Das Finalziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, wesentliche Instrumente des Wissensmanagements anhand der Umsetzung von konkreten Fallbeispielen darzustellen. In der heutigen Zeit sehen sich Unternehmen durch weitreichende Trends wie Globalisierung, Digitalisierung und einem grundlegenden strukturellen Wandel mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere der Umgang mit der Ressource Wissen, welcher eine wesentliche Rolle bei der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit moderner Organisationen spielt, erfordert stetige Neugewinnungs-, Überarbeitungs- und Sicherheitsmaßnahmen. Mit der Zunahme der Bedeutung des damit zusammenhängenden Wissensmanagements und den daraus resultierenden Aufgaben gewinnt eine ganzheitliche Betrachtung der darin angewendeten Werkzeuge sowie die Integration neuartiger Instrumente wie KI immer mehr an Relevanz. 2 Das zeigt sich auch in einer Umfrage von Bitkom, in der 6% der Befragten angaben, bereits KI im Rahmen des internen Wissensmanagements zu verwenden, während 37% den Einsatz für die Zukunft zu planen.
Die gezielte Verwendung von Instrumenten im Wissensmanagement zur markorientierten Transformation von Daten und Informationen zu Wissen ist ein wesentlicher Faktor zur Steigerung des Unternehmenserfolges. Dabei sind das kollaborative Arbeiten und die eingesetzte Informations- und Kommunikationstechnologie im Zuge des Wandels ein wesentlicher Baustein bei der Übertragung und Sicherung von Wissen. In einer weiteren Umfrage von Bitkom zur Funktion von Kollaborationstools im Unternehmen gaben 41 % der Befragten an, Werkzeuge im Bereich des Wissensmanagements zu nutzen. Dies unterstreicht die Relevanz derartiger Tools und macht es sinnvoll, konkrete Tools sowie deren spezifische Anforderungen und Einsatzmotive näher darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Begründung der Problemstellung
- 1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
- 2 Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
- 2.1 Wissensmanagement
- 2.2 Werkzeuge des Wissensmanagements
- 2.2.1 Wissensmanagementsysteme
- 2.2.2 Anforderungen
- 2.2.3 Einsatzmotive von Instrumenten
- 3 Fallbeispiele
- 3.1 Einführung in die Fallbeispiele
- 3.2 Auswahl konkreter Werkzeuge für die Fallbeispiele
- 3.3 Durchführung der Fallbeispiele
- 3.3.1 Implementierung eines Dokumentenmanagementsystems
- 3.3.2 Einführung eines E-Learning-Systems
- 3.4 Erfolg beim Einsatz von Wissensmanagementsystemen und Ausblick
- 4 Schluss
- 4.1 Zusammenfassung
- 4.2 Kritische Würdigung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung wesentlicher Instrumente des Wissensmanagements anhand konkreter Fallbeispiele. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie diese Instrumente in der Praxis umgesetzt werden können, welche Grundlagen hierfür notwendig sind und welche Anforderungen sowie Einsatzmotive relevant sind.
- Grundlagen und Begriffsdefinitionen des Wissensmanagements
- Werkzeuge und Systeme im Wissensmanagement, deren Anforderungen und Einsatzmotive
- Praktische Implementierung von Wissensmanagementinstrumenten mittels Fallbeispielen
- Erfolgsfaktoren beim Einsatz von Wissensmanagementsystemen und zukünftige Entwicklungsaussichten
- Die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im modernen Wissensmanagement
Auszug aus dem Buch
Wissensmanagement
Das Wissensmanagement befasst sich mit der optimalen Nutzung, Entwicklung und Bereitstellung des im Unternehmen vorhandenen Wissens. Dabei werden Menschen, Dokumente und Algorithmen vernetzt, um die Verwendung und Verteilung von Wissen im produktiven Umfeld zu gewährleisten und die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen. Im Vordergrund steht dabei insbesondere die Förderung der Zusammenarbeit und Kompetenzentwicklung in allen Phasen der Wissensgenerierung. Da Daten, Informationen und Wissen häufig als synonym verwendet werden ist eine klare Differenzierung erforderlich. Während Daten eine beliebige Anzahl an Zeichenfolgen darstellen, enthalten Information durch Kontext zugewiesene Bedeutungen. Wird eine Informationen zielgerichtet verarbeitet und im Rahmen von konkreten Entscheidungsprozessen genutzt, handelt es sich um Wissen.
Wissen lässt sich nach Art und Herkunft in verschiedene Wissensdimensionen einteilen. Implizites Wissen, welches in einer Personen oder neuronalen Netzen versteckt ist, unterschiedet sich von explizitem Wissen, das dokumentiert oder formalisiert bereitgestellt wird und daher leicht zugänglich ist. Weiterhin kann zwischen internem und externem Wissen differenziert werden. Während Ersteres innerhalb eines Unternehmens oder Zusammenschlusses von Personen verwaltet wird muss Letzteres aufgrund des Mangels in der Organisation von außen herangezogen werden. Es existieren weitere Kategorisierungsformen, welche jedoch im Rahmen dieser Arbeit nicht tiefer thematisiert werden.
Innerhalb des Wissensmanagements sind unterschiedliche Modelle zur Wissensgenerierung von Relevanz. Hierbei spielt insbesondere die Wissenstreppe von North eine bedeutende Rolle, da diese in der wissensorientierten Unternehmensführung eine klare Struktur und Vorgehensweise vorgibt. Der Prozess wird in fünf Schritten abgebildet, die von der Transformation von Zeichen und Daten zu Informationen, über die Entwicklung von Wissen, Handeln und Kompetenz bis hin zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit reichen. Weitere bedeutende Modelle sind der PDCA-Zyklus nach Deming und Shewhart und die SECI-Wissensspirale nach Nonaka. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird im Zuge des Wissensmanagements zunehmend wichtiger, da sie die Effizienz der Wissensgenerierung und -verteilung steigert und durch automatisierte Analysen wertvolle Erkenntnisse für Entscheidungsprozesse liefert.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Problemstellung der Arbeit, die sich auf die Herausforderungen im Umgang mit der Ressource Wissen in modernen Unternehmen konzentriert, und legt den Aufbau sowie die Zielsetzung der Untersuchung dar.
Kapitel 2 Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Fundamente des Wissensmanagements sowie dessen Werkzeuge, deren grundlegende Eigenschaften, Anforderungen und Einsatzmotive detailliert erläutert.
Kapitel 3 Fallbeispiele: In diesem Hauptteil werden fiktive Fallbeispiele genutzt, um die praktische Anwendung und Implementierung von Wissensmanagementinstrumenten, insbesondere eines Dokumentenmanagementsystems und eines E-Learning-Systems, zu veranschaulichen und deren Erfolg zu bewerten.
Kapitel 4 Schluss: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bietet eine kritische Würdigung des methodischen Vorgehens und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Optimierungspotenziale im Bereich des Wissensmanagements.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissensmanagementsysteme, Instrumente, Fallbeispiele, Dokumentenmanagementsystem, E-Learning, Künstliche Intelligenz, Wissensgenerierung, Wissenskommunikation, Kompetenzentwicklung, Kollaborationstools, digitale Transformation, Unternehmensführung, Anforderungen, Einsatzmotive
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
In dieser Arbeit geht es grundsätzlich um einen Überblick über Instrumente des Wissensmanagements und deren Darstellung anhand konkreter Fallbeispiele, unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Werkzeuge und Systeme im Wissensmanagement, deren Anforderungen und Einsatzmotive sowie die praktische Anwendung durch Fallbeispiele.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, wesentliche Instrumente des Wissensmanagements anhand der Umsetzung von konkreten Fallbeispielen darzustellen und daraus resultierende Modalziele wie die Erläuterung von Grundlagen und Anforderungen zu erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine Methode, die zunächst theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen erörtert, um anschließend deren praktische Anwendung in fiktiven Fallbeispielen zu demonstrieren und zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach den theoretischen Grundlagen zwei konkrete Fallbeispiele behandelt: die Implementierung eines Dokumentenmanagementsystems und die Einführung eines E-Learning-Systems, einschließlich ihrer Durchführung und Bewertung des Erfolgs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Wissensmanagement, Wissensmanagementsysteme, Instrumente, Fallbeispiele, Dokumentenmanagementsystem, E-Learning, Künstliche Intelligenz, Wissensgenerierung, Wissenskommunikation, Kompetenzentwicklung, Kollaborationstools, digitale Transformation, Unternehmensführung, Anforderungen und Einsatzmotive.
Welche konkreten Instrumente werden in den Fallbeispielen beleuchtet?
In den Fallbeispielen werden die Implementierung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) und die Einführung eines E-Learning-Systems detailliert beleuchtet.
Wie wird die Relevanz von KI im Wissensmanagement in der Arbeit thematisiert?
Die Relevanz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird als zunehmend wichtig im Zuge des Wissensmanagements hervorgehoben, da sie die Effizienz der Wissensgenerierung und -verteilung steigert und durch automatisierte Analysen wertvolle Erkenntnisse für Entscheidungsprozesse liefert.
Welche Dimensionen sind bei einem Wissensmanagementsystem (WMS) zu beachten?
Bei einem Wissensmanagementsystem sind technische, organisatorische und menschliche Dimensionen zu beachten, welche die Speicherung, Verarbeitung, Kommunikation von Wissen sowie die Abstimmung individueller Handlungen mit Unternehmenszielen umfassen.
Was sind die primären Handlungsfelder in Riempps Architektur für integrierte Wissensmanagementsysteme?
Die primären Handlungsfelder in Riempps Architektur umfassen Transaktionen, Inhalte, Zusammenarbeit, Kompetenz und Orientierung, welche jeweils eigene übergeordnete primäre Funktionen besitzen.
- Arbeit zitieren
- Fabian Schnabel (Autor:in), 2025, Überblick über Instrumente des Wissensmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1683774