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Präventivkonzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW

Eine systematische Analyse der Risiken und Auswirkungen des Schichtdienstes auf die Gesundheit von Polizeibeamt:innen

Titel: Präventivkonzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW

Bachelorarbeit , 2022 , 39 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sinan Fidan (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit schadet Schichtdienst der Gesundheit von Polizeibeamten und was können die Beamten tun, um die Belastungen zu minimieren? Der Aufbau eines behördlichen Gesundheitsmanagements aus dem Jahr 2010, für die Polizei NRW, sowie die aktualisierte Version von 2020 belegen, dass die spezifischen Arbeitsbedingungen im Polizeidienst eine hohe Anforderung an die Gesundheit der Beamten stellen und Stressen auch in Zukunft zunehmen werden. Diese Grundlage verdeutlicht die Dringlichkeit der vorliegenden Forschungsfrage. Erklärtes Ziel der Dienstvereinbarung zwischen dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Hauptpersonalrat der Polizei Nordrhein-Westfalen war es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Gesundheit, Motivation, Leistungsfäähigkeit und -bereitschaft der Beschäftigten fördern. Die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Polizei NRW setzt daher voraus, dass das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden der Beschäftigten erhalten bleibt. Während die Anforderungen des Dienstes zunehmen, stellt dies für die Einsatzkräfte ein Problem im Umgang mit der Gesundheit dar. Diejenigen, die sich nicht mit der Gesundheit befassen, sind von diesem Umstand besonders betroffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Die Gesundheit
    • 2.1. Psychische Gesundheit
    • 2.2. Physische Gesundheit
  • 3. Präventives Konzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagement der Polizei NRW
    • 3.1. Die behördliche Gesundheitsförderung im Rahmen des Gesundheitsmanagements Polizei NRW
    • 3.2. Führung
    • 3.3. Verhältnispräventive Maßnahmen
    • 3.4. Verhaltenspräventive Maßnahmen
      • 3.4.1. Körperliche Aktivität
      • 3.4.2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie
      • 3.4.3. Ernährung
  • 4. Die Risiken und Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit auf die Gesundheit
    • 4.1. Der Schichtdienst
    • 4.2. Psychische und physische Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit
      • 4.2.1. Schlafstörungen
      • 4.2.2. Soziale und familiäre Auswirkungen
      • 4.2.3. Krebsrisiko
      • 4.2.4. Störung der zirkadianen Rhythmik
    • 4.3. Gesunderhaltungspflicht des Beamten
  • 5. Fazit
  • I. Literaturverzeichnis
  • II. Quellenverzeichnis
  • III. Abkürzungsverzeichnis
  • IV. Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit analysiert die Risiken und Auswirkungen des Schichtdienstes auf die Gesundheit von Polizeibeamten und -beamtinnen in Nordrhein-Westfalen. Das primäre Ziel ist es, die mit der Schichtarbeit verbundenen Gesundheitsprobleme besser zu verstehen und Präventions- sowie Bewältigungsstrategien zu ermitteln, die den Polizeibeamten helfen, ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwieweit schadet Schichtdienst der Gesundheit von Polizeibeamten und was können die Beamten tun, um die Belastungen zu minimieren?

  • Systematische Analyse der Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit auf die Gesundheit.
  • Entwicklung eines Präventivkonzepts im behördlichen Gesundheitsmanagement.
  • Untersuchung psychischer und physischer Gesundheitsaspekte bei Polizeibeamten.
  • Bedeutung der Führung und Selbstverantwortung im Rahmen der Gesundheitsförderung.
  • Erarbeitung verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen zur Minimierung von Belastungen.

Auszug aus dem Buch

Psychische und physische Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit

Es wäre unsinnig, die Gesundheit von Polizisten zu bewerten, ohne die Auswirkungen des Schichtdienstes zu berücksichtigen. Die Polizei muss 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Dienst sein. An den Wochenenden und in der Nacht ist es schwierig, sich eine Welt ohne Polizisten vorzustellen. Der Schichtdienst stellt also, in einem ohnehin schon stressbehafteten Beruf, einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Sie wird als die primäre Quelle von Stress und als wichtigste Ursache für Langzeitstress betrachtet.

Weitere Belastungsfaktoren sind häufig Rückenbeschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen und Schlafmangel. Eine gesundheitsfördernde Führung zwecks Entlastung der Polizeibeamten ist unabdingbar, um Veränderungen in den Schichtmustern und Zuweisung von Fähigkeiten für Aufgaben zu durchdenken und anzupassen.

Der ideale Polizeibeamte ist in der Lage, die Belastungen des Berufsalltags zu bewältigen. Infolgedessen könnte er seine Leistungsfähigkeit beibehalten und gleichzeitig seine Lebensqualität verbessern. Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung des vollkommenen Polizeibeamten: „Der Idealtyp des Polizeibeamten, dem es gelingt, lebensgefährliche Situationen zu überleben und notfalls (mit der Schusswaffe) das Leben anderer zu retten, sieht demnach so aus: Er hat seine aggressiven Impulse unter Kontrolle, er ist um Problemlösungen bemüht, er kann abwägen und unterscheiden, er geht dabei umsichtig zu werke und scheut dennoch nicht im Notfall den Einsatz der äußersten Mittels. "105

Im folgenden Unterkapitel werden sowohl körperliche, geistige als auch soziale Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit nach dem aktuellen Forschungsstand erläutert.

Schichtarbeit, insbesondere bei der Polizei, ist ein großer Stressfaktor, der sich auf die Dauer und Qualität des Schlafs niederschlägt. Im Allgemeinen leiden Schichtarbeiter häufiger unter Schlafproblemen als Tagarbeiter. Das so genannte Schichtarbeitersyndrom ist definiert als Schlafstörungen, die über einen Zeitraum von mindestens einem Monat auftreten und mit wechselnden Schichtarbeitszeiten in Zusammenhang stehen. Es handelt sich um eine pathologische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, die durch Schichtarbeit verursacht wird. Schlaflosigkeit und Schlafentzug werden unter anderem mit einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depressionen in Verbindung gebracht.106

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Schichtdienstes für Polizeibeamte in NRW ein und legt die Forschungsfrage sowie die Struktur der Bachelorarbeit dar.

2. Die Gesundheit: Hier werden die Begriffe der psychischen und physischen Gesundheit definiert und ihre Relevanz für den Polizeiberuf herausgestellt, um ein grundlegendes Verständnis für die weiteren Analysen zu schaffen.

3. Präventives Konzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW: Das Kapitel entwickelt ein Präventionskonzept, das auf dem behördlichen Gesundheitsmanagement basiert und verhältnis- sowie verhaltenspräventive Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bei der Polizei NRW vorstellt, einschließlich der Bedeutung von Führung und spezifischen Maßnahmen wie körperlicher Aktivität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Ernährung.

4. Die Risiken und Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit auf die Gesundheit: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den negativen psychischen, physischen und sozialen Folgen von Nacht- und Schichtarbeit für Polizeibeamte, wie Schlafstörungen, erhöhtes Krebsrisiko und Störung der zirkadianen Rhythmik, und beleuchtet die Gesunderhaltungspflicht der Beamten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zur Minderung der gesundheitlichen Belastungen durch Schichtdienst bei der Polizei, um deren Leistungsfähigkeit und das Wohlergehen der Beamten langfristig zu sichern.

Schlüsselwörter

Polizei NRW, Gesundheitsmanagement, Schichtdienst, Nachtarbeit, Präventivkonzept, psychische Gesundheit, physische Gesundheit, Polizeibeamte, Arbeitsbedingungen, Stress, Work-Life-Balance, Schlafstörungen, zirkadianer Rhythmus, Gesunderhaltungspflicht, betriebliche Gesundheitsförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Risiken und Auswirkungen des Schichtdienstes auf Polizeibeamte und -beamtinnen in Nordrhein-Westfalen und entwickelt ein Präventivkonzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements, um diese Belastungen zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die psychische und physische Gesundheit von Polizeibeamten, die spezifischen Belastungen durch Nacht- und Schichtarbeit, das behördliche Gesundheitsmanagement der Polizei NRW sowie präventive Maßnahmen und Bewältigungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die mit der Schichtarbeit verbundenen Gesundheitsprobleme besser zu verstehen und Präventions- bzw. Bewältigungsstrategien zu ermitteln. Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit schadet Schichtdienst der Gesundheit von Polizeibeamten und was können die Beamten tun, um die Belastungen zu minimieren?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Analyse des aktuellen wissenschaftlichen Stands, Definitionen und Präventionsansätzen im Kontext des behördlichen Gesundheitsmanagements, um ein Präventivkonzept zu konstruieren und dessen Maßnahmen zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Gesundheit (psychisch und physisch), das präventive Konzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW sowie die Risiken und Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit auf die Gesundheit der Beamten detailliert behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Polizei NRW, Gesundheitsmanagement, Schichtdienst, Nachtarbeit, Präventivkonzept, psychische und physische Gesundheit, Arbeitsbedingungen, Stress, Work-Life-Balance und Gesunderhaltungspflicht.

Wie wirkt sich Schichtarbeit konkret auf die Schlafqualität von Polizeibeamten aus?

Schichtarbeit, insbesondere der Nachtdienst, stellt einen großen Stressfaktor dar, der sich negativ auf die Dauer und Qualität des Schlafs niederschlägt. Polizeibeamte leiden häufiger unter Schlafstörungen, was zum sogenannten Schichtarbeitersyndrom führen kann, einer pathologischen Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Welche Rolle spielt die Führung im behördlichen Gesundheitsmanagement der Polizei NRW?

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle, indem sie als Vorbilder fungieren, das Potenzial für Leistungsausfälle erkennen, arbeitsbezogene Belastungen minimieren und Ressourcen maximieren. Sie sind mitverantwortlich für eine gesunde Organisation und eine gesunde Zusammenarbeit.

Inwiefern ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein relevanter Faktor für die Gesundheit von Schichtdienstleistenden?

Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege hat einen deutlichen Einfluss auf den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand. Ungewöhnliche Arbeitszeiten können zu einer weit verbreiteten Unzufriedenheit führen, die sich langfristig negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirkt.

Welche weiteren Risiken jenseits von Schlafstörungen sind mit Nacht- und Schichtarbeit verbunden?

Neben Schlafstörungen sind Nacht- und Schichtarbeit mit häufigen Rückenbeschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Depressionen, einem erhöhten Krebsrisiko (insbesondere Brust- und Prostatakrebs) und einer Störung des zirkadianen Rhythmus verbunden.

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Details

Titel
Präventivkonzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW
Untertitel
Eine systematische Analyse der Risiken und Auswirkungen des Schichtdienstes auf die Gesundheit von Polizeibeamt:innen
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Gelsenkirchen  (Polizeivollzugsdienst (B.A.) - Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW)
Veranstaltung
Fachbereich Polizei
Note
2,3
Autor
Sinan Fidan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
39
Katalognummer
V1683725
ISBN (PDF)
9783389172469
ISBN (Buch)
9783389172476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
präventivkonzept rahmen gesundheitsmanagements polizei eine analyse risiken auswirkungen schichtdienstes gesundheit polizeibeamt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sinan Fidan (Autor:in), 2022, Präventivkonzept im Rahmen des behördlichen Gesundheitsmanagements der Polizei NRW, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1683725
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Leseprobe aus  39  Seiten
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