausforderungen durch Schichtarbeit und deren Einfluss auf die Gesundheit.
Kapitel 5: Fazit: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und betont die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit im Polizeidienst.
Schlüsselwörter
Polizei, Gesundheitsmanagement, Nordrhein-Westfalen, Wohlbefinden, Schichtdienst, Stress, körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, Arbeitsqualität, Prävention, Bewältigungsstrategien, Work-Life-Balance, Leistungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit dem behördlichen Gesundheitsmanagement der Polizei NRW im Jahr 2020 und untersucht, inwiefern die Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen die Qualität ihrer polizeilichen Arbeit beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind das behördliche Gesundheitsmanagement, die Definition von körperlicher und psychischer Gesundheit, spezifische Belastungen im Wach- und Wechseldienst sowie Präventions- und Bewältigungsstrategien zur Erhaltung der Arbeitsqualität.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage „Beeinflusst die Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen die Qualität der Polizeiarbeit?“ umfassend zu beantworten und ein besseres Verständnis für die Gesundheitsproblematik im Wach- und Wechseldienst zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Untersuchung bestehender Rahmenkonzeptionen sowie relevanter Definitionen, um die Thematik des Gesundheitsmanagements im Polizeidienst theoretisch zu erörtern und zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW, die Konzepte der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie die spezifischen Anforderungen und Belastungen des Wach- und Wechseldienstes detailliert behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter wie Polizei, Gesundheitsmanagement, Wohlbefinden, Schichtdienst, Stress, körperliche und psychische Gesundheit, Prävention und Arbeitsqualität charakterisieren die Arbeit.
Wie adressiert das BGMPol NRW die psychische Gesundheit der Beamten?
Die Rahmenkonzeption des BGMPol NRW beinhaltet Maßnahmen zum Stressmanagement und zur Suchtprävention, um die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu fördern und zu erhalten.
Welche spezifischen Herausforderungen ergeben sich durch Schichtarbeit für Polizeibeamte?
Schichtarbeit führt zu zusätzlichen Belastungen wie Langzeitstress und Schlafstörungen, die sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit der Polizeibeamten auswirken können.
Welche Rolle spielt die individuelle Verantwortung bei der Gesundheitsförderung laut dieser Arbeit?
Die Arbeit betont, dass die Gesunderhaltung auch in der Selbstverantwortung jedes Einzelnen liegt und dass erlernte gesundheitsförderliche Verhaltensweisen aktiv in den Lebensalltag integriert werden sollten.
Warum ist körperliche Aktivität besonders wichtig für die Qualität polizeilicher Arbeit?
Körperliche Aktivität ist ein zentrales Mittel zur Maximierung der körperlichen Gesundheit, Vorbeugung von Krankheiten und Verbesserung der psychischen Gesundheit, was wiederum die Arbeits- und Lebensqualität sowie die Leistungsfähigkeit im Polizeidienst sichert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Behördliches Gesundheitsmanagement der Polizei NRW (2020), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1683724