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Jugend und Gewalt - Sozialisationstheoretische Ansätze

Titel: Jugend und Gewalt - Sozialisationstheoretische Ansätze

Diplomarbeit , 2002 , 65 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Jörn Moch (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Erklärungsversuch von jugendlicher Gewalt aus der Sicht der Sozialisationstheorien. Die Basis ist polizeilichen Kriminalitätsstatistik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Sozialisation Jugendlicher

2.1 Sozialisationsbedingungen

2.2 Lebensphasen

2.3 Fazit

3. Die Struktur der Jugendgewalt

3.1 Der Gewaltbegriff

3.2 Polizeiliche Kriminalitätsstatistik

3.3 Jugendliche als Opfer von Gewalt

3.4 Jugendliche als Täter

3.5 Geschlechtsspezifische Betrachtung der Jugendkriminalität

3.6 Kriminalität jugendlicher Migranten

3.7 Fazit

4. Sozialisationstheoretische Ansätze zur Erklärung von Jugendgewalt

4.1 Die moralische Sozialisation

4.1.1 Die stufenweise moralische Sozialisation

4.1.2 Der Wertewandel

4.1.3 Fazit

4.2 Sozialisation durch Massenmedien

4.2.1 Medien-Wirkungstheorien

4.2.2 Gewaltdarstellungen in Massenmedien

4.2.3 Fazit

4.3 Familiäre Sozialisation Jugendlicher

4.3.1 Die Struktur familiärer Sozialisationsbedingungen

4.3.2 Erziehungsstile

4.3.3 Die Auswirkungen innerfamiliärer Gewalt

4.3.4 Armut in Familien

4.3.5 Fazit

4.4 Individualisierung und Jugendgewalt

4.4.1 Risikogesellschaft

4.4.2 Individualisierung

4.4.3 Das Desintegrations-Verunsicherungs-Gewalt-Konzept

4.4.4 Die Herauslösung aus familiären Bindungen

4.4.5 Die Bedeutung des Freundeskreises und von Gleichaltrigengruppen

4.4.6 Fazit

5. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Entstehung von Jugendgewalt unter sozialisationstheoretischen Aspekten. Das primäre Ziel besteht darin, aus soziologischer Perspektive zu analysieren, welche Faktoren in der Sozialisation Jugendlicher zu einem erhöhten Gewaltpotential führen und wie sich gesellschaftliche sowie familiäre Rahmenbedingungen auf dieses Phänomen auswirken.

  • Strukturmodell der Sozialisationsbedingungen und deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung
  • Analyse der Jugendkriminalität anhand polizeilicher Kriminalitätsstatistiken
  • Einfluss der moralischen Sozialisation und des Wertewandels auf delinquentes Verhalten
  • Wirkung von Massenmedien und Gewaltdarstellungen
  • Bedeutung familiärer Sozialisation, Erziehungsstile und Armutsfaktoren
  • Individualisierung, Risikogesellschaft und Desintegrationserscheinungen als Ursachenfaktoren

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Gewaltbegriff

Die für mich verwertbarste Klärung des Konstrukts Gewalt liefert Sturzbecher, der zuerst auf die unterschiedlichen konstituierenden Merkmale eingeht. Er nennt an erster Stelle die Intentionalität, also ein aggressives Verhalten, dass auf eine Person gerichtet ist, um diese zu verletzen. Das zweite Merkmal betrachtet die Folgen dieses Verhaltens, die in der Schädigung einer Person liegen. Eine weitere Rolle spielt die soziomoralische Bewertung bestimmter Verhaltensmuster durch einen Beobachter, der auf kulturelle festgelegte Beurteilungskriterien zurückgreifen kann. So war die Züchtigung von Kindern durch die Eltern oder auch Lehrer nicht immer verboten, sondern als Mittel zur Erziehung sogar erwünscht. Selbst gegenwärtig wird die Legitimität eines autoritären und strafenden Erziehungsstiles im gesamtgesellschaftlichen Diskurs kontrovers betrachtet. Mit Rückgriff auf das zuletzt genannte Merkmal kann eine weitfassende Definition der Gewalt erfolgen, die auf der Basis historisch veränderbarer Auslegungen erfolgt.

Neben den konstituierenden Bedingungen sind qualitative Abgrenzungen des Gewaltverständnisses nötig. An dieser Stelle ist es wichtig, auf eine messbare und damit der theoretischen Betrachtung zugängliche Definition zurückgreifen zu können.

In einer ersten Abgrenzung wird von einem restriktiven Gewaltbegriff ausgegangen, der sich auf beabsichtigte physische Einwirkungen auf andere Personen bezieht. Es handelt sich also um einen gerichteten aggressiven Akt, dessen Ziel die Zufügung körperlicher Verletzungen oder Schmerzen durch den Täter ist. In diese Definition fallen auch Drohungen mit physischem Zwang. Ein wichtiger Punkt dieser Auslegung ist die vom Opfer nicht gebilligte Verletzung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit. Dieses Verhalten äußert sich in einer „Vermeidungsabsicht“. Wenn dieser Gewaltbegriff auf beobachtbare aggressive Handlungen angewandt wird, so sind die Erscheinungsformen in ausreichendem Maß der wissenschaftlichen Analyse zugänglich. Aus diesem Grund werde ich mich auf den restriktiven Gewaltbegriff in meinen Darstellungen beschränken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen jugendlicher Gewalt ein und erläutert die soziologische Ausrichtung der Arbeit sowie den fünfstufigen Aufbau der Untersuchung.

2. Grundlagen der Sozialisation Jugendlicher: Das Kapitel definiert den Sozialisationsbegriff und analysiert das Strukturmodell der Sozialisationsbedingungen sowie die Bedeutung lebenszeitlicher Phasen für die Entwicklung.

3. Die Struktur der Jugendgewalt: Hier werden Definitionen von Gewalt diskutiert, polizeiliche Statistiken analysiert und geschlechtsspezifische sowie migrationsspezifische Tendenzen der Jugendkriminalität beleuchtet.

4. Sozialisationstheoretische Ansätze zur Erklärung von Jugendgewalt: Dieser Hauptteil untersucht die moralische Sozialisation, den Einfluss von Massenmedien, familiäre Sozialisationsinstanzen sowie Auswirkungen von Individualisierung und Desintegration auf die Entstehung von Gewalt.

5. Schlußbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont das komplexe Zusammenspiel von individuellen, familiären und gesellschaftlichen Faktoren bei der Entstehung von Jugendgewalt.

Schlüsselwörter

Jugendgewalt, Sozialisation, Persönlichkeitsbildung, Jugendkriminalität, Wertewandel, Massenmedien, Erziehungsstile, Armut, Individualisierung, Risikogesellschaft, Desintegration, Sozialisationsforschung, Kriminalitätsstatistik, Peer-Group, Gewaltprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den sozialisationstheoretischen Ansätzen zur Erklärung von Jugendgewalt und sucht nach soziologischen Erklärungen für die Entstehung delinquenten Verhaltens in der Jugendphase.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Sozialisationsforschung, die Struktur der Jugendkriminalität, moralische Entwicklung, Medieneinflüsse, familiäre Erziehungsbedingungen sowie gesellschaftliche Prozesse wie Individualisierung und Desintegration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Wirkungszusammenhänge aufzuzeigen, die zur Entstehung von Jugendgewalt beitragen, und dabei eine soziologisch fundierte Basis für das Verständnis dieses Phänomens zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Auswertung aktueller Kriminalitätsstatistiken und soziologischer Forschungsmodelle, um das Thema strukturiert aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der moralischen Sozialisation, eine Untersuchung des Einflusses von Medien auf das Aggressionsverhalten, eine detaillierte Betrachtung familiärer Einflüsse sowie eine makrosoziologische Analyse zur Individualisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Jugendgewalt, Sozialisation, Individualisierung, Desintegration, Familiäre Erziehung, Kriminalitätsstatistik und der Wertewandel.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung von Jugendgewalt?

Die Familie ist laut Autor die wichtigste Sozialisationsinstanz. Negative Erziehungsstile, elterliche Gewalterfahrung und materielle Armut in der Familie werden als wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung aggressiven Verhaltens identifiziert.

Wie beeinflusst die Individualisierung die Jugendgewalt?

Die Individualisierung führt laut Autor zu einer Freisetzung aus traditionellen Bindungen. Wenn diese Prozesse zu Desintegration und Verunsicherung führen, kann dies – besonders bei fehlender Unterstützung – als Kompensationsversuch in delinquentem Verhalten münden.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugend und Gewalt - Sozialisationstheoretische Ansätze
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,00
Autor
Jörn Moch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
65
Katalognummer
V168373
ISBN (eBook)
9783640871728
ISBN (Buch)
9783640871865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend Gewalt Sozialisation Kriminalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörn Moch (Autor:in), 2002, Jugend und Gewalt - Sozialisationstheoretische Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168373
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  65  Seiten
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